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THEMA: Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht

Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht 05 Aug 2019 13:46 #111959

  • nieov
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  • Geburtsjahr: 2012
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Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht einer echten Herausforderung mit dem Diamonster

In den diesjährigen Sommerferien, die sich jetzt leider langsam dem Ende neigen, haben wir uns sehr spontan entschieden, eine befreundete Familie mit ihren 3 Kindern für vier Tage auf einer Fahrradtour zu begleiten.
Zu meiner „Schande“ musste ich gestehen, dass ich mich nicht um die Routenplanung gekümmert hatte und wir quasi als Appendix mit der befreundeten Familie mitgefahren sind. Hätte ich vorher gewusst, was auf uns zukommt, hätte ich mich da wohl nicht getraut mich der Herausforderung mit einem DIA Kind zu stellen.
Die Tour ging ins Weser-Bergland, um genau zu sein von Paderborn in die Jugendherberge Wevelsburg und von dort aus in die Jugendherberge Rüthen und von dort nach Lippstadt. Allerdings haben wir zwischen den Etappen, die jeweils grob um die 25-30 km lagen, einen Tag Pause eingelegt.
25 – 30 km pro Tag klingen jetzt nicht so viel, wenn man die Maßstäbe eines Flachlandtirolers anlegt, der schon beim Erklimmen einer Autobahnbrücke sowohl ein Sauerstoffzelt als auch eine Eistonne benötigt.
Unsere härteste Etappe hatte sowohl knapp eine Länge von 28 km und dabei über 300 Höhenmeter mit Passagen, die nur schiebend zu bewältigen waren.
Kurz zur Diaausrüstung: Vier Omnipods, drei Dexcom G6, ein Pen mit Basalinsulin, ein Pen mit Liprolog, eine angefangene Flasche Insulin für den Podwechsel, eine frische Flasche Insulin nebst Notfallspritze in der Friotasche und zwei Handys. Einmal meines mit der Follower App und das DIA Handy mit der Dexcom App, welches fleißig die Daten in die Cloud schickte. Dazu ein Backup BZ Messgerät.
Dazu 10 Tüten hohes C Saft, unzählige Traubenzucker, Gummitiere, Müsliriegel, Fruchtriegel, Apfelschorle, vier Liter Wasser.
Man guckte mich schon ein wenig komisch an, als ich unsere Vorräte präsentierte, aber die waren auch dringend nötig.
Die erste Route von Paderborn zur Wevelsburg war gut machbar. Wir haben uns an die -30% Basalinsulin des Krankenhauses gehalten und bei unseren Pausen großzügig abgerundet. Dennoch hatten wir das Phänomen das bei den Pausen der BZ gnadenlos nach oben schoss, in den Bereich um 250 – 300 um dann, bei den nächsten Anstrengungen, gnadenlos nach unten zu fallen.
Zum Glück hatte ich die Followerapp dabei und konnte so konstant den BZ überwachen. Bei Werten ab 150 sinkend habe ich den Krümel ermutigt, Saft zu trinken oder ein Gummibärchen zu essen, auf diese Weise pendelten wir uns während des Fahrens auf dieser Etappe so auf einen BZ von 150 im Schnitt ein, was ich für eine sportliche Aktivität für einen guten Schnitt hielt.
Die letzten 3 km gingen dann stramm bergauf. Der BZ ging andersherum gnadenlos auf Talfahrt. Mit dem Abschalten der Insulinversorgung und weiterer Ermutigung zum großzügigen Konsum von Süßigkeiten und Saft konnte ich den BZ so knapp über 100 halten.
Müde und erschöpft kamen wir in der Jugendherberge an und mussten den G6 als auch den Omnipod wechseln, beides hatte seinen Dienst quittiert.



