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Diabetes-Kids Elternblog: Nun geht für Maya der Ernst des Lebens los - der Beginn einer Hypohundkarriere.

Maya schnüffelt an Laras Bein, wo die Hypoprobe in der Socke versteckt ist(Zweite Aprilwoche 2015)

Nun gehts bald so richtig los.
Am Osterwochenende (Anfang April) habe ich der Tiertrainerin eine lange Mail geschrieben, über alles das was Maya schon kann, und woran wir gerade so arbeiten.

Dann habe ich sie gefragt, wann wir mit der Ausbildung losgegen können...
Es kam auch prompt eine ganz liebe nette Antwort in der stand....

WIR KÖNNEN JEDERZEIT LOSLEGEN!!! *kreisch*
Auf jetzt und sofort war ich gar nicht eingestellt. *aufgeregtumherhüpf*

Im meinem Hinterkopf war es so verankert das wir damit beginnen, wenn der Hund ca 9 - 12 Monate alt ist. Und jetzt soll es schnellstmöglich los gehen.
Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt.



Heute bekam ich einen Terminvorschlag für nächste Woche, den ich gerade eben zugesagt habe.
Ich werde den ersten Termin ohne das Candygirl wahrnehmen. Sie muss sich auf ihre Abiturprüfungen vorbereiten.

Das ist aber mit der Trainerin abgesprochen, und sie sagt, es geht klar, wenn ich erstmal alleine hinkomme, und dann hier den anderen in der Famillie zeige wie das weitere Trainig ausschauen wird.

Ich bin jetzt schon total aufgeregt, habe ein bisschen ... (angst ist nicht das richtige Wort, aber ein anderes fällt mir für das, was so gerade in mir passiert, nicht ein)

Mittwoch 22.04.2015

Inzwischen waren wir zweimal bei Uschi Loth.
Ich war letzte Woche Donnerstag erstmal alleine dort, denn das Candygirl musste noch in die Schule.
Dort habe ich mit Uschi und einer Co-Trainerin Namens Gabi die ersten Grundlagen erklärt bekommen.
Ich hatte scheinbar ganz gut vorgearbeitet, denn so Dinge wie: Futterbeutel wegschmeißen und dann vom Hund in die Hand zurück bringen lassen, haben wir schon fleißig geübt, und das macht Maya auch große Freude.
Auch Futtersuche mit der Nase war eine super vorarbeit für den Job.

Gabi hat mir zu Beginn gezeigt wie der Hund auf den Hypogeruch konditioniert wird. Maya begreift sehr schnell was wir von ihr wollen, und setzt es dann ganz toll um. Danach ist Gabi mit Maya kurz raus, und ich habe mit Uschi und einer Handpuppe erstmal geübt, wie das Timing: Aufgabe stellen, klickern, loben, Leckerli geben, abzulaufen hat. Uschi hat einen Plüschhund dafür genommen. So konnte ich prima üben, ohne Maya dabei vllt zu verwirren.

Dann soll Maya auf Dauer eine Funkklingel betätigen, wenn sie eine Hypo wahrnimmt. Auch dafür haben wir die ersten Vorübungen gezeigt bekommen.

Die Ideen die Uschi hat, dem Hund die Sachen zu vermitteln erstaunt mich sehr.
Das Betätigen der Funkklingel wird erstmal mit einer gelben Frisbeescheibe geübt.
Auch das hatte Maya in null-komma-nix raus.

Sie soll bei dem Candygirl eine mögliche Hypo zusätzlich durch kratzen anzeigen. Das Kratzen soll dabei ruhig ein bisschen weh tun, denn sie muss sich da schon durchsetzen. Denn bei einem dollen Unterzucker funktioniert das normale Denken ja leider nicht. Da muss man schon etwas "brachialer" zu Werke gehen, damit der das Candygirl das tut, was in solcher Situation zu tun ist.

Dann üben wir ebenfalls das Türen öffnen. Dazu verwenden wir einen Knotenball an einer Kordel, Damit kann sie dann später die Türen öffnen, aber dann auch nur die Türen, die durch solch eine Kordel präpariert sind.

