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Bericht und Video zum Diabetes-Kids Ahoi Segeltörn 2023

Liebe Leser,

wir möchten euch von einer unglaublich emotionalen und positiven Erfahrung berichten, die wir kürzlich beim Diabetes Kids Ahoi 2023 Segeltörn mit dem 3-Mast-Segelschiff Noorderlicht auf dem Wattenmeer gemacht haben.

Es war eine einzigartige Reise, bei der Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 sowie einem Elternteil die Gelegenheit hatten, gemeinsam eine unvergessliche Zeit zu verbringen und beim Segeln ihre Erfahrungen mit dem Diabetes-Alltag auszutauschen.

 Ahoi2023

Am ersten Tag kamen wir im Hafen von Harlingen an und lernten uns gegenseitig kennen. Schon beim ersten Erfahrungsaustausch spürte man die Verbundenheit und die starke Gemeinschaft, die hier entstehen könnte. Die Kennlern-Gespräche dauerten bis in den späten Abend hinein, denn es gab so viel zu teilen und voneinander zu lernen.

Früh morgens am zweiten Tag segelten wir gleich nach dem Frühstück Richtung Vlieland. Nach einer Einweisung wurden alle Segel gehievt, und jeder an Bord half mit, das Schiff voranzubringen und die Segel zu hissen. Im übertragenen Sinne mussten wir alle „an einem Strang ziehen“. Genau wie in der Diabetestherapie.
Auf Vlieland angekommen, ging es direkt zum Strand. Dort fand eine teambildende Olympiade statt, bei der wir verschiedene Herausforderungen bewältigen mussten. Es gab Ballzielhüpfen für die Kids, Dreibeinläufe mit der Mama oder dem Papa. Die Jugendlichen absolvierten Blindläufe, bei denen ein Elternteil den Jugendlichen leiten musste, und es gab einen Wettlauf mit Gummiball, in denen der Ball zwischen Elternteil und Kind ins Ziel gebracht werden musste. Es war offensichtlich, dass alle Eltern und Kinder ihr Bestes gaben und sich mit vollem Einsatz einbrachten. Eine ganz andere Art der Olympiade in dem auch ordentlich die Lachmuskeln trainiert wurden. Immer wieder hatten auch Unterzuckerungen ihren Raum. So manch ein Zieleinlauf musste deshalb kurz warten, bis die Werte wieder im grünen Bereich waren.

Im Anschluss daran hatten wir das große Glück, das Privileg zu haben, Andrea zu erleben - eine wahrhaft bemerkenswerte Frau, die nicht nur Ärztin und Diabetologin ist, sondern auch selbst mit Typ-1-Diabetes lebt. In ihren Augen spiegelte sich die Erfahrung wider, die uns alle verband.

Aber es wäre unvollständig, über diese besondere Veranstaltung zu sprechen, ohne Sandra zu erwähnen. Sandra, das älteste „Diabetes-Kid“, welches schon von Beginn an als Jugendliche mitfuhr, hat sich ebenfalls aktiv in den Vortrag eingebracht und uns mit ihren Erfahrungen bereichert. Als heutige Diabetesberaterin konnte sie uns wertvolle Einsichten geben und uns helfen, den Umgang mit Diabetes besser zu verstehen.

Andrea und Sandra ergänzten sich auf bemerkenswerte Weise. Andrea betrat die Bühne mit einer Ausstrahlung von Güte und Empathie, die jedem im Raum das Gefühl gab, dass sie uns wirklich verstand. Sandra hingegen brachte ihre persönliche Perspektive als jemand ein, der seit vielen Jahren mit Diabetes lebt und ihre eigene Reise gemeistert hat. Gemeinsam schufen sie eine Atmosphäre des Verständnisses und der Solidarität.

Andrea erzählte von ihren eigenen Kämpfen und Triumphen, von Momenten der Verzweiflung und des Durchhaltevermögens. Sandra wiederum teilte ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit uns, was uns half, neue Wege im Umgang mit Diabetes zu finden. In der anschließenden Gesprächsrunde hatten wir die Möglichkeit, uns auszutauschen und Fragen zu stellen. Andrea und Sandra hörten aufmerksam zu und beantworteten jede Frage mit Weisheit und Empathie.
Die Kombination aus Andreas medizinischem Fachwissen und ihrer persönlichen Erfahrung mit Diabetes sowie Sandras Erfahrung als Diabetesberaterin schuf eine einzigartige und bereichernde Erfahrung für uns. Durch sie fühlten wir uns nicht nur verstanden, sondern auch ermächtigt, unsere eigenen Herausforderungen anzunehmen und ein erfülltes Leben trotz Diabetes zu führen.

