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Klassenarbeit bei hohem BZ
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Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 12:12Aber ab welchen Werten nach oben hin würdet ihr sagen, sollen eure Kinder nicht mehr bei einer Klasenarbeit mitschreiben?
Lars (neuerdings
Ca. 15 sec nach dem Gespräch fiel mir die Mathearbeit ein.
Wie ich später gehört habe, wurde die in der 3. und 4. Stunde geschrieben (hatte gedacht, 1. und/oder 2. , weil in den anderen Stunden eigentlich etwas anderes auf dem Plan steht).
Nach der 6. Stunde hat Lars dann 243 gemessen. Nachmittags hat er noch eine 510 geschafft (nach Katheterwechsel und Korrektur einer 437), also insgesamt ein hoher Tag.
Noch hat er die Mathearbeit nicht zurück. Er ist sonst sehr gut in Mathe. Darf jetzt sogar in eine Fördergruppe für Matheasse.
Ich habe überlegt, ob ich der Lehrerin mitteilen soll, dass er vielleicht nicht voll leistungsfähig war...
Bloß: sie wird mich dann (zu Recht) fragen, ab welchen Werten nach oben, er denn nicht mehr mitschreiben soll. Ich wüsste aber gar nicht, wo ich da die Grenze setzen sollte. Auch bei Werten über 400 fühlt Lars sich oft (abgesehen von Durst) wirklich gut. Andermal aber ist er ab 300 total müde oder auch übergedreht und regelrecht aggressiv.
Eigentlich möchten wir den Ball so flach wie möglich halten. Andererseits möchte ich meinem Sohn schlechte Noten wegen etwas, für das er nichts kann, ersparen.
LG Heike
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 16:35ist Lars nicht erst in der dritten Klasse? Da hat doch eine schlechte Note noch keinen Ausschlag in irgendeine Richtung zur Folge und wenn er generell gut ist, wird die Lehrerin das feststellen, dass es ein Ausrutscher war. Das passiert jedem mal. Sag es ihr, dass Lars mit derart hohen Werten nicht voll leistungsfähig ist und du wünschst, dass sie dir bescheid gibt, falls durch eine derartige Leistung seine Mathenote in Gefahr gerät, damit ihr euch rechtzeitig zusammensetzen könnt. Dann kann sie selbst entscheiden, ob sie ihn nachschreiben lässt oder die Arbeit unter Vorbehalt wertet
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 16:59 - 01 Okt. 2012 19:01delphyine schrieb: Heike,
ist Lars nicht erst in der dritten Klasse? Da hat doch eine schlechte Note noch keinen Ausschlag in irgendeine Richtung zur Folge und wenn er generell gut ist, wird die Lehrerin das feststellen, dass es ein Ausrutscher war. Das passiert jedem mal. Sag es ihr, dass Lars mit derart hohen Werten nicht voll leistungsfähig ist und du wünschst, dass sie dir bescheid gibt, falls durch eine derartige Leistung seine Mathenote in Gefahr gerät, damit ihr euch rechtzeitig zusammensetzen könnt. Dann kann sie selbst entscheiden, ob sie ihn nachschreiben lässt oder die Arbeit unter Vorbehalt wertet
Ja, er ist in der dritten Klasse. Aber ab der wird es ja ernst. Die zweite Hälfte ist schon mitentscheidend für die Empfehlung für die weiterführende Schule. Ich finde es zwar schlimm, dass die Kinder so früh ausgesondert werden, aber es ist ja nun leider so...
Habe jetzt gehört, die Note ist eine Zwei (die Lehrerin hat wohl einigen Kindern heute die Note genannt, die Arbeit aber noch nicht zurückgegeben). Also nicht so wild, alles im grünen Bereich.
Frage mich aber trotzdem, wie wir das in Zukunft machen... ob wir überhaupt was machen. Aber wenn er mal wirklich verhaut, ist das Kind in den Brunnen gefallen, dann kann man schlecht hinterher ankommen und sich dann erst auf zu hohen BZ berufen.
Im November ist Elternsprechtag. Da muss ich das Thema wohl spätestens anschneiden.
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 17:19Da steht dann drin, was genau die Schule leisten sollte und wie die Zusammenarbeit aussieht (auch in Hinblick auf Toilettenpausen während des Unterrichts und auf Ausflüge). Ob das in Deutschland umsetzbar ist, weiß ich nicht, da es hier sowas ja eigentlich nicht gibt, aber vielleicht kann man sich mal durch die amerikanischen WEbsites forsten und nur das raussuchen, was relevant wäre in Bezug auf Klassenarbeiten, das ähnlich formulieren und der Lehrerin als Handreichung vorschlagen.
Du musst halt wissen, ob es mehr Sinn macht Lars die Arbeit wiederholen zu lassen, oder ob er in solchen Fällen lieber später schreiben soll, ob er mehr Zeit bekommen soll....
Da in der Grundschule die einzelnen Klassenarbeiten nicht so viel zählen, macht er sicherlich durch mündliche Mitarbeit alles wieder wett und du machst dir umsonst Sorgen.
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 17:48da ist wieder mal Diplomatie gefragt. Wie am besten vorgehen?
