Forschung
Diabetesforschung: Mini-Labor auf dem Chip
Gerade fünf Zentimeter klein ist ein Mini-Labor, auf dem große Hoffnungen der Diabetesforschung liegen: Im Pankreas-Chip wachsen insulinproduzierende Zellen, die von Typ-1-Diabetikerinnen und -Diabetikern für eine Zellersatztherapie benötigt werden.
Diabetes: Smartwatch steuert Insulinbildung
ETHZ-Forscher entwickeln implantierbaren Genschalter, der auf grünes LED-Licht anspricht
(pte017/07.06.2021/12:30) - Forscher der ETHZ http://ethz.ch haben einen implantierbaren Genschalter entwickelt, der sich mit dem grünen LED-Licht handelsüblicher Smartwatches betätigen lässt und die Insulinbildung steuert. Der zur Behandlung von Diabetes designte Schalter ist gekoppelt mit einem genetischen Netzwerk, das die Entwickler menschlichen Zellen hinzugefügt haben.
Diabetes-News ad hoc: Deutschlandweite Aufklärungskampagne zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes
Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter. Bei Erkrankungsbeginn treten die Symptome meist innerhalb von Tagen oder Wochen auf. Wenn diese erst spät erkannt oder falsch gedeutet werden, kann es zu einer schweren, lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung kommen, einer sogenannten diabetischen Ketoazidose. Um das Risiko einer solchen diabetischen Ketoazidose bei Erkrankungsbeginn zu senken, ist im Januar 2021 eine bundesweite Aufklärungskampagne zur Früherkennung des Typ-1-Diabetes gestartet. Die Kampagne wird gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) durchgeführt.
Impfung gegen Diabetes: Hoffnung für Patienten mit Typ 1
Seit einigen Jahren bereits sind Autoantikörper, die ein Protein der Bauchspeicheldrüse namens GAD65 attackieren, als einer der Schlüsselindikatoren für das Entstehen von Diabetes Typ 1 bekannt. Die Präsens dieser Antikörper gilt als frühes Anzeichen der Erkrankung, weshalb Forscher schon vor einiger Zeit die Hypothese aufgestellt haben, dass eine Unterbrechung dieses Autoimmun-Mechanismus eine Möglichkeit sei, die für Diabetes Typ 1 charakteristische Zerstörung von insulinproduzierenden Zellen zu verhindern. Ein internationales Team hat nun eine Impfung entwickelt, die genau dies erreichen könnte.
Neue Erkenntnisse aus der Typ-1-Diabetes Interventionsstudie Pre-POINTearly
In der Pre-POINTearly Interventionsstudie wurde Säuglingen und Kleinkindern mit einem erhöhten Risiko an Typ-1-Diabetes zu erkranken, täglich für 12 Monate Insulinpulver oder ein Placebo mit der Nahrung verabreicht. Ziel war es, die Auswirkungen von oralem Insulin auf das Immunsystem zu beurteilen. Die Studie zeigt, dass die orale Insulin-Immuntherapie sicher ist. Es wurde kein Unterschied in der Häufigkeit von Immunreaktionen gegen Insulin zwischen beiden Untersuchungsgruppen beobachtet. Explorative Analysen legen nahe, dass Antikörperreaktionen auf orales Insulin bei Kindern mit einem für Typ-1-Diabetes empfänglichen Insulin-Genotyp auftreten und entzündliche Episoden die Aktivierung von insulinreaktiven T-Zellen fördern können.
Typ-1-Diabetes: Antikörper gegen Glucagonrezeptor könnte Bildung neuer Betazellen stimulieren
Salt Lake City – Die Behandlung mit einem Antikörper, der den Rezeptor für das Hormon Glucagon blockiert, kann bei Mäusen einen Typ-1-Diabetes weitgehend beseitigen. Die Forscher führen dies in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2021; DOI: 10.1073/pnas.2022142118) auf eine Umwandlung von hormonproduzierenden Zellen in den Langerhans-Inseln des Pankreas zurück.
Mehr dazu und Quellverweis:
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf
Häufig erkranken Menschen sowohl an Typ-1-Diabetes als auch an einer Schilddrüsen-Unterfunktion, der Hashimoto-Thyreoiditis, die mit psychischen und kognitiven Problemen einhergehen kann. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) möchte anlässlich der Schilddrüsenwoche vom 26. bis 30. April 2021 behandelnde Ärzte auf den Zusammenhang zwischen Typ-1-Diabetes, Hashimoto-Thyreoiditis und psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen hinweisen.
