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doch das Wachstumshormon?

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doch das Wachstumshormon?

08 Sep. 2013 09:04
#85235
Wir sind jetzt seit 10 Tagen mit Pumpe zu Hause und haben seitseit nun einer Woche mit nächtlich hohen Werten zu kämpfen...Ich habe zunächst die neuen Katheter verdächtigt - aber ich glaube, die sind doch nicht der Grund. Ich wechsele die Katheter nun tagsüber und nicht mehr vor dem Abendessen und habe die KE Faktoren deutlich erhöht, seitdem gibt es zumindest keine 400er Werte mehr ;)
Dann habe ich das Abendessen nach vorne gezogen und gestern eine FPE-reduzierte Variante gemacht (Nudeln mit Tomatensoße und wenig Parmesan). Gestern (beim Lesen der Guten Nacht Geschichte) war der BZ 125 mg/dl (2 h p.p.), 1,5 h später 250 mg/dl. In der Nacht davor ähnlich: direkt vorm ins Bett gehen 138 mg/dl, eine Stunde später ebenfalls 250 mg/dl. Die Werte lassen sich unglaublich schlecht korrigieren, die erste Korrektur hält den Werte meist nur stabil (oder sie steigen noch an, heute 320 mg/dl), erst die 2. oder 3. Korrektur führt in den früher Morgenstunden dazu, dass der BZ sinkt. Ich glaube nicht, dass die Basalrate schuld ist, die musste letzte Woche im Krankenhaus auf das Minimum gesenkt werden. Den Korrekturfaktor habe ich auch schon auf 250 runter (tags 200) und bole oft noch ein bisschen mehr als nach Bolusrechner berechnet. Heute Nacht haben wir insgesamt 1,2 IE zur Korrektur verwendet (Gesamtbedarf derzeit 8-9 IE), der Zeitverlauf und die Resistenz spricht wohl am ehesten fürs Wachstumshormon, oder? Nun meine Frage: wird das WH auch bei Wachstumsschüben in den Abendstunden vermehrt ausgeschüttet, oder bedeutet die Verlagerung in die Abendstunden, dass es nun auch so bleibt? Hat jemand damit Erfahrung? Ich würde es sonst ja mit Einschlafinsulin probieren (und nicht die Basalrate anheben), habe aber ein bisschen Angst, dass der Spuk dann in 1-2 Wochen wieder vorbei ist. Aber 2-stündliche Korrekturen sind irgendwie auch Mist, zumal wir hier noch ein eineinhalbjähriges Nachtgespenst haben...

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stef1
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Re: doch das Wachstumshormon?

08 Sep. 2013 11:01
#85236
Hallo,

vielleicht probierst Du vorher noch einmal ein anderes fettarmes Abendessen. Z.B. Putenfleisch mit Brokkoli und Kartoffeln o.ä. Und schaust dann noch einmal, wie Eure Nachtwerte sind. Das o.g. Essen sorgt bei uns immer für ziemlich niedrige Nachtwerte (also öfter messen!)

Nudeln (auch ohne FPEs) sorgen bei uns fast immer für einen ähnlichen Verlauf, wie von Dir beschrieben. Je nachdem, welche Sorte man benutzt und wie lange die Nudeln gekocht werden, erzeugt dies unterschiedliche BZ-Verläufe. Wir verzögern bei Nudeln immer 1-2 Stunden nach dem Essen ein wenig - damit der BZ nicht so ganz stark nach oben schießt - und kontrollieren dann noch mal.

Gruß Steffi.
S., geb. 08/2005, D. seit 03/2012, Pumpe Accu chek combo seit 06/2012

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Noam
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Re: doch das Wachstumshormon?

08 Sep. 2013 11:44
#85238
liebe Lena
nachdem wir nachts zwei Wochen lang eher niedrige, aber stabile Werte hatten, sind die Nachtwerte, vor allem so zw. 22 und 3 Uhr extrem gestiegen, wir haben nun eine Woche lang korrigiert, und ich habe vorgestern die Basalrate im oben genannten Zeitraum erhöht.
Heute nacht war er dann plötzlich wieder nur knapp über 4mmol, und ich musste dann reduzieren (temporär).
Wir essen abends immer etwa das gleiche (Brot, Joghurt, etc) und haben dauernd andere Werte.

vergiss mal einfach die Krankenhausbasalrate.
Im Krankenhaus ist eh alles anders (weniger Bewegung, anderes Essen), und die Umstellung ist für den Körper wahrscheinlich auch nicht ohne, darum reagiert er oft ins eine oder andere Extrem.
zu Hause ist dann alles wieder anders.
war bei uns auch so.
danach hatten wir einen Monat Ruhe, ich konnte alles mehr oder weniger laufen lassen, nun haben wir wieder Chaos....
eine Freundin von mir, seit über 10 Jahren Typ 1-Diabetikerin hat mir gesagt, das sei normal...

liebe Grüsse

Rahel

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Juli
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Re: doch das Wachstumshormon?

