Amelie schrieb: ... du trägst die Pumpentasche in der Nacht mit dem gefüllten Reservoir am Körper, hält der Stöpsel? Finde das eine interessante Variante, meinst du die Bewegung und die Wärme machts?
Eine grundsätzliche Eigenschaft von Flüssigkeiten ist, dass bei Erwärmung die darin gelösten Gase ausgasen, ebenso bei Druckabfall.
Erwärmung wie Druckminderung setzten die Gase frei.
Somit führt eine Erwärmung auf nahe Körpertemperatur zu einer größeren Entgasung als Erwärmung auf Raumtemperatur. Der Stöpsel sollte jedoch entfern bleiben, das sonst der entstehende Überdruck in der Ampulle die Entgasung hemmt. Unter pumpentragenden Damen mit der dafür ausreichenden Anatomie wird auch der Tipp gehandelt, das befüllte Reservoir vor der Anwendung ein halbes Stündchen im Busen zu tragen.
Ebenfalls ist es nicht hilfreich, beim Aufziehen aus der Durchstechflasche das mit Luft gefüllte Reservoir als Aufziehilfe erst mal in die Durchstechflasche zu drücken, da sich durch den Überdruck sofort ein Teil des Gases dann sofort in der Insulinmischung löst. Nach dem Befüllen des Reservoirs erhöht sich dann unter gesenktem Druck auch die Ausgasung.
Eine Alternative dazu kann sein, das Reservoir mittels einer Pen-Patrone zu befüllen, deren Kolben mit einem Stift vorsichtig nachgedrückt wird. Oder aber das Reservoir und die Druchstechflasche in Etappen zu füllen und zwischendrin den in der Durchstechflasche entstehenden Unterdruck auszugleichen.
Gruß
Joa