Diabetes-News ad hoc: Kinder waren auch in der zweiten Corona-Welle häufig unbemerkt infiziert
Wir hatten Ihnen bereits im letzten Jahr berichtet, dass das Forschungsteam des Fr1da-Projekts um Prof. Dr. Gabriele Ziegler plante, Tausende vorliegender Blutproben auch auf Coronavirus-Antikörper zu untersuchen und dadurch zu ermitteln, wie viele Kinder in Bayern sich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert haben. Sie nutzen dafür die Strukturen der Fr1da-Studie, deren eigentliches Ziel ein Screening von Kindern auf ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes ist.
Diabetes-News ad hoc: Neue Studie untersucht Möglichkeiten, Typ-1-Diabetes zu verhindern
Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Auch wenn die Diagnose meist erst erfolgt, wenn die insulinproduzierenden Betazellen weitgehend zerstört sind, gibt es doch bestimmte genetische Marker, mit denen ein hohes Erkrankungsrisiko frühzeitig erkannt werden kann. Eine neue Studie untersucht nun, ob die Einnahme eines Probiotikums die Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern mit erhöhtem genetischem Risiko verhindern kann.
Typ-1-Diabetes: Teplizumab kann Krankheitsbeginn um Jahre hinauszögern
New Haven/Connecticut – Eine 14-tägige Behandlung mit dem CD3-Antikörper Teplizumab, der T-Zellen vom Angriff auf die Beta-Zellen des Pankreas abhält, hat in einer randomisierten Studie den Beginn eines Typ-1-Diabetes bei Patienten mit erblicher Vorbelastung und beginnender Dysglykämie um mehrere Jahre hinausgezögert.
Typ-1-Diabetes mit Darmbakterien verhindern
In der Sint1a-Studie wollen Forscher ab April prüfen, ob die frühzeitige Einnahme des Probiotikums Bifidobacterium infantis einen Typ-1-Diabetes bei Kindern mit einem erhöhten genetischen Risiko verhindern kann.
Mehr Infos und Quellverweis:
Diabetes-News ad hoc: Forschung / neue Therapien
Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die häufig bereits im Kindesalter auftritt. Das Risiko für ein Kind, an Typ-1-Diabetes zu erkranken, ist jedoch im Verlauf der Kindheit nicht gleichbleibend, sondern geht mit dem zunehmenden Alter des Kindes deutlich zurück. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der TEDDY-Studie. Wir danken unserem Forschungspartner DiabInfo für den Hinweis auf die Studie..
Was ist der Grund für die zunehmende Zahl an Typ-1-Diabetikern?
In einem interessanten Bericht der Medical Tribune, wird beleuchtet, welche Ursachen der Grund dafür sein könnten, weshalb sich die Häufigkeit von Typ 1 Diabetes um jährlich rund 3-4% erhöht.
Faktoren, die hier in Betracht gezogen werden, sind z.B. das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt, das Geburtsgewicht, der Verzehr von Kuhmilch und Gluten sowie der Einfluss von Viren.
Diabetes Typ I: Nasen-Spray zur Prävention - Ein interessanter Beitrag auf Youtube
Drei-Minuten-Teaser zum Themenpaket Diabetes: Eine Übersicht über die neuesten Forschungen über künftige Möglichkeiten, Typ I sowie Typ II der Erkrankung bereits vor dem Ausbruch der Krankheit zu bekämpfen. Denn die Vorboten von Diabetes sind im Körper schon wesentlich früher erkennbar.
Typ 1-Diabetes: Injektion in den Lymphknoten könnte Insulinproduktion erhalten
Linköping – Die mehrmalige Injektion des Autoantigens GAD65 in einen Lymphknoten der Leiste hat in Kombination mit einer Vitamin D-Behandlung bei mehreren Patienten mit neu diagnostiziertem Typ 1-Diabetes die Restproduktion von Insulin in den Beta-Zellen über mindestens 15 Monate erhalten.
