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Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
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Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
23 Apr. 2012 10:37gestern habe ich mal wieder reichlich frustriert die letzten Wochen ausgewertet. Und siehe da, der Insulinbedarf schwankt bei S... zwischen 12,8 U pro Tag und 35 U pro Tag, ohne sichtbare Anlässe, bei durchschnittlich 16 BE (Schwankung zwischen 12 und 20 BE maximal) und weitgehend identischer Kalorienzufuhr, und durchaus vergleichbarer Tagesstruktur.
Anders ausgedrückt: Während er vor drei Tagen bis nachmittags die niedrigste von uns programmierte Basalrate laufen hatte, wir bei jeder Mahlzeit 1 BE nicht mit Insulin abdeckten und er dennoch weitgehend unter 100mg/dl lag, liegt er seit Freitagnacht fast konstant über 200mg/dl und das bei vierfacher Basalrate im Vergleich zur vorigen und verdoppelten Mahlzeiten- und Korrekturfaktoren. Und das trotz Trampolinspringen, Fußball, Fahrradfahren etc. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es in zwei bis zehn Tagen wieder so sein wie bis Freitag, und dann wieder wie jetzt, oder irgendwas dazwischen ...
Also: Wie stark schwankt bei Euch von Tag zu Tag der Insulinbedarf? Wie schnell kommen die Schwankungen, wie kündigen sie sich an, wie reagiert Ihr darauf, und wie lange dauert es an, bis es wieder anders ist?
Lieben Gruß
reichlich gestreßt und hilflos ...
Gottwalt
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
23 Apr. 2012 14:49Oh je - das hört sich reichlich anstrengend an. Das sind immer die Zeiten, in denen meine notorisch gute Laune mich doch mal verlässt, weil ich den Kopf nicht frei kriege.
Justus' Bedarf schwankt i.d.R. im normalen Bereich, abhängig davon, wieviel er isst.
Allerdings haben "wir" Schwankungen im Basalbedarf, die aber wochenweise anhalten.
Es ist so, als hätte man einen Schalter umgelegt: auf einmal stimmt nichts mehr und jeder BZ ist eine Überraschung. Das geht dann auch von hoch nach tief, auch ohne erkennbares Muster.
In den hohen Phasen gleichen wir mit temporärer Basalratenerhöhung aus und alles andere läuft über Korrekturen. Aber da sind dann auch mind. 2x/Tag BZ > 300 mg/dl dabei
Grundsätzlich finde ich Justus mit einem HbA1c von 6,3 auch super eingestellt, aber das sind dann Phasen, während der ich auch nur noch reagieren statt agieren kann.
Meistens ist der Spuk nach 2-3 Wochen wieder vorbei - wieder von einem Tag auf den anderen.
Im Moment haben wir eine gute Phase erwischt, da liegen die BZ zwischen 80-150 mg/dl und ganz gelegentlich ein Wert > 200 mg/dl pro Tag.
LG und einen großen Berg Nervenstärke sendet
Cordula
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
23 Apr. 2012 15:43sooo starke Schwankungen haben wir nicht, obwohl es für meinen Geschmack eigentlich reicht.
Lars' Insulinbedarf schwankt so zwischen 9 und 15 IE, wobei das schon Extreme sind (wenn man den Magen-Darm-Infekt vor einigen Wochen mal außenvor lässt, da wurden einmal in 24 h genau 3 IE verbraucht). Er isst so um die 20 KE (wobei ich BE und KE streng unterscheide und bei Bedarf auch umrechne), mal etwas weniger, aber auch mal mehr.
Eine Zeit lang schien es mir, als würden sich hohe und niedrige Phasen in einem festen Zyklus abwechseln. Hatte man zu hohe Werte endlich im Griff, folgten ein paar perfekte Tage und darauf die niedrige Phase, der wieder die hohe folge. Seit Anfang 2012 allerdings wechseln die Phasen wie das Wetter im April, völlig unberechenbar und gern mitten am Tag.
