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Forschung

Lancet-Studie zeigt: Weltweite Verdoppelung der Diabetes Typ 1-Fälle bis 2040

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DDGLogo2021Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Lancet-Studie prognostiziert nun, dass sich die Erkrankungszahlen für Diabetes Typ 1 bis 2040 von etwa 8,4 Millionen auf bis zu 17,4 Millionen verdoppeln könnten. Die Studie gibt 201 Ländern konkrete Zahlen zu ihrer derzeitigen nationalen Diabetes-Lage an die Hand und legt eine Basis für gesundheitspolitisches Handeln.

Auch Deutschland solle dringend Konsequenzen aus den aktuellen Studienergebnissen ziehen, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Es müsse endlich deutlich mehr in die Diabetesversorgung sowie -prävention investiert werden. Seit Jahren weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass die versteckte Diabetes-Pandemie dramatische Auswirkungen auf das deutsche Gesundheitssystem haben wird.

Diabetes-News ad hoc: Entstehung des Typ-1-Diabetes: Neue Erkenntnisse

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diabetesde.jpgbis heute ist unklar, wann und warum genau ein Typ-1-Diabetes entsteht. Nun haben Forscher*innen in einer neue Studie Erkenntnisse zum Entstehungsprozess zusammengetragen, die bisherigen Annahmen widersprechen. Wir danken unserem Wissenschaftspartner DiabInfo für den Hinweis auf die Studie.

Auslöser Immunreaktion

Aufklärungskampagne zur Diabetes-Früherkennung im Kindesalter gut angenommen

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DDGLogo2021Über zwei Millionen Eltern sind von mehr als 6300 Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten über die Ursachen und Gefahren von Diabetes Typ 1 aufgeklärt worden. Das ist die positive Bilanz der Aufklärungskampagne zur Früherkennung des Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen. Initiiert wurde die Aktion vor zwei Jahren von der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Zahl diabetischer Ketoazidosen bei Kindern und Jugendlichen steigt

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Gießen – Während der ersten zwei Jahre der Coronapandemie ist es bei Kindern und Jugendlichen in vielen Ländern zu lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisungen im Zusammenhang mit einer verspäteten Diagnose von Diabetes gekommen. Das hat ein internationales Forscherteam im Rahmen einer weltweiten Studie er­mittelt.

Eine Welt ohne Typ-1-Diabetes? – Aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung

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Logo diabinfo RGB transparentWas löst Typ-1-Diabetes aus? Ist die Autoimmunerkrankung heilbar? Und gibt es eine Möglichkeit der Früherkennung? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die neue Podcast-Folge von „Siblers DenkRäume“. In dem Podcast von und mit Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler gibt die Diabetologin Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler Einblicke in die aktuelle Typ-1-Diabetesforschung.

Welttag Diabetes: „Immer mehr Kinder und Jugendliche erhalten die Diagnose Diabetes“

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An der Universität Leipzig wird seit Jahren zu einer bedeutenden Begleiterscheinung von Diabetes geforscht: der Adipositas. Die Biologin Dr. Kathrin Landgraf untersucht im SFB 1052 „ObesityMechanisms“ mit anderen Wissenschaftler:innen verschiedener Fachdisziplinen Ursachen, Präventions- und Therapieansätze dieser Erkrankung. Ihr Kollege Dr. Robert Stein forscht verstärkt an klinischen Ansätzen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Die beiden berichten im Interview anlässlich des Welttags Diabetes am 14.November über ihre Forschungen im Team von Prof. Dr. Antje Körner im pädiatrischen Forschungszentrum der Universitätsmedizin Leipzig.

Warum erkranken manche Kinder und Erwachsene an Diabetes und andere nicht?

Typ-1-Diabetes bei Kindern: Nur 22 Euro für eine frühe Diagnose bevor Symptome auftreten

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Ein Bluttest reicht aus, um die Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes bei Kindern früh zu erkennen und schwere Stoffwechselentgleisungen zu verhindern. Mit der Fr1da-Studie bietet das Forschungszentrum Helmholtz Munich das weltweit größte bevölkerungsweite Screening zur Typ-1-Diabetes-Früherkennung bei Kindern an. Nun haben die Wissenschaftler:innen eine detaillierte Analyse zu den Kosten der Teststrategie veröffentlicht. Eine Einführung des Screenings in die Regelversorgung würde das Gesundheitssystem in Deutschland voraussichtlich 22 Euro pro untersuchtem Kind kosten.

Neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Autoimmunität bei Typ-1-Diabetes

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Neuherberg – Stoffwechselveränderungen können bei Typ-1-Diabetes früher im Krankheitsverlauf auftreten als bislang angenommen – sie können der Autoimmunität vorausgehen oder parallel dazu stattfinden. Das berichtet eine internationale Arbeitsgruppe mit Beteiligung des Helmholtz Munich Instituts für Diabetes­forschung (IDF) im Journal of Clinical Investigation (2022; DOI: 10.1172/JCI162123).

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DDG zweifelt an US-Studie zu Diabetes bei Kindern nach COVID

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DDGLogo2021Löst das SARS-CoV-2-Virus bei Kindern und Jugendlichen einen Diabetes mellitus aus? Dieser Vermutung ging unlängst eine Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC (Center for Disease Control and Prevention) nach, die derzeit breit diskutiert wird1. Darin scheinen die Autorinnen und Autoren einen Zusammenhang zwischen einer COVID-19-Infektion und einer anschließenden Diabeteserkrankung zu erkennen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) weist auf gravierende methodische Schwächen der Studie hin, die die Studienergebnisse relativieren. Es seien weitere Studien über einen längeren Zeitraum mit konsistenten und größeren Datenmengen erforderlich, um Klarheit zu schaffen.

Ein seit Jahren von der DDG gefordertes Nationales Diabetesregister sowie eine elektronische Diabetesakte könnten auch hierzu bessere Erkenntnisse liefern.

Typ-1-Diabetes: Neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Autoimmunkrankheit bei Kindern

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Wann und warum manifestiert sich ein Typ-1-Diabetes bei Kindern? Erstmals haben Forschende die Blutzuckerwerte und parallel dazu die Inselautoantikörper bei Kindern mit erhöhtem genetischem Risiko für Typ-1-Diabetes in den ersten Lebensjahren in einer Langzeitstudie untersucht. Ergebnisse der Studie wurden nun im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht. Die Studie liefert ein besseres Verständnis der Dynamik der Blutzuckerregulation im frühen Kindesalter und neue Erkenntnisse über die Entstehung der Autoimmunität bei Typ-1-Diabetes.

Einzigartig: Die POInT-Studie untersucht die Blutzuckerdynamik parallel zur Entstehung der Autoimmunität

Insulinproduzierende Gewebe aus dem 3D-Drucker

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtet, dass im Universitätsklinikum Heidelberg insulinproduzierende Gewebe gedruckt werden. Das ist ein enorm großer Schritt für die Medizin, der vielen an Diabetes erkrankten Menschen Hoffnung gibt.

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Diabetesrisiko: Keine erhöhte Inzidenz von Diabetes bei Kindern nach SARS-CoV-2-Infektionen

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Für die Entwicklung eines Typ-1-Diabetes sind genetische Faktoren und Umwelteinflüsse relevant. Auch Infektionen können die Pathogenese triggern. Daher ist bereits früh nach Auftreten der SARS-CoV-2-Pandemie untersucht worden, ob es eine Assoziation zur Inzidenz von Typ-1-Diabetes bei Kindern gibt. In mehreren Analysen, darunter aus dem deutschen Diabetes-Register DPV (1), hatte sich eine erhöhte Inzidenz von Typ-1-Diabetes im zeitlichen Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ergeben (+ 15 %). Nun ist die Frage, ob SARS-CoV-2-Infektionen und die Entwicklung von Typ-1-Diabetes zusammenhängen könnten, in einer Analyse von Daten 2er großer Register in Colorado, USA, und aus Bayern untersucht worden (2).

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Typ-1-Diabetes: Stammzellimplantate produzieren Insulin

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Vancouver/San Diego – Implantate, in denen Stammzellen zu Beta-Zellen heranreifen, sollen in Zukunft bei Patienten mit Typ-1-Diabetes die Produktion des fehlenden Hormons Insulin übernehmen.

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aerzteblatt.de vom 7.1.2022

Hightech-Kapsel macht Insulin schluckbar

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"Tunnelbohrmaschine" von MIT-Wissenschaftlern soll Medikamentengabe künftig revolutionieren

Insulin und andere biologische Medikamente lassen sich statt Spritze künftig oral verabreichen. Forscher am Massachusetts Institute of Technology http://mit.edu haben hierzu eine aktive Medikamentenkapsel entwickelt, die den Wirkstoff durch die Schleimbarriere transportiert. Sie ist am Kopf mit einer Art Tunnelbohrmaschine ausgestattet, die rotiert und sich durch den Schleim wühlt. Der Bohrer setzt sich in Gang, wenn sich der pH-Wert der Umgebung ändert. Das ist an der Oberfläche der Schleimschicht der Fall.