Ausserdem soll nun jedes Abschnuppern von Menschen, mit dem Kommando "scannen" gelobt werden, sodass der Hund später mal auf Kommando seinen Menschen "abscannt" und so mal schnell die Lage checkt.

Einen Notfallbeutel haben wir diese Woche auch gekauft, ihm einen Namen gebeben und mit den nötigsten Utensilien gefüllt. Dieser Beutel soll in der Wohnung einen festen Platz haben, sodass der Hund bei erschnuppern einen Hypo später selbständig diesen Notfallbeutel bringt.
Unser Notfallbeutel heißt Frieda.

Nach 2 Stunden waren wir mit der ersten Übungseinheit fertig.
Uschi war total erstaunt, meinte nämlich, so schnell waren sie beim ersten Treffen noch nie. Ich war so stolz auf unseren Schatz.

Heute waren wir nun das zweite mal da. Eigentlich sollte das nächste Treffen erst in ein oder zwei Wochen stattfinden, aber das passte bei uns terminlich nicht. So waren Uschi und Gabi so nett und haben heute für uns noch eine Stunde freigeschaufelt.
Und das war auch total gut so, denn Maya lernt so schnell, das ihr die Übungen zum Teil schon so zu langweilig waren, und sie die dann mal eben ein bisschen erweitert hat.
Sie hat zum Beispiel die Duftproben nicht mehr nur mit der Nase angestuppst sondern aus ihren Verstecken gezogen, und dann in die Hand gelegt. Das soll sie aber nicht. So konnten wir das heute sofort korregieren.

Auch die Geschichte mit der Funkklingel macht große Fortschritte.
Die Frisbeescheibe wird nun von Zeit zu Zeit immer kleiner geschnitten. Als nächstes sollen wir die Distanz erhöhen. D.h. die Frisbeescheibe liegt vllt im Wohnzimmer, Maya ist bei uns in der Küche. Sie bekommt das Kommando "Tipp" läuft dann ins Wohnzimmer und tippt auf die Scheibe. Wenn das alles gut klappt, wird die restliche kleine Scheibe auf den Taster einer Funkklingel geklebt, sodass sie dann beim "Tipp" eine Klingel betätigt. Der Klingelknopf ist dann beim Diabetiker und der "Gong" dann bei uns im Schlafzimmer, oder dort wo eben die möglichen Helfer sich aufhalten.

Dies sind nur ein paar Beispiele wie wir mit Maya nun in der nächsten Zeit üben.
Es macht so große Freude. Maya fordert sich die Übungseinheiten inzwischen schon ein, und brennt auf die Spiele dabei.

Maya wurde heute von den beiden Trainerinnen so sehr gelobt.
Aber auch wir als ganze Familie bekamen ein dickes Lob, für die, scheinbar, ganz gute Arbeit die wir leisten.

Ein weiteres Treffen ist ca. in 4 Wochen geplant, denn das Candygirl steht kurz vor ihren Fachabiprüfungen, da steht noch einiges an lernzeit an. Danach sehen wir dann weiter.

Uschi und Gabi haben ihr heute Übungen gezeigt, die sie ganz leicht in ihren Alltag einbauen kann, und die quasi so nebenbei laufen können.
Das Üben sollen nun ohne Rituale ablaufen, also nicht: An den Schrank Klicker, Leckerlie und Übungsmaterial geschnappt und los...
Sondern die benötigten Materialien so holen das der Hund es nicht unbedingt mitbekommt, und dann zum Beispiel mal eine Hypoduftprobe im Hosenaufschlag, oder den Socken verstecken. Wenn Maya die Duftprobe so erschnüffelt sind wir scho wieder einen großen Schritt weiter.
Der Hund soll sich eben bei dem Hypogeruch nicht an Rituale gewöhnen. Der Geruch kommt unvermittelt und es muss sich jederzeit lohnen zu schauen ob so ein Geruch zu finden ist.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Tag an dem Maya die erste richtige Hypo anzeigt. Dann wird hier eine riesen Party steigen.

Tags: Unterzuckerwarnhund, Diabetikerwarnhund, Elternblog, Blog

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