Die Nacht war in der ersten Hälfte ziemlich hoch um dann ab 1 Uhr gnadenlos abzufallen, was mich veranlasste, regelmäßig auf der Klaviatur des Omnipods an den Basalraten zu spielen. Eine Konstanz konnte ich nicht erreichen, aber immerhin einen guten Durchschnitt. Ich vermute die Regeneration des Körpers hat da seinen Tribut gezollt.
Der Pausentag war ohne besondere Vorkommnisse, das Essen wurde durchgehend geschätzt und wir fuhren damit ziemlich gut.
Dann kam der Tag der echten Herausforderung für Kind, Vater und Diabetes auf der Route von der Wevelsburg nach Rüthen. Die ersten drei Viertel der Strecke war wunderbar zu fahren, direkt am Almeradweg entlang, eine tolle Strecke! BZ war unter Kontrolle, es alles lief wie ein Uhrwerk.
Wir pausierten, badeten in einer Kneipptretstelle um dann ungläubig den Anstieg anzustarren, der dann mitten im Wald auf uns wartete.
Ich sag mal so, wenn ein hochpotentes E-Bike Schwierigkeiten hat diesen Anstieg zu bezwingen, dann kann man ungefähr abschätzen wie anstrengend es für eine 9 jährige ist, den Berg zu bewältigen. Ebenso anstrengend für mich, mit noch zusätzlich rund 25 Kilo Gepäck dabei.
Oben angekommen erwartete uns eine Mountainbikestrecke mitten durch den Wald, ihr habt es erraten: Stramm bergauf.
Der Blutzucker? Stramm bergab, Doppelpfeil nach unten. Mit Unterbrechung des Insulins und ich weiß nicht wie vielen KE´s haben wir den BZ bei rund 100 stabilisiert.
Wie weit dieser „Weg“ uns durch den Wald führen sollte war uns unbekannt, GPS Probleme ließen das Navigationsgerät streiken, das einzige was wir wußten: Immer geradeaus, mit Trekkingrädern über eine Crossstrecke. Und es nahm und nahm und nahm kein Ende.
Der Tourenplaner war selber irgendwann komplett am Ende und krampfhaft dabei seine Familie zu motivieren, die Fahrräder seiner Kinder zu schieben oder ziehen und irgendwie zu versuchen die Strecke zu bewältigen.
Habe ich erwähnt das wir dazu knapp 30 Grad hatten?
Tja und dann kam Löwenherz, also Krümel. Ich weiß nicht woher dieses Kind die Kraft genommen hat. Die hat einfach weiter gemacht und gnadenlos durchgezogen. Durch den Wald bis endlich Asphalt zu sehen war, weiter und weiter und weiter den Berg hoch.
Ich habe versucht Kind zu motivieren, wir sind gleich da, gleich ist es wobei, aber ich glaube, ich habe damit versucht mich zu motivieren.
Oben, in der prallen Sonne endlich auf dem Berg angekommen, die befreundete Familie weit hinter uns gelassen war von einem Ort oder einem Ziel weit und breit nichts zu sehen.
Ich schaltete zum ersten Mal meine Navigation ein und das Handy sagte mir: Neun Kilometer bis zum Ziel. Neun Kilometer noch. Ich fiel vom Glauben ab.
„Papa, wie weit ist es noch?“
Tja Kind, was soll ich sagen. Es noch neun Kilometer.

Ich weiß nicht wo das Kind die Reserven hergenommen hat. Die ist einfach gefahren und gefahren. Langsam gingen meine KE´s zur Neige so habe ich diese in das Kind reingeworfen, der BZ pendelte irgendwo in der Gegend um 100, immer mit einer latenten Tendenz nach unten. Bei ausgeschalteter Pumpe. Der Zucker ist sprichwörtlich sofort verbrannt.
Die nachfolgende Strecke hatte bis auf einen kurzen, knackigen Anstieg nur noch bergab geführt bis wir endlich die Ausschilderung zur Jugendherberge sahen. Oder besser, die Strecke aufwärts, die sich in den Berg schlängelte.
Noch 800 Meter……stramm bergauf!!

Das Kind stand in den Pedalen und kletterte den Berg hoch das mir die Tränen in die Augen schossen.
Und endlich, endlich oben angekommen, die Glücksgefühle endlich am Ziel zu sein, kann man sich nicht vorstellen.
„Papa, ich bin mit Diabetes besser gefahren als die anderen ohne Diabetes. Jetzt kann ich alles schaffen…!“ sagte der Krümel.
Was da emotional mit mir los war, kann man sich bestimmt denken. Eine Auswertung meiner Fitnessuhr ergab später, dass ich stellenweise auf dieser Route einen Maximalpuls von 180 hatte, daran kann man sich ungefähr ausmalen, wie hoch die Belastung für das Kind gewesen sein muss.
Beim Abendbrot wurde nicht gegessen, es wurde gefressen. Der BZ in der Nacht unkalkulierbar, ich habe fleißig auf der Klaviatur des Omnipods gespielt um erst den nächtlichen Anstieg am Anfang in den Griff zu bekommen um dann das Abfallen in der zweiten Nachhälfte abzufangen.
Eine konstante Einstellung war nicht möglich.