Die Erinnerung an diesen inspirierenden Vortrag und die Begegnung mit Andrea und Sandra werden in unseren Herzen verankert bleiben.
Auch die Vorstellung von Dexcom waren äußerst erfolgreich. Alle hörten gespannt zu und hatten die Möglichkeit, den neuen Dexcom G7 Sensor auszuprobieren.
Es war für die Kinder und Jugendlichen zunächst ungewohnt und irgendwie komisch zu sehen, wie ihre Eltern mit einem Sensor rumliefen und ihre eigenen Blutzuckerwerte überwachten.

Für die Kinder war es eine Mischung aus Stolz und Verwunderung, ihre Eltern in derselben Situation zu sehen. Es war ein Moment der Verbundenheit, der ihnen zeigte, dass sie nicht allein sind. Sie erkannten, dass ihre Eltern ebenfalls verstehen und nachvollziehen wollen, was sie tagtäglich durchmachen. Man nennt es auch liebevoll Diabetes Typ F. Die Eltern wiederum konnten die Vorteile des neuen Sensors gleich ausprobieren.

Viele Gespräche zogen sich bis in die Nacht hinein, denn es war eine Gelegenheit, sich endlich verstanden und getragen zu fühlen. So wie das Meer ob bei Sturm oder seichtem Wind das Boot trug, so fühlten wir uns in diesen Momenten voneinander emotional getragen.

Unser führender Mannschaftskapitän der DIABETES-KIDS Micha weckte uns wie jeden Morgen toller Musik. Die Musik erfüllte nicht nur Herzen, sondern wir starteten gleich mit positiver Energie in den Tag. Hoch im Kurs stand vor allem der „Wellerman Song“. Dieser wird die Eltern, Kinder und Jugendliche später beim erneuten Hören auch noch nach Jahren an das unvergessliche Erlebnis erinnern.

Nachdem wir am zweiten Tag eine intensive Zeit auf Vlieland verbracht hatten, setzten wir am Freitag unsere Segelreise zur Insel Terschelling fort. Zunächst wurden die Gewinner verkündet: Noah, Milo und Belana und sowie die Einzelsieger einer Disziplin: Hannes und Simon. Es war eine großartige Anerkennung für ihre Teilnahme und Leistungen.

Nach der Handelsmesse inmitten des wilden Seegangs, musste der geplante Vortrag von Insulet verschoben werden. Jeder Matrose an Bord wurde gebraucht, um die Segel zu hissen und das Schiff sicher durch die aufgewühlte See zu navigieren.

Der Seegang war ungestüm und die Winde pfiffen durch die Taue. Inmitten dieser turbulenten Naturgewalten mussten die Pläne geändert werden, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Das Leben auf See lehrt uns oft, dass wir uns den Kräften der Natur beugen müssen, auch wenn es unsere irdischen Pläne durcheinanderwirbelt. Auch das erinnert uns manchmal an die turbulente Diabetestherapie.

Als sich die tobenden Wellen langsam beruhigten, konnte der Omnipod 5 seine Wunder offenbaren. Wir erhielten wertvolle Informationen und konnten Fragen stellen, um ein besseres Verständnis für dieses innovative Gerät zu bekommen.

Nach den Programmpunkten an Bord ging es an Land, wo wir uns auf eine Fahrradtour begaben. Gemeinsam erkundeten wir die wunderschöne Insel Terschelling. Es war ein unvergessliches Erlebnis, die atemberaubende Natur und die malerischen Orte zu entdecken. Wir fuhren insgesamt über 20 Kilometer mit dem Fahrrad. Besonders die Kinder hatten eine Menge Spaß dabei.

