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Frage zur Arbeitssituation der Mamis

inajörg
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

16 Jan. 2014 13:39
#88979
Hallo Irina,
wir haben uns bei der Feststellung des DM bei unserem Sohn mit der Schule in Verbindung gesetzt und angefragt, ob eine Schulung der Lehrkräfte über die Diabetesambulanz erfolgen könne.Die Schulleitung hat zugestimmt und dann war eine Diabetesschwester aus unserer Klinik in der Schule und hat die Direktorin, die Klassenleiterin und die Hortleiterin geschult. Die anderen Lehrer der Schule wurden von der Direktorin informiert. Bezahlt wurde das Ganze von diesem Hilfeverein Dianiño, aber die Klinik hat sich drum gekümmert. Der Hort war glücklicherweise im selben Gebäude wie die Schule und deshalb gab es da keine Schwierigkeiten mit Ferienbetreuung. Da kam der Pflegedienst auch.
Wir hatten in der ganzen Grundschulzeit nur einmal eine solche Unterzuckerung, das S. nicht mehr ansprechbar war. Drei Lehrerinnen haben sich um ihn gekümmert und mit Traubenzucker versorgt, obwohl er nicht mehr sagen konnte, das der Traubenzucker in der Sporttasche ist. Es mußte kein Notarzt kommen. Bei Klassenfahrten und anderen schulischen Aktivitäten bin ich meistens mit dabei gewesen. Außerdem hat S. seit der ersten Klasse ein Handy. Die Lehrer wußten wo im Ranzen es steckt und konnten somit mich, meinen Mann oder unsere große Tochter immer erreichen. Das wurde zwar nicht so oft genutzt, aber für mich war es eine große Beruhigung.
Alles Gute
Ina
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delphyine
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

16 Jan. 2014 17:40
#88990
Hallo,
Ich hatte die ganze Kindergartenzeit über ähnliche Sorgen. Im KiGa klappte es bei uns so gar nicht. Leya merkte keinen UZ und die Erzieher verwechselten ständig hohe und niedrige Werte (bzw. das, was dagegen zu tun war) so dass an Arbeit nicht zu denken war. Ich blieb die ganze Zeit zu Hause. Mein Mann nahm sich frei, so oft er konnte. (weil die Kleine operiert werden musste oder Ausflüge anstanden o.ä. wir bekamen auch keine zwei Kindergartenplätze in einem Kindergarten.)
Für die Schule hatten wir das Glück, dass wir dann kurz vor der Einschulung bei einem Schwimmkurs ein zweites Kind mit Diabetes kennenlernten. Wir beschlossen mit den anderen Eltern die beiden Kids in eine Klasse zu stecken (kostete einiges an Überredungskraft gegenüber der Schulleitung und eine frühzeitige Schulung und Kontaktaufnahme durch das Krankenhaus) Beide Kinder wurden vor den Sommerferien intensiv geschult vom Krankenhaus und unterstützen sich jetzt in der Schule gegenseitig. Ich gehe seit Einschulung wieder arbeiten. Vollzeit.
In der Schule kriegen die zwei das ganz gut gemeinsam hin. Eine von beiden weiß, wieviele BE der Duploriegel hat, den Timo zum Geburtstag mtibringt oder was zu tun ist, wenn auf dem Messgerät E11 steht (allein auf die Idee zu kommen nochmal zu messen ist ja ne andere Hausnummer als zu zweit darüber zu fachsimpeln).
Sie geht jetzt bis 13:20 zur Schule und fährt dann mit dem Bus heim. Ganztag würde ich nicht machen, wegen dem dann notwendigen Essen. Mein Schwiegervater holt sie meist ab. Wir zahlen ihm dafür das Busticket. Ich habe aber auch schon mal jemanden aus der Kirche gebeten, die Kids abzuholen. Ich habe mir das bis letztes Jahr noch gar nicht vorstellen können, aber inzwischen haben wir ein recht solides Netz aus kleinen Helfern, die zum Teil gar nicht wissentlich helfen, sodnern die Kids verabreden sich nachmittags oder man spricht sich ab, wer wann zum Reiten fährt und alle mitnimmt oder so. Katheterwechsel ist ein Problem. Aber messen und bolen geht problemlos. Wir haben noch den Pflegedienst aus dem Kindergarten in der Hinterhand, den wir notfalls aktivieren, falls es gar nicht geht.

Für eine mögliche Klassenfahrt müsste sicherlich nur einer von uns vier Elternteilen mitfahren, da es ja nur um den Katheterwechsel geht. Da unsere Grundschule nicht so wirklich weit weg fährt, denke ich, dass ich zum Katheterwechsel abends mal gerade hochfahre (die fahren etwa 2 Stunden weit weg). Durch die neue Regelung, dass die Regierung Lehrern die Kosten zurückerstatten muss, werden die Klassenfahrten zumeist sowieso zusammengeschrumpft auf drei Tage (Mi-Fr). Wenn er nicht rausfällt, kann der Katheter ja so lange liegen bleiben. Mehr Sorgen machen mir Bundesjugendspiele und Sportfeste/Wandertage. Vom letzten Wandertag haben wir sie abgemeldet. Sie hätte von zu Hause laufen sollen (10 km), in Begleitung eines Elternteils und das war nicht zu organisieren.
Wie wir das machen, wenn in der Schulzeit mal der Katheter rausfällt, weiß ich noch nicht. Sie ist jetzt seit einem halben Jahr in der Schule und bislang ist es ein mal passiert. In der letzten Stunde. Sie ist da ganz regulär mit dem Bus heimgefahren und war insgesamt etwa 2 Stunden ohne Katheter.
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