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THEMA:

Ab wann im Unterzucker? 30 Mär 2023 19:07 #121074

  • DB
  • Schreiber
    Schreiber
  • Beiträge: 32

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2012
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
  • Private Nachricht
Hallo zusammen. Aus gegebenem Anlass hier mal eine Frage an unsere Profis: Ab wann würdet Ihr wegen einem Unterzucker in Sorge sein? 

Um  meine Frage ein bisschen zu erläutern: unser Diabetiker (10 Jahre) hat am Dienstag um 18:45h bei BZ 95 einen Jogurth und Pfannekuchen gegessen. Da er niedrig war gab es keinen SEA. 19:15 meldete sich seine tslim mit der Warnung, dass er 15min unter 70 landen würde. 

Daher gab ich ihm 0,5 Platte Traubenzucker. ~30min später piespte die Pumpe wieder, er war bei 67. Also bekam er ein ganzes Plättchen. 30min später pendelte er immer noch um 65, also wieder ein halbes Plättchen. Das setzte sich fort, bis er um ca. 21:15h über 70 stieg. Insgesamt hatte ich ihm in den 2h 12gr KH Traubenzucker gegeben. Er war die ganze Zeit nicht unter 60 gefallen, aber wir mussten halt laufend "nachzuckern". Wie beschrieben korrigiere ich immer etwas vorsichtig, war auch die Empfehlung der Diabetologin als wir die Pumpe bekamen. 

Zu Hause gab es für mich dann einen Rieseneinlauf,: ch hätte ihn zu lange im Unterzucker gelassen, das sei schädlich und würde bei ihm gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Abgesehen davon hätte ich bei 60 umgehend blutig messen müssen um die Sensorwerte zu verifizieren, da man ja nicht ausschließen könne, dass er tatsächlich nich viel niedriger lag. 

Wir sind erst seit 09/22 mit der Pumpe und Sensor unterwegs, daher hätte ich gerne einige Meinungen von Euch. Sind die geäußerten Sorgen berechtigt? Seht/macht Ihr das Ganze (ca 2h zwischen 60 und 70) eher locker oder bekommt Ihr bei solchen Verläufen Sorgenfalten? Messt Ihr bei Über- Unterzucker nach 1-2h umgehend blutig? Oder lasst Ihr die Pumpe (außer beim Unterzucker natürlich, leider kann die Pumpe ja kein Traubenzucker abgeben) ihren Job machen? 

Bin gespannt auf die Antworten. Lieben Dank im Voraus! 

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Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 02:49 #121081

  • Cheffchen
  • Mitglied
  • Diamant Schreiber
    Diamant Schreiber
  • Beiträge: 3564

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: CSII + CGM (Zugelassenes Closed Loop Insulinpumpensystem mit Glukosesensor)
  • Private Nachricht
Hallo @DB,

sag wa mal so, grundsätzlich muss man unterscheiden, zwischen unter Ziel oder in Hypo, denn das sind komplett andere Dinge.
Eine Hypo geht ja erst unter 3,5mmol/65mg los, alles andere ist unter Zielbereich.

"ca 2h zwischen 60 und 70" wir würde und machen und haben nie stress gemacht.
Die frage wäre ja eher, wie fühlt sich Kind und wenn der verlauf eher langsam ist und Kind das nicht merkt / stört, würde ich auch abwarten und vielleicht nicht gerade Kiste Bier schicken.
Da dann unkontrolliert extra BE reinzuschütten ist auch nicht wirklich besser, ein bisschen um zu helfen klar.

Cheffchen
Nächstes Treffen 27.01.2024, Berlin Marzahn/Ahrensfelde

---
Suche aus/in/um Berlin Kids bzw. Eltern für vielleicht mal auf eine Diät Cola ;O).
tslim x2 CIQ / Dexcom BYODA / xDrip / Nightscout

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Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 07:28 #121085

  • DB
  • Schreiber
    Schreiber
  • Beiträge: 32

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2012
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
  • Private Nachricht
Da gehen bei uns zu Hause schon die Ansichten auseinander. Andere Familienmitglieder bei uns meinen jede Abweichung vom Zielwert ist Hypo- oder Hyper und jede Dauer über 30min gefährlich wegen Folgeschäden. Ärzte und Diabetologen haben uns gesagt man müsse Werte wie z.B. 200-250 für 2h auch aushalten. Leider ist die Ansage nicht so ganz angekommen. Schlimmer wird es weil in facebook Eltern damit strunzen sie hätten ihr Kind zu 95% im Zielbereich. Das will man dann hier im Haus auch auf Biegen und Brechen erreichen.

Beim letzten Arztbesuch waren unsere TIR ~77% und einem Hba1c von 6,7. Jetzt sind wir bei 80%. Das Krankenhausteam war damit hoch zufrieden, zu Hause wurde ich dafür ausgenölt. 