Der darauffolgende „Ruhetag“ war der schlechteste Tag für den BZ, weil es keine Ruhe gab. Ein Schwimmbad lockte neben der Jugendherberge und bei 31 Grad gab es keine Möglichkeit, das Kind zum Ruhen zu bewegen.
Und die Werte waren konstant niedrig, zu niedrig. Sein Kind mit 80 ins Wasser zu lassen empfand ich als keine gute Idee und so gab es natürliche Dispute zwischen mir und dem Kind und der Vorstellung, wie aktiv der Tag verlaufen sollte.
Aber irgendwie war auch das geschafft, leider überkam uns eine leichte Unterzuckerung, die wir aber fix im Griff hatten.
Letzter Tag:
Was soll ich sagen: 32 Grad, wenig Schatten und das erste Drittel der Tour: Genau, bergauf. Und zwar stramm. 10 Kilometer. Die Strecke die wir nach der Höllentour am Ende bergab gefahren sind, mussten wir wieder rauf und die war amtlich steil. Danach ging es immer weiter und weiter, mal weniger steil, mal wieder amtlich steil, in der Spitze eine Steigung von 13%. Laut Straßenschild.
Die Pumpe hatte ich kurz nach Fahrtantritt ausgeschaltet und ich weiß nicht, wieviel Saft, Kekse, Gummibärchen und Traubenzucker durch das Kind gefuttert werden (mussten). Den BZ selber blieb wieder bei 100, Tendenz immer fallend. Endlich oben angekommen hatten wir eine tolle Aussicht in Richtung Lippstadt und ab dann standen weitere 20 Kilometer an und fast alle endlich mal, bergab!

Ach herrlich. Nach der ganzen Krabbelei nur noch Rollen. Dazu gesperrte Straßen, auf denen wir uns als Radfahrer herrlich breit machen konnten, super.
Das hatten wir uns verdient, aber genießen konnten wir das nicht, aus allen Kindern war dann die Luft raus. Komplett.
5 km vor dem Bahnhof komplette Rebellion meines Kindes, sie wollte nicht mehr. Sie wollen nicht fahren, nicht rollen, nichts essen, nichts trinken, alles doof. Dem Kind wuchs alles über den Kopf aber wer will es ihr verdenken?
Um die Story zu Ende zu bringen: Wir kamen am Bahnhof an, die Bahnfahrt selber ist dann noch eine eigene Geschichte wert aber schlussendlich kamen wir zu Hause an.
Und sprangen mit allen Klamotten am Leib in unseren kleinen Gartenpool und waren beide unendlich stolz und glücklich dieses Abenteuer erlebt zu haben.


