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Dualer Bolus, was soll das bringen?

Wenke
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Re: Aw: Dualer Bolus, was soll das bringen?

07 Dez. 2011 15:43
#62227
Update:

So nach 2 Wochen und somit 14 Nächten nach abendlichen Dualbolus haben wir uns letzte Nacht schließlich doch entschlossen, diesen wieder "abzuschaffen".

Wir hatten 4 Nächte in Zielbereich. Das war natürlich super und ich dachte vorübergehend schon "Mensch, das is' es!". Aber 7 Nächte (also immerhin die Hälfte) waren im gleichen Bereich, indem die 23 Uhr-Werte ohne Dualbolus sich meist bewegen: 190-260.

Und obendrein hatten wir 3 niedrige Nächte (Werte im 60er und 70er-Bereich)! Das kennen wir sonst fast gar nicht. Nachts nachfüttern müssen wir ansonsten nur alle paar Monate mal.
Tja und diese niedrigen Nächte sind nun der Grund warum wir es künftig wieder machen wie vorher: Bolus ca. 30 min nachdem Abendessen ohne Verzögerungund korrigieren dann bei Bedarf um 21 Uhr und 23 Uhr.
Lars besitzt nämlich weder die Fähigkeit im Schlaf zu essen noch ist er um 23 Uhr, wenn er im Tiefschlaf ist, leicht zu wecken. Das ist Stress pur für Eltern und Kind. Da ist dreimal in 14 Tagen einfach zu oft.

Schade, hätte ja was werden können. Vielleicht probieren wir es in ein paar Monaten noch mal... mal sehen.

LG Heike
Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

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Joa
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Re: Aw: Dualer Bolus, was soll das bringen?

07 Dez. 2011 20:04
#62237
Wenke schrieb: ... haben wir uns letzte Nacht schließlich doch entschlossen, diesen wieder "abzuschaffen".
Das ist vielleicht ein Bisschen schade drum. Da hätte vielleicht am Ende was Ordentliches draus werden können.
Und obendrein hatten wir 3 niedrige Nächte (Werte im 60er und 70er-Bereich)!
Der Normbereich des BZ liegt zwischen 60 und 100 mg/dl für Nüchternwerte (ohne Essensresorption und Boluswirkung).
Funktionierende Betazellen schütten ab etwa => 80 mg/dl Insulin aus um den BZ zu senken. Und ebenfalls ab etwa =< 80 mg/dl setzt die Gegenregulation ein, um den BZ nicht absinken zu lassen.

Bei uns Diabetikern vom Typ 1 klappt das mit der Senkung des BZ, also mit der Insulinausschüttung der Betas ja nicht mehr so wirklich. Wir behelfen uns mit einer passenden Basalinsulinmenge.
Aber in den ersten Diabetesjahr(zehnt)en geht das mit der Gegenregulation in der Regel sehr verlässlich. Zumindest solange nicht geleerte Glykogenspeicher oder übermäßige Insulinwirkung die Gegenregulation austricksen.

Ich war, aus Erfahrungen geprägt, in den ersten Jahren meiner "Karriere" auch ziemlich "hypo-chrondrisch" drauf und bekam bei 80 mg% so langsam die Panik.

Mein AHA-Erlebnis hatte ich dann in der hiesigen Diab-Nachtklinik.
Da wurde/wird in der Nacht alle 2 Stunden von freundlichem Personal gepiekt.

Als der erste Nachtwert mit 50 auftauchte meinte der Doc, ich soll den mal einfach so lassen. Dann war der zweite wieder 50 und der dritte, zum Wecken, auch nur knapp drüber.
AHA!

Natürlich haben wir dann etwas rausgenommen an Insulin, doch das war äußerst lehrreich für mich.
Schade, hätte ja was werden können. Vielleicht probieren wir es in ein paar Monaten noch mal... mal sehen.
Yep! Vielleicht auch mit einer Analyse der (Aus-)Wirkungen?

Gruß
Joa

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Juniper
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Schreiber
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Re: Aw: Dualer Bolus, was soll das bringen?

12 Dez. 2011 08:10
#62452
Hallo Joa,
da muss ich doch mal widersprechen und Partei für Dein "auch ziemlich "hypo-chrondrisch" drauf und bekam bei 80 mg% so langsam die Panik" ergreifen.
In der medizinischen Fachzeitschrift, der Diabetologe, war im Juli diesen Jahres ein Fortbildungsartikel für Ärzte : "Hypoglykämie bei Menschen mit Diabetes mellitus" Die Zusammenfassung des Inhaltes ist : "Rezidivierende Hypoglykämien sind der wichtigste Risikofaktor für das Auftreten von schweren Hypoglykämien, da sie zu einer abgeschwächten hormonellen Gegenregulation und eingeschränkter Hypoglykämiewahrnehmung führen. Weitere Risikofaktoren sind lange Erkrankungsdauer und höheres Patientenalter. Im Schlaf setzt die hormonelle Gegenregulation erst bei niedrigeren Blutglukosespiegeln ein, und die Gesamtmenge der gegenregulatorischen Hormone ist reduziert. Viele nächtliche Hypoglykämien bleiben daher von Patient und Arzt unerkannt. Neben der akuten Gefährdung des Patienten erhöhen schwere Hypoglykämien langfristig möglicherweise das Risiko für eine Demenz. Zudem treten kardiovaskuläre Ereignisse und Todesfälle vermehrt nach schweren Hypoglykämien auf. Eine gute Schulung des Patienten und die Vermeidung von Hypoglykämien durch eine individuelle Optimierung der Therapie können der Einschränkung von hormoneller Gegenregulation und Hypoglykämiewahrnehmung entgegenwirken und damit das Risiko weiterer Hypoglykämien senken. " Mich hat der Artikel auf jeden Fall vorsichtiger werden lassen.
Schönen Gruß
Juniper
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