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Dies & Das

Feedback der Diabetes-Paten

kinderhandDie Diabetes-Paten möchten ihr Wissen für junge Diabetiker zur Verfügung stellen und die Kinder ein wenig auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden begleiten. Alle Paten sind über 21 jährige Typ 1 Diabetiker, die Diabetes im Kindesalter bekommen haben. Sie sind mit ihrem Privat- und Berufsleben überwiegend zufrieden sind und gerne bereit sich gelegentlich und unentgeltlich mit einem Diabetes-Kid bzw. dessen Eltern zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.

Zwischenzeitlich gibt es schon fast 50 Paten in ganz Deutschland und wir haben sie über Ihre bisherige Erfahrungen mit der Arbeit als Diabetes Pate befragt. Hier das erste anonymisierte Feedback:

 

  • Ich habe mit einem 11 jährigen Mädchen Kontakt. Wir schreiben uns mehrmals pro Woche E-Mails. Mit ihren Eltern habe ich keinen Kontakt. Wir tauschen uns über Geschehnisse in der Schule sowie den Umgang mit dem Diabetes aus. Es geht also nicht nur um den Diabetes, aber natürlich ist er auch in jeder E-Mail Thema. Das Mädchen stellt einige Fragen zu der Zeit als ich in ihrem Alter war. Wir können uns sehr gut austauschen, denn wir haben beide mit 10 Jahren Diabetes bekommen. Es ist wirklich interessant zu sehen, dass sie sich mit den ähnlichen Themen herum schlägt wie ich damals. Ich kann mich somit gut in sie hinein versetzen.

    Ich denke, dass bei einem solchen Austausch Vertrauen elementar ist. Deswegen stelle ich ihr nicht nur Fragen zu ihrem Diabetes und ihrem Umgang damit. Sie fragt mich auch nicht nur danach. Es ging auch um die Schule allgemein und um meine Arbeit. Wir haben uns auch über unsere Hobbys unterhalten und davon ausgehend den Bogen zum Diabetes bei Sport geschlagen. Diabetische Themen und andere Themen vermischen sich also. Das finde ich sehr gut, so lernt man sich gegenseitig noch besser kennen.
    Ich habe demnach schon das Gefühl, dass ein solcher Austausch hilfreich ist. Dieser Austausch ist aus meiner Sicht nicht nur hilfreich für das Kind, sondern auch für mich. Mich regt der Austausch dazu an auch nochmal genauer über verschiedene Dinge nachzudenken (z.B. wie habe ich es damals Freunden erzählt? War das gut so oder würde ich es jetzt anders machen?).
    Mir ist aber auch aufgefallen, dass das Mädchen mit dem ich Kontakt habe auch gerne Kontakt zu Gleichaltrigen hätte, um sich mit ihnen auszutauschen. Denn durch die Suche nach Gleichaltrigen ist ihre Mutter auf das Paten-Projekt gekommen und dann haben sie mich angeschrieben.

  • Ich hatte bisher Kontakt mit 1 Familie mit der ich 3 mal telefoniert habe. Ich denke sie haben ganz gerne gehört, dass sie nicht alleine sind und dass ich viele Dinge, die bei dieser Fam. im Alltag auftraten, genauso erlebt habe. Wir haben gemeinsam Lösungsvorschläge gesucht und ich denke auch den ein oder anderen Ansatz gefunden. Ich hatte das Gefühl, dass diese Telefonate für die betroffene Mutter doch beruhigend waren und sie selbt auch Ideen entwickelte, was ihren eigenen (Diabetes) Alltag angeht.

  • Über die Diabetes-Paten-Seite haben sich 2 Familien bisher gemeldet. Ich war jeweils mit den Müttern im Gespräch. Wir haben telefoniert, da ich denke, dass es im Gespräch leichter ist, die für die Familien wichtigen Punkte zu erkennen. Die beiden Familien schienen nach den Gesprächen jeweils sehr erleichtert, dass ihren Kindern ein doch leb-bares Leben bevorsteht. Es hat sehr viel Freude gemacht, mit den Familien zu sprechen und die eigenen Erfahrungen zu teilen.