Perfekte Tage haben wir auch keine mehr. 2 mal Ü200 ist fast täglich dabei. Aber wenn ich lese, was du beschreibst, dann jammern wir auf hohem Niveau.
Auch von uns starke Nerven
LG Heike
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
23 Apr. 2012 16:04Das Problem bei uns ist, dass die Erhöhungen immer nur sehr kurz sein dürfen. Also eine halbe Stunde auf 150%, dann wieder zurück, dann mal wieder ne Erhöhung. Das ist wirksamer als dauerhohes Basal, aber im Alltag nicht machbar.
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
23 Apr. 2012 16:19diese Situation kenne ich nur zu gut. Es gibt Zeiten, da läuft die Pumpe auf 70% oder auf 170%, die Werte sind trotzdem schlecht in den Griff zu bekommen. Der Alltag ist normal und es sind keinerlei Krankheitssymptome erkennbar.
Ich habe dazu im Laufe der Zeit folgende Theorie entwickelt:
Unsere Kinder kämpfen in dieser Zeit schlichtweg mit Viren und/oder Bakterien. Der große Bruder hatte Streptokokken, nach Absetzen des Antibiotikas ging es nach 7 Tagen wieder los - Fieber und unerträgliche Halsschmerzen. Diesmal war Lara zufällig beim Kinderarzt dabei, ihre Werte waren seit Wochen extrem schwankend und sie hatte sehr hohe Spitzen >300.
Auch bei ihr wurde der Schnelltest sofort positiv, obwohl sie noch nicht mal einen roten Rachen hatte. Sie bekam auch Antibiotika und die Werte normalisierten sich innerhalb von 2 Tagen. Einige Zeit später als die Werte wieder so verrückt spielten, bin ich zum Kinderarzt und habe ein Labor machen lassen. Diesmal wurden Staphylokokken festgestellt.
Bei diesen bakteriellen Infektionen dauert es ca. 3 Wochen, bis der Körper damit fertig geworden ist und die Werte sich normalisieren, bei M-D Viren etwa eine Woche.
Wenn die Werte wieder verrückt spielen, dann höre ich mich Umfeld (Freunde, Schule, Familie, etc.) welche Krankheiten mal wieder umgehen und ich gehe davon aus, dass Lara sich zwar angesteckt hat, aber absolut keine Symptome zeigt. Ich gehe auch nicht zum Arzt, sondern sitze es einfach aus. Bei einem "gesunden" Kind würde man das gar nicht merken.
Das ist meine ganz persönliche Theorie, die man allerdings auch nicht wirklich in der Dia-Amb. mit mir teilt.
Viele Grüße
Diana
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
23 Apr. 2012 17:27Ich muss mich jetzt mal schnell melden.
Das kommt mir so bekannt vor. Sag mal, kommt das regelmässig vor ? So alle 3-5 Wochen ? Wie sieht es mit der Batterie aus ? Läuft sie auf dem letzten Strich? Unsere Tochter hatte genau das Selbe. Von täglich 11-13 E plötzlich 30-35 E.
Nach dem Batteriewechsel dann die Kriese :silly: ,wo die Notfallspritze gebraucht wurde, da ich erst das 3. Mal darauf gekommen bin (dachte immer an einen Infekt).
Jetzt wechseln wir die Batterie sobald nur noch 1 Strich kommt. Seither haben wir keine Probleme mehr. (Haben zwar von der Medtronic ebenfalls einen neuen Batteriedeckel bekommen). Doch ich hab echt schiss und lasse es nicht mehr darauf ankommen.
Lg Sandy
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
23 Apr. 2012 21:41S... hat ja den Omnipod, da fallen derartige Gründe generell weg. Und nein, es wechselt nicht in irgendeiner Regelmäßigkeit, und ich würde auch sehen, wenn da weniger Insulin als angezeigt tatsächlich ins Kind gepumpt würde. Wir haben tatsächlich die "üblichen Verdächtigen" wie schlechte Spritzstellen, verdorbenes Insulin etc. aussortieren können. Natürlich bleiben die oben schon von anderen angeführten latenten, nicht offen ausbrechenden Infekte und vieles andere. Es ist halt einfach arg anstrengend manchmal ... vorallem auch für S....
