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Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

MamaNoel
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

04 Juni 2014 15:00
#91774
Hallo Noam,

wir haben uns vor einigen Wochen den Spaß gemacht und uns während der Pausen hinter den Schulzaun zu stellen und Noel zu beobachten (so dass er uns nicht sehen konnte). Und es war so wie beschrieben. Ständig sind ihm die Kinder hinterher gewesen.

Wir sind eine Großfamilie, meine Mutter hat 8 Kinder, und ihr ist sowas noch nie untergekommen. (naja, dass eine Großfamilie ja bekanntlicherweise angeblich von Sozialhilfe lebt, muss man hier in Deutschland ja schon ab 3 Kindern in kauf nehmen :silly: )

ABER wir würden auch niemals sagen: UNSER Kind macht das nicht! :)

Schulwechsel ist nicht so einfach. Wir haben auch nur eine Schule im Ort. Und laut Konrektorin werden wir keine Schule im umliegenden Orten finden die ihn nehmen...

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Noam
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

04 Juni 2014 16:05 - 04 Juni 2014 16:19
#91777
auf die Worte der Konrektorin würde ich nichts geben.

Ich denke, ohne Anwalt kommt ihr wahrscheinlich nicht weiter.

Ich weiss nicht, wie das in Deutschland ist, ob man nicht ein juristisches Recht hat, das Kind im Ort zur Schule zu schicken.

Ich denke, wenn Noam nicht hier zur Schule könnte, weil sich Lehrerinnen weigern würden, dann würde das die Gemeinde locker 20000 Euro kosten (Schulgeld an die andere Gemeinde).
Ich denke, dass die zuständigen Behörden ziemlich Druck auf die Schulleitung resp. die Lehrerin ausüben würden, das Kind zu nehmen, weil es die Gemeinde ziemlich viel Geld kosten würde.
Ausserdem ist meine Nachbarin in der Gemeindebehörde, und sie hat selber ein eingeschränktes Kind (mit krassem Herzfehler und nur 1 funktionierenden Lungenflügel), sie kann sich da sicher einfühlen....

Eine Variante für Euch könnte sein, natürlich nur mit Anwalt durchzusetzen, das Kind auf Kosten der Schul(kosten)träger an eine Privatschule zu schicken.

Da dein Kind ja niemand "will", muss eine Lösung getroffen werden, denn auch in Deutschland herrscht Schulpflicht.
Ich habe es schon 4 mal erlebt, dass unsere Behörden einwilligen mussten, ein Kind auf Kosten der Gemeinde in eine Privatschule zu schicken, weil keine andere machbare Lösung mehr möglich war.

es ist klar, dass das kein einfacher Weg ist, und evt. mit viel Aufwand und Kraft verbunden....
Ich hoffe für dich und deinen Sohn, dass eine gute Lösung getroffen werden kann...

liebe Grüsse

Rahel
Letzte Änderung: 04 Juni 2014 16:19 von Noam.

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MamaNoel
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

04 Juni 2014 16:09
#91778
Noels Tante, die alle schriftlichen Sachen erledigt und aufsetzt und sich parallel mit erkundigt, wo wir was für welche Chancen haben ;)

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MamaNoel
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

04 Juni 2014 16:41
#91780
Noam,
wir würden klagen bis zum geht nicht mehr.

Allerdings hat der Anwalt am Ende gesagt, dass er nur das erste Beratungsgespräch übernimmt. Denn sein normaler Stundenlohn wären 220€. Ich denke wenn wir die 220€ bar auf den Tisch gelegt hätten, hätte er uns auch andere Infos geben können.

So stehen wir aber wieder genauso da wie vorher.

Denn wir haben definitiv nicht die Mittel für jede Stunde Anwalt 220€ zu zahlen. Wer kann das schon als Ottonormalverdiener?

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delphyine
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

04 Juni 2014 19:56
#91781
Hallo,

Jetzt schreibe ich doch noch etwas. Ich denke, dass die Schule sich darauf beruft, dass euer Sohn andere angegriffen hat. In diesem Fall hat die Schule das Recht, ein Kind zunächst in eine andere Klasse zu versetzen - um es von den anderen Kindern zu trennen. Der nächste Schritt ist, das Kind zeitweise vom Unterricht zu suspendieren. Das sind die beiden Schritte, die ihr bereits durchlauft. Der nächste Schritt -die Androhung der Entlassung und dann der Ausschluss aus der Schule - darf in einer Grundschule nicht erfolgen. Die Schule muss ihn also in jedem Fall zurücknehmen, wenn keine Alternative zur Verfügung steht (wobei es manchmal Sinn macht eine andere Schule zu wählen. In eurem Fall wäre es sicher ratsam). Wenn die Schulbehörde einen Schulwechsel anordnet, muss sie für die adequate Beförderung sorgen. Wenn der Wunsch von euch kommt, dann müssen sie nicht zahlen.

