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Carbetic: Kann KI beim Kohlenhydrate-Schätzen helfen? - Kostenloser Testmonat für Diabetes-Kids-Leser

CarbeticAppKohlenhydrate zu schätzen gehört für Familien mit einem Kind mit Typ-1-Diabetes zum Alltag. Zu Hause klappt das oft mit Waage, Erfahrung, Tabellen oder Nährwertangaben recht gut. Schwieriger wird es unterwegs: im Restaurant, bei Freunden, auf Klassenfahrten, am Buffet, beim Kindergeburtstag oder bei selbstgekochten Gerichten ohne genaue Mengenangaben.

Genau hier setzt die App Carbetic an. Die App möchte dabei helfen, den Kohlenhydratgehalt von Mahlzeiten einfacher und schneller einzuschätzen beziehungsweise zu berechnen. Dabei nutzt Carbetic verschiedene Wege: einen 3D-Scan des Tellers, die Analyse von Rezepten, Rezept-Links, Spracheingabe oder Texteingabe.

Neben Kohlenhydraten können je nach Analyse auch weitere Nährwerte wie Eiweiß, Fett, Ballaststoffe, Kalorien oder FPE angezeigt werden.

Wie funktioniert Carbetic in der Praxis?

Besonders spannend ist der sogenannte 3D-Scan. Dabei werden drei Fotos vom Teller gemacht: eines von oben, eines ungefähr aus einem 45-Grad-Winkel und eines von der Seite. Aus diesen Bildern versucht die App zu erkennen, welche Lebensmittel auf dem Teller liegen und wie groß die Portion ungefähr ist. Daraus wird dann eine Kohlenhydrat-Schätzung erstellt.

Daneben gibt es die Rezeptanalyse. Hier kann man entweder ein Rezept fotografieren – zum Beispiel aus einem Kochbuch, von einem Ausdruck oder sogar ein handgeschriebenes Rezept – oder einen Link zu einem Online-Rezept einfügen. Die App analysiert dann die Zutaten und berechnet daraus die Nährwerte.

Auch die Spracheingabe kann im Alltag praktisch sein. Wenn man zum Beispiel sagt: „250 Gramm Mehl, 300 Milliliter Milch, 2 Eier und 50 Gramm Zucker“, kann Carbetic daraus die Kohlenhydrate berechnen. In solchen Fällen ersetzt die App im Grunde die händische Rechenarbeit, die man sonst mit Nährwerttabellen oder Apps selbst machen müsste.

Warum das für Familien mit Typ-1-Diabetes interessant sein kann

Viele Eltern und Jugendliche kennen die Situation: Man sitzt vor einem Teller Pasta, Pizza, Reisgericht oder einem selbstgebackenen Kuchen und fragt sich: „Wie viele Kohlenhydrate sind das wohl?“ Gerade bei gemischten Mahlzeiten oder unbekannten Portionsgrößen ist das Schätzen oft schwierig.

Eine App wie Carbetic kann hier möglicherweise eine zusätzliche Orientierung geben. Sie kann helfen, die eigene Schätzung zu überprüfen oder in Situationen ohne Waage und Nährwertangaben einen Anhaltspunkt zu bekommen.

Noch spannender ist aber ein anderer Punkt: Carbetic kann die Hürde für genaues Kohlenhydrat-Zählen deutlich senken. Wer bisher bereits sehr genau gerechnet hat, spart möglicherweise Zeit. Für andere Familien, denen das genaue Berechnen im Alltag oft zu aufwendig war, kann die App ein Einstieg sein, um häufiger genauer hinzuschauen und Mahlzeiten besser einzuschätzen.

Besonders für Jugendliche, die zunehmend selbstständiger werden, könnte so ein Werkzeug im Alltag interessant sein. Auch für Eltern, Großeltern, Betreuungspersonen oder Lehrkräfte kann eine solche App eine Unterstützung sein – allerdings immer mit dem Bewusstsein, dass eine App nicht die eigene Einschätzung und Erfahrung ersetzt.

Datenschutz: Möglichst wenig Daten

Ein wichtiger Punkt bei Diabetes-Apps ist der Datenschutz. Nach Angaben des Entwicklers speichert Carbetic so wenig Daten wie möglich. Fotos und Kohlenhydratwerte bleiben ausschließlich lokal auf dem Handy und werden nicht dauerhaft in einer Cloud gespeichert. Wer die App löscht, löscht damit auch die gespeicherten Daten.

Das ist aus unserer Sicht ein wichtiger Pluspunkt, denn gerade bei Anwendungen rund um Gesundheit, Ernährung und Kinder sollten möglichst wenige persönliche Daten verarbeitet und gespeichert werden. Eltern sollten sich trotzdem – wie bei jeder App – die Datenschutzinformationen im App Store oder Play Store anschauen und selbst entscheiden, ob sie die App nutzen möchten.