Freisetzung nach dem Schleim

Aktuelle Diabetes-Kids Umfrage: Hat Euer Kind Anzeichen von diabetischen Folgeerkrankungen?

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Hat Euer Kind Anzeichen von diabetischen Folgeerkrankungen? (Mehrfachnennung möglich)

Zahl der Menschen mit Typ-1-Diabetes wird sich weltweit bis 2040 verdoppeln

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Sydney – Die Zahl der Menschen mit Typ-1-Diabetes weltweit wird sich bis 2040 verdoppeln – von 8,4 Millio­nen auf 13,5 bis 17,4 Millionen. Eine bessere Diagnose und Behandlung des Typ-1-Diabetes könnte in den nächsten Jahrzehnten Millionen Leben retten.

Das sagen australische Forscher vorher, die die Ergebnisse ihrer Modellierungsstudie jüngst in The Lancet Diabetes & Endocrinology vorstellten (DOI: 10.1016/S2213-8587(22)00218-2).

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Aktuelle Diabetes-Kids Umfrage: Wie wurde Diabetes bei eurem Kind herausgefunden?

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Wie wurde Diabetes bei eurem Kind herausgefunden?

Darmflora-Bakterium als Autoimmuntrigger für Typ-1-Diabetes

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Das Darmbakterium Parabacteroides distasonis könnte als Teil der Darmflora die 1. Stufe einer Autoimmunkaskade darstellen, die über Insulinantikörper und Betazell-Zerstörung in einen Typ-1-Diabetes mündet. Dies berichteten US-Forscher unlängst in „PNAS“.

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aerzteblatt.de vom Sep. 2022 

Mitmachen! - Umfrage zu neuen Technologien und digitalen Anwendungen bei Diabetes

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Vor zwei Jahren hatten wir Sie schon einmal gefragt, wie Sie neue Technologien des Diabetes und die Zukunftstrends der Diabetesbehandlung beurteilen. Die Resonanz war überwältigend: Insgesamt 3.427 Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern mit Diabetes hatten an der Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse ergaben erstmals ein umfassendes Bild, wie moderne Technologien wie beispielsweise Insulinpumpen, „smarte“ Pens, Methoden der kontinuierlichen Glukosemessung, Apps, Telemedizin, Videoschulungen und andere digitale Anwendungen bei Diabetes aus Patientensicht beurteilt werden. Und: Welche Chancen aber auch Risiken sie diesbezüglich aktuell und in der nächsten Zukunft erwarten.

Alle Ergebnisse wurden im „Digitalisierungs- und Technologiereport 2020“ (Hrsg. Kulzer, Heinemann) im Kirchheim-Verlag veröffentlicht, welche unter https://www.dut-report.de/digitalisierungsreport-2020/ für jeden nachlesebar sind. Der Tenor der ersten Befragung lautete: Menschen mit Diabetes haben eine sehr positive Einstellung zu neuen Technologien, sogar deutlich positiver als die ebenfalls befragten Ärzte. Und: Die meisten der Befragten erwarten durch neue Technologien eine Erleichterung der Therapie und eine deutlich bessere Diabeteseinstellung.

COVID-19: Kein erhöhtes Diabetesrisiko bei Kindern

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Toronto – Die Befürchtung, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 bei Kindern eine Neuerkran­kung am Typ-1-Diabetes auslösen kann, haben sich in einer bevölkerungsweiten Analyse in JAMA Network Open (2022; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2022.23394) nicht bestätigt.

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Diabetesforschung: Mini-Labor auf dem Chip

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Gerade fünf Zentimeter klein ist ein Mini-Labor, auf dem große Hoffnungen der Diabetesforschung liegen: Im Pankreas-Chip wachsen insulinproduzierende Zellen, die von Typ-1-Diabetikerinnen und -Diabetikern für eine Zellersatztherapie benötigt werden.

Studie: Darmbakterium kann Typ-1-Diabetes triggern

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Boston – Das Darmbakterium Parabacteroides distasonis, ein Bestandteil der Darmflora, könnte der Trigger für die Autoimmunreaktion sein, die in den ersten Lebensjahren zur Bildung von Insulinantikörpern führt, die später die Beta-Zellen zerstören und einen Typ-1-Diabetes auslösen. Dies berichten US-Forscher in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 2022; DOI: 10.1073/pnas.2120028119).

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