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Erfahrungen

Daumendrücken für Rebecca - Triathlon trotz Diabetes

Rebecca Fondermann fliegt nach Hawaii – aber nicht in den Urlaub, sondern sie nimmt am 24.Oktober an den XTERRA-Triathlon-Weltmeisterschaften teil.

Die 31 Jahre alte Sportlerin hat seit ihrem 9. Lebensjahr Typ-1 Diabetes, hat aber immer Sport gemacht und sich nicht entmutigen lassen. Momentan bereitet sie sich auf Hawaii für die Weltmeisterschaften vor. „Mein Diabetes hat mich noch nie von dem abhalten können, was ich wirklich wollte“, sagt Rebecca.

Rebecca_Fondermann_2Wenn ihr wissen wollt, wie es Rebecca geht, wie sie mit ihrer Pumpe zurechtkommt und ihr sie unterstützen wollt, dann lest Rebeccas Meldungen unter http://twitter.com/FondermaRe .

Rebecca schreibt dort jeden Tag kurze Nachrichten und berichtet von dem Wettkampf und ihren Erfahrungen auf Hawaii.

Über mich:
Mit neun Jahren wurde bei mir Diabetes festgestellt: Ich wurde immer schlapper, konnte nicht mehr mit dem Fahrrad bergauf fahren, hatte unheimlichen Durst. Meine Eltern gingen mit mir zum Kinderarzt, der Diabetes feststellte. Ich musste mich damals sehr stark umstellen: Zu geregelten Zeiten essen, alles abwiegen und Kohlehydrate zählen; Blutzucker messen und mindestens zweimal am Tag spritzen. Meine Eltern haben mich aber sehr unterstützt und haben auch dafür gesorgt, dass ich nicht im Selbstmitleid versinke, sondern einfach weitermache. Wichtig war für mich, dass ich wieder Sport machen konnte. Ich habe nachher sogar für die Hockey-Bundesliga in Leverkusen gespielt.

Später studierte ich Chemie und während dieser Zeit fing ich an mich für Ausdauersport und besonders für Triathlon zu begeistern. Ich fing an zu Laufen und vor knapp zehn Jahren nahm ich dann an meinem ersten Marathon teil. Nun musste ich noch „ordentlich“ Kraulen lernen. Früher schaffte ich nur 25 Meter! Ich habe dann jeden Tag 90 Minuten Schwimmen trainiert. Fahrradfahren ist meine Lieblingsdisziplin – das fällt mir leicht.

Rebecca_FondermannSeit 6 Jahren trage ich nun eine Insulinpumpe, die sich sehr gut bewährt hat. Von Kampfrichtern werde ich manchmal darauf angesprochen - sie denken, ich trage einen verbotenen MP3-Player am Gürtel. Meinen Vereinskameraden fällt es aber gar nicht mehr auf.  Seit kurzem habe ich auch die neue „Veo“ von Medtronic und trage auch die Sensoren zum kontinuierlichen Glukosemonitoring. Die Pumpe gibt Alarm, wenn meine Werte zu sehr abfallen oder ansteigen, und das ist gerade während eines Wettkampfs extrem wichtig für mich. Sinkt mein Zuckerspiegel zu stark ab – was gerade beim Sport der Fall sein kann – kann sie die Insulinzufuhr automatisch abschalten, und hilft mir, eine schwere Hypoglykämie zu vermeiden.

Auf Hawaii hoffe ich, unter die ersten 10 meiner Altersklasse zu kommen. Alle, die mir die Daumen drücken, können auch alles live auf  Twitter nachlesen.

Als Tipp kann ich nur sagen: Achtet auf eurem Blutzucker, messt regelmäßig und genießt Euer Leben. Man muss Diabetes als Krankheit annehmen, aber es gehr leichter, wenn man sich damit anfreundet, sich dem kleinen Gerät anzuvertrauen.

 

Schwimmen/Tauchen, Laufen

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