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Das totale Chaos

sonne37
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12 Juni 2015 15:13 #97040 von sonne37
sonne37 antwortete auf Das totale Chaos
Hallo Karin,
wir kennen dieses Chaos auch, hatten auch den OmniPod mit Novorapid und haben nun auf AccuChekInsight gewechselt. Durch den OmniPod war an Schlaf nicht mehr zu denken. Alina reitet mehrmals die Woche und spielt Badminton und nach dem Wechsel jetzt im Mai läuft es endlich wieder rund auch beim Sport! Schlafen dürfen wir auch wieder.
Ich drück euch die Daumen und hoffe ihr habt es bald im Griff!
Liebe Grüsse sendet Regine

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tonja
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12 Juni 2015 16:02 #97041 von tonja
tonja antwortete auf Das totale Chaos
Hallo,
ich schließe mich meiner Vorschreiberin an und würde zu den üblichen Verdächtigen wie Pubertät, BR, Sport ebenfalls den omnipod hinzufügen.
Mal abgesehen davon, dass die Werte generell zum dritten Tag (Katheterproblem?) schlechter werden, setzt man ja jedes Mal eine neue Pumpe mit einer neuen Ungenauigkeit, was die Probleme schnell potenzieren kann.
Ich beobachte das bei uns auch und würde liebend gern mal alternativ eine Schlauchpumpe ausprobieren.
Sohnemann sieht das natürlich anders und so kämpfen wir uns durch. Zurück zum Pen ist jedenfalls keine Alternative und der omnipod hat auch Vorteile.

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sonne37
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12 Juni 2015 17:47 #97042 von sonne37
sonne37 antwortete auf Das totale Chaos
Hallo,
ich kann es nur empfehlen den Test mit der Schlauchpumpe zu machen. Seid wir sie haben sind die Werte zu 90% zwischen 5mmol - 7 mmol und nachts können wir wieder schlafen.
Unsere Tochter war auch erst dagegen, jetzt läuft es wie am Schnürchen.
Liebe Grüße

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Joa
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16 Juni 2015 18:01 #97061 von Joa
Joa antwortete auf Das totale Chaos
Thema Basalreduktion zur Anpassung an Ausdaueraktivität/-sport.

Diesbezüglich kann man sich auch am Regelwerk orientieren, auch wenn die Regel nicht zur Anpassung an Bewegung, sondern zur Anpassung an Schwimmen beschrieben ist. In diesem Fall mehr der Not, denn der Tugend folgend, geht das nämlich auch, wenn nach der Reduktion/Abschaltung der Basis eine ausreichend große Insulindosis als Bolus, am Besten mit Futter/Getränken verabreicht wird, die eine funktionierende Basis schnell wieder herstellt.

Hinsichtlich der Sinnfälligkeit eine Basalreduktion vor Ausdauerbelastung im aeroben Bereich halte ich das für ausgesprochen sinnvoll und eher für therapiestabilisierend, als anders herum.
Außerdem steigert das klar die Leistungsfähigkeit, wenn durch einen provoziert verminderte Insulinspiegel, außerhalb von noch laufender Bolusresorption, innerhalb einer solchen ggf. sogar noch mehr, die Fettzellen auf vermehrte Freisetzung von freien Fettsäuren als Energieträger umgepolt werden und die Glucoseutilisation der Muskelzellen eher gehemmt wird, so dass mit einsetzender Muskelarbeit die dann erhöhten Fettsäurenspiegel umgehend als Energielieferant nutzbar sind.

Das Maß der Verbrennungskapazität für freie Fettsäuren hängt von der Menge vorhandenen Mitochondrien ab. Diese ist vom körperlichen Trainingszustand abhängig. Die Mitos sind die "Brennöfen" der Zelle. Dabei handelt es sich um assimilierte Urzeitbakterien, die von unseren Ahnen im Stadium der Einzeller in die Zellen eingebaut worden sind, um den zunehmenden Sauerstoff zur Verbrennung von Energieträgern nutzen zu können.

Das Maß der Insulinreduktion vor-/zum Sport ist nicht fest formulierbar, sondern erprobungsabhängig (siehe Trainingszustand, Maß der Belastung, aerobe anaerobe Anteile).