Fazit:
Ich ziehe meinen Hut vor meiner Tochter die sie wie einer Löwin dieser Herausforderung gestellt hat. Trotz oder erst recht wegen ihres Diabetes. Das Management war für mich ehrlich gesagt eine echte Herausforderung und auch das Gefühl der Verantwortung. So lange sind noch nicht im Dia-Business und diese Erfahrung der körperlichen Belastung war für uns komplett neu.
Aber wirklich geholfen hat mir das Körpergefühl des Krümels: „Papa, nerv mich nicht mit der Frage wie es mir geht, ich sag dir schon, wenn ich was habe“. Und das hat mich auf jeden Fall mit unterstützt.
Und, das soll jetzt keine Werbeveranstaltung sein, aber der Dexcom mit der Followerfunktion war eine Bank. Nach dem Ausfall am ersten Tag lief das System tadellos und hat uns wahnsinnig unterstützt. Wir haben ein paar Mal blutig gemessen, die Abstände waren marginal.
Mit dem Libre 1 hätte ich, glaub ich, abgebrochen. Das hätte nicht funktioniert.
Erstaunlich aber auch die Leistungsfähigkeit des Kindes auch im direkten Vergleich mit einem „gesunden Kind“ gleichen Alters. Und die Erkenntnis, wie viele Süßigkeiten andere Kinder einfach mal so essen, während meine Tochter die KE´s essen musste auf dieser Tour.
Weitere Erkenntnis auch, wie der Körper bei solchen Belastungen reagiert, davon können wir viel mit in den Alltag nehmen, insgesamt haben wir viel über den Körper gelernt was „Gesunde“ gar nicht wissen. Unsere mitreisende Familie hat glaub ich bis heute nicht verstanden, was die Tour im Diabetesmanagement von uns gefordert hat.
Und, natürlich die Frage im Raume, war es vielleicht zu viel, war vielleicht das Risiko zu hoch das etwas passieren hätte können?
Ich sag mal so, ich wäre wohl nicht gefahren, wenn ich vorher gewusst hätte, was auf uns zukommt. Dann wäre ich aber auch einer tollen Erfahrung ärmer. Aber so waren wir mitten drinnen im Abenteuer und mussten uns der Herausforderung stellen. Und eines weiß man ja auch, man ist mitten in Deutschland. Und eigentlich damit immer sicher unterwegs, falls man medizinische Versorgung benötigen würde.
Und ich habe viel über mein Kind gelernt und ich glaube das Kind hat auch viel über sich gelernt. Und das hat uns beiden sehr gutgetan.
Und am Ende der Tour, sitzend im Pool fragte mich der Krümel:
„Papa, machen wir nächstes Jahr wieder eine Radtour? Dann mit Mama und Luise? Aber mit weniger Bergen, dass schaffen die Beide nicht!“
So wird es gemacht!

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Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht 05 Aug 2019 16:28 #111960

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Hallo nieov!

No risk no fun was?:P

Löwenherz ist ja noch recht klein und muss mit seinem 20er (???) Kinderfahrrad ganz schön in die Pedale treten. Höchstwahrscheinlich auch noch ohne Gangschaltung. Die hatten unsere Kinder erst ab einem 24er Rad.
Ein kleiner Tipp für schnelleres Fahren. Mein Mann hatte einen längeren Stock mit Astgabel und damit hat er angeschoben, wenn es bergauf ging. ;)

Radfahren ist, wie bemerkt, eine recht energiefressende Art der Fortbewegung. Auch wenn es nur geradeaus geht. Es braucht große Mengen an KH. Mein Großer hat vor 2 Jahren trotzdem um die 10 KE gratis gefuttert, bei 6 bis 7 Stunden Radfahren.
Dieses Jahr ging es mit 60 Prozent temp. Basalrate ganz gut. Allerdings wiegt er nun deutlich mehr und kann auf mich herabsehen.
Dieses Jahr sind wir unter anderem nach Daun mit dem Bus und dann mit den Rädern zurück zum Campingplatz. (70 km Tagestour) Eine Etappe war über 40 km und nichts in der Nähe, wo man hätte essen oder trinken, geschweige denn eine Kuh gesehen, die man im Notfall hätte melken können. Die Strecke ging auf einer alten Bahnstrecke entlang.
Deswegen gibt es immer ein ordentliches Saftschorle mit auf dem Weg! Und mehr Zeug, als man glaubt zu brauchen an KE. Letztes Jahr lag mein Sohn im Hafen auf dem Boden und ich bin leicht hysterisch geworden, weil ich 2 Päckchen flüssiger Traubenzucker (4KE) aufgebraucht hatte und der Blutzucker nicht über 40 klettern wollte. Auch auf dem Schiff, mit dem wir weitergefahren sind, wollte der Blutzucker nur mäßig über 60 gehen aber ... auf dem Schiff gab es Traubensaftschorle. Da hab ich mich gleich wieder eingedeckt. Bevor wir später mit den Rädern weiterfuhren, gab es dann erst einmal einen großen Burger mit mindestens 8 KE. Bis zum Campingplatz war alles wieder vom Winde verweht.
Ganz planlos sind wir beim Radfahren nie. Wir nutzen fast jede Chance, damit die Kids auftanken können.
Spaghetti Bolognese geht immer. Nudeln sind für junge Radfahrer genauso wichtig, wie das Saftschorle. Bei meinem Sohn kann ich getrost 3 KE für die Götter abziehen, der Rest wird vorsichtig mit einem verzögerten Bolus abgegeben und abends, also spätestens 18 Uhr muss richtig gegessen werden. Vorspeise, Hauptgericht, das was die Schwester nicht geschafft hat und der Nachtisch natürlich. Mir kommen Tränen in die Augen, wenn ich dabei zugucken muss, wie die Urlaubskasse im Magen des Sohnes verschwindet. :whistle:

Aber ganz ehrlich, würde man darauf verzichten wollen? Nö! Ist doch gut, wenn man die Kids und sich selbst an Grenzen bringt und ihnen zeigt, was alles geht oder wo der Körper Grenzen setzt.

