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Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

Astrid
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

17 Apr. 2013 17:46
#81248
Hallo, ich habe bisher noch überhaupt keine Auswirkungen des Abkoppelns bei uns bemerkt, bin ganz überrascht, dass ihr dadurch so unruhige Verläufe habt. Vielleicht kommt das bei uns noch, wir sind ja erst 3 Monate dabei. Wir koppeln zum Schwimmen in der Schule, zum Fussballtraining, zu Fußballspielen, zum Baden/Duschen und zum Katheterwechsel ab. Was habt ihr denn durch das Abkoppeln für Unruhen? Lg Astrid

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Joa
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

17 Apr. 2013 23:45
#81274
Hallo zusammen,

mal Anmerkungen zu ein paar Punkten:
.
EgonManhold schrieb: ... sollte man aber auch bedenken, wie die Situation mit (kleinen) Kindern und dem Baden/Duschen ist. Insbesondere bei Pumpen, die nicht als wasserdicht gelten.
Grundsätzlich haben Eike und Diana das schon relativiert, denke ich.
Als spritzwassergeschützt gelten wohl alle Pumpen. Und ich zähle einfach mal den Wasseraustritt einer Brause als "Spritzwasser"? :whistle:
Und selbst die Wasserfestigkeit nach Norm ipx7 der Paradigm darf man auch noch als "wasserdicht" ansehen, wenn die Pumpenverschlüsse richtig geschlossen und das Gehäuse unbeschädigt ist (ein Riß im Gehäuse wäre eh ein Garantiefall). Die Spirit, geadelt mit Normungsstempel ipx8 ist wasserdicht, wobei natürlich das Gleiche gilt, wie bei der Paradigm.

Auch gibt es für alle Pumpen Duschbeutel für die Pumpe, oder gar ein Aqua-Pack.
.
Ich denke, man sollte bei den Entscheidungen für oder gegen bestimmte Katheter/Kanülenarten immer die persönliche Gesamtsituation im Blick haben und dann das für die eigene Situation Beste herausfinden.
.
So isses mit Sicherheit. Zumal die Frage so oder so einer totalitären Endlösung entgegengeht. Jetzt hat Roche die Produktion des kopplungsfreien Stahlkatheters RapidLink lt. Roche wegen fehlender Nachfrage, auch eingestellt. Es bleiben somit wohl nur noch der Neria von Unomedical und die entsprechenden IME-DC (Sooil) Katheter ohne Kupplungen als Restwahl.
Ein ganz anderer Aspekt ist m.E. noch folgender:
Es kommt nur sehr selten zu einem Wechsel zu einer anderen Insulinpumpe.
In der Ausgangsfrage ging es um die Erstauswahl einer Pumpe, die von der Klinik anhand falscher Aussagen/Annahmen in eine bestimmte Richtung vorbestimmt wurde.Diese Fehlaussagen waren zu relativieren. ;)
Wenke schrieb: Ja und wenn wir bei jeder Luftblase (in letzter Zeit hatten wir nicht so viele, aber dann und wann treten sie gehäuft auf) einen Katheterwechsel machen würden, würde mein Sohn sich wohl selbst zu Adoption freigeben. :silly: :lol:

Nu ja. ob Du ab- und ankoppelst, oder ob Du den Katheter setzt und hinterher einen neuen legst, wird wohl auch keinen unterschiedliche Geige spielen. Die/eine mögliche Fehlergröße kommt bei beiden Variationen rein.

Und wie Dina schon schrieb:
DianaT schrieb: Es geht auch um den Vorgang des abkoppelns - nicht um die koppelbaren Katheder an sich.
D.h. solange die Kupplung selbst „dicht hält“ sollte auch ein Kupplungskatheter keine Flussmengenfehler zusätzlich in’s Spielfeld des Stoffwechsels werfen.
Die Kupplung ist aber, wie bereits geschrieben, eine weitere, potentielle Fehlerquelle, deren Potenz mit jedem Kupplungsvorgang steigt.

Ich z.B. benutze grundsätzlich auch Katheter mit Kupplung und benutze die auch angelegentlich, z.B. zum Duschen. Ich habe dann aber (m)ein kleines Ritual vor dem Wiederanschluss. Erst die Pumpe tief halten/legen und die Kupplung hoch halten/legen. Dann einen Katheterfüllbolus, bis Insulin aus dem Schlauch/der Kupplung sichtbar austritt. Dann, Pumpe unter Infusionsstellenniveau haltend, ankoppeln und danach einen

Druckaufbaubolus (via Füllbolus mit der Veo) und die Pumpe in die Standardposition, bei mir an den Gürtel.

