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Frage zur Arbeitssituation der Mamis

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Frage zur Arbeitssituation der Mamis

02 Jan. 2014 11:31 - 02 Jan. 2014 11:34
#88566
Hallo,
ich würde mal ganz gerne wissen, wie es speziell bei den Müttern von DM-Erkrankten Kleinkindern und von Kindern, die zur Grundschule gehen und sich quasi noch nicht so recht selbst versorgen können in der Arbeitswelt aussieht,
da nicht jeder eine Integrationshilfe/Einzellhilfe bekommt, wir höchstwahrscheinlich auch nicht.

Bei uns ist folgende Situation. Lennard bekam kurz nach seinem 2ten Geburtstag DM, da war ich bereits in Elternzeit. Dann kam irgendwann unsere kleine Maus und ich bin noch bis ca. März 2015 Elternzeit. Aber wie das nun mal so ist würde ich evntl. auch gerne früher schon Arbeiten gehen. Nur weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, wie das funktionieren soll. Nun mache ich mich schon ziemlich verrückt, wie das Ganze ablaufen soll auch nach der Elternzeit.

Ich hätte die Möglichkeit in meinem alten Beruf als Verwaltungsfachangestellte wieder einzusteigen und solange er noch in den Kiga geht, würde er da gut versorgt sein. Aber in der Schule, wenn mal die Lehrkraft ausfallen sollte, kann ich nicht zwischendurch mal zum Kind, um nachzugucken. Das würde der AG bzw. die Kollegen ein paar Mal hinnehmen, aber dann ist es vorbei da ich sehr viel mit Publikumsverkehr zu tun hätte werde ich da wohl nicht viel Verständnis erwarten können. Ich hatte dort eine Kollegin, die ständig gemobbt wurde, weil sie wegen den kranken Kindern oft zu Hause geblieben ist und weil Sie jeden Tag bis 12 Uhr gearbeitet hat. Ist man wirklich gezwungen so lange zu Hause zu bleiben, bis das Kind sich selbst versorgen kann? Wie regelt Ihr das? Bin ein wenig ratlos und würde mich über Eure Antworten freuen.

LG Irina
Letzte Änderung: 02 Jan. 2014 11:34 von . Begründung: .

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julene
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

02 Jan. 2014 13:57
#88571
Hallo Irina,
Oh ja das Thema kenne ich gut, doch bloß theoretische nicht praktisch!
Ich bin auch auch die ganz Zeit am Über legen wie es wohl werden wird :huh:
Ich hatte damals die Frage gestellt bei der AJD( aide aux jeunes diabetiques), wie wohl Eltern machen mit kleinen Kinder?
Die Person am Telefon hat es finde ich gut getroffen. Sie meint ohne eine stark und zuverlässig Hilfe könnte man es kaum schafen, in der Familie, Tagesmutter oder Babysitter.
Ich kann mir die zwei letzteren allerdings nicht leisten, bei mir wurde die Hälfte meines Gehalt drauf gehen.
Ich musse warten bis sie ein bisschen länger in die Schule bleibt, das wird voraussichtlich nicht vor September 2016.
Hier in Frankreich hat man ganz wenig kranken Tag für die Kinder, ein Tag im Jahr pro Kind. Da kommt man nie hin, zumindest ich könnt es nicht.
Mein Arbeitgeber hat sich mit mir auf ein ''Dill'' eingelassen. So bald ich Überstunden machen könnte, habe ich sie gemacht. Ich bekam ein Blatt, wo ich die Stunde aufschrieb, die ich zu viel oder zu wenig macht und am Ende des Jahres wurde abgerechnet. So hat es prima geklappt.
Ich hatte damals für mein Sohn auch super Leute gefunden. Die Tagesmütter fanden ich echt grausig, sie haben immer nur von Geld geredet und fragt nicht mal ob es ein Jung oder ein Mädchen sei.
Durch Zufall bin ich auf eine Rentnern Ehepaar gekommen, und es lief echt super. Sie waren zuverlässig und freuten sich auf abwechslung in ihren Alltag. Und mit den Verdienten könnten sie, ihr Rente auf polstern. Es gibt association die so was vermittelen, oder die Dia Ambulanz fragen ob sie jemand kennen?!
Aber wie gesagt es ist bloß Theorie, weil ich auch am über legen bin.
Handy kriegt sie auf jeden Fall und zahlen lernen und auf eine kooperative Lehrerin hoffen!
Viel Glück :) :) :)
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

