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Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 08:40Anna030604 schrieb: Hallo,
sag mal, willst du wirklich so auf einen Integratinshelfer pochen? Unsere Anna hat ihren Diabetes mit noch nicht mal 3 Jahren bekommen und ist in eine ganz normale Kita gegangen. Die Erzieherinnen haben den Auftrag zum messen bekommen und zum spritzen kam ein Pflegedienst. Das hat immer super geklappt.Beispiele bei denen das eben nicht gut klappt findest du hier im Forum zu hauf. Bleibt auch das Problem mit dem abschätzen nicht aufgegessener Mahlzeiten oder überraschender Geburtstagsfrühstücke etc... Wenn ihr das mit einem Pflegedienst abdecken konntet herzlichen Glückwunsch!!! Trau deiner Kleinen ein bisschen was zu und versuchs mal mit der Variante. Wenn das nicht geht, kannst du ja dann sogar nachweisen, dass das keine Lösung ist. Aber ich glaube, sie kommt schon klar. Wir messen ja in mmol und unsere Große wusste schon ganz früh, dass es nicht gut war, wenn 3 Zahlen auf dem Display standen. Und wenn eine 2 oder 3 vor dem Komma war, dann wurde Traubenzucker gesucht. Deine Maus misst sich doch sicher schon selbst oder? Ganz ehrlich? Anna hätte mich wahrscheinlich "erschossen", wenn ich ihr einen Aufpasser auf den Hals gehetzt hätte.Ich kenne jetzt nicht so viele Einzelfallhelfer aber die von denen ich hier im Forum gelesen habe und unsere eigene sitzen nicht die ganze Zeit direkt neben dem Kind als Aufpasser sonder haben das Kind einfach im Blick. Viele andere Kitaeltern bekommen erst sehr spät mit, dass unsere Einzefallhelferin zu uns und nicht zur Kita gehört Sie sieht sich selbst nicht als krank (auch wenn das spritzen manchmal so so doof ist) und genau das ist der Punkt. Stell dir mal vor, dir würde den ganzen Tag jemand am Hintern kleben...Stell dir mal vor du hast niemanden der dir vor unvorhergesehener stärkerer körperlicher Betätigung die Sport BE gibt, darfst wenn Kuchen ausgegeben wird das Stück einpacken und mit nach Hause nehmen, musst dein Essen immer aufessen und wenn du bei Ausflügen doch unterzuckerst hat leider die Erzieherin keine Zeit und du musst halt weiter gehen, die Gummibärchen kann man ja auch im Gehen essen. (So lief es bei uns ohne Einzelfallhilfe) In unserem Fall ist es deutlich kindgerechter gewesen, dass für diese Fälle einfach eine zusätzliche Kraft in der Gruppe war, die auf die etwas anderen Bedürfnisse die sich manchmal beim Diabetes ergeben eben auch eingehen kann, denn dafür hatten unsere Erzieherinnen einfach keine Kapazität Ich weiß, das loslassen und Vertrauen haben, dass sie das selbst schaffen, ist nicht einfach aber wichtig. Für uns und unsere "Süßen". Jetzt ist unsere Anna sogar noch auf dem Trip, eine Patchpumpe zu wollen. Und das aber nicht, weil ich das sag oder will, sondern weil wir drüber gesprochen haben, sie sich das angesehen hat und überzeugt davon ist. Wichtig ist hier wirklich, auch den Zwergen ein bisschen Verantwortung zu übertragen und auf Dauer hilft das dann auch dir.
Wieviel Verantwortung da kindgerecht ist, da gehen die Ansichten z.T. sehr auseinander, was auch absolut ok ist, aber mal ganz ehrlich, ne Einzelfallhilfe hast du noch nicht bei der Arbeit gesehen, oder???
LG Denise
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 09:41sorry, wenn das falsch ankam aber ich habe nun mal meine eigene Meinung und diese hier geschrieben.