08 Sep. 2013 13:55
#85242
Hallo Lena,

hört sich für mich auch recht klar nach einer nötigen Anpassung der Basalrate an. Wäre für mich auch logisch, weil die Werte im KH meist andere sind als das zu Hause - im echten Leben mit anderem Tagesablauf - dann der Fall ist. Bevor du da jetzt am Essen einschränkst, würde ich die Basalrate etwas nach oben nehmen und sehen, was dann passiert.

Wir mussten das lange Zeit ungefähr alle 6 - 8 Wochen anpassen, zurzeit ist es ein wenig stabiler, trotzt Pubertät.

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julene
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Re: doch das Wachstumshormon?

08 Sep. 2013 15:46
#85245
Hallo Lena,

Meine Tochter (die auch Lena heisst) ist seit Januar im Club. Sie ist seit kurzen Drei geworden.
Unser Probleme sind auch die Nächten, wenn sie schläft brauchte sie das meiste Insulin. Fast die dopplete Dose wie tages über.
Ihre Basal sieht so aus: 00h00-08h00: 0,100
08h00-12h00: 0,200
12h00-20h00: 0,300
20h00-00h00: 0,400
Ich finde es manchmal ganz hilfreiche, wenn man eine vergleiche hat. Ich hoffe es bringt dich eine Stuck weiter. Viel Glück
Julia

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Joa
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Re: doch das Wachstumshormon?

08 Sep. 2013 17:23 - 08 Sep. 2013 22:25
#85246
JarisMama schrieb: .
Dann habe ich das Abendessen nach vorne gezogen und gestern eine FPE-reduzierte Variante gemacht (Nudeln mit Tomatensoße und wenig Parmesan).
.
Wie Steffi schon schrieb, können Nudeln sehr hinterhältig sein. Das sind langkettige Stärkemoleküle und bei Hartweizen ist der Kleberanteil (Protein) auch noch recht hoch. Bei Nudeln hängt es sowohl von der Herstellung, als auch von der Zubereitung ab, wie lange es braucht, bis die KH resorbiert sind.
.
Gestern (beim Lesen der Guten Nacht Geschichte) war der BZ 125 mg/dl (2 h p.p.), 1,5 h später 250 mg/dl. In der Nacht davor ähnlich: direkt vorm ins Bett gehen 138 mg/dl, eine Stunde später ebenfalls 250 mg/dl.
Die Beobachtungen lassen die Vermutung, dass die Zeit des WH-Dusk-Insulinbedarfes so langsam in Schwung kommt. Das würde dann sicherlich bei einem Wachstumsschub besonders deutlich auffallen.
Soweit ich es interpretiere bleibt dann auch nach einem Wachstumsschub der EI-Bedarf in der Einschlafzeit. Er mag aber wieder so gering ausfallen, dass er eher unauffällig ist?

Einfach noch ein Bisschen beobachten und experimentieren. Z.B. mit einem kleinen EI-Verzögerungsbolus (1h wurde verschiedentlich recht positiv erprobt) ab Einschlafzeitpunkt. Die Wirkung lässt sich dann i.d.R. gut messtechnisch verfolgen und der Bolus ggf. anpassen.

Wobei es wohl erst mal nicht so relevant ist, was der letztlich abdeckt. Das wird sich schon durch Beobachtung über Zeit herauskristallisieren. ;)

Zur Entwicklung und Prüfung des Einschlafinsulins generell finden sich die Durchführungsregeln im Teupe-Buch auf Seite 202. Ein kurzer Überblick auf Seite 394. Den Part mit Seite 394 hatte ich mal als Anlage >hier< hochgeladen.
.
.
julene schrieb: .
Unser Probleme sind auch die Nächten, wenn sie schläft brauchte sie das meiste Insulin. Fast die dopplete Dose wie tages über.
Ihre Basal sieht so aus: 00h00-08h00: 0,100
08h00-12h00: 0,200
12h00-20h00: 0,300
20h00-00h00: 0,400
Mmmh, da ist ja in der Nacht, 0:00 bis 8:00 eigentlich die geringste Basalmenge am Start.
Die recht hohe BR von 20:00 bis 0:00 Uhr könnte sich evtl. auch mit einem Bedarf für das Abendessen erklären? Z.B. Langsame KH, FPE ...?

Es war ja auch eine Annahme im Raum, dass gerade bei jüngeren Kids die Nahrungsresorption eher langsamer läuft und ggf. die Boluswirkzeiten der Analoga überschreiten kann.

Gruß
Joa
Letzte Änderung: 08 Sep. 2013 22:25 von Joa.

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Re: doch das Wachstumshormon?