02 Jan. 2014 17:07 - 02 Jan. 2014 17:33
#88575
Hallo Juliene,
danke, ja ich denke, dass ich wohl erstmal unbezahlten Sonderurlaub nehmen werde bzw. müsste, so lange bis er einigermaßen mit dem DM umgehen kann, ob ich will oder nicht, ich würde ungern meine Arbeitsstelle verlieren. :unsure: Wenn es überhaupt möglich ist. Ich musste bis jetzt 2 mal für 2 1,2 Wochen in den Kiga um die Erzieherinnen zu Schulen. Das werde ich wohl auch in der Schule machen müssen, aber wie soll das bitte gehen, wenn ich arbeite? Und wenn man dann für alles mögliche (z.B. Schulungen, Klassenfahrten u.s.w.) extra Urlaub nehmen müsste und auch noch für sämtliche Ferien, dann wird es wohl mit der Arbeit nicht lange funktionieren.
Ja, die Papis müssen sich um sowas keine Gedanken machen, weil die Mamis fast alles regeln müssen. Aber es ist ok, schließlich ist mein Mann der Hauptverdiener und das möchten wir auch nicht missen.

Mein Mann sagte zu mir, dass ich so lange Lennard noch klein ist zu Hause bleiben müsste, anders geht es nicht. Naja, für Babysitter und sonstige Hilfen fehlt uns auch das nötige Kleingeld.

LG
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30Zuckerpuppe10
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

02 Jan. 2014 20:14
#88579
Hallo Mamis :)

Bei uns war es ganz schrecklich. Als Valentin DM bekam hatte ich gerade wieder nach der Babypause (19 Monate) 4 Tage gearbeitet. Ich war 4 Wochen im Krankenhaus mit ihm über Weihnachten und Silvester 2012/13. Erst 1 Woche Intensivstation (in einem KH in einem anderen Bundesland) und dann Kinderabteilung mit Verlegung in unser Krankenhaus in der Nähe (dies hat keine Kinderintensiv).
Nach 2 Wochen musste ich wieder arbeiten gehen damit ich meinen Job nicht verliere. Mein Mann und ich pendelten vom Krankenhaus auf die Arbeit (wir arbeiten beide in der Hotellerie). Die Situation war schrecklich. 2 Wochen haben wir nur funktioniert. Als wir dann mit ihm zu Hause waren das gleiche. Wir teilten unsere Dienste so ein dass immer jemand bei ihm zu Hause war. Selbst als Familie hatten wir bis zum Sept 2013 kein Leben zusammen. Eine gute Freundin hat ihn dann vormittags 3 Tage betreut und seit September hat er endlich einen Platz in einer Krippe bekommen (von 8-12). Mein Mann telefoniert 2x am Vormittag mit der Krippe wegen dem Essen und evtl. Bolus. Bisher funktioniert das ganz gut allerdings ist man bei der Arbeit nie 100% bei der Sache weil man die ganze Zeit an sein Kind und die Werte denkt.
Ich arbeite 31 Stunden und mehr würde auch nicht gehen.
Ab Mitte April bin ich wieder im Mutterschutz da wir unser zweites im Juni erwarten. Es war für uns die beste Lösung da wir uns eh noch ein Kind wünschten. So kann ich wieder 2 Jahre zu Hause sein und vielleicht klappt es dann wenn er etwas älter ist besser.

Ja es ist definitiv nicht einfach. Ich hoffe ihr bekommt das auch mit der Arbeit gut hin auch wenn es oft schwer ist.

LG Melissa u Valentin (2)
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Laramaria77
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

02 Jan. 2014 21:11
#88582
Hallo Irina,
ich kenn die Situation sehr gut. Als mein Kleiner DM bekam (2012) war er nur noch 3 Monate im Kindergarten. Ich arbeitete bis dahin 30 Std. die Woche. Danach hab ich auf 25 zurückgeschraubt, da Mittagessen im Kindergarten nicht mehr möglich war. Unser Kindergarten war super, da konnt ich mich nach 1 Woche Schulung total drauf verlassen, dass das dort funktioniert.
Leider schauts in der Grundschule ganz anders aus! Dort hält sich das Interesse sehr in Grenzen. Eine Schulung durch eine Diabetologin aus unserer Diabetesambulanz wurde auch nicht gewünscht,nur eine kurze Erläuterung von mir. So blieb mir nur übrig meinen Sohn mit Handy und Traubenzucker auszustatten und zu hoffen dass alles klappt. Das war eine schlimme Zeit! Mittlerweile ist er in der 2. Klasse und es klappt sehr gut. Momentan spritzt er (leider) noch mit Pen. Jeden Tag zur Pause ruft er mich an und gibt mir seinen BZ durch und ich sag ihm was er spritzen muss. Ich bin auch schon ein paar Mal kurz von der Arbeit weg, wenn es nötig war. Mein Chef und meine Kollegen sind da zum Glück sehr tolerant und verstehen das.

