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FASSUNGSLOS!!
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FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 20:23Und jetzt das: Heute ruft mich die Stadt Köln an und teilt mir mit, dass Sophia als behindertes Kind eingestuft werden soll und in einen Behindertenkindergarten gehen soll?!!! WIE BITTE?!!!
Ich habe die Leiterin angerufen, die sich jetzt nicht mehr äussern will.
Da ich den Vertrag unterschrieben habe, ist es jetzt "meine Entscheidung". Aber ich wolle doch sicherlich nur das "BEste für Sophia"!! Auf meine Frage, ob ich Sophia denn trotzdem noch in diese Einrichtung bringen kann, wurde ausgewichen.
Ich kann es nicht fassen und bin sprachlos. MEine Entscheidung steht eigentlich, aber ob sie richtig ist, weiss ich nicht.
Ich werde Sophia trotzdem im Kiga anfangen lassen, da wir keine Alternative haben. Aber die Gefahr besteht natürlich, dass das ganze auf dem Rücken der kleinen Maus ausgetragen wird.
Und das in Zeiten der Inklusion!!!!!
Ich möchte Sophia in diesem Kindergarten lassen, aber ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht mehr. Bin einfach nur unglaublich wütend und entsetzt!
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Re: FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 20:51ich kann verstehen, dass ihr total geschockt seid. Vielleicht solltet ihr noch einmal das Gespräch mit Erzieherinnen und der Kindergartenleiterin suchen. Das Verhalten wirkt fast so, als ob sie kalte Füße bekommen haben. Viele Ängste lassen sich ja doch nehmen. Es ist ja nicht so, dass man bei unseren Kindern ständig Angst haben muss, dass sie umkippen. Die meisten Probleme lassen sich ja auch telefonisch lösen. Vielleicht solltet ihr noch einmal Unterstützung und telefonische Erreichbarkeit anbieten, vielleicht kann man dann die Fronten noch klären.
LG
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Re: FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 21:00 - 21 Juli 2014 21:04das habe ich alles. Genauso eine Haftungsentbindung unterschrieben etc. Ich kenne ja die Ängste der Erzieher.
Ebenso immer wieder die Info gegeben, dass ich immer erreichbar bin und jederzeit kommen kann.
Habe ja heute versucht, mit der Leiterin zu sprechen. Diese entweicht allem, gibt keine klaren Antworten und wollte das Gespräch nur ganz schnell beenden. Und die Frage, ob Sophia denn doch anfangen kann, wenn ich diese Entscheidung treffe, wollte sie nicht beantworten! "Dazu werde ich mich nicht äussern, und muss meine Vorgesetzten konsultieren!"
Wenn mich der Kiga angerufen hätte, und gesagt hätte, dass er Angst hat, dann wäre das kein Thema gewesen. Aber die Art und Weise, wie das gerade abläuft geht einfach nicht.
Ich werde nun anbieten, dass noch einmal jemand aus der Klinik kommt etc. Aber ich fühle mich nicht wohl dabei, meine Tochter in einen Kiga zu geben, in dem sie nicht gewollt ist. Da bin ich ehrlich.
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Re: FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 21:05Als dann letztes Jahr ein weitere Fall in unserer Kita aufgenommen wurde, waren wir schon sehr routiniert.
Mittlerweile habe ich auch noch eine sehr zuverlässige Kollegin geschult und wir machen das zu zweit. Mein Traum wäre, dass irgendwann mal alle das können. Nächstes Jahr nehmen wir unseren dritten Diabetes- Fall auf und ich kann jeder Kita nur raten, dass Sie sich einlassen auf diese Kinder. Es ist im Alltag kaum zu spüren und "unsere" Kinder gehen sehr selbstständig mit Ihrer Erkrankung in die nahegelegene Schule, auch hier haben wir Vorarbeit geleistet.Wir gehen mit unseren Diabetes- Kindern baden-schwimmen und machen alles, was auch Kinder ohne Diabetes machen.
"Behinderung"- finde ich einfach geschmacklos und unwissend.
Vielleicht kann ja im Gespräch mit der Leitung eine gemeinsame Lösung mit Intensivschulung über mindestens zwei Wochen geleistet werden um Ängste abzubauen.
Ich wünsche euch alles Gute.
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Re: FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 21:08susann
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Re: FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 21:13Aber gut, ich werde weiterhin versuchen, noch eine Alternative aufzufinden. Aber 3 Wochen vor Beginn ist das sehr schwierig, vor allem, weil jetzt die meisten Kigas in Ferien gehen!
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Re: FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 21:19Was wäre denn ein Behindertenkindergarten? Aus dem Buch "Lotta Wundertüte" (sehr zu empfehlen, wenn es auch nichts mit DM zu tun hat, wohl aber mit dem Kölner Behördenjungle!!) habe ich die Weisheit, dass es sowas in Köln gar nicht mehr gibt. Meinen sie einen Integrativen Kindergarten?
Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr noch eine für euch akzeptable Regelung findet.
LG, Heike
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Re: FASSUNGSLOS!!
21 Juli 2014 21:41ich werde berichten, wie es weiter geht. Aber für mich steht fest, dass ich kämpfen will. Es kann doch nicht sein, dass unsere Kinder immer nur abgeschoben werden sollen?!!
Alles und jeder redet von Inklusion! Aber für Diabetikerkinder gilt das wohl nicht?!!
Bin einfach nur noch sauer und wütend!
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Re: FASSUNGSLOS!!
22 Juli 2014 09:12wir sind ja hier vom Thema KiGa schon ganz weit weg, aber für mich stellt sich euer Problem beim Lesen etwas anders dar (kann aber auch sein, dass ich mich täusche):
Kann es sein, dass gar nicht der KiGa, bzw. dessen Leitung etwas gegen Sophias Aufnahme hat, sondern die Stadt die Ablehnung bzw. die Aufnahme in einem integrativen KiGa am grünen Tisch entschieden hat?
Das würde auch diese Äußerung hier erklären
. Und die Frage, ob Sophia denn doch anfangen kann, wenn ich diese Entscheidung treffe, wollte sie nicht beantworten! "Dazu werde ich mich nicht äussern, und muss meine Vorgesetzten konsultieren!"
Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, bei der verantwortlichen Stelle der Stadtverwaltung vorzusprechen und nachzuhaken, wieso die Entscheidung so gefällt wurde.
(Eventuell sind es ganz profane Gründe und die Stadt muss ihre Integrationsplätze füllen...)
LG, Cordula
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Re: FASSUNGSLOS!!
22 Juli 2014 09:36ist es möglich, dass der Kindergarten eine Integrationsstelle angemeldet hat?
In Bayern werden diese Plätze besonders bezuschusst und wenn der Kindergarten Glück hat, bekommt er dann auch eine Extra Kraft zugewiesen.
Dann kann natürlich sein, dass die Stadt das abgelehnt hat und sie intern beschlossen haben, dass ihnen das doch zuviel ist.
Zu dem Problem, sie in einen Behinderten-Kindergarten zu schicken:
Ich persönlich habe festgestellt, dass ein Diabetes-Kind eben nicht als behindert eingestuft wird.
Wir haben an diversen Schulen eine Absage bekommen, weil sie Diabetes keine Behinderung darstellt.
Beim Kindergarten hatten wir damals Glück. Es war kein städtischer (die haben sie schon von vorne herein abgelehnt), sondern ein halb-privater.
Die Leiterin hatte selbst ein Diabetes-Kind im weiteren Familienumfeld und war deswegen schon aufgeschlossen. Und die Erzieherinnen haben sich unheimlich bemüht.
LG Lili
GLG
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