Ich habe das Thema vor "Einschulung" in die 5. Klasse angesprochen und "Kulanz" erfahren. Akut war es bis jetzt noch nicht, aber man würde Leonie mehr Zeit einräumen, wenns eng wird. Bei welchem Wert das der Fall sein wird, keine Ahnung.
Auch in der Grundschule hätte man, wenn nötig, Rücksicht genommen.
Das hatte ich vorher abgesprochen, war bei uns glücklicherweise kein Problem.
Soviel ich weiß, haben die Lehrer das zu entscheiden, ob nachgeschrieben werden darf, oder (wieviel) Zeit mehr eingeräumt wird. (wenn überhaupt)
Und da die Noten einer Arbeit in der GS genauso in die Zeugnisnote einfließen,
würde ich das schon klären. Man will ja keine Extrawürste, aber lieber vorher mal drüber gesprochen...
Bei uns geben die GS-Lehrer erst Mitte 4. Schuljahr eine Empfehlung ab, welche weiterführende Schule in Frage kommt, alles andere macht für mich auch gar keinen Sinn.
Viel Erfolg und LG
Silke
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 19:00Leonie01 schrieb: Bei uns geben die GS-Lehrer erst Mitte 4. Schuljahr eine Empfehlung ab, welche weiterführende Schule in Frage kommt, alles andere macht für mich auch gar keinen Sinn.
Klar, das ist bei uns auch so. Nur anscheinend zählt die zweite Hälfte der 3. Klasse (wir sind ja GsD noch in der ersten Hälfte) da auch schon mit rein. Ob offiziell oder inoffiziell weiß ich nicht, aber bei der Nachbarstochter (war auf der gleichen Grundschule, ist jetzt in der 5. Klasse Realschule) in der Klasse wurde wohl bei ihr und einigen Mitschülern bei der Empfehlung auf Leistungen aus der 3. Klasse "zurückgegriffen".
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 21:40grundsätzlich ist es wohl so, dass man (der/die SchülerIn) VOR Beginn der Arbeit/Prüfung/o.ä. Bescheid sagen muss, dass er/sie sich auf Grund des BZ-Wertes nicht in der Lage sieht, die Arbeit (...) zu schreiben.
Also nicht nach der Arbeit, wenn man glaubt, sie verhauen zu haben. Auf dem Weg eine neue Chance raus zu schlagen, ist m.E. auch den Anderen gegenüber ungerecht.
Gruß, Egon
PS:
Wobei sich dann natürlich die Frage aufdrängt, ab welchen Alter ein Kind in der Lage ist, seine Konzentrations-/Leistungsfähigkeit richtig zu beurteilen und der Lehrkraft mitzuteilen.
Häufig geben meine Beiträge nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern beruhen auf Tatsachen bzw. fachlich anerkannte Meinungen....
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
01 Okt. 2012 22:12EgonManhold schrieb: PS:
Wobei sich dann natürlich die Frage aufdrängt, ab welchen Alter ein Kind in der Lage ist, seine Konzentrations-/Leistungsfähigkeit richtig zu beurteilen und der Lehrkraft mitzuteilen.
Hallo Egon,
genau das ist das Problem: dazu ist mein Sohn definitiv noch nicht in der Lage. Niedrige Werte spürt er ja meistens (außer im Schlaf, da nie, aber da schreibt er ja keine Arbeiten
Er würde immer sagen, dass er sich prima gefühlt hat, auch wenn er völlig unkonzentriert war.
LG Heike
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
02 Okt. 2012 09:23Max hat sich schon ein paar mal bei solchen Werten benommen, als, ob er in Watte stecken würde. Eine Mathearbeit würde ich ihm in einer solchen Situation nicht zumuten wollen. Und er hatte durchaus auch schon höhere Werte und wirkte dabei völlig normal und fit.
Vielleicht kann euch euer Doc auch eine Art Attest ausstellen bzw. hat einen allgemeinen Grenzwert?
Auf jeden Fall solltet ihr vor der nächsten Arbeit mit der Lehrerin reden. Wenn sie sich darauf einlässt, die Arbeit erstmal zu bewerten und dann zu entscheiden, ob es Lars typischen Leistungen entspricht, wäre das natürlich super und vor allem auch in Lars Sinn, der sicher keine Sonderrolle möchte. Wenn sie das nicht möchte, würde ich es aber auch verstehen. Klare Regeln, wie - Ab 300 wird keine Klassenarbeit mehr mitgeschrieben, sondern später nachgeholt - sind einfach besser zu befolgen.
lg
Tina
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Re: Klassenarbeit bei hohem BZ
02 Okt. 2012 09:49die Vorhehensweise finde ich hier auch sehr schwierig. Teilweise stecken die Kids hohe Werte prima weg und sind ganz "normal", das stelle ich bei Luis immer wieder fest. Es gibt aber auch Tage, da ist er ab 280 aggressiv, laut und würde sich wahrscheinlich in diesem Zustand nicht auf eine Klassenarbeit konzentrieren können.
Ich würde auf jeden Fall mit der Lehrerin sprechen und ihr mitteilen, dass bei einem BZ ab 300 (evtl. sogar ab 280 mg/dl) Lars´Leistungen aufgrund des Blutzuckers nicht mehr "neutral" zu bewerten wären. Vielleicht lässt du dir das dann von Kinderarzt attestieren.
LG Silke
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