Die Kurzen werden so schnell selbstständig und man kann sich echt auf sie verlassen. Ich hab mir auch so viele Sorgen gemacht (und mach sie mir noch), aber mein Sohn hat mir schon so oft bewiesen, dass er es selbst sehr gut hinkriegt und das schon in der 1. Klasse.

Ihr kriegt das auch hin, Kopf hoch und alles Gute!

LG Larissa
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

07 Jan. 2014 12:08
#88700
Hallo Zusammen,
habe mal ein wenig rumtelefoniert. Zuerst beim Jugendamt (Eingliederungshilfe). Einen Antrag auf Schulbegleitung könnte man frühestens nächstes Jahr stellen, wird lt. Aussage der Sachbearbeiterin aber höchswahrscheinlich abgelehnt. Grundsätzlich haben Diabetiker keinen Anspruch auf irgendeine Hilfe. Auf die Frage, wie lange so ein Verfahren dauert wurde nur geantwortet: ,,Ich weiß es nicht."
Daraufhin habe ich gesagt: "Mein Sohn muss aber im Sommer 2015 zur Schule und wenn ein Verfahren nun länger dauert, als 6 Monate müsste er dann bis dahin zu Hause bleiben?''
Daraufhin die Sachbearbeiterin:"Weiß ich nicht". :blink:
Ja, danke auch :woohoo:
Da bringt es auch leider nichts, dass ich selbst Angestellte beim Kreis bin :silly:
Ein Anruf bei der KK hat ergeben, dass diese in dem Fall nichts machen könnte, da hierfür die Eingliederungshilfe zuständig ist oder eine Schulbegleitung beim Jugendamt beantragt werden müsste.
:sick:
Ja, so habe ich mir das ehrlich gesagt auch vorgestellt.
Naja, das Lustige dabei war, dass die Sachbearbeiterin von der Eingliederungshilfe gesagt, dass Sie gerade einen ähnlichen Fall hat,der noch in Bearbeitung ist, aber das Kind hat "schwere Diabetes". Es ist kaum einstellbar.
Ich habe gesagt, dass jedes Kind oder Jugendlicher einen schwer einstellbaren Diabetes hat.
So viel zum Verständnis.
Zumindest habe ich lt. Aussage meines Arbeitgebers die Möglichkeit unbezahlten Sonderurlaub zu stellen.
Es ist ein kleiner Trost. Wir werden sehen.... :(

LG Irina

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Wenke
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

07 Jan. 2014 15:46
#88708
Hallo Irina,

ich hatte kürzlich einen längeren Beitrag hierzu geschrieben und dann hat sich leider mein W-Lan verabschiedet...

In Kürze: ich arbeite noch immer nicht, das hat zum Teil mit Lars' Diabetes zu tun, aber nur zum Teil. Ansonsten könnte man sagen, es hat sich so ergeben und ich bin nicht ganz unglücklich darüber. Arbeit wäre eine schöne Abwechselung, aber nur, wenn der "Job" als Hausfrau und Mutter dafür an Umfang abnehme. Das macht er aber nicht... :P

Bei uns hat es 8 Monate gedauert, bis die Integrationshilfe abgelehnt wurde und einen weiteren Monat, bis unser Widerspruch auch abgelehnt war.
Anderswo geht es zum Teil deutlich schneller, aber bei uns war klar, dass die Sache mit Absicht verschleppt wurde. Es wurden immer neue Unterlagen angefordert (z.B. wollten sie nach Monaten urplötzlich ein Attest darüber, wie oft und wann genau Unterzuckerungen auftreten würden) und wenn die Sachbearbeiterin in Urlaub oder krank war, hat niemand irgend eine Akte auf ihrem Schreibtisch auch nur berührt...

Ich drücke euch die Daumen. Anderswo soll's besser laufen.

