Nie wieder ein Forenthema verpassen. Der tägliche Forenupdate
Abonniert den täglichen Diabetes-Kids Forenupdate.
Dies ist ein Newsletter, der Euch täglich um ca. 17:00 Uhr über alle neuen Forenbeiträge hier im Forum informiert.
Wenn Ihr diesen Newsletter empfangen möchtet, dann könnt ihr Euch ganz einfach
unter diesem Link
dafür anmelden.
Frage zur Arbeitssituation der Mamis
Benutzer
Beiträge: 933
Daten zum Kind:
Geschlecht: Mädchen
Geburtsjahr: 1999
Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Private Nachricht
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
07 Jan. 2014 22:03 - 07 Jan. 2014 22:12Ich wollte wieder was für mich machen, wieder zurück in einen regelmäßigen Job, nicht nur Zwischengeschichten, die ich in den letzten 14 Jahren machte. Ich habe seit 2012 wieder in Teilzeit gearbeitet, zwischen 100 und 140 Stunden monatlich.
Im Oktober bekam ich dann die Möglichkeit, in eine Führungsposition zu wechseln, allerdings in Vollzeit. Ich habe dieses Angebot so gerne angenommen, ich gehe so gerne zur Arbeit, ich habe eine Sauberfee für mein Haus, habe aber dennoch letzte Woche meine Kündigung abgegeben, weil Vollzeit (43 Wochenstunden mit 45 Überstunden im November und 30 Überstunden im Dezember) mit den Kindern (und einem Partner) absolut nicht machbar ist. Wir haben keine Wochenenden mehr zusammen, mein Partner ist samstags grundsätzlich mit den Kindern alleine, was ich sehr schade finde. Die Sonntage haben wir dann nicht zum Freunde treffen oder einfach mal was unternehmen genutzt, sondern zum Einkaufen (danke allen verkaufsoffenen Sonntagen, ohne die ich im Dezember ziemlich aufgeschmissen gewesen wäre), Waschen, Bügeln, Putzen, was die Sauberfee nicht schafft. Wir haben seit November keine wirklich nennenswerten sozialen Kontakte gehabt, unser Leben besteht aktuell nur aus Arbeiten, Kochen, Essen, Schlafen. Mein Sohn hat seit November eine 5 nach der anderen geschrieben und hier ist irgendwie Land unter. Wir haben auch keine Oma um die Ecke wohnen, die irgendwo unterstützen würde.
Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wo genau ich da noch einen Diabetes im Kindergarten oder der Grundschule unterbekäme.
Ich war vor Oktober noch auf dem Standpunkt, dass ich was für mich machen möchte, dass meine Kinder groß genug seien (12 und 14) und dass etwas mehr in der Haushaltskasse echt gut wäre.
Ich habe gemerkt, ich lag falsch. In allem. Zumindest für jetzt. Ich denke, dass ich den Sprung in ein paar Jahren nochmal wage. Nur jetzt ists zu früh für uns alle.
Ich gebe in zwei Monaten meine Führungsposition heulend ab - hab aber wieder Zeit für mich, meine Kinder und meinen Partner (falls er dann auch Zeit hat, er ist viel auf Dienstreise im Ausland, was die Situation hier zu Hause wochenweise momentan sehr chaotisch macht, weil er nicht da, ich nicht da, Kinder alleine ... ). Und unsere Freunde.
Und wie ich das alles schaffen würde, wenn ich müsste, ist mir ein Rätsel. Ich fürchte, dann gingen meine Kinder den Bach runter, meine Partnerschaft und alles andere ebenso, weil wir dann ein echtes Zeitproblem hätten.
Ich wünsche euch allen, dass ihr Kind(er), euren Job und den DM unter einen Hut bekommt. Und ihr alle damit glücklich seid
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Mitglied
Beiträge: 292
Daten zum Kind:
Geschlecht: Junge
Geburtsjahr: 2005
Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Private Nachricht
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
08 Jan. 2014 08:39mein Sohn bekam die Diagnose etwa einen Monat vor dem Schulstart. Zusätzlich zum DM noch Zöliakie. Im ersten Jahr war er auf CT eingestellt, wir mussten also nur zweimal täglich spritzen, dafür hatte er einen fixen Essensplan mit Zeiten und Essensmenge einzuhalten.