Der erste Schritt darf bei Ordnungsmaßnahmen allerdings nicht übergangen werden: Der schriftliche Verweis. Ihr müsst also etwas schriftlich vorliegen haben, sonst ist der Verweis nicht rechtens. (zumindest in NRW. Lies im Schulgesetz nach) Außerdem gibt es formale Vorschriften dazu, wie der Verweis mitzuteilen ist und wer bei der entsprechenden Konferenz zugegen ist.
Ihr habt das Recht: 1) im Unterricht zu hospitieren (angekündigt und mit der Lehrkraft abgesprochen.) 2) Widerspruch einzulegen, falls die Vorschriften nicht eingehalten wurden.

Ihr seid bereits in einer sehr schwachen Position. Die Aufgabe wäre jetzt, die Beschulung sicherzustellen, egal mit welchen Mitteln. Wenn er sich wirklich so schlecht unter Kontrolle hat, dass er andere gefährdet, dann ist vielleicht doch eine Förderschule mit zwei Lehrkräften in kleinen Klassen die bessere Wahl. Klärt mit dem Schulamt, welche Optionen ihr dahingehend habt.

Wenn die Schule den Verweis ausgesprochen hat, ohne dass jemand verletzt oder gefährdet wurde, müsst ihr dagegen vorgehen, egal wie es sonst weitergeht.

Ich gebe euch recht, dass Diabetes zu Wutausbrüchen und Aggressionen führt. Allerdings sollten sich die Aggressionen nicht gegen andere richten und sie sollten nicht so häufig auftreten. Vielleicht ist für euch kurzfristig das CGM zu bekommen, mit dem rechtzeitig auf schwankende Zuckerwerte reagiert werden kann. Und dann mit Hilfe dieses neuen Gerätes (das die Lehrer wahrscheinlich auch nicht kennen) einen Neuanfang zu starten, nach dem Motto: Jetzt bekommt er die richtige Medizin, versuchen sie es noch mal, wir begleiten ihn auch die ersten Tage noch mal....Die dauerhafte Versetzung in die Parallelklasse müsste sicherlich erwogen werden.

Das Schuljahr ist fast zu Ende. Wenn er die Klasse wiederholen muss, dann steht das bereits fest. Gebt ihn wenn möglich nicht öfter in die Schule, als unbedingt nötig, bis es sich geklärt hat und bleibt möglichst in der Nähe, um ihn zu schützen. Sucht das Gespräch mit den Lehrern. Wenn ein Sozialarbeiter oder Schulpsychologe im Schulbezirk zur Verfügung steht, fragt nach, ob es eine Möglichkeit gibt, dass dieser als Mediator bei einem Gespräch anwesend ist. Vielleicht ist es nicht verkehrt, wenn er wiederholt und in eine neue Klassengemeinschaft kommt. Zumindest muss er jetzt geschützt werden.
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MamaNoel
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

04 Juni 2014 21:11
#91785
Danke Delphyne,

ersteinmal möchte ich klarstellen, dass er niemanden verletzt hat! Tut aber jetzt auch nichts zur Sache. Er hat sich seit 4 Wochen so zusammengerissen, dass er sogar bei nem Wert von 435 und 41 ruhig im Klassenzimmer gesessen hat.

Seine Therapeutin sagte uns darauf: du meine Güte, der Kerl muss ja Qualen ausgehalten haben.

Nun hat er sich 4 Wochen zusammengerissen wo es nur ging, und zur Belohnung muss er für die nächsten 8 Wochen abwechselnd in eine zweite oder dritte Klasse gehen. Dort muss er ALLEINE den Lehrplan für die erste Klasse erarbeiten. Gestern wurde er in der dritten Klasse den ganzen Unterricht lang vor den Computer gesetzt. Ist das Sinn und Zweck von Beschulung?

Zu deinen Vorschlägen: Hospitation haben wir mittlerweile bestimmt schon 20 Mal vorgeschlagen. Ist von der Lehrerin nicht erwünscht.
Widerspruch ist seit knapp 4 Wochen bei der Rektorin. Bisher haben wir keine Rückmeldung erhalten und sie ist seit 3 Wochen krank.

Schulwechsel haben wir auch beantragt, aber unsere derzeitige Schule legt uns sämtliche Steine in den Weg.