08 Sep. 2013 21:18
#85253
Danke für den Einwand mit den Nudeln, es ist nur so unglaublich schwierig etwas mit wenig FPEs zu finden, was der Junior auch isst :( Trotzdem nochmal nachgefragt: Nudeln haben ja einen sehr niedrigen glykämischen Index und können so zunächst zu normalen/hypoglykämen BZ Werten führen, die dann wieder ansteigen, v.a. wenn al dente gekocht? Allerdings dürften sie doch -korrekt insuliniert (bei uns hat eine KE 30-35g je nach Sorte)- nicht zu einer Hyperglykämie führen, oder ist das nur Theorie? Der Proteinanteil ist natürlich nicht zu verachten, allerdings immer noch besser als Brot mit viiiel Käse...
@Steffi: verzögert ihr die Nudeln immer, oder nur abends? War der Grund eine Hypoglykämie nach dem Essen oder eher zu hohe BZ Werte im Verlauf?
@Joa: stimmt, ist eigentlich egal, was wir damit abdecken (ich hoffe trotzdem, dass ich es noch herausfinde), also habe ich heute mal 0,3 IE über eine Stunde verzögert als EI gegeben :whistle:

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TinaSchnecke
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Re: doch das Wachstumshormon?

09 Sep. 2013 09:13
#85256
Joa schrieb:
JarisMama schrieb: Gestern (beim Lesen der Guten Nacht Geschichte) war der BZ 125 mg/dl (2 h p.p.), 1,5 h später 250 mg/dl. In der Nacht davor ähnlich: direkt vorm ins Bett gehen 138 mg/dl, eine Stunde später ebenfalls 250 mg/dl.
Die Beobachtungen lassen die Vermutung, dass die Zeit des WH-Dusk-Insulinbedarfes so langsam in Schwung kommt. Das würde dann sicherlich bei einem Wachstumsschub besonders deutlich auffallen.

Ich möchte Joa hier mal widersprechen. nach meiner Erfahrung beginnt der BZ-Anstieg bei unzureichend abgedecktem WH frühestens 1,5 h nach dem Einschlafen.
Auch wenn der WH-Ausstoss gleich nach dem Einschlafen beginnt und für ca. 3h andauert. Die Resistenz bei unzureichender Insulinmenge muss sich erst mal entwickeln und erst dann kommt der BZ-Anstieg.

Wenn der Bz bereits eine Stunde nach dem Einschlafen angestiegen ist, würde ich die Verdächtigen doch vor dem Einschlafen suchen: Basalrate, Art des Abendbrots, Abkoppeln. Wenn der BZ scheinbar unkorrigierbar ist kann es neben einer WH-Resistenz auch an einer angefutterten Fettsäurenresistenz oder einfach an zu niedrigen Korrekturfaktoren liegen.
Evtl. ist bei Jaris die Insulinmenge fürs Abendbrot einfach zu gering, um über die Dauer der Nahrungsresorption wirken zu können, d.h. das Insulin ist durch bevor das Essen durch ist. Da muss dann generell verzögert werden.

An Testtagen gibt es bei uns Mischbrot mit magerer Wurst (kein Käse!) und Joghurt. Warmes Essen, auch fettarm, scheint irgendwie immer anders zu wirken...

lg
Tina
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Re: doch das Wachstumshormon?

09 Sep. 2013 11:38
#85264
Hallo Tina,
ja das wäre natürlich auch eine gute Erklärung. Und das würde natürlich auch zeitlich zur Umstellung auf das Analoginsulin passen. Jari ißt meist 2,5-3,0 KE und 1,5-2,0 FPEs zum Abendbrot (das hat man ja schnell beisammen). Um unsere Nächte etwas ruhiger zu gestalten gibt es seit der Diagnose eigentlich kein warmes Abendessen. Abkoppeln war bis jetzt nicht notwendig und werde ich auch in Zukunft versuchen zu vermeiden (auch beim Baden lassen wir die Pumpe angekoppelt). Was würdest Du vorschlagen? Den reinen KE Faktor erhöhen und diesen dann probeweise verzögern, oder? eher kein Multiwave/dual wenn man von einer verzögerten Nahrungsmittelresorption ausgeht, oder? Und v.a. über welche Zeit verzögern? Ich hätte jetzt aus dem Bauch heraus 1,5 h gewählt...
Und vielleicht schaffe ich es in Zukunft ja mal dem Sohnemann Wurst schmackhaft zu machen ;)
Gruss und Danke,
Lena

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stef1
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Re: doch das Wachstumshormon?

09 Sep. 2013 17:18
#85270
Hallo,

bei uns war es zunächst immer so, dass der BZ zunächst absackte, so dass wir 2 Stunden nach dem Nudelessen immer viel zu niedrige Werte hatten. Danach stiegen die Werte bis auf 200er / 300er Werte nachts an.

Daher haben wir zunächst weniger gebolt und dann später (2 Stunden nach dem Essen) etwas verzögert (nach Gefühl).

Tagsüber verzögern wir nur, wenn Silas große Mengen (über 150 g gekochte Nudeln) isst oder die Kinder den ganzen Tag im Haus sitzen und sich nicht bewegen.

Im Urlaub (Griechenland)hatten wir übrigens die besten Nudelwerte überhaupt ... da haben wir alles geschätzt und nichts aufgeschrieben!!! (2 völlige Ausreißer in 14 Tagen fand ich ziemlich in Ordnung ... vor allem, da wir zu Hause doch fast alles abwiegen.

Liebe Grüße Steffi.
S., geb. 08/2005, D. seit 03/2012, Pumpe Accu chek combo seit 06/2012

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