Wenn das bei euch mit den Erzieherinnen und dem Pflegedienst nicht klappt, dann ist das wirklich schade für euch und eure Kiddies. Ich kann nur von uns sprechen und hier hat jeder immer und zu jeder Zeit ein offenes Ohr für unsere Große. Da gibt es kein "Das geht schon noch..." oder ähnliches. Wenn sie sich meldet, muss sie sich sofort messen und dann wird reagiert. Zu der Sache mit dem unerwarteten Frühstück... Anna hat immer ihr Handy dabei und wenn es zu einer solchen Sache kommt, meldet sie sich, die Sachen, die sie isst, werden abgewogen (da die Waage ohnehin in der Schule ist, ist das kein Problem) und ich sag ihr, wieviele Einheiten sie nachspritzen soll. Und wenn unvorhergesehene Bewegung kommt, misst sich unsere Süße wie von alleine und isst noch schnell etwas. Und aufessen muss sie auch nicht immer. Wir bekommen immer einen Speiseplan mit nach Hause auf dem 2 Wahlessen stehen (das bekommen auch alle anderen). Sie sucht sich das raus, was sie mag und ich schreib nur noch die Gramm drauf, die sie für gewöhnlich auch zu Hause isst und die BE dazu. In ihr Tagebuch trag ich dann täglich ein, was sie spritzen soll. Schmeckt das Essen mal nicht, klingelt mein Handy und sie sagt mir, wieviel noch übrig ist. Dann klären wir wieder, was sie sich an Insulin geben muss. Unsere Große ist in unserem Hort übrigens nicht die einzige mit Handicap. Ihr Freundin hat eine angeborene Fructoseintoleranz, wodurch sie, wenn sie Süßes isst und nicht reagiert wird, auch tierisch unterzuckern kann. Trotzdem distanzieren sich unsere Erzieherinnen nicht davon und lassen die beiden machen. Die "gesunden" Kinder wurden darüber informiert und wenn was ist und die Erzieherin bekommt es nicht gleich mit, gehen die sofort zu ihr, damit reagiert werden kann.
Und ich kenne mehrere Kinder mit Einzelfallhilfe, bei einigen klappt es gut, andere haben aber auch wegen der Erzieherin, die extra für sie da ist, dicht gemacht oder wollen sich jetzt gar nicht mehr mit ihrem Diabetes auseinander setzen weil ja sowieso immer jemand da ist, der guckt.
Also, wie gesagt, ich kann nur von meinen Erfahrungen ausgehen. Wenn das bei euch anders ist, dann kämpft für die Einzelfallhilfe. Wir selbst sind inzwischen so weit, dass wir keine benötigen. Dazu muss ich aber auch sagen, dass wir schon 6 Jahre mit ihrem Diabetes kämpfen, also auch schon ein wenig Routine haben.
Nochmal sorry, wenn das falsch angekommen ist
LG Denise
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 10:32mein Sohn geht in die 3. Klasse und ist Ende der 1. Klasse an DM erkrankt. Wir haben seitdem eine Einzelfallhelferin.
Sie macht es sehr gut, geht unserem Sohn nicht auf den Keks, hält sich im Hintergrund und unterstützt die Lehrerin (obwohl das natürlich nicht vorgesehen ist) auch anderweitig.
Ich habe auch für die 4. Klasse nach langer Überlegung noch einen Antrag gestellt. Ob es klappt, wird sich noch zeigen.
Das Sozialamt will gerade entgegen dem Gesetzeswortlaut eine Einkommens- und Vermögensauskunft von uns, die ich nicht erteilen werde, weil die Integrationshilfe für die schulische Integration einkommens- und vermögensunabhängig zu gewähren ist.
Angeblich hat ein Sozialrichter in einem Verfahren des Nachbarkreises eine andere Auffassung vertreten, die Klage wurde dann zurückgenommen und ein Urteil gibt es nicht. Auf diesen Zug springt jetzt unser Landkreis.
Ich habe deshalb beim Sozialgericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt, mal sehen was rauskommt.
Es kann natürlich sein, dass es überhaupt nicht auf die Frage, ob einkommens- und vermögensabhängig oder nicht ankommt, weil das Gericht meint in der 4. Klasse sei unser Sohn selbständig genug. Auf die Diskussion habe ich nämlich gewartet und beschlossen, es zu nehmen wie es kommt.
Es stimmt, er ist natürlich viel selbständiger geworden. Ich habe auch nicht unbedingt die Angst, dass er mir umkippt. Aber ich glaube, dass seine BZ-Werte besser eingestellt sind, wenn er zusätzliche Hilfe hat. Selbst korrigieren, würde er in der Schule nicht. Es geht ja nicht nur um den Augenblick, sondern auch um die Langzeitfolgen.