Ich bin alleinerziehend, ob ich also weiterhin arbeiten gehe oder nicht stand nicht zur Auswahl. Nach der Schule besucht mein Sohn den Hort.
War er Mittags mal zu hoch, bin ich von der Arbeit weg um Korrektur zu spritzen, zum Glück war mein Weg vom Büro zum Hort nicht all zu weit und es kam nicht all zu oft vor.
Jetzt mit der Pumpe ist es "einfacher". Ich bin natürlich trotzdem immer auf Bereitschaft. Jetzt eben nicht mehr zum Korrekturspritzen, sondern sollte mal mit dem Katheter etwas sein oder ähnliches.
Im ersten Pumpenjahr gabs nie Probleme, dafür in den letzten 2 Monaten gleich mehrmals (Kanüle raus gerissen, Katheterschlauch gerissen ...).
Ich habe zwar meine Eltern in der Nähe, die arbeiten aber auch beide und haben nicht wirklich Ahnung von DM oder Zöliakie. Ich kann ihn also schon auch mal "abgeben", muss dann aber halt vorher alles vorbereiten und hoffen, dass nichts unplanmäßiges dazwischen kommt (z.B. Katheterwechsel).
Zum Glück kann ich mich total auf meinen Sohn verlassen. Er isst nichts was er nicht darf, misst immer brav, weiß wann er eine Sport-BE braucht usw.
Wie ich es machen würde, wenn ich "nur" zur Aufbesserung der Haushaltskasse arbeiten gehen müsste .... ich weiß es nicht. Wobei... ich arbeite 30 Stunden / Woche, wir kommen so gut über die Runden, Urlaub usw. spielt es natürlich nicht. Würde ich auf Vollzeit wechseln, würde es bestimmt auch irgendwie "funktionieren" - das wäre es mir aber nicht wert. Uns reicht der kleine Luxus, ab und zu mal in Kino zu gehen, wo andere vielleicht nicht mal drüber nachdenken müssen.
Ich denke es muss jeder für sich (uns sein Kind/seine Kinder) selbst entscheiden, ob es "machbar" ist und zu welchen Bedingungen.
LG Kerstin
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Mitglied
Beiträge: 3839
Daten zum Kind:
Geschlecht: Junge
Geburtsjahr: 2004
Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Private Nachricht
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
08 Jan. 2014 09:09marielaurin schrieb: Wir haben auch keine Oma um die Ecke wohnen, die irgendwo unterstützen würde.
)
Ich glaube die "Oma um die Ecke" ist ein wirklich nicht zu vernachlässigender Aspekt, auch OHNE DM oder sonst irgend welche Krankheiten bei den Kindern.
Wenn ich sehe, welche von meinen Schulfreundinnen beruflich Erfolg haben, dann sind das eigentlich ausschließlich die, die gleich ganz auf Kinder verzichtet haben oder eben die, bei denen Oma und Opa (zum Teil sogar je zwei Omas und Opas und Stiefomas und Großtanten dazu) kräftig mitanpacken.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
08 Jan. 2014 10:55 - 08 Jan. 2014 10:57vielen Dank für Eure Antworten. Ich finde es gut zu wissen, dass man es mit der Arbeit schaffen kann, dass man aber auch kein schlechtes Gewissen haben sollte, wenn man erstmal für sich und für die Familie entschieden hat, dass es im Moment nicht anders geht und man zu Hause bleibt.
Was mich aber besonders von den arbeitenden Mamas interessieren würde. Wie machen es Eure Chefs, wenn die Kinder Ferien haben oder wenn die Kinder auf Klassenfahrt mitfahren dürfen.
Bei uns wäre es so, dass wir zwar Großeltern haben, diese aber noch beide berufstätig sind. Aber auch die Großeltern können nur die nötigsten Sachen z.B. Essen berechnen und in die Pumpe eingeben.
Wir hätten aber niemanden, der eben mal für ein Paar Wochen Lennard mit seinem DM versorgen kann. Auf Klassenfahrt kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass ein Lehrer sich dazu bereit erklärt, den Katheter zu wechseln oder nachts den BZ zu messen. Spätestens dann wäre ich meine Arbeitsstelle sicherlich los, wenn ich so viel frei nehmen müsste. Dann kommen noch diverse Infekte dazu...