Lieben Gruß
Gottwalt
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
24 Apr. 2012 06:15Ich hoffe dass ihr das Problem so rasch als möglich in den Griff bekommt.
Lg und viel Kraft Sandy
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
24 Apr. 2012 06:27Die Nächte waren zwar nicht ganz so gut und sind (wenn auch jetzt sehr viel wechselhafter als damals) heute im Durchschnitt sogar etwas besser als damals... aber die Tage: das gab es Tage da schwankte der BZ gerademal zwischen 104 und 109!!! Werte über 300 hatten wir am Tag gar nicht, über 200 sehr selten und auch über 160 kam manchmal tagelang nicht vor.
Da frage ich mich dann schon, woran es liegt, dass es jetzt so viel schlechter läuft.
Außer dass sich die Eigenproduktion wohl irgendwann in den letzten Monaten klammheimlich verabschiedet hat (was in unserem Fall als Erklärung durchgeht, da erst 1,5 Jahre im Club), fällt mir da auch wenig ein (dem Arzt auch nicht).
Die Schwankungen sind zwar nicht halb so krass wie bei S..., aber ausreichend stark um gehörig auf die Nerven zu gehen: Fast gleicher Morgenwert, exakt gleiches Frühstück in exakt gleicher Menge und 3 h später in der Schule mal 55, mal 150, mal 250, mal 320...
Vor ein paar Tagen sagte Lars mir mal, dass er sich bei 300 echt viel besser fühlt als bei 60... Andererseits nervt es ihn extrem, wenn in der Schule bei hohen Werten nicht sofort essen darf, weil die Lehrerin erstmal bei uns anruft um sich abzusichern.
Ich merke, dass mich Schwankungen mittlerweile weniger stören als vor einem halben Jahr. Aber ich habe auch Angst, dass "weniger stören" eines Tages in Resignation abdriften könnte.
Ich kann schon irgendwie nachvollziehen, dass Leute resignieren, wenn sie sich bemühen können, soviel sie wollen und es doch nicht besser wird, weil einfach kein Muster zu erkennen ist, wo man mit Verbesserungen ansetzen könnte.
LG Heike
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Re: Aw: Wie stark schwankt bei Euch der Insulinbedarf?
24 Apr. 2012 07:35wir haben das so ähnlich wie Cordula, tagelang passt alles, Markus hat schöne Werte, zum Frühstück isst er entwender 5 BE Cornflakes oder 1 Nutella-Brot und 150 ml Kaba und die Werte liegen zwischen 100 mg/dl (vor dem Frühstück) und 2 - 3 Stunden nach dem Frühstück so um die 110 mg/dl bis 150 mg/dl oder er rauscht auf einmal, obwohl er exakt dasselbe gegessen hat in den Keller oder schiesst hoch ohne Ende. Ein Muster ist da teilweise nicht zu erkennen, meist spielen seine Werte verrückt, wenn er etwas ausbrütet oder er aber wieder einen Wachsstumsschub hat. Da er mitten in der Pubertät steckt hat unser Diabetologe gemeint, dass es normal wäre und wir zwischenzeitlich, genau wie Cordula, die BR auf 150 % laufen lassen sollen, damit er wieder in den Normbereich kommt. In den Ferien ist es besonders extrem, da läuft die BR andauernd auf 150 % in den Schulzeiten müssen wir schon mal auf 80 % oder 70 % runtgergehen. Wir haben erst vor 2,5 Monaten alles neu eingestellt und nun steht dieses WE wieder ein neuer BR-Test an, weil schon wieder alles nicht mehr stimmt. .-(
sg Tanja
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