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Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 08:29 #121089

  • Junikind1
  • Junior Schreiber
    Junior Schreiber
  • Beiträge: 12

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2011
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
  • Private Nachricht
Ich finde die Frage sehr interessant.

Wir haben ganz neu die Pumpe und seitdem bewegt sich mein Kind des öfteren im 70-80 Bereich. Da geht es ihr gut und sie fühlt sich nicht schlecht. Isst etwas und wartet dann auch Mal 30 Minuten den es muss im Blut ankommen. Bis es dann beim Sensor ankommt dauert es noch einmal,darum müssen wir parallel immer blutig. 

Unter 65 fängt sie aber an blass zu werden ,das dauert dann nicht lange und die Handschrift wird zitterig und das ist definitiv der Zeitpunkt für Unterzucker.

Bei uns würde ich also tatsächlich sagen der Unterzucker fängt bei uns bei 65 an. 

Natürlich ist es nicht gesund, stundenlang im unteren Bereich herum zukrebsen,aber ich Frage mich ob es genauso gesund ist ein Kind permanent mit Traubenzucker usw.vollzustopfen bei einem Wert von 75 obwohl es sich wohlfühlt und die 75 stabil hält. 

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Letzte Änderung: von Junikind1.

Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 08:39 #121091

  • DB
  • Schreiber
    Schreiber
  • Beiträge: 32

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2012
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
  • Private Nachricht
Am besagten Tag ging es ihm auch gut, hat es gesagt. Er hat mir 1 Tag später gesagt er hätte etwas zittrige Beine gehabt (Kinder...) aber der äußere Eindruck schien ok. Keine Blässe, nicht fahrig oder müde, fit wie immer, am Malen und quatschen. Da ich kein BZ-Gerät dabei hatte musste ich mich auf den Sensor verlassen. Aber da ist er nie unter 60 gefallen. 

Meine Frage war ja unter anderem auch ob es tatsächlich schlimm eine Zeit ist bei 60-70 zu liegen. Oder einfach nur nicht ganz so gut? Gibt es dazu Hinweise von Fachpersonal? 

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Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 08:52 #121093

  • Gela
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  • Geburtsjahr:
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
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Medizinischerseits kenne ich die Aussage, höhere Werte von 200 - 250 mg% nicht länger als 2 Stunden anzustreben. Zu berücksichtigen sind dabei etwaige vorher gegebene Boli wegen Essen etc. 
Bei niedrigen Werten, bei denen ich mich nicht wohl fühle, gibt es grundsätzlich eine BE Traubenzucker (kann ich nicht mehr sehen) oder Gummibärchen. Fragt doch bitte das diabetische Kind, wie es sich fühlt.
Gruselig finde ich dieses gewaltige Druckausüben, 95% im Zielbereich  erreichen zu müssen. Es wäre superschön, wenn es einfach klappt. Diabetiker sind aber keine Maschinen, wo an dem einen oder anderen Knöpfchen gedreht werden kann, da spielen viele Faktoren eine Rolle, die Einfluß nehmen. 

Achso, mit 46 Jahren Erfahrung durch eigenes Erleben DM1 bezeichne ich mich durchaus als Profi.

Wichtig finde ich, den Streß aus dem Umgang mit DM1 herauszunehmen🌻, der macht etwas mit der ganzen Familie und vor allem mit dem betroffenen Kind.
Alles Liebe
Gela

DM1 seit 9/76, Insulinpumpe seit 1989
Mutmachprojekt

Dank meiner ständigen Begleitung seit September 1976 Silberner Zuckerwürfel am Band, Kreativlingin mit Kunst-und Mutmachprojekt für kranke Menschen

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Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 10:15 #121098

  • DB
  • Schreiber
    Schreiber
  • Beiträge: 32

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2012
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
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Gefragt (den Kurzen) und getan (siehe oben) habe ich. Hat ihm gereicht, aber meiner Frau nicht. Sie läuft mir seit 3 Tagen hinterher dass ich zu wenig gegengesteuert und blutig hätte messen müssen. Heute morgen hat sie mir eine Tabelle um die Ohren gehauen, dass man bei Unterzucker mit minimum 20gr KH hätte gegensteuern müssen. Über der Tabelle war der Unterzucker als Bereich zwischen 40 und 50 definiert. Da war er laut Sensor nicht. Für die Aussage habe ich den Kopf gewaschen bekommen weil ich ja hätte blutig messen müssen(!) um auszuschließen, dass er doch unter 50 lag. 