Bei stärker anaeroben Sportaktivitäten (Schellentraining, Krafttraining) kann allerdings sogar eine Erhöhung der Insulinversorgung geboten sein. Bei anaerober (ohne Sauerstoff) Energiegewinnung kommt es zu erhöhten Lactatspiegeln, die ihrerseits u.a. das Wachstumshormon triggern. Dieses triggert seinerseits die Asschüttung von Insulin, was aber dummerweise nur klappt, wenn ausreichend Betazellen vorhanden sind. :S

Im Ergebnis kann ein T1 Diabetiker sich durch vermehrtes WH (Wachstumshormon) unter anaerober Belastung auch eine hormonell bedingte Resistenz (WH-Resistenz) einhandeln, wenn der Insulinspiegel nicht zur Deckung des Insulinbedarfes für das WH reicht.

Gruß
Joa

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16 Juni 2015 19:56 #97062 von
antwortete auf Das totale Chaos
Hi Joa,
das Schwimmen-Regelwerk (sprich schließen der Insulinlücke durch nachfolgenden Bolus, möglichst Analoginsulin) zur Sportanpassung mag bei Erwachsenen und Ausdaueraktivitäten funktionieren,
bei Kindern sehe ich das wirklich kritisch, auch weil das Schwimmen-Regelwerk selbst bei kleinen Kindern nicht funktioniert.
Das Vorgeben der Basalrate führt im kleinen Dosisbereich - auch bei stimmender Bewegungsanpassung - zu Hypoglykämien und nach der folgenden Mahlzeit trotzdem zu einem stark ansteigenden BZ. Ich kann mich deshalb der Empfehlung von Fr. Dr. Gillig (geltend für Normalinsulin) anschließen, die bei Kindern nur ca. 1/3 der BR vorgibt und den Rest nachgibt.
Auch möchte ich zu bedenken geben, dass die meisten der hier vertretenen Kinder einen BR Anteil von nur 1/3 der TDD aufweisen, das ist zur Bewegungsanpassung einfach ein recht geringer Insulinentzug, v.a. wenn unmittelbar vorher ein nicht reduzierter Bolus abgegeben wurde. Auch handelt es sich hier häufig nicht um Ausdauerbelastungen.
Außerdem essen die meisten Kinder wohl eher 5 statt 3 mal am Tag, so dass einfach sehr vieles für eine Bewegungsanpassung mittels Bolusreduktion spricht.
Dass dies überhaupt möglich ist - und das sehr gut - ist leider viel zu wenig bekannt.
Bei anderen Rahmenbedingungen kann man sicherlich andere Strategien entwickeln.
Aber gerade bei kleineren Kindern die keinen "geplanten Sport" absolvieren sondern ständig wechselndes Bewegungsverhalten haben, verspricht eine Basalreduktion das Chaos weiter zu vergrößern.
LG, Lena

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stef1
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16 Juni 2015 20:44 #97063 von stef1
stef1 antwortete auf Das totale Chaos
Hallo,

ich kann mich hier nur Lena anschließen. Basalreduktion zur Sportanpssung klappt bei uns fast nie (Ausnahme: ganztägige Fahrradtouren!). Günstiger läuft es bei uns, wenn wir vor geplanten sportlichen Aktivitäten den Essensbolus reduzieren (je nach BZ-Höhe).

Werden im Laufe des Fussballtrainings noch mehr KEs benötigt, gibt es halt Saftschorlen gratis dazu.

Unsere Versuche die Basalrate bei sportlichen Aktivitäten zu reduzieren, hatten bei uns oft hohe Blutzuckerwerte nach dem Sport oder spätestens nach dem Abendessen zur Folge.

Schwierig (bis unmöglich) ist es halt bei Kindern die Aktivitäten vorherzusagen. Oft ist ja beim Essen noch nicht klar, ob es mit den Freunden raus zum Fußballspielen geht, oder ob man doch lieber auf den elektrischen Geräten herumdaddelt.

LG Steffi.