Meine Mutter sagte mal zu mir, dann darf er eben nicht mit auf Klassenfahrt. Was ich ziemlich gemein finde, aber selbst dann muss er ja wieder versorgt werden.
Bei Sophia wäre es da schon ein wenig einfacher. Man ist schon ziemlich eingeschränkt.
LG Irina
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Mitglied
Beiträge: 3839
Daten zum Kind:
Geschlecht: Junge
Geburtsjahr: 2004
Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Private Nachricht
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
08 Jan. 2014 11:20bis bei Lennard eine Klassenfahrt ansteht, sind es doch sicher noch ein paar Jährchen hin, oder?
Lars (vor 3 Monaten 9 Jahre geworden, 4. Klasse) wird im Juni eine Woche auf Klassenfahrt gehen und zwar ohne uns.
Den Katheter kann er sicher selber wechseln, seit er 7 3/4 war. Er hat es schon öfter bei den 100 km entfernt wohnenden Großeltern gemacht, die keine blasse Ahnung haben.
Wie das mit dem BZ nachts laufen wird, wissen wir noch nicht ganz. Die Lehrerin hat vor längerer Zeit mal angeboten, das zu machen. Aber ich weiß nicht, ob das Angebot noch steht... sie ist schonmal etwas voreilig mit ihren Zusagen und übernimmt sich leicht mal.
Ich denke, es wird darauf hinaus laufen, dass Lars spät abends noch mal misst (auf Klassenfahrten schläft eh kein Kind vor 23 Uhr, in der ersten Nacht ist oft erst lange nach Mitternacht Ruhe) und wir dann für die Nacht eben etwas höhere Werte als sonst in Kauf nehmen werden.
Ein bisschen flau ist mir schon, aber ich denke, das wird klappen!
LG, Heike
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
08 Jan. 2014 11:38das erste mal auf Klassenfahrt war ich persönlich in der 3. Klasse auf Amrum und dann noch mal in der 4. Klasse. Aber da hast Du sicherlich recht, dass er dann hoffentlich das meiste selber regeln kann. Oh man, ich werde noch verrückt vor lauter Gedanken. Irgendwie wird es schon gehen, danke fürs wachrütteln... :woohoo:
Wow, mit 7 Jahren den Katheter schon selbst wechseln... Wahnsinn!!!
LG
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Benutzer
Beiträge: 933
Daten zum Kind:
Geschlecht: Mädchen
Geburtsjahr: 1999
Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Private Nachricht
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
08 Jan. 2014 11:43 - 08 Jan. 2014 11:48Was die Feriensituation angeht: Bei uns ist das wie gesagt eine andere Situation, weil Sina schon "alt" ist, aber auch hier: Ich wüsste nicht, wie ich die Schulferien mit einem jüngeren DM-Kind so überbrückt bekäme, dass es halbwegs klappt.
Ich denke, wir müssen auch bei berufstätigen Eltern streng unterscheiden zwischen Teil- und Vollzeit. Teilzeit bis 30 Stunden ist vermutlich auch mit Grundschulkindern nicht wirklich ein Problem, sofern die Versorgung in der Schule sichergestellt ist (oder die Oma zu Hause wartet, bis Mama von der Arbeit kommt, denn jüngere Kinder haben sicherlich auch mal nur 4 Stunden). Vollzeit so wie ich sie habe, bekommt man mit zwei Kindern nicht vernünftig hin, ohne dass irgendwer drunter leidet, sofern beide Elternteile voll berufstätig sind und keine Hilfe von außen/Oma und Co. da ist. Wenn ich Spätdienst habe, bin ich von 9 Uhr bis 20.30 Uhr aus dem Haus, beim Frühdienst von 6 Uhr bis 17.30 Uhr. Samstags bin ich von 8 bis 19 Uhr aus dem Haus. Auch in den Ferien. Ich habe Urlaubssperre von Oktober bis einschließlich Januar. Heißt hier: Herbstferien und Weihnachtsferien bin ich nicht da. Plus der DM. Keine Chance mit noch jüngeren Kindern ohne anderweitig gesicherte Betreuung, auch ohne DM.