Die Sache mit den 95% ist eine fixe Idee die sie nicht mehr loslässt. Wir haben 3 Kinder, der eine mit DT1, ich arbeite Vollzeit. Wenn man nachst um 1h aus dem Bett geworfen wird weil man (wie beschrieben) "alles falsch" gemacht hat steht micht nir unser Diabetiker unter Dauerdruck. Dieses dem Zielwert-hinterherlaufen ist ein Dauerzustand geworden. Was mich noch mehr wurmt ist, dass man das Drumherum einfach vergisst. Spätes warmes Abendessen ist bei unserem Diabetiker ein No-go. Ich komme abends um 21:30  von der Arbeit und frage ihn was der denn zum Abendessen hatte und bekomme als Antwort: "Pizza"(!). Wann? "Um halb neun"(!!!). Anschließend waren die Werte im Ar**h, ich habe um 22:00h bei BZ 220 mit Korrekturen im 30m-Rhythmus begonnen und hatte ihn um 00:30 bei BZ 290, dann aber endlich sinkend. Was bekam ich gesagt? Ich hätte mir bei Ihm im Zimmer mit einem Buch einen "gemütlichen Abend" gegönnt. Ehrlich gesagt liegen bei mir die Nerven echt blank. 

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Letzte Änderung: von DB. Grund: Ergänzung

Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 10:31 #121099

  • Junikind1
  • Junior Schreiber
    Junior Schreiber
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Oh je,da hast du es nicht leicht. 20 gr.KH ist aber schon viel,wenn er noch über 60 ist. 

​​​​​​Uns wurde gesagt mit 5 - 10 KH anfangen. Tatsächlich fahren wir mit Quetschies und Saft Päckchen die oft zwischen 5-10 KH haben sehr gut. 

Bei über 70 aber unter 80 sollte eigentlich ein Traubenzucker reichen. 

Ich kann deine Frau verstehen aber ich verstehe auch dich. In der Pubertät wird es dann noch einmal richtig lustig. In Kombination mit Sport,Freunde treffen wird es erst richtig interessant. 

Blutig messen schadet nie. Lasst euch doch einfach ein zweites BZ Messgerät verschreiben. 

Wir haben tatsächlich eins bei Oma,eins in der Schule und eins bei mir,was sie dann bei sich hat,wenn sie unterwegs ist. 

Wenn du etwas haben möchtest was schnell wirkt und deine Frau beruhigt,dann besorgt euch Zuckerlösung. Oder dieses Dextroflüssigzeug.

Ihr müsst irgendwie einen gesunden Mittelweg finden,mit dem vor allem Eier Kind zurecht kommt. 

Meine Schwiegermutter hat meine Tochter mit puren Honig gefüttert. Ich nahm sie einfach mit zur Diaberatung und die erklärten ihr dann noch Mal alles. 

Vielleicht hilft es euch gemeinsam,ohne Kind,noch einmal beraten zu lassen und dann kannst du es genau wie hier wiedergeben. 

 

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Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 10:37 #121100

  • DB
  • Schreiber
    Schreiber
  • Beiträge: 32

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2012
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
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Wir sind regelmäßig in der Diabetologie zur Beratung. TIR ist seit Wochen bei ~80%, Hba1c war bei 6,7%. Alle waren hochzufrieden, Diabetologin, Ärztin, Schwestern. Nur meine Frau nicht. Weil: 95% sollens sein und Hba1c und 6,5 (mindestens, Argument: "er war ja schonmal bei 6,4"). Diese Nächte mit Korrektur sind bescheiden, noch bescheidener finde ich allerdings, dass ich es ausbaden darf, Schuld daran bin und am nächsten Tag wieder zur Arbeit gehen darf. :-(

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Ab wann im Unterzucker? 31 Mär 2023 10:48 #121101

  • Junikind1
  • Junior Schreiber
    Junior Schreiber
  • Beiträge: 12

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2011
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
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So hart es klingt,deine Frau muss sich an den Gedanken gewöhnen,das es immer auf und ab gibt und nicht diese berühmten 95% im Zielbereich. 

Euer Kind ist 10,meine Tochter ist 11. Sie steckt mitten in der Anfangspubertät. Hormone usw.spielen unglaublich viel rein. 

Das Problem ist,wenn sie so weiter macht,stresst das nicht nur dich,sie,euere Beziehung sondern auch euren Sohn und er muss ja damit zurecht kommen und die Krankheit nicht hassen.
In zwei oder drei Jahren,zieht er sein eigenes Ding durch und da ist es ihm egal was Mutti sagt. 
Gerade Jugendliche stellen oft auf stur. Das Forum ist voll mit solchen Beiträgen. 

Klar sieht das toll aus,wenn alles grün ist und 95%. In FB postet das eine Person und freut sich. Darunter 100 Beiträge,die davon träumen. 

Ihr habt auch noch zwei andere Kinder. Ihr wollt normal Leben,das ist ja so nicht möglich,wenn sie wirklich so besessen davon ist. 

Habt ihr schon Mal überlegt mit einem Psychologen zu reden? Bei uns im Krankenhaus auf der Dia-Station bieten sie so etwas an. 

Habt ihr Kondakt zu anderen Eltern mit Diabeteskind? Wenn ihr schaut ob es ein Diabetesverein oder so gibt. Mir hat das persönlich geholfen zu sehen,das viele Eltern froh sind,wenn ihr Kind immerhin unter 200 bleibt.  

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