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Umstellung von Omnipod in der Klinik verweigert

Wenke
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Geschlecht: Junge
Geburtsjahr: 2004
Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
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Re: Umstellung von Omnipod in der Klinik verweigert

23 Okt. 2012 07:29 - 23 Okt. 2012 11:07
#74285
Gottwalt schrieb: Hallo Heike,

das finde ich reichlich skurril. Weshalb sollte das Krankenhaus nur eine bestimmte Pumpe verordnen wollen? Die Pumpen haben doch allesamt unterschiedliche Vor- und Nachteile, die durchaus therapierelevant sein können!

So berechnet der Bolus-Assistent der AccuChek Spirit Combo das wirksame Insulin bei verzögerten Boli falsch, aber wenn man das nicht nutzt, ist die vollständige Fernbedienbarkeit z. B. bei skifahrenden Kindern eine Riesenhilfe, wenn man die Pumpe nicht zum bolen unterm Schneeanzug herausfummeln muß.
Dagegen hat die Medtronic-Pumpe die erprobteste Kopplung mit einem CGM und einen eben nicht falsch rechnenden Bolus-Experten.
Segelnde Kinder werden sicherlich eher die Animas als wasserdichte Pumpe wählen oder zum Omnipod greifen, und für Kinder mit besonders dünnem Unterhautfettgewebe drängt sich die Dana auf, für die es ja die kürzesten Katheter gibt (außerdem ist sie die kleinste, und es gibt sie in PINK!).
Über die Vor- und Nachteile des Omnipod im Vergleich zu den Schlauchpumpen haben wir uns hier ja schon ausführlich ausgetauscht.

Insofern: Weshalb sollte das Krankenhaus die sinnvollste Therapie-Hilfe verweigern? Welchen Grund nennt denn das Krankenhaus selbst? Ich bekam bisher nur einmal gesagt "Wir verordnen immer die Medtronic-Pumpen, denn der Medtronic-Vertreter stattet uns mit dem ganzen Stationsbedarf aus, so belastet das nicht unser Budget". Aber das ist natürlich kein Grund.

Lieben Gruß

Gottwalt

Hallo Gottwalt,

aus Rationalitätsgründen. (Alle in der Klinik, die irgendwie mit Diabetes zu tun haben, können die Medtronic-Pumpen quasi im Schlaf bedienen. Wenn man, wie die meisten anderen Kliniken mit den Modellen mehrerer Hersteller arbeitet, ist das schon schwieriger und man ist anfälliger für Fehler.)

Ich weiß nicht, was passieren würde, wenn jetzt jemand absolut eine andere Pumpe will. Wir selbst haben es nicht probiert (da kein Anlass).
Da wir im Frühling 2011 damit ja noch keinerlei praktische Erfahrung hatten, waren wir beinahe froh, dass wir nur die Farbe aussuchen mussten.

Ich hatte mich freilich eingelesen in das Thema, festgestellt, dass keine die eierlegende Wollmilchsau ist (wie du ja auch sagst, alle haben ihr Vor- und Nachteile... und man weiß nicht wirklich, welche davon in den nächsten Jahren irgendwann wichtig wären, bisher betreibt mein Sohn weder Winter- noch Wassersport, aber was kommt, weiß keiner) und eigentlich nur den/die Omnipod (obwohl die mich zuerst sehr "angemacht" hat) im Gedanken aussortiert (weil ich 1. die Pods zu groß fand und 2. wegen des berühmten "Verlegeproblems").

In der besagten Klinik trifft man jede Menge Pumpis, alle mit Medtronic-Pumpen.
Bei der Pumpen-Einstellung hat man uns gesagt, es gäbe ja noch die Pumpe von Accu Chek (so als wären das die beiden einzigen auf der Welt), aber die würden sie aus diesen und jenen Gründen nicht mögen.

Außerdem schreibt unser Doc nicht so gern und stellt (nach eigener Aussage) nur Pumpenanträge, bei denen er quasi schon vorher sicher ist, dass sie "durchgehen". Ich schätze also einen Antrag für Omnipod hat er sicher noch nie geschrieben...

LG Heike
Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)
Letzte Änderung: 23 Okt. 2012 11:07 von Wenke.

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EgonManhold
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Re: Umstellung von Omnipod in der Klinik verweigert

23 Okt. 2012 15:59
#74297
Hallo,

ein paar Anmerkungen zur Pumpenverordnung in Krankenhäusern (und sinngemäß auch bei niedergelassenen Diabetologen):

+ "große" Diabetesabteilungen (mit mehreren Diabetesberatern/Diabetologen) bieten meist mehrere (alle) Pumpen an
+ bei "kleineren" Einrichtungen, mit nur einer Beraterin/Diabetologen kann es sein, dass sie sich auf EINE Pumpe spezialisiert haben - und die anderen nicht so gut kennen, um sie z.B. auch schulen zu können bzw. die Therapiemöglichkeiten/Einstellmöglichkeiten zu kennen
+ manchmal machen Einrichtungen auch weniger gute Erfahrungen mit einzelnen Außendienstmitarbeitern und arbeiten dann mit der entsprechenden Firma nicht mehr zusammen (bzw. nur noch in unausweichlich erforderlichen Situationen)
+ u.U. ungünstig für einzelne Patienten, aber auch nach meiner Erfahrung und aus meiner Sicht nachvollziehbar

Meine Aufzählung möglicher Gründe für die genannte Problematik, erhebt NICHT den Anspruch auf Vollständigkeit!!

Gruß Egon
Achtung: Mein Beitrag / meine Antwort ist meist nur eine Kurzfassung und kann daher i.d.R. nicht alle möglichen Aspekte zu dem jeweiligen Thema berücksichtigen.
Häufig geben meine Beiträge nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern beruhen auf Tatsachen bzw. fachlich anerkannte Meinungen....
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