Auf eine Förderschule möchten wir ihn nicht geben, da er sich im Unterricht (wenn alles glatt läuft) eher langweilt und auch mal von sich aus einfach mal die letzte Seite des Matheheftes ohne Fehler errechnet.

Das CGM ist beantragt. Wie und ob es überhaupt genehmigt wird, steht in den Sternen.

Seine Klassenlehrerin wird sich auf keinen Neuanfang einlassen, da sie bereits nach den ersten 4 Wochen (und zwischendurch immer wieder) sagt, dass sie ja noch 24 andere Kinder hat. Eine Parallelklasse möchte Noel nicht übernehmen. Die Eltern der anderen Kinder wollen das nicht!

Gegen den Schulverweis/die Verweise sind wir vorgegangen, aber es interessiert sich niemand auf dem Schulamt dafür.

Man kann auch nicht von den Eltern erwarten, dass sie die ganze Schulzeit über auf dem Schulhof oder vor der Klassentür warten. Das möchte die Schule zudem auch nicht.

Die Schulpsyschologin fühlt sich nicht mehr zuständig.

Wir stimmen dir zu, dass er geschützt werden muss. Aber wie willst du das denn handhaben?

Ihr dürft ihn euch jetzt auch nicht so vorstellen, dass er wie ein Berserker jeden Tag auf alle Kinder losgeht! Definitiv nicht!

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delphyine
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

05 Juni 2014 06:15
#91786
Hallo,
Das habe ich nicht gedacht, aber es reicht manchmal ein Ausraster für einen Verweis - je nachdem, was genau vorgefallen ist. Ich weiß von einem Fall, da wurde ein Kind lange Zeit gehänselt. Als es dann mal zurückgeschlagen hat, hat sich in dem enstandenen Gerangel ein Kind den Arm gebrochen. Der Schulverweis war rechtens.
Wenn nichts vorgefallen ist, was andere verletzt oder gefährdet hat, dann ist der Verweis nicht rechtmäßig. Ihr könnt schriftlich Beschwerde bei der Schulbehörde (Bezirksregierung? -ich weiß nicht, ob es bei euch gleich organisiert ist) einlegen. Die Schulbehörde muss den Fall dann prüfen. Die Lehrer dürfen zu Beschwerden zu ihrer Person schriftlich Stellung nehmen (das bekommt ihr meist nicht zu Gesicht).
In einer Förderschule sind nicht nur Kinder, die nichts können. Vielleicht informiert ihr euch dahingehend, welche Schulen es bei euch gibt.
Welche Gründe hat die Schule, ihn nicht für eine andere Schule freizugeben?

Liebe Grüße

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MamaNoel
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

05 Juni 2014 13:02
#91790
So, das Kultusministerium ist der Meinung, dass die Schule korrekt handelt. Sie haben auch den Antrag auf Versetzung in die dritte Klasse genehmigt.

Wir sollen laut dieser Frau vom Kultusministerium mal zurückschalten, da sie sehr viele Beschwerden von anderen Eltern bekommen haben weil die Schule die Eltern mobilisiert gegen Noel vorzugehen.

Und es sei einem knapp 7 jährigen völlig zuzumuten, dass er sich in der dritten Klasse alleine mit seinem Schulstoff beschäftigt. Das muss er können...

Einen uns rechtlich zustehenden persönlichen Termin verweigert sie uns.

So, jetzt stehen wir da!

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MarieR
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

05 Juni 2014 13:07
#91792
Wahnsinn.

Habt Ihr mal in Bad Soden angerufen?! Denn bei Eurer Schule kommt Ihr ja auf keinen Grünen Zweig mehr.

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MamaNoel
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Re: Schule will meinen Sohn nicht weiter unterrichten.

05 Juni 2014 13:24
#91793
wir haben in Kelkheim angerufen, da dort im Moment mehrere Kinder mit Diabetes sind. Und Noels Eltern gerne nach Kelkheim ziehen möchten. Allerdings wachsen bezahlbare Wohnungen ja bekanntlich nicht aus dem Boden.

Die Schule sagte, dass wenn er in Kelkheim wohnt, eine Aufnahme rein theoretisch möglich wäre, sie dann aber allerdings eine Klasse teilen müssten, und das machen sie ungern.

Noels Mama hat zudem auch kein Auto. Wer soll ihn zur Schule fahren und abholen :/

Das wir auf keinen grünen Zweig mehr kommen ist uns bewußt, allerdings verstehen wir nicht, warum keiner helfen kann/will.

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