Nach dem Abendessen folgte ein weiterer Höhepunkt: Der Vortrag mit Gesprächsrunde "Zucker auf stürmischer See". Alle versammelten sich mit Herzen voller Vorfreude, um Zeugen eines Vortrags zu werden, der die Seele erschüttern würde. Isabell Lass, eine tapfere Psychologin mit Typ-1-Diabetes, trat vor die Bühne und eröffnete uns den Zugang zu einer Welt voller Emotionen. Ihre Worte waren wie ein Orkan, der zu uns Eltern hereinbrach und uns mitriss. Mit jeder Silbe öffnete sie unsere Seele und ließ uns an tiefsten Ängsten, Hoffnungen und Träumen teilhaben. Sie kannte die unendlichen Herausforderungen, denen sich Kinder und Jugendliche mit Diabetes gegenübersahen, und sie verstand, welche Unterstützung sie brauchten, um sich sicher in dieser stürmischen Welt zu bewegen. In einer Gesprächsrunde wurden Fragen gestellt und Geschichten geteilt. Die Atmosphäre war geladen mit Ehrlichkeit und Authentizität. Isabell schuf einen sicheren Raum, in dem sich jeder ausdrücken und von seinen eigenen Erfahrungen berichten konnte. Gemeinsam tauchten wir in die Tiefen der Emotionen ein und ließen befreiendes Lachen und erlösende Tränen fließen.

Isabell erinnerte uns daran, dass wir den Jugendlichen die Flügel geben müssen, um sicher aus dem Nest zu fliegen. Wir müssen ihnen das Vertrauen schenken, dass sie die Herausforderungen des Lebens meistern können.

Am letzten Abend des Diabetes Kids Ahoi 2023 Segeltörns fanden noch einmal tiefgehende Gespräche statt. Das Segel- und Elternteam aber auch die Kinder und Jugendliche waren in dieser kurzen Zeit wirklich zusammengewachsen.

Am dritten Tag unserer Reise brach der Morgen an und mit ihm das brummende Geräusch des Motors, das uns um 5:30 Uhr aus dem Schlaf riss. Inmitten der Morgendämmerung stand Tina auf, um die Schönheit der Morgendämmerung über dem Meer ins Foto für alle müden Matrosen festzuhalten.

Gegen 9.30 Uhr war es so weit. Wir sind mit der Noorderlicht „Trocken gelaufen“. Das Trockenlaufen auf dem Wattenmeer war ein Symbol für unsere eigene Reise - eine Reise, auf der wir neue Horizonte entdeckten, uns selbst herausforderten und unseren Mut erprobten. Es war ein Moment des Staunens und der Erkenntnis, dass wir uns auch in den schwierigsten Zeiten festen Bodens unter den Füßen bewahren können.

Drei mutige Matrosen gingen als erstes über das kühle Nass des Wattenmeeres an Land. Es war ein Moment des Innehaltens, des Eintauchens in die Schönheit der Natur. Mit jedem Schritt auf dem Wattenmeer fühlten wir uns lebendig, frei und voller Energie.

Danach begannen wir unsere Koffer zu packen und die Kabinen aufzuräumen. Unter Deck wurde geputzt, während die letzten Köche uns mit einem zauberhaften Mahl aus den verbleibenden Zutaten verwöhnten.

Als das Schiff wieder Wasser unterm Kiel hatte, erklang unser Lieblingssong und wir versammelten uns ein letztes Mal an Deck. Gemeinsam „ruderten" wir im Takt der Musik, spürten den Rhythmus in unseren Herzen und ließen uns von der Melodie tragen.

Mit brennendem Herzen teilte Junior-Kapitänin Caro ihre Liebe zur Musik mit den Kindern und Jugendlichen. Ihre Stimmen verschmolzen zu einem harmonischen Klang des Shantys, der von den sanften Tönen ihrer Ukulele begleitet wurde. Es war ein mitreißendes Zusammenspiel, das die Gemeinschaft vereinte und eine Hymne der Hoffnung: "Diabetes? Na und!", erklingen ließ. In diesem Augenblick der Magie wurde deutlich, dass die Musik die grenzenlose Sprache der Verbundenheit ist.

Intensive letzte Gespräche wurden geführt und letzte Worte ausgetauscht. Wir nahmen uns Zeit füreinander, um die Erinnerungen und Erfahrungen dieser Reise miteinander zu teilen. Es war ein Moment der Intimität und der Dankbarkeit für die kostbaren Begegnungen und die gemeinsamen Erlebnisse.