Der Druckaufbaubolus ist bei mir immer mit 0,5IE definiert, die ich für mich nicht als BZ-wirksam ausmachen kann. Das ist aber sicherlich im Testmodus individuell auszuprobieren.
Und ja, bei hoher Insulinempfindlichkeit können da sicher durch kleine Überdosierungen deutliche BZ-Senkungen erfolgen. Das ist dann halt wieder das Problem der bei geringem Insulinbedarf ziemlich unpassenden/unpraktischen U100er Konzentration in der Pumpe. :(
.
Astrid schrieb: Hallo, ich habe bisher noch überhaupt keine Auswirkungen des Abkoppelns bei uns bemerkt, bin ganz überrascht ... Was habt ihr denn durch das Abkoppeln für Unruhen?
.
Da kommt es zum einen auf die Insulinempfindlichkeit an, zum anderen auch auf die Frage, wie viel Insulinbedarf durch eine Eigenleistung verbliebener Betazellen (Remission) noch kompensiert werden kann.

Gruß
Joa

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Rika_T
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

25 Apr. 2013 16:10
#81567
Hallo,

hat denn irgendwer schon mit der Vibe von Animas Erfahrung?

Wir haben uns damals entscheiden müssen zwischen Veo und Combo und die Combo genommen. Hauptsächlich weil die CGM nochnicht der Standard für die Krankenkassen ist.

Aber nun stolpere ich immer öfter über die Vibe.

Mein Johannes ärgert sich bei der Combo immer mächtig über die langsame "Rechenleistung" der Fernbedienung, das schlechte Display und so weiter. Er meint, dass die Technik doch so weit schon sein könnte, wenn man sich ein smartphone zum Vergleich heranzieht.

Viele Grüße,

Rika

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Andrea Sch
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

26 Apr. 2013 10:08
#81575
Hallo Rika,

Ich finde auch, dass die Bluetooth Übertragung zwischen Fernbedienung und Pumpe bei der Combo viiiiiiel zu langsam ist.
Ich habe am Anfang sogar geglaubt, unsere Fernbedienung sei defekt, weil die Sanduhr gar nicht mehr aufgehört hat zu blinken :woohoo:
Bei einem Anruf bei Roche hieß es dann: "Sie müssen einfach länger warten!"
Je seltener die Daten ausgetauscht weden, desto länger dauert es dann.
Aber: Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, dann hat die Vibe gar keine Fernbedienung :unsure:
Wenn Dein Sohn bei der Combo nur über die Pumpe steuert, dann geht das auch viel schneller...-aber ganz auf eine Fernbedienung möchte ich nicht verzichten!
CGM, soferne bewilligt, und Wasserdichtheit klingen aber gut. :)
LG
Andrea
Valentin (08/1998, D seit 04/2006, Accu Check Combo seit 2009, Novorapid)

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Joa
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

26 Apr. 2013 17:10 - 26 Apr. 2013 17:10
#81578
Hallo Rika,
Rika_T schrieb: ...hat denn irgendwer schon mit der Vibe von Animas Erfahrung?...
Mit der Vibe nicht, aber ich hatte mal die Animas 2020 im Testlauf.
Und die ist pumpenseitig so gut wie voll identisch mit der Vibe. Nur dass letztere die CGM-Funktionalität dazu bekommen hat.

Grundsätzlich kannst Du Erfahrungen mit der 2020 1:1 auf die Vibe übertragen und in Sachen CGM sind Sensor und Transmitter identisch zum DexCom G4 System.

Der Punkt, der bei der Animas am ehesten als Problem gesehen oder vermutet wird ist, dass sich in 24h nur max. 12 Basalratenschritte (Änderungen) vergeben lassen.
Das Reservoir fasst nur 2ml, so dass man es öfter erneuern muss, als ein größeres.

Gruß
Joa
Letzte Änderung: 26 Apr. 2013 17:10 von Joa.

