Auf der ATTD 2026 wurde ein spannendes Poster (siehe ganz unten) vorgestellt, das vielen Familien aus der Seele sprechen dürfte: Die Blutzuckerwerte sind in der Pubertät oft deutlich schwerer stabil zu halten als in der Kindheit. Und ganz wichtig: Das bedeutet nicht, dass Eltern oder Jugendliche „etwas falsch machen“.
Die Auswertung zeigt vielmehr, dass diese Phase des Lebens bei Typ-1-Diabetes ganz besonders herausfordernd ist – aus biologischen und ganz alltäglichen Gründen.
Was wurde untersucht?
Das Forschungsteam um Aritz Lizoain vom Diabetes Center Bern analysierte die Daten von mehr als 4.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes. Ausgewertet wurden kontinuierliche Glukosedaten von Menschen im Alter von 5 bis 30 Jahren.
Dabei schaute man vor allem auf zwei Dinge:
- Time in Range (TIR): also den Anteil der Zeit, in dem die Glukosewerte im Zielbereich liegen
- Glucose Risk Index (GRI): ein Wert, der das Risiko für zu hohe und zu niedrige Glukosewerte zusammenfasst
Die Forscher wollten wissen, wie sich diese Werte mit dem Alter verändern – von der Kindheit über die Pubertät bis ins junge Erwachsenenalter.
Das wichtigste Ergebnis: In der Pubertät wird es deutlich schwieriger