Mit jedem Augenblick wurden die Abschiedsworte intensiver, unsere Umarmungen fester. Wir wussten, dass sich unsere Wege nun trennen würden, aber die Erinnerungen und die Verbundenheit würden in unseren Herzen weiterleben.

Der Diabetes Kids Ahoi 2023 Segeltörn war eine unglaubliche Reise voller Emotionen, Verbundenheit und wertvoller Erfahrungen. Wir wurden nicht nur von Fachleuten begleitet, sondern auch von Menschen, die selbst mit Diabetes leben und daher genau wissen, welche Herausforderungen wir alle bewältigen müssen. Es war eine Zeit des Lernens, des Wachsens und des gemeinsamen Erlebens.

Von ganzem Herzen möchten wir uns bei der wundervollen Crew bedanken - Micha, Caro, der Firma Insulet und Dexcom, der Psychologin Isabell, der Ärztin Andrea, dem ältesten Diabetes-Kind und heutigen Diabetesberaterin Sandra, den erfahrenen Mamas Vera und Tina sowie dem beeindruckenden Engagement der Juniorcrew-Mitglieder Finn und Milo.

Ihr alle habt unsere Reise zu etwas Besonderem gemacht. Durch eure unermüdliche Hingabe, eure Fachkenntnisse und eure herzliche Art habt ihr uns unterstützt, inspiriert und uns gezeigt, dass wir gemeinsam stark sind.

Ein großes Dankeschön an alle, die mit ihrem tiefen Engagement und ihrer Hingabe diese Reise zu etwas Außergewöhnlichem gemacht haben. Besonders hervorheben möchten wir Micha, den Gründer dieser wundervollen Initiative, sowie Caro und alle anderen Crewmitglieder, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit daran teilgenommen haben.

Micha hat diese Reise möglich gemacht. Seine Vision, seinem besonderen Engagement der weit über das Übliche hinausgeht und seinem unermüdlichen Einsatz hat er uns alle zusammengeführt und uns die Chance gegeben, etwas Einzigartiges zu erleben.

In diesem Moment der Dankbarkeit möchten wir auch diejenigen würdigen, die im Hintergrund gearbeitet haben. Diejenigen, die hinter den Kulissen organisatorische Aufgaben erledigt haben, diejenigen, die Unterstützung geleistet haben, um sicherzustellen, dass alles reibungslos abläuft. Daher auch ein großes Dankeschön an Susann und all die anderen Unterstützer.

Mit einem verbundenen Herzen erinnern wir uns noch lange an diese unvergessliche Erfahrung zurück und sind dankbar für die Menschen, die wir während dieser Reise kennenlernen durften.

In liebevoller Erinnerung,


Tina und Vera

Unser Video zu diesem Event:

Bei Youtube ansehen: https://youtu.be/GLcBN1O21UA 

Kommentar von Diabetes-Kids:

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns:

  • Bei Tina und Vera für diesen schönen Bericht.
  • Bei unserer tollen Crew: Andrea Finke, Isabel Lass, Sandra Reinert, Tina und Milo Parlow, Vera und Finn Klielty, die mit ihrem großen ehrenamtlichen Einsatz dieses Event erst möglich gemacht haben.
  • Bei der Crew des Schooners Noorderlicht, die uns sicher durchs Wattenmeer geschippert hat.
  • Beim Team der TSC  Harlingen für die Organisation der Reise und die Verpflegung.
  • Bei DiabetesDE für die langjährige Unterstützung dieses Events
  • Und nicht zuletzt auch bei unseren Sponsoren Dexcom, DiaExpert, Medtronic, Insulet, Vitalaire, Ypsomed und Abbott.

Der nächste Diabetes-Kids Segeltörn wird bereits geplant. Die Anmeldung wird ab Oktober 2023 möglich sein.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal

Eure Familie Bertsch /
Susann, Carolin und Michael
www.Diabetes-Kids.de

 

Unser Platin Werbepartner:

a sig horiz 2c 200

Unsere Platin Sponsoren:

Ypsomed            

Medtronic
DiaExpert Dexcom

Insulet

Unser Gold Sponsor:

Vitalaire

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