LG Heike
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

07 Jan. 2014 20:14
#88713
Hallo Heike,

ja mit meinen Kindern als Hausmütterchen bin ich nicht wirklich unglücklich, aber ein wenig mehr in der Haushaltskasse würde ja nicht schaden. Wir sind froh, dass mein Mann für uns Sorgen kann auch wenn es nicht viel ist. Du hast ja 3 Kids, da wäre für mich an Arbeit erstmal gar nicht zu denken.
Ich frage mich nur wie es ist, wenn man keine andere Wahl hätte. Man kann es sicherlich laut den vorgenannten Beiträgen alles schaffen, aber letztendlich gibt es dadurch auch Leidtragende. Entweder das Kind oder die Mutter oder Vater, die dann irgendwann nicht mehr können.

Vielleicht mache ich mir aber einfach nur zu viele Gedanken und Sorgen...

LG Irina

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Wenke
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

07 Jan. 2014 20:35
#88714
Len2009 schrieb: Ich frage mich nur wie es ist, wenn man keine andere Wahl hätte.

Hallo Irina,

DAS frage ich mich auch!

Ich habe in den letzten Jahren ganz oft gedacht: was wäre jetzt, wenn ich arbeiten MÜSSTE um über die Runden zu kommen? Pflegegeld bekommt man ja auch keins, wenn das Kind "nur" DM hat...

LG, Heike
Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

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MarieR
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Re: Frage zur Arbeitssituation der Mamis

07 Jan. 2014 20:51
#88716
Hallo Irina,
meine Tochter hat als Einjährige Diabetes bekommen. Nach einem halben Jahr hab ich das KKH gewechselt und seitdem hat Marie eine Pumpe.
Die Erzieher in der Krippe sind mit der Pumpe super zurecht gekommen, sodass ich dann auch wieder arbeiten ging - jeweils um 15h hab ich Marie von der Krippe abgeholt. Mein Arbeitgeber wußte von Anfang an, dass ich zu 100% für die Krippe erreichbar sein müsste und jederzeit ans Handy ran müsste. Nach der Geburt meines zweiten Kindes habe ich zwei Jahre Elternzeit genommen und bin dann unter den gleichen Prämissen wieder ins Arbreitsleben gestartet. Ich bin zweimal aus einer Vorstandssitzung geklingelt worden und in insgesamt fünf Jahren dreimal in Krippe/Kiga gerufen worden, weil der Katheter raus war.

Das dritte ETZ-Jahr für Marie hatte ich mir eigentlich nur pro forma auf die Zeit zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr übertragen lassen. Nun begab es sich aber, dass wir umgezogen sind und da bot es sich an. Ich habe meine Chefin ein Jahr im voraus informiert, dass ich zum Schulstart also erneut eine Pause einlegen werde, verbunden mit Umzug. In dieser Zeit befinde ich mich gerade.

Zugegeben, ich bin sehr froh, dass ich in den ersten Wochen Marie um 12h abholen konnte. Der BZ wird durch die Einschulung gehörig auf den Kopf gestellt und die Lehrer haben 1000 Fragen (oder halt nicht, man muß erst einmal das Interesse wecken, ohne sie zu überfallen). Die Lehrer wußten, dass ich auch für sie immer erreichbar bin und haben anfangs sehr häufig angerufen. Inzwischen darf Marie bis 14h in der sog. Randstundenbetreuung bleiben, das ist quasi Spielzeit nach der Schule, aber ohne Mittagessen. Marie hat eine Woche vor Schulstart selbst angefangen BZ zu messen und macht das in der Schule vollständig alleine, auch die BEs der Brotzeit gibt sie selbst in die Pumpe ein. Nur die BZ-Werte kann sie nicht interpretieren, da braucht sie noch Hilfe. Aber auch das ist eine Frage der Zeit.

Im September läuft meine ETZ aus und dann werde ich hoffentlich wieder arbeiten. Meine Chefs wissen, unter welchen "Bedingungen" ich arbeiten kann. Sie kennen mich aber auch, dass ich nur für meine Kinder ans Handy gehe und wissen inzwischen auch, dass die Telefonate mit Kiga bzw. Schule maximal zwei Minuten dauern.

Die Betreuungsmöglichkeiten in der Schule haben sich in den letzten Jahren zudem deutlich verbessert. Nach meiner Erfahrung macht es Sinn, sich rechtzeitig mit der Schule zusammenzusetzen, um die Rahmenbedingungen zu klären und zu überlegen, welche Schule die richtige ist für die Betreuung des Diabetes. Wir haben zB eine integrative Grundschule gewählt, weil dort idR zwei Lehrkräfte anwesend sind und die Kinder imm von 8:15h bis 12h Schule haben (plus Randstunde bzw. Ganztagesplatz).

LG,
Maja
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