Infektionen können Diabetes-Risiko bei Kindern erhöhen
Neuherberg, 4. Mai 2016. Virale Atemwegsinfektionen in den ersten sechs Lebensmonaten sind mit einem erhöhten Risiko für Typ-1-Diabetes assoziiert. Zu diesem Ergebnis kommt ein Wissenschaftlerteam des Helmholtz Zentrums München im Rahmen einer Studie, die in der aktuellen Ausgabe des renommierten US-Magazins ‚JAMA‘ erscheint.
Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler, Direktorin des Instituts für Diabetesforschung (IDF) am Helmholtz Zentrum München, anonymisierte Daten von fast 300.000 Kindern, die zwischen 2005 und 2007 in Bayern geboren worden waren. Das sind etwa 85 Prozent aller bayerischen Neugeborenen aus diesem Zeitraum. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) hatte das Datenmaterial für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.
Bessere Heilungschancen für Diabetes Typ 1: Diabetes-Forscher fordert Kombinationstherapien
Berlin – Diabetes vom Typ 1, bei dem das eigene Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, ist bis heute nicht heilbar. An der Autoimmunerkrankung sind etwa 30.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre in Deutschland erkrankt, die sich dauerhaft Insulin mit Spritzen oder Pumpen zuführen müssen. Nun ist in den vergangenen Jahren unter Wissenschaftlern eine Debatte entfacht, ob nicht die Kombination von verschiedenen Wirkstoffen eine Heilung ermöglichen könnte. Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sehen in der Kombinationstherapie einen erfolgversprechenden Ansatz.
Insulinproduzierende Beta-Zellen aus Hautzellen beheben Diabetes bei Mäusen
Saiyong Zhu San Francisco – US-Forschern ist es gelungen, Fibroblasten aus der menschlichen Haut über Zwischenstufen in Insulinproduzierende Beta-Zellen zu verwandeln, die nach einer Transplantation Mäuse vor einem Typ 1-Diabetes schützten. Die inNature Communications(2016; 7: 10080) vorgestellten Ergebnisse könnten, sollte die Übertragung in die klinische Medizin gelingen, Typ 1-Diabetiker durch Zelltransplantate von Insulin-Injektionen befreien.
Risikogene für Eiweißausscheidung im Urin von Diabetikern identifiziert
Wissenschaftler haben zwei Gene entdeckt, die bei Diabetikern das Risiko für eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin erhöhen. Die übermäßige Ausscheidung von Eiweißen im Urin, insbesondere von Albumin, ist ein Zeichen für eine fortschreitende Nierenerkrankung. Die Ergebnisse der Mega-Studie wurden am 2. Dezember 2015 online im Fachmagazin Diabetes (http://diabetes.diabetesjournals.org) veröffentlicht.
Typ 1 Diabetes Prävention: Insulin-Impfung im 2. Testlauf
Die Impfung gegen Typ 1 Diabetes gibt es demnächst auch für Kleinkinder: Die Impfstudie Pre-POINTearly nimmt bundesweit Kinder aus Familien mit einem erstgradigen Verwandten mit Typ 1 Diabetes im Alter zwischen 6 Monaten und 2 Jahren auf. In der Vorgängerstudie Pre-POINT konnte mit Hilfe von Insulinpulver eine positive Immunreaktion bei Kindern zwischen 2 und 7 Jahren ausgelöst werden. In der Nachfolgestudie Pre-POINTearly soll nun getestet werden, ob sich dieser Effekt mit oralem Insulin bei Kleinkindern bestätigen lässt, und ob ein Typ 1 Diabetes dauerhaft verhindert werden kann.
Stress beim Kind verdreifacht Diabetes Typ 1 Risiko
Heftige Stresssituationen, wie z.B. Trennung der Eltern, Tod oder schwere Krankheit, können das Risiko von Kindern, an Typ 1 Diabetes zu erkranken, verdreifachen.
Eine schwedische Studie an der Linkoping Universität mit mehr als 10.000 Familien mit Kindern im Alter von 2 bis 14 hat dies ergeben.
Mehr dazu leider nur auf Englisch bei: TheGuardian vom 9.4.2015
Ein zuckersensitives Insulin Wirksamkeit in Mäusen erfolgreich getestet
Neue Insuline haben die Diabetes-Therapie deutlich verbessert. Nun haben Wissenschafter einen neuen «Prototyp» entwickelt: ein Insulin mit «eingebautem» Zuckersensor.
Mehr Info und Quellverweis: NZZ.ch vom 3.3.2015