Außerdem merke ich, wie dankbar er die Verantwortung abgibt, wenn er mich oder die Einzelfallhelferin im Hintergrund weiß. Er muss dann nicht selbst an das ständige Messen usw. denken, sondern kann mit den anderen Jungs auf den Pausenhof stürmen, die Helferin wird ihn schon erinnern. Wenn er mal alles allein managen muss, klappt es. Aber das ist "mal". Ich bin mir nicht sicher, ob es jeden Tag klappt, zumal seine Werte stark aus mir unerklärlichen Gründen schwwanken. Und wenn es einigermaßen klappt, um welchen Preis ? Die ständige Verantwortung würde ihn schon belasten.
Wenn es auch anders geht, soll er so lange weitestgehend unbeschwert sein können, wie die anderen Kinder.
Er könnte sicherlich, wenn er müsste, auch schon viele andere Dinge (z.B. arbeiten wie Kinder in anderen Teilen der Welt) aber das will ich ihm ja auch aus gutem Grund nicht zumuten.
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 14:08Hm, schwierige Diskussion, dieses Thema.
Ich persönlich kenne keinen Einzelfallhelfer (ist das eigentlich das Gleiche wie Integrationshelfer???) und daher könnte ich auch nie deren Arbeit beurteilen. Gleichzeitig verdeutlicht ja bereits die Bezeichnung "EINZELFALL-"Helfer, dass wir unsere Kinder alle als völlig unterschiedliche "Einzelfälle" sehen sollten, auch wenn sie leider alle die gleiche Krankheit haben.
Ich meine, wir können einfach nicht verallgemeinern; wir bzw Moritz kommt beispielsweise ohne diese Hilfe sehr gut zurecht; er war letztes Jahr bei Manifestation in der ersten Klasse und ist eine Woche später 7 Jahre alt geworden. Da wir sehr lange im Krankenhaus waren (u.a. wegen eines Magen-Darm-Infektes), hatte er - zwangsweise - drei Wochen, in denen er selbst zT allein oder zu zweit geschult wurde und daher von Anfang an lernen musste, seinen Diabetes - natürlich mit unserer vollen Unterstützung - zu meistern. In der ersten Schulwoche war ich wohl so etwas wie seine Einzelfallhelferin, dann nur noch beim Sportunterricht oder Fußballtraining und im zweiten Schuljahr nur noch beim wöchentlichen Schwimmunterricht. Aber auch das meistert er nun alleine, genauso wie seinen "langen Donnerstag"; er ist dann 8 Stunden wg eines Theaterprojektes in der Schule, auch zum Mittagessen. Wir erfragen bei den jeweils kochenden Eltern, was es zum Mittag geben wird und er nimmt eine Taschenwaage mit oder schätzt inzwischen ab (heute gibt es Suppe mit Tortellini, mal sehen, was dabei heraus kommt). Das läuft erstaunlich gut und seine Einschätzung passt zunehmend besser als meine :blush:
Ich kann aber sehr gut verstehen, dass Eltern große "Bauchschmerzen" beim Gedanken an den Übergang vom Kiga zur Schule haben!!! Ich hatte zunächst auch große Sorgen wegen des Schwimmunterrichts, doch da unsere KK gleich bei unserer ersten Anfrage abgeblockt hatte, haben wir es erst einmal so versucht und glücklicherweise funktioniert es.
Grundsätzlich finde ich es großartig, dass es dennoch diese Möglichkeiten der Betreuung gibt, auch wenn es sicher mehr als nur einige Nerven bei Antragstellung oder dem Finden eines geeigneten Dienstes kostet.
Da unsere Kids alle völlig unterschiedlich veranlagt sind, den einen vielleicht (Be-)Rechnen leicht fällt, anderen Sport oder Deutsch oder Kunst, gibt es sicher einige Kinder, denen wir durchaus Verantwortung übertragen können und andere viel sicherer leben, wenn ihnen diese noch abgenommen werden kann. Wir sollten uns deswegen einfach gegenseitig keine Vorwürfe machen, dass die einen zu behütet sind oder die anderen Kinder zu viel Verantwortung übernehmen (müssen)...
