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Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

hoppelhase10
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Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

27 Aug. 2013 22:26
#84783
Hallo,

ich bin neu hier. Brauche aber dringend Hilfe.

Seit Juni 2011 hat meine Tochter (jetzt 9 Jahre) Diabetes. Sie spritzt seit der Zeit mit Pen und wir nutzen Actrapid und Protaphane, da sie so wenig wie möglich spritzen möchte, sie mag das überhaupt nicht. Jetzt kommt noch dazu, dass man sich gerade in der Schule schämt und am liebsten gar nicht mehr spritzen möchte. Seit ca. 1 1/4 Jahr müssen wir auch mittags spritzen.

Im März haben wir nach einer Reha uns entschlossen eine Pumpe zu beantragen und das wünscht sie sich auch total.

Leider kam am Samstag nun die Ablehnung mit der Begründung, die Versorgung mit Insulinpumpe wurde nicht ausreichend begründet und voerst sollten die Möglichkeiten der ICT ausgeschöpft werden.
Heute habe ich nun mit dem zuständigen Arzt telefoniert und in dem Gutachten steht, dass wir alles perfekt machen und es keine Gründe dafür gibt, auf Pumpe umzustellen, da man dadurch nicht noch etwas verbessern könnte.
Die Verbesserung der Lebensqualität spielt ja bei denen leider gar keine Rolle.
Unser momentaner Hba1c liegt bei 5,9, aber wir haben auch sehr strikte Regeln, da dieses Actrapid ja sehr anstregend ist bezüglich der Langzeitwirkung und unsere Tochter schnell zu Unterzuckerungen neigt und diese leider auch nicht erkennt.

Down-Phänomen haben wir nicht, der Basalbedarf in 24 Std. ist über 10,
unsere Faktoren liegen früh bei 0,9, mittags 0,5 und abends bei 0,8.
Protaphane für 9,0 und abends 8,5.
Spritzenangst hat sie schon, sie mag das einfach nicht, aber es muss eben sein, aber zuschauen darf man da nicht, bis sie sich traut den Pen zu drücken.
Sie macht Sport (Leichtathletik), hatte dort aber aufgrund von Sport-BE´s vorher, relativ selten schwere Hypos.

In der Nacht soll ich schlafen und wir messen das letzte Mal 20.30 Uhr und dann wieder vor 6.00 Uhr. Das ist derzeit auch okay. Hatten erst 2 extreme Hypos in der Nacht, aber Körper hatte da schon gegenreguliert.


Unser Arzt meinte, ich soll in Widerspruch gehen und habe das natürlich auch vor. Nun komme ich zu meiner Frage, habt ihr Ideen, was man da am wirkungsvollsten reinschreiben könnte, ohne extem emotional zu sein? (Eigentlich könnte man diesen Schreibtischtätern ja lieber andere Sätze an den Kopf werfen.)
Ich würde gern ein paar Pro-Argumente sammeln, damit mir das Schreiben leichter fällt.

Vielen Dank schon mal vorab, für Eure Antworten.
Liebe Grüße.

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DianaT
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Re: Re:Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 06:48
#84787
Mit "Möglichkeiten der ICT ausschöpfen" sind sicher die kurzwirksamen Insuline (Humalog, NovoRapid, Liprolog) gemeint. Im Gegensatz zu Normalinsulin wie Actrapid ist man ja damit schon deutlich flexibler und es kommt einer Pumpentherapie von den Essgewohnheiten her schon ziemlich nah. ABER es bedeutet halt auch mehr spritzen :(

Ich denke, der wirkliche Grund der Ablehnung ist, dass euer Arzt quasi bestätigt hat, dass alles so perfekt läuft und besser auch mit Pumpe nicht möglich wäre. Da solltet ihr vielleicht ansetzen...


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Liebe Grüße,
Diana

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Re: Re:Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 08:12
#84789
Lieben Dank schon mal für Deine Antwort. :)

Da unsere Tochter nicht noch mehr spritzen möchte, als nötig, nutzen wir ja auch Actrapid. Schon ganz oft wurde emfohlen wir sollen umstellen, auf Mahlzeiteninsuline, w.z.B. Humalog.
Das möchte sie aber nicht!!! Das würde nämlich bedeuten 3 mal in der Schule das TShirt zu heben!!!! :(
Bzw. reicht teilweise schon die Zeit nicht zum Essen und wenn sie dann noch spritzen müsste, geht also gar nicht und die Schule ist da sehr rigeros, dass sie nicht weiteressen darf.

Des wegen wurde unter anderem auch die Pumpe beantragt, da sie erst mal dann ständig Insulin bekommt, ohne diese extremenen Schwankungen nach oben und unten.
Die BlutzuckerWerte sind eben für uns als Eltern nur Momentaufnahmen, unser toller Hba1c spricht eine andere Sprache.

Wir haben eben die Situation, dass sie abends vor der Mahlzeit schon mal einen Wert hat, von 15-20 mmol/l und 1 Stunde später aber schon wieder Unterzucker trotz Mahlzeit. Man hat uns dann erklärt, dass es am Actrapid und der Wirkungsweise liegt. Und man dies durch eine Pumpe besser in den Griff bekommt.
Na ja und Pumpe ist ja nun abgelehnt ... alles Mist!
:( :( :(

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DianaT
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Re: Re:Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 10:39
#84796
Und warum hat euer Arzt das dann nicht so in den Antrag geschrieben?
Ich konnte mir euren HbA1C beim ersten Lesen schwer erklären - wir hatten ganz am Anfang auch actrapid - aber mit den Schwankungen ist er ja letztendlich auch "nur" durch Hypos erkauft :(
Das sollte eurem Arzt doch auch klar sein. Mit diesen Schwankungen seid ihr doch von einer "perfekten Einstellung" weit entfernt. Und grade diese Schwankungen sind einer der schwerwiegendsten Gründe für eine pumpe.