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Letzte Änderung: von mibi74.

Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht 05 Aug 2019 17:00 #111961

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mibi74 schrieb: Hallo nieov!

No risk no fun was?:P

Löwenherz ist ja noch recht klein und muss mit seinem 20er (???) Kinderfahrrad ganz schön in die Pedale treten. Höchstwahrscheinlich auch noch ohne Gangschaltung. Die hatten unsere Kinder erst ab einem 24er Rad.
Ein kleiner Tipp für schnelleres Fahren. Mein Mann hatte einen längeren Stock mit Astgabel und damit hat er angeschoben, wenn es bergauf ging. ;)


Nö nö, so klein ist sie nicht, 9 Jahre und das Fahrrad ein 14" Zoll Rahmen mit 27,5er Reifen und einer 7 Gang Narbe. Aber ich hab meine 28 Gänge, vorallem die kleinen Gänge, im vollem Spektrum benutzt, ich glaub mit nem 7 Gang Fahrrad hätte ich den Drahtesel in die Ecke geworfen.

Aber "tut gut" von Dir zu lesen das der KE Verbrauch in der Tat einfach mal so hoch ansteigt und es normal scheint. Zum Glück neige ich ein wenig zum "preppen", dass hat uns in der Tat in der zweiten Etappe den A gerettet. Ich bin am Folgetag dann noch in den Ort rein und hab ordentlich nachgelegt. Allerdings hab ich die Tour dann mit nem geliehenen E-Bike gemacht, eine Wohltat im Turbomodus einfach mal mit 25 km/h die Berge hochzupflügen.

Aber ganz ehrlich, würde man darauf verzichten wollen? Nö! Ist doch gut, wenn man die Kids und sich selbst an Grenzen bringt und ihnen zeigt, was alles geht oder wo der Körper Grenzen setzt.


Ich fand das auch eine sehr wichtige Erfahrung und gerade weil es auch ein Vater Tochter Ding war, dazu auch sehr wichtig für unsere Beziehung.

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Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht 06 Aug 2019 22:37 #111970

  • Rosequoyle
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Hallo nieov,

danke fürs Teilen dieser Erfahrung! Echt tapfer und mutig - Ihr Beide.

Mein Lieblingssatz ist dieser hier:
--- Aber wirklich geholfen hat mir das Körpergefühl des Krümels: „Papa, nerv mich nicht mit der Frage wie es mir geht, ich sag dir schon, wenn ich was habe“. ---

Wenn ich eines in zwölf Jahren Diabetes mit Kindern gelernt habe, dann genau das.

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www.praxis-zucker-im-kopf.de
- Für Familien mit Typ 1 Diabetes -

Sie sind an einem Beratungsgespräch interessiert, haben aber keine Gelegenheit, persönlich in meiner Praxis vorbeizuschauen? Dann probieren Sie doch gern mein Angebot in Form einer Videosprechstunde aus.

Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht 10 Aug 2019 08:20 #111980

  • nieov
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Der Text ist jetzt in erweiterter Form und mit Bildern im Elternblog veröffentlich worden:

Link zum Elternblog

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Letzte Änderung: von nieov.

Löwenherz kämpft sich durch die Berge – ein Erlebnisbericht 11 Aug 2019 18:01 #111988

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Hallo,
so eine ähnliche Geschichte hatten wir letzten Herbst auch - 36km Radtour am Stück und die KE's verbrannten wirklich...
Eure Texte sind toll geschrieben und machen Mut auf weitere Abenteuer dieser Art - also, sich mal aus der Komfortzone rauszuwagen und Besonderes zu erleben...

Liebe Grüße,
Andrea

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