LG Alex
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 14:50das ist ja mal ne tolle Ansage. So oder so ähnlich hatte ich das ja auch gemeint und am Fall unserer Großen wollte ich nur zeigen, dass unsere Kiddies manchmal mehr schaffen, als wir glauben. Am Ende kann aber eine Einzelfallhelferin für manche Kinder wirklich wichtig sein allerdings sollte man nicht grundsätzlich ausschließen, ein wenig Verantwortung an unsere Kinder abzugeben. Wieviel genug bzw. zu viel ist, muss jeder für sich und seine Situation selbst entscheiden. Und man sollte wie ich schon sagte, sich auch trauen mal was zu probieren... natürlich nur in seinem eigenen Rahmen. Dann kann man die Energie, die man in kräftezehrende Antragstellungen und Anhörungen steckt, auch für und mit seinem Kind aufwenden. Das sollte wirklich keine Wertung sein, nur ein Beispiel... Und, wie du schon sagst, jedes Kind ist anders allerdings sind unsere Kinder manchmal viel, viel stärker, als wir glauben. Und ja, auch ich hatte große angst vor dem Schritt Kindergarten - Schule weil sie ja wirklich in der Kita noch behüteter und in der Schule mehr auf sich allein gestellt sind. Da Anna aber ihre festen Zeiten zum messen bzw. spritzen hat und die in die Frühstücks- bzw. Mittagspause fallen, ist das für sie inzwischen zu sowas wie einem Ritual geworden. Und momentan lernt sie ihre Freundinnen an, wie mit einem Pen umzugehen ist
Also, keine Panik ich wollte hier nichts werten, nur mal unser Beispiel bringen.
Alles wieder gut????
LG Denise
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 15:13 - 23 Mai 2013 19:52jetzt muss ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.
Als bei Lars Diabetes festgestellt wurde, war er gerade in der 1. Klasse. Dass es sowas wie Integrationshelfer gibt, hat uns kein Arzt und kein Lehrer gesagt.
Wir haben uns das erste halbe Jahr mehr schlecht als recht "durchgewurschtelt". Lars konnte nicht mal selber messen...
Als wir im 2. Schuljahr den Integrationshelfer (uns wurde gesagt, dass sei das gleiche wie ein Einzelfallhelfer) beantragt haben, wurde der Antrag 9 Monate lang "verschleppt" (verzögert durch immer neuer Anforderungen von Unterlagen und dazwischen endlosen Bearbeitungszeiten) und dann endgültig (nach Widerspruch) abgelehnt.
Es läuft jetzt (im 3. Schuljahr) auch ohne ganz gut. Trotzdem wäre mir mit Integrationshelfer oft wohler.
Lars "vergisst" gern das Hände waschen, messen oder bolen oder gleich alles zusammen.
Grundsätzlich hat er den Diabetes akzeptiert, sagt sogar schonmal, er fände ihn cool, weil sowas nur besondere Menschen haben.
Aber er findet es eben auch gemein, wenn er noch messen soll, während die anderen schon essen. Manchmal will er eben einfach nur normal und nicht "besonders" sein.
Ich denke mit Integrationshelfer wäre er entspannter, könnte einfach mehr Kind sein. Zu Hause lässt er mich oft messen, genießt es, einfach nur den Finger hinzuhalten...
Andererseits ist so ein Helfer wahrscheinlich wirklich oft nicht so hilfreich für die Selbständigkeit (es sei denn, man fände jemanden, der es sozusagen als seine Mission ansieht, sich selber mittelfristig überflüssig zu machen und das Kind auf eine Zeit ohne Helfer vorzubereiten).
Dass sich die meisten Integrationshelfer sehr zurückhalten und das Kind deshalb nicht diskriminiert wird, denke ich aber auch.
Als Lars noch im Kindergarten war (ein Integrativer Kindergarten, weil es einfach der nächstgelegene ist), war dort im letzten Jahr ein mehrfach behinderter Junge. Er hatte eine leichte Spastik, aber auch eine geistige Behinderung. Weil der Junge wirklich auch in einem Integrativkindergarten schwer zu integrieren war (er spang z.B. andere Leute urplötzlich von hinten an), bekam er eine Integrationshelferin. Und obwohl die wirklich immer in seiner Nähe war, wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass sie speziell für ihn da sein könnte, wenn sie uns am "schwarzen Brett" nicht als "Integrationshelferin für XY" vorgestellt worden wäre.