Wichtig: Carbetic ist kein Medizinprodukt

So spannend die Technik ist: Carbetic ist kein Medizinprodukt. Die App ersetzt keine Diabetes-Schulung, keine Beratung durch das Diabetesteam und keine eigene Verantwortung bei Therapieentscheidungen.

Gerade der 3D-Scan arbeitet mit KI und liefert eine Schätzung. Diese kann hilfreich sein, kann aber auch danebenliegen – zum Beispiel bei versteckten Zutaten, Soßen, stark verarbeiteten Lebensmitteln, unterschiedlich großen Portionen oder Gerichten, deren Zusammensetzung von außen kaum erkennbar ist.

Bei der Rezeptanalyse, Spracheingabe oder Texteingabe ist die Berechnung in der Regel nachvollziehbarer, weil konkrete Zutaten und Mengen angegeben werden. Trotzdem gilt auch hier: Die Ergebnisse sollten plausibel geprüft werden, insbesondere wenn daraus eine Insulinentscheidung abgeleitet wird.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes ist Vorsicht wichtig: Eine falsche Kohlenhydrat-Schätzung kann zu einer falschen Insulindosis führen. Deshalb sollte Carbetic niemals blind als alleinige Grundlage für eine Insulingabe genutzt werden. Die Werte sollten immer mit eigener Erfahrung, bekannten Nährwertangaben oder einer Plausibilitätsprüfung abgeglichen werden.

Worauf Familien achten sollten

Wer Carbetic ausprobiert, sollte die App zunächst in ruhigen Situationen testen – zum Beispiel zu Hause bei Mahlzeiten, deren Kohlenhydratmenge man bereits kennt oder gut nachrechnen kann. So bekommt man ein Gefühl dafür, wie gut die App bei den eigenen typischen Mahlzeiten funktioniert.

Sinnvoll wäre zum Beispiel ein Vergleich:

* Was schätzt oder berechnet die App?
* Was ergibt die Berechnung mit Waage oder Nährwertangaben?
* Wie stark weicht die App bei Pizza, Pasta, Brot, Obst, Süßspeisen oder gemischten Tellern ab?
* Passt die Anzeige zu den KH-/KE-/BE-Werten, mit denen die Familie im Alltag arbeitet?
* Wie gut funktioniert die App bei Kinderportionen?
* Ist die Rezeptanalyse für die eigene Familie im Alltag hilfreich?

Kostenloser Testmonat für Diabetes-Kids-Leser

Für Leserinnen und Leser von Diabetes-Kids gibt es einen Empfehlungscode: Mit dem Code "DIABETESKIDS" kann Carbetic einen Monat kostenlos getestet werden.

So können Familien in Ruhe ausprobieren, ob die App im eigenen Alltag hilfreich ist – zum Beispiel beim Kochen, bei Rezepten, bei Restaurantbesuchen oder beim Abschätzen typischer Kindergerichte.

Unser Fazit

Carbetic ist aus unserer Sicht ein spannendes Beispiel dafür, wie künstliche Intelligenz den Diabetes-Alltag künftig unterstützen könnte. Besonders das Schätzen und Berechnen von Kohlenhydraten ist für viele Familien ein echtes Thema.

Die App kann dabei auf zwei Arten helfen: Sie kann bei unbekannten Mahlzeiten eine zusätzliche Orientierung geben und sie kann bei Rezepten oder Spracheingaben die genaue Berechnung deutlich vereinfachen. Damit könnte Carbetic nicht nur Zeit sparen, sondern auch Familien unterstützen, die bisher im Alltag nicht immer die Geduld oder Möglichkeit hatten, alles genau auszurechnen.

Für Diabetes-Kids ist Carbetic deshalb durchaus interessant – aber mit einer klaren Einordnung: Die App kann eine praktische Alltagshilfe sein, ersetzt aber keine Diabetes-Schulung, keine eigene Plausibilitätsprüfung und keine medizinische Entscheidung.

Wir würden uns freuen, wenn Familien aus der Diabetes-Kids-Community Carbetic ausprobieren und ihre Erfahrungen teilen. Besonders spannend wäre zu erfahren, wie gut die App bei typischen Kinder- und Familienmahlzeiten funktioniert – zum Beispiel bei Pizza, Pasta, Pommes, Kuchen, Schulessen, Restaurantbesuchen, Buffets oder selbstgekochten Rezepten.

Habt ihr Carbetic bereits getestet? Dann berichtet gerne in der Diabetes-Kids-Community von euren Erfahrungen.

Download und mehr Infos unter https://carbetic.app/

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