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Mariosmama
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

03 Mai 2013 11:00
#81800
Mein Sohn fand die Animas Vibe zu schwer. Es ist zwar nur der Unterschied von einer AA zu einer AAA-Batterie, aber ihn hat das gestört. Obwohl wir sooo kurz davor waren, den Dexcom zu nehmen. Wichtigstes Kriterium für Mario war aber: nur ein Gerät (Pumpe+CGM). Die Animas fiel raus, also sind wir bei der Veo gelandet. Zur Ausgangsfrage: Das Kind muss mitentscheiden. Mario wird 6, hat sich ganz klar gegen den pod ausgesprochen (Ich will was in die Hand nehmen! Da spielte wohl das rein, was Egon meinte, man gewöhnt sich an seine Pumpe). Die Veo ist nicht perfekt, aber für uns passt sie (mich ärgern eher die enlyte-Sensoren, aber das kann die Veo ja nicht ändern). Aber auf das abkoppeln werd ich mal achten, bin ich noch gar nicht drauf gekommen.

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Joa
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

09 Aug. 2014 01:12
#93109
Hallo zusammen,

ich bin wieder mal auf diesen Thread gestoßen, in dem auch Katheter-Kupplungsfragen eine Rolle spielen.

Eine kleine Sammlung von Tipps zur Handhabung von Ab- und Ankopplungen, auch beim Katheterwechsel, hatte ich vor einiger Zeit für den Insuliner Nr. 106 zusammengestellt, wo sie auch in der Online-Leseprobe, dort Seite 5, zu finden sind: Druckaufbau und Katheterabkopplung

Das passt hier noch gut dazu.

Ansonsten entdeckte ich zu meinem vorstehenden vorstehenden Beitrag (Post #81222) einen Update-Ergänzungsbedarf.

Dort schrieb ich unter Punkt 3:

„3.) Das Uhrzeitproblem der Roche-Programmierung.
Wird die Uhrzeit an der Spirit umgestellt, weigern sich alle Programme zur Spirit, die vor der Umstellung liegenden Daten auszulesen.
Bei 2xjährlicher Sommer/Winter Umstellung mag das ja noch machbar sein.
Geht man aber ggf. auch öfter mal zu verschiedenen Zeiten in die Falle und stellt zur Biorhytmussynchronisation der Basalratenkurve mit der Zeit auch die Pumpenuhr um, müsste man immer erst mal die Pumpe auslesen.“


Zu diesem Problem hat Roche unterdessen nachgebessert. Lt. Hotline-Information werden mit der seit einiger Zeit ausgelieferten, neuen Software zur Spirit Combo nun auch die Daten ausgelesen, die vor Veränderungen der Systemzeit der Pumpe von der Pumpe/dem Messgerät gespeichert worden sind. Somit ist dieses Problem wohl keines mehr.

Wer erst einmal mit dem Sinn der Anpassung der Systemzeit an den Einschlafzeitpunkt nicht viel anfangen kann,

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das ist kein übliches Schulungsthema, kann auf der Webseite von Matthias Chrostek dazu etwas nachlesen: Bedeutung des Einschlafzeitpunktes

Gruß
Joa
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Joa
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Re: Welche Pumpe ist denn nun die Richtige?

09 Aug. 2014 21:52
#93113
Ergänzung:

Mir fiel noch ein und auf, dass der Verweis im vorherigen Beitrag auf die Seiten von Matthias die Gefahr birgt, in die Irre zu führen, soweit es um Kinder vor der Pubertät geht.

Die Darstellung hinsichtlich des biorhythmisch bedingten Insulinbedarfes im Dawn-Zeitraum, also zum frühen Morgen zu, betrifft Kinder eigentlich nicht sondern setzt erst mit der Pubertät ein und flacht nach der Pubertät wieder ab.

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Bei Kindern , etwa ab 4 Jahren, kommt es jedoch zu einer konzentrierten Ausschüttung des stark insulinversorgungsbedürftigen Wachstumshormons in der Phase direkt nach dem Einschlafen, wo dann auch der Gipfelpunkt des basalen Insulinbedarfes zu sehen ist.

Dieses und mehr zu basalen Insulinbedarfen in den verschiedenen Altersstufen lässt sich einem vergleichenden Beitrag zu altersabhängigen Basalratenmodellen im Forum entnehmen.

Einige Erfahrungen mit der Definition der Basalversorgung in der Phase des Einschlafzeitraumes bei Kindern vor der Pubertät lassen sich finden, wenn mit der Forum-Suche nach dem Stichwort „Einschlafinsulin“ geschaut wird.

Gruß
Joa

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