Ich würde an eurer stelle auf jeden fall in Widerspruch gehen - vllt erstmal unbegründet da nur 4 Wochen zeit sind - und dann nochmal mit dem Arzt sprechen, dass er eine neue Stellungnahme schreibt...


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Diana

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cociw
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Re: Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 11:10 - 28 Aug. 2013 11:34
#84797
Hallo,

alle Möglichkeiten der ICT auszuschöpfen wird schon zur Bedingung gemacht.
Wir haben es in dieser Zeit so gehandhabt, dass Justus für die Schule ein Normalinsulin gespritzt hat, womit das Schulfrühstück abgedeckt war und ab mittags gab es dann kurzwirksame Analoginsuline.

Deine Pro-Pumpe-Argumente lieferst du dir im Grunde schon selbst:
und unsere Tochter schnell zu Unterzuckerungen neigt und diese leider auch nicht erkennt.
--> gestörte bis nicht vorhandene Hypo-Wahrmehmung
Spritzenangst hat sie schon, sie mag das einfach nicht, aber es muss eben sein, aber zuschauen darf man da nicht, bis sie sich traut den Pen zu drücken.
--> Spritzenphobie
relativ selten schwere Hypos.
--> hier ist die Frage, wie man schwere Hypos definiert. Eine eindeutige Aussage gbt es dazu nämlich nicht.

Ansonsten lief gerade erst folgende Diskussion hier im Forum, vielleicht kannst du da auch noch was für euch finden:
www.diabetes-kids.de/forum/offene-foren/...gumente-fur-kk-73611

LG und nicht aufgeben! Bei uns brauchte vor gut 3 Jahren auch 2 Widersprüche und 3 Gutachten vom Med.Dienst :evil:

Cordula
Letzte Änderung: 28 Aug. 2013 11:34 von cociw.
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Re: Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 11:19
#84799
Lieben Dank für Deine Worte.
Es ist beruhigend zu wissen, dass man nicht allein ist!!!

Man gewöhnt sich an die Diabetes, aber solche Dinge, wenn man der Willkür ausgeliefert ist, werfen einen dann immer wieder zurück und das ist schade.
Gerade wenn es um das Wohl des Kindes geht.
Meine Tochter wünscht sich zu Weihnachten, dass es mit der Pumpe klappt, was soll man ihr dann sagen?
Es ist schlimm, dass es Kassen gibt, die da so wenig bereit sind, den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Danke erst mal für die lieben Tipps. Werde ich auf jeden Fall in meinem Schreiben an die Kasse berücksichtigen.

Viele Grüße,
Nadine

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Profil wurde zwischenzeitlich gelöscht.

Re: Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 15:35
#84801
ich erhielt den Tip einen "rechtsmittelfähigen Bescheid" einzufordern, da werden sie dann schon ein bischen ruhiger. zum nächsten ist man nach einem kassenwechsel nie schlechter dran und man sollte dem bearbeiter auch über die blume zu verstehen geben, dass man solchen schritten offen gegenübersteht.
die begründung schlecht hin ist aber ja schon, dass der "gute" hba1c wert durch die hypos entsteht, welche ja vermieden werden sollten! alles zusammen in einem Augenkontaktgespräch könnte genügen, am besten mit kind nebendran...
viel erfolg!

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hoppelhase10
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Re: Re:Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 16:31
#84802
@ DianaT:
Ich weiß leider nicht, warum der Arzt nur so wenig dazu geschrieben hat. Heute habe ich mir den Antrag vom Arzt faxen lassen und da ist wirklich nur wischiwaschi geschrieben.

Ja Du hast recht, dadurch das wir extreme Schwankungen nach oben und unten haben, ist der super hba1c wirklich nur "erkauft" in dem sie oft Unterzucker ist und außerdem relativ wenig KHE essen kann, aufgrund der Insulingaben Actrapid. Diese haben wir begrenzt, pro Insulingabe bei 2 Mahlzeiten maximal 7-8 IE und da könnt Ihr Euch ausrechnen, wie wenig KHEs sie pro Mahlzeit essen kann. :(

Ich weiß nicht, ich versuche den Widerspruch und mal sehen, was als nächstes dann kommt.

Vg

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Joa
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Re: Re:Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 16:52
#84803
Hallo,

habt Ihr von der Kasse das Gutachten des MDK erhalten?
Wenn nicht dann schicke, wie schon zuvor angeraten einen formlosen und unbegründeten Widerspruch an die Kasse und teile der Kasse mit, dass Du um Übersendung des Gutachtens des MDK bittest, um eine fundierte Begründung Deines Widerspruchs später nachreichen zu können.

Gruß
Joa
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Re: Ablehnung Insulinenpumpentherapie Barmer GEK

28 Aug. 2013 20:57
#84809
@Ameli: Danke für den Tipp.
Die Dame ist nach dem Schreiben gleich in den Urlaub gefahren für 14 Tage. Aber ich bleibe dran. Mit Termin ist derzeit schlecht, aber der Widerspruch flattert erst mal in den Postkasten.

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