Liebe Susanne!
Der Bedarf ist groß und es wird gesucht. Die Frauen, mit denen ich beim Seminar war, sind mehrere Jahre in Folge als Schulbegleitung tätig. Es gibt genug verhaltensauffällige Kinder oder Kinder mit schlimmen Krankheitsverläufen. Das Spektrum, wo man eingesetzt werden kann ist riesig! Anfangs konnte ich mir das nicht so vorstellen. Inzwischen habe ich in den paar Wochen mehr Erfahrungen sammeln können, als ich es für möglich gehalten hätte. Das wurde sozusagen frei Haus mitgeliefert. Wichtig für mich zu wissen, dass ich die innere Ruhe bewahren kann. Ich freue mich mit den Kindern über jeden kleinen Erfolg, und wenn es mal nicht so gut läuft, ist es in den nächsten Minuten auch schon wieder vergessen.
Mein Herz hängt aber an den Diabetes-Kids. Die brauchen oft nur das erste Jahr intensive Begleitung und nach meiner Erfahrung, signalisieren sie sehr deutlich, was sie können oder noch nicht können. Klappt etwas noch nicht, sind sie bemüht darum und probieren es immer wieder. So wie ein Kind, was laufen lernt. Egal, um welches Handicap es geht, die Kinder wollen unbedingt selbstständig werden, auch wenn Körperteile nur eingeschränkt genutzt werden können. Aufgeben gibt es nicht! Das finde ich so bemerkenswert.
Also werde ich mir auch im Januar den Mund fusselig quatschen und jeden Schritt erklären. Es ist nun mal so, dass man jeden Tag daran arbeitet, sich abzuschaffen. Das ist ja der Sinn der Sache.