LG Heike
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 15:58Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 18:57Ich hatte Dich durchaus so verstanden, dass Du niemandem auf die Füße treten wolltest.
Übrigens könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass es für Moritz um Einiges schwieriger wäre, wenn wir nicht eine Woche nach Manifestation auf Pumpe umgestellt worden wären. Selbstständiges Spritzen war im Krankenhaus überhaupt nicht vorstellbar und hatte dann aufgrund seiner Panik auch mich zunehmend nervöser werden lassen. Ohne seine Pumpe hätten wir sicher einen Pflegedienst/Integrations-/Einzelfallhelfer beantragen müssen. Die Pumpe erleichtert uns allen das Leben ungemein.
Nicht nur für die Schulzeit, auch für nicht alltägliche Erlebnisse, wie Kindergeburtstage, Schwimmbadbesuche, Spielen bei Freunden. Denn auch dort ist er ja auf sich allein gestellt und hat keinen Experten im Hintergrund.
Wir gehören daher auch zu denjenigen, die Moritz sofort mit (ausrangiertem) Handy ausgestattet haben; ehrlich gesagt, haben wir in der Schule gar nicht gefragt, ob er es mitbringen darf, sondern wir haben es als Notwendigkeit bei den Lehrern verkauft; ich glaube, das hat diese sogar beruhigt.( So kam dann auch heute nach der Tortellinisuppe ein Anruf, "ich habe nur 42"... Wobei er dann vor dem Anruf schon zwei TZ intus und die Pumpe kurz auf 0% hatte; wie berechnet man denn bitte Gemüsesuppe mit Tortellini??? Er hatte nur eine KE abgegeben)
Die Entscheidung, dass wir es ohne jede Art von Fremdbetreuung (ausgenommen der recht "überschaubaren" Lehrerunterstützung) versucht haben wurde übrigens im Wesentlichen durch Moritz selbst beeinflusst; er wollte auf gar keinen Fall einen Pflegedienst o.ä., auch nicht für das Schwimmen. "Am liebsten nicht auffallen" könnte seine Devise sein, außer beim Fußball :silly: Dann versucht er lieber alles selbst, bevor er (ständig) eine (auffällige) Sonderstellung hat.
Was allerdings wiederum nicht bedeutet, dass er BZ-Messen zu Hause nicht auch gerne an uns abtritt, denn auch ihm ist dann natürlich das Händewaschen nach ner halben Stunde Trampolin oder bolzen im Garten total lästig, so dass wir ihn dann am Ohrläppchen messen sollen.
Dieses ständige Messen auch in der Schule nimmt ihm leider sicherlich kindliche Unbeschwertheit; doch die Tatsache, dass er wirklich in JEDER Pause - egal ob Sonne,Regen,Schnee - Fußball spielt und dieses seit dem Diabetes überhaupt nicht eingeschränkt hat - obwohl er vor und nach der Pause misst -zeigt mir, er genießt es weiterhin, Kind zu sein.
Also abschließend sei gesagt, hätte Mo keine Pumpe bekommen, würden wir sicher zur Fraktion derjenigen gehören, die einen Einzelfallhelfer beantragt hätten. So sind wir sehr froh, dass er selbst schon recht viel Verantwortung übernimmt; auch unser Dia-Doc hat uns beim letzten Termin bescheinigt, dass in seinem Alter nur Wenige ihren Diabetes schon so managen und wir sollen ganz stolz sein. Sind wir auch wirklich. Ich glaube, es ist auch schwierig, diesen Übergang von Fremdmanagement durch uns als Eltern zu mehr Eigenverantwortung durch die Kids zu finden; denn gerade dann, wenn die Kids bei Manifestation noch (viel) jünger waren, ist es ja völlig logisch, dass ihnen soviel wie möglich, am besten alles abgenommen wird. Dann den Zeitpunkt zu finden, an dem es sich langsam umdreht, ist bestimmt nicht einfach. Denn natürlich ist es ja auch bequemer und die Kids sind es einfach auch so gewohnt.