S., geb. 08/2005, D. seit 03/2012, Pumpe Accu chek combo seit 06/2012

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NoKa
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17 Juni 2015 09:14 #97068 von NoKa
NoKa antwortete auf Das totale Chaos
Guten Morgen aus der Schweiz
Erst mal vielen Dank Euch allen für die Tipps.
Betreffend der Bemerkung was die Omnipod angeht: ich habe manchmal auch den Verdacht, dass mit der Omnipod etwas "chaotische" Werte herrschen. Bei uns ist aber die Schlauchpumpe keine Alternative, also müssen wir uns wohl oder übel mit den Gegebenheiten "arrangieren".
Was die Reduzierung der Basalrate bei Sport angeht, schliesse ich mich der Meinung von Lena an. Die Reduktion führt irgendwann unweigerlich zu einem enormen Blutzuckeranstieg. Noah trainiert oft und sehr intensiv und nimmt ca. 1 BW pro Trainingseinheit zu sich. Das braucht er auch, um leistungsfähig zu sein. Es nützt nichts, eine temporäre Basalrate zu programmieren und dann kann er während des Trainings oder des Sports nichts essen. Er trinkt während eines Matches ein isotonisches Getränk und/oder isst Banane oder Trockenfrüchte. Während eines intensiven und langen Matches gibt er mittlerweile sogar einen Bolus ab, wenn er zusätzlich Kohlenhydrate essen muss, um ein intensives Tennismatch über
2 - 3 Stunden zu absolvieren.
Die Basalrate habe ich nun komplett geändert und eine zweigipflige Basalrate programmiert. Die Werte haben sich gebessert, es ist aber nach wie vor so, dass es unerklärliche Blutzuckeranstiege in der Nacht gibt. Letzte Nacht, bevor ich zu Bett ging habe ich um 23h: 8 mmol/l (144) gemessen. Um 01 Uhr nachts dann 17 mmol/l (300). Ich denke, dass es entweder eine Gegenregulation auf ein Hypo um 21h war oder es hängt mit dem Abendessen zusammen?! Ich werde dies jetzt beobachten.
Schönen Tag und liebe Grüsse
Karin

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Laila279
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22 Juli 2015 10:09 #97459 von Laila279
Laila279 antwortete auf Das totale Chaos
Hallo Lena,
auch ich kann mich deinen Erfahrungen anschließen. Ich möchte aber noch eine weitere Sache hier mit in die Diskussion werfen : Sympathicus-Parasympathicus
Wir bekommen kurzen ( einstündigen) anstrengendwn Sport auch am besten hin, wenn vorher ein reduzierter Essensbolus abgegeben wird. Während dem Sport klappt eine Blutzuckerwerterhöhung nur, wenn meine Tochter auch eine Pause einlegt und das macht sie nicht gern. Ich schiebe das immer darauf, dass während einer Anstrengung die Verdauung reduziert wird Entsprechend gehen dann später die Blutzuckerwerte total hoch, wenn sie während dem Sport viele BEs nachschieben musste. Meine Erklärung dafür war immer, dass das im Magen blieb (außer Flüssigkeit NATO) und dNn erst später verdaut wird. Ist das totaler Blödsinn ??
Grüße,
Lailas Mana

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Laila279
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22 Juli 2015 10:13 #97460 von Laila279
Laila279 antwortete auf Das totale Chaos
Sorry, viele Tippfehler. Ich muss gerade blind mit dem Handy schreiben.

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22 Juli 2015 11:30 #97465 von
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Hallo Lailas Mama,
welche KEs und wieviel verwendet ihr denn? In solch einem Fall, also KE Gabe während des Sports würde ich wirklich nur schnelle KEs empfehlen. Also Traubenzucker, Kaubonbons o.ä. Apfelsaft ist z.B. keine schnelle KE.
Auch ist zu bedenken, dass auch schnelle KE einige Zeit brauchen um den BZ anzuheben. Wenn also schon eine Unterzuckerung oder auch recht niedrige BZ Werte vorliegen unbedingt eine Pause einlegen. Da bei Traubenzucker die Resorption sogar teilweise über die Mundschleimhaut statt findet, halte ich die Verdauung eher nicht für die Ursache. Aber auch schnelle KEs brauchen ganz grob eine Stunde zur Resorption. Sprich: wenn Du nach 15 min nachmisst und dann nochmal KEs gibst, steigt der BZ auch durch die erste Gabe noch weiter an. Die hohen BZ Werte nach der Belastung können also auch einfach durch eine zu hohe, weil verzögere, KE Gabe verursacht werden.
Wenn ich den Bolus beispielsweise auf 80% reduziert habe und Jari aber deutlich mehr rumtobt als ich zuvor dachte, gebe ich "blind" schnelle KEs nach. Mit der Zeit bekommt man hier die erforderliche Höhe ganz gut raus. Ich habe als Anhaltspunkt hierfür die Formeln in Teupes Buch benutzt, für Jari ergibt dies bei vollem Ruhebolus eine KE Gabe von 1,4 KE für eine Stunde non-stop Bewegung, bei reduzierten Bolus gebe ich dann entsprechend weniger.
Natürlich ist dies ein Stück weit davon abhängig welche Bewegung der Alltagsbolus normalerweise beinhaltet.
Hoffe ich habe Deine Frage beantwortet.
Gruss, Lena

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