Vergessen wir mal auch nicht Sport oder Musikschule der Kinder, sofern sie in der Richtung aktiv sind. Bei uns kann man nicht gut mit dem Rad fahren, das kollidiert in Klasse 6 und 8 auch mit den langen Schultagen, so dass man eigentlich auf die Hilfe untereinander angewiesen ist. Ist nur blöd, wenn man immer nur die anderen fahren lässt, weil man selbst nie Zeit hat. Und Vokabeln abfragen oder Referate hören kommt abends um 10 auch nicht gut ...
Die Schulferien und die fehlende Zeit für Selbstverständliches (Vokabeln zum Beispiel oder einfach mal was mit dem "Kleinen" spielen) ist der Hauptgrund für meinen Rückzug auf 25 Stunden/Woche. Der DM spielt hier keine Rolle.
Täte er es, weil Sina noch jünger wäre, würde ich vermutlich maximal 20-25 Stunden machen, sofern die Versorgung meines Kindes auch in den Ferien sichergestellt wäre. Meinen AG interessiert mein krankes Kind nicht, oder dass ich überhaupt Kinder habe. Demnach könnte ich auch nicht zwischendurch einfach mal zur Schule fahren. Ich bin sehr sehr beruhigt zu wissen, dass meine ebenfalls berufstätige Freundin in Notfällen sofort ihren arbeitsplatz verlassen könnte, wenn mit einem meiner beiden Kinder in der Schule etwas ist, das meine Anwesenheit erfordert. Hätte ich diese Sicherheit nicht, hätte ich ein Problem, wenn es mal zu einem "Zwischenfall" käme.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Benutzer
Beiträge: 327
Daten zum Kind:
Geschlecht: Mädchen
Geburtsjahr: 1999
Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Private Nachricht
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
08 Jan. 2014 19:21zu Beginn der Erkrankung vor fast 3 Jahren habe ich Vollzeit gearbeitet, aber sehr schnell gemerkt, dass ich da mit nächtlichen Messungen und dem üblichen DM-Stress sehr an meine Grenzen komme. Jetzt arbeite ich "nur noch" 30 Stunden mit einer 4 Tage-Woche, komme also auch erst abends um 18.00 Uhr heim.
Leider werde ich langfristig wieder Vollzeit arbeiten müssen, in meinem (sozialen) Beruf kann man sonst nicht überleben
Gruß
Teresa
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Benutzer
Beiträge: 7
Daten zum Kind:
Geschlecht: Junge
Geburtsjahr: 2003
Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Private Nachricht
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
16 Jan. 2014 11:29wir wußten uns keinen Rat, wie die Versorgung mit Insulin in der Grundschule gehen soll. Wir arbeiten beide und es ist uns nicht möglich gewesen, täglich in die Schule zu gehen um zu spritzen.
Kein Lehrer oder Hortner hat sich bereit erklärt wenigstens mal kurz auf die gemessenen Werte zu schauen und auszurechnen, was zu spritzen ist.
Ich habe dann meinen Diabetologen um Rat gefragt und er hat mir "Häusliche Krankenpflege" verschrieben. Ich habe mir also einen Pflegedienst gesucht, der es ermöglichen konnte, immer zu gleichen Zeit mittags vor dem Mittagessen (habe mit der Schule abgeklärt, das S. immer zu gleichen Zeit Essen durfte)in die Schule zu kommen, um die Insulingabe zun überberwachen. Außerdem hat mir der Essensanbieter der Schule abgemessenes Essen mit BE-Angabe geliefert.
Das war im Vorfeld ein ziemlicher Aufstand, hat sich aber sehr gut bewährt.
S. geht jetzt auf´s Gymnasium und der Pflegedienst wird leider nicht mehr verschrieben, weil er ja jetzt "groß" ist. Für die Grundschule war es aber für uns der beste Weg.
Mit frdl. Grüßen Ina
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis
16 Jan. 2014 11:50vielen dank, das mit dem häuslichen Pflegedienst ist ein Versuch Wert. Aber, wer hat denn geholfen, wenn dein Kind während des Unterrichtes oder in der Pause gerade unterzuckerte oder viel zu hoch war, wenn der Pflegedienst nur zur einer bestimmten Zeit da war? Und wie habt Ihr es in den Ferien geregelt?
GLG Irina
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.