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THEMA: Brauch mal euren Rat

Brauch mal euren Rat 23 Jun 2016 10:20 #101390

  • Deival
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  • Beiträge: 43

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Ich weiß nicht mehr an was das noch liegen kann.....
Wir haben im Moment sehr hohe Morgenwerte um die 250 mg/dl. Wir korrigieren nach den Schema welches wir bekommen haben. So weit so gut! Um 9:30 Uhr Schulpause, da wird dann nochmals gemessen. Aber da dann immer der Schock. Weit über 290 mg/dl hinaus. Das haben wir jetzt schon 3 Tage so. Wir halten morgens beim Frühstück den SEA ein, über eine 3/4 Stunde muss mein kleiner warten bis er endlich essen darf, ihr könnt euch vorstellen was das für Stress ist morgens. Zum Glück ist unsere Schule nur 10 Geh Minuten von zu Hause entfernt.
Also IE Faktor haben wir morgens schon seit 1 Woche angepasst. Das hat dann gut funktioniert.
Kann das auch am Wetterumschwung liegen. Oder an der Hitze? Das ist unser erster Sommer mit DM.

Anzeichen das er krank wird hat er eigentlich nicht, nur etwas schnupfen aber nicht schlimm

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Brauch mal euren Rat 23 Jun 2016 11:17 #101391

  • marielaurin
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  • Beiträge: 921

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 1999
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Hallo,

welche Insuline nutzt ihr?
Mit welchen Werten geht er wann ins Bett?
Wann spritzt ihr abends Basal?
Isst er vorm Zubettgehen und nach dem Abendessen noch eine "Zwischen"mahlzeit? Wenn ja was isst er?
Wie sind eure Korrekturfaktoren, wie sind eure Essensfaktoren?
Wie viel Basal bekommt er zu welchen Tageszeiten?
Hast du nachts mal Probemessungen gemacht?

Was den Sommer angeht: Soweit ich weiß und es an meiner Tochter auch beobachtete als sie noch jünger war ist dass der Insulinbedarf im Sommer geringer ist als im Winter. Das kann einerseits an einer erhöhten körperlichen Aktivität liegen als auch daran dass Insulin bei höheren Temperaturen schneller aufgenommen wird und demnach schneller wirkt.

Allerdings ist bei uns z.B. seit Jahren der Insulinbedarf in den Ferien deutlich höher als zu Schulzeiten, ich vermute die geringere Aktivität und zu spätes Basalspritzen morgens, da isses dann auch egal ob Sommer oder nicht.

Aber vielleicht kommen wir mit der Beantwortung der obigen Fragen des Rätsels Lösung ein Stückchen näher.

Gruß,
Tanja

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Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid
Letzte Änderung: von marielaurin.

Brauch mal euren Rat 23 Jun 2016 12:01 #101392

  • Deival
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  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Hallo,

Erstmals Danke fürs Antworten, so nun zu deinen Fragen:
Wir spritzen Actrapid zu den Mahlzeiten (Abendessen ca. 17:30 Uhr) und Protaphane als Langzeitinsulin NUR um 22 Uhr wird das Basalinsulin gespritzt, das sind 6 Einheiten.
Faktor fürs Frühstück ist 1,1, Mittags 0,4, Abends 0,7,
Korrektur Faktor liegt morgens bei 80 und sonst immer 100.
Wir messen vor dem zu Bett gehen nochmals (20 Uhr), hat er da Werte um die 100 mg/dl sollen wir ihm eine langsame KE geben (hat uns der Diabetologe so gesagt)! Da isst er dann für 1 KE Joghurt.
Zu Abend gibt es nur Brotzeit, also Vollkornbrot etwas Wurst und Käse. Da mein Sohn leider von Gemüse überhaupt nichts hält, fällt das leider weg.
Zu den Probemessungen. Ich stehe immer nachts auf, so gegen 2/3 Uhr morgens. Da sind seine Werte total unterschiedlich. Einmal hat er über 200 das ich korrigieren muss, dann wiederum nur so um die 65mg/dl das ich ihn aufwecken muss, damit er was isst, und dann sind sie wieder bei 110 mg/dl. Aber egal wie die Werte da sind morgens sind die immer hoch.

Na ich weiß mir keinen Rat mehr!

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Brauch mal euren Rat 23 Jun 2016 13:45 #101393

  • marielaurin
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  • Beiträge: 921

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  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Er ist aber nach dem Abendessen ab 20/21 Uhr zu keinem Zeitpunkt unterzuckert oder sagen wir relativ niedrig, oder? Ihr esst nicht später als 18 Uhr?

Die Kombination NPH/Normalinsulin wird sehr gerne für den Anfang während der Remission gewählt. Normalinsuline sind anfangs richtig so, weil es ein Gefühl für Insulinwirkung gibt, ohne einen gleich abzuschießen.

Wäre euer Kind nun älter, würde ich folgendes andenken:
Eure Ambulanz bzw. euer behandelnder Arzt wird evtl. über den Wechsel zu einem Insulinanalog nachdenken. Protaphan ist ein NPH Insulin, das nach 4-6 Stunden (euer 2-3 Uhr-Wert) das Wirkmaximum erreicht und ungefähr 10 Stunden insgesamt wirkt. Allerdings hat ein NPH Insulin auch die "Angewohnheit" ein recht ausgeprägtes Wirkmaximum zu haben, da könnte man den Grund für niedrige Nachtwerte suchen, die man dann ausgleichen muss. Im Endeffekt ist aber die Insulinwirkung gegen frühen Morgen vielleicht schon wieder so niedrig, dass euer Kind für seinen Bedarf zu wenig Insulin bekommt und daher der Morgenwert steigt (den ihr dann wieder mit Actrapid korrigiert?). Hier mehr NPH zu geben halte ich für nicht angebracht, weil das den BZ gegen 2-3 Uhr noch weiter senkt und wenn ihr da eh hin und wieder Probleme mit niedrigen Werten habt, ist das sicher nicht das was wir wollen.

Lösung/Verbesserung könnte hier sein: Wechsel von NPH auf ein Analog, Levemir oder Lantus zum Beispiel. Beide sind sehr "brave" Insuline weil sie ein länger anhaltendes, aber nicht so ausgeprägtes Wirkungsmaximum haben, das ist bei Analoga gleichmäßiger über den Gesamtwirkzeitraum verteilt. Man benötigt zwar mehr IE, aber es wird gleichmäßiger in den Blutkreislauf abgegeben und der BZ bleibt länger stabil und fährt kaum Achterbahn.

Wir haben den Wechsel von NPH auf Levemir damals als unglaubliche Erleichterung erlebt, weil auch die Nachtwerte viel gleichmäßiger waren als vorher. Im Endeffekt führte das zu mehr Schlaf, weil ich irgendwann nicht mehr aufgestanden bin, weil der BZ viel stabiler war