Bei aller Hoffnung ist eine realistische Einordnung wichtig: In dieser...
Ein neuer Forschungsansatz könnte einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer zukünftigen Zelltherapie bei Typ-1-Diabetes darstellen: Einem Mann mit langjährigem Typ-1-Diabetes wurden genetisch veränderte insulinproduzierende Inselzellen transplantiert. Das Besondere: Er musste anschließend keine Medikamente einnehmen, die sein Immunsystem unterdrücken.
Normalerweise würde das Immunsystem fremde transplantierte Zellen erkennen und angreifen. Deshalb sind bei bisherigen Inselzelltransplantationen dauerhaft sogenannte Immunsuppressiva notwendig, die erhebliche Nebenwirkungen haben können. Die jetzt verwendeten Zellen wurden jedoch genetisch so verändert, dass sie vom Immunsystem weitgehend „übersehen“ werden sollen.
Auch 14 Monate nach der Transplantation waren die Zellen noch vorhanden und funktionsfähig. Sie produzierten weiterhin Insulin, was über das sogenannte C-Peptid im Blut nachgewiesen werden konnte. Bislang wurden in der Studie keine Sicherheitsprobleme festgestellt.
Noch keine Heilung – aber ein wichtiger Schritt