Dafür sind vielleicht wirklich zusätzliche Schulungen für die Kids sehr hilfreich, in denen sie selbst "ran müssen" und dann vielleicht auch erkennen, "hey, ich kann das ja selbst auch". Unerlässlich ist ohne Frage ein erstes Zahlenverständnis, um zu wissen, der eine Wert ist höher als ein anderer oder einer ist seeehr niedrig. Und dieses lernen sie ja nun eigentlich erst in der ersten Klasse, so dass wir wohl auch in dieser Hinsicht Glück hatten, dass Mo schon mehr als ein halbes Jahr in der Schule war, bevor es ihn "erwischt" hat. Außerdem liebt er es, zu rechnen, der kleine Graf Zahl. Selbt auf dem Trampolin, wo er natürlich auch einen Ball mit drauf nimmt, sollen wir ihm Rechenaufgaben stellen. Also von mir hat er das nicht...
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
23 Mai 2013 19:31Ich bin sehr erstaunt wie unterschiedlich hier zu die Meinungen sinnd. Ich denke es kommt auch immer darauf an wie die Umgebung auf die Diabetes reagiert.
Leider ist es bei uns nicht so tolerant. Selbst im integrativen Kindergarten darf Denise einige Sachen nicht mit machen weil die Erzieher Angst davor haben.
Wir setzen uns nunauch schon seit 5 Jahren damit auseinander. Sie war 16 Monate alt als sie Diabetes bekam. Für Denise ist es allerdings normal die Erkrankung, aber jetzt wo sie älter werden meine Kinder sieht Denise doch bei gesunden Kindern wie sie halt mal was essen zwischendurch. Denise hat noch 2 ältere Geschwister, Jessie 8 Jahre und Michelle 15 Jahre. Ich halte es dadurch so das alle an einem Strang ziehen, also nicht irgendwelche Süssigkeiten essen, die gibt es eben als Nachtisch.
Ich habe hier die Erfahrung gemacht das ich um jede kleine Normalität für Denise kämpfen muss. Keine Kita wollte sie aufnehmen, mit der Schule wird es nicht einfacher. Die Schule möchte schon gern wissen aber den Aufwand der dahinter steht.
Bei uns funktioniert das ganz einfach nicht mit festen Zeiten messen. Das ist jeden Tag so unterschiedlich. An einem Tag reicht der Abstand zur nächsten Messung mal eine Stunde , am nächsten Tag muss vielleicht aber wieder sehr oft gemessen werden, so ca. halbstündlich. Es ist nicht einfach. Wir müssen auch nachtts sehr viel messen, alle 2 Stunden wechseln wir uns ab, manchmal geht es auch alle 2,5 Stunden. Meine Diabtessprechstunde weiss aber davon. Ich werde jetzt auch mal eine andere Sprechstunde aufsuchen um dort eine 2. Meinung dazu zu bekommen. Weil der Aufwand eben sehr hoch ist.
Denise ist auch schon im Denken und handeln selbstsändiger als gleichaltrige Kinder. Sie hat aber auch manchmal keine Lust darauf, was ich auch verstehen kann. Aber zu Hause halte ich sie auch an sich selbst zu messen, da sie ja damit lernen muss um zugehen. Der Integrationshelfer soll sie ünterstützen aber auch Hilfe leisten in verschieden Situationen und sie eben herausziehen, wenn sie mal schwer unterzuckert, das gleich gehandelt werden kann. Vorallem beim Sport. Aber Fakt ist das sie es allein bewältigt sie alles noch nicht, sie soll ja auch noch etwas Kind sein und sich auch freuen können zur Schule zu gehen und nicht nach nem halben Jahr total überfordert sein mit der ganzen neuen Situation.
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Re: Ablehnung Integrrationshelfer für die Schule
11 Juli 2013 09:49wir haben unseren Antrag auf Integrationshilfe bei der KK durch ! Im nächsten Schuljahr bekommt Kilian für die Schulzeit eine Pflegekraft, die ihn immer im Blick hat.
Zwar beschränkt sich die Zusage vorerst immer nur auf ein Quartal und muß dann immer weiter genehmigt werden, aber immerhin... ich bin echt froh, daß das geklappt hat.
Liebe Grüße
Irene
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