  • Ich habe gleich 1 Tag nachdem ich beim Projekt angemeldet habe, Post erhalten. Allerdings über Facebook. Dort bin ich in einigen Gruppen aktiv und eine Mutter eines 10 Jährigen Jungen auch. Ich habe dort Werbung gemacht fürs Projekt und geschrieben, das ich mich angemeldet habe. Sie hat es Ihrem Jungen erzählt und der hat sich fast zeitgleich mit Ihr bei mir gemeldet. Seitdem haben wir viel Kontakt gehabt, sogar mehr mit der Mutter als mit dem Kind. Ich konnte viel Helfen und Tipps geben, so die Rückmeldung. Mit dem Kleinen habe ich des Öfteren gechattet und Ende April soll ein Treffen stattfinden. :) Ich finde es ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, sich selber zu reflektieren und nicht nur persönliche Werte weiter zu geben sondern auch objektive...denn jedes Kind ist anders. ;) Nur weil ICH mal so gehandelt habe, muss ein anderer es nicht tun.
    Möglichst viele Infos weiter zugeben die man in all den Jahren sich angeeignet hat, ohne Fehler zu machen.
    Es fordert auch viel Kreativität mit den Kleinen in Kontakt zu bleiben, das gestaltet sich über Internet ein wenig schwierig.

    Mich hat noch eine Mutter angeschrieben, die allerdings nicht an einer Patenschaft interessiert war, sondern nur daran das ich Ihrem Kind bitte schreibe das eine Pumpe nicht schlimm sei. Ich sollte ihr Fotos schicken weil der kleine sich "Löcher" im Bauch vorgestellt hat. Das fand ich nicht so angebracht.

  • Ich hatte zu Beginn des Projektes gleich Kontakt mit 1 Familie - die offenbar im Alltag schon recht sicher handelte nur ein wenig Austausch und Bestätigung wünschte.

  • Bei mir haben sich zwei Mütter gemeldet. Die Kinder hatten ähnliche Probleme wie ich damals allerdings denke ich, dass mich deshalb weniger "Kinder" kontaktieren, als Eltern, da ich wohl gezielter die Eltern in meinem Profil anspreche.
  • Einige Tage nachdem mein Profil im Internetauftritt erschien, kam die erste Anfrage einer Mutter eines 7jährigen Kindes mit Diabetes. Wir haben zwischenzeitlich telefoniert, und uns auch schon getroffen und regen eMail Austausch vollzogen.

    Ich glaube sagen zu können, da dieser Kontakt bis zum heutigen Tag anhält, dass es sich für die Eltern des Kindes aber auch für mich gelohnt hat, dieses Projekt ins Leben zu rufen. Der Kontakt ging bereits über "allgemeine" Fragen hinaus. So wurden Themen wie Ersatzpumpe, Insulinwechsel etc. intensiv behandelt.

  • Bei mir haben sich bisher 2 familien gemeldet. Eine aus meiner unmittelbaren Umgebung, eine weitere ziemlich weit weg; mit wirklich schwierigen Fällen. Bisher war es so, dass mir die Mütter geschrieben haben, da die kinder noch recht jung sind.

Viele Paten haben uns auch berichtet, daß sie bisher noch keinen Kontakt mit Familien hatten und wir hoffen sehr, daß sich dies bald ändert.

Wir bedanken uns für das Feedback und hoffen, daß dieses tolle Projekt, welches für unsere Kids und auch die Eltern sicher sehr hilfreich ist, rege genutzt wird. Die Paten freuen sich ganz sicher darauf.

Mehr unter http://www.diabetes-kids.de/diabetes-paten

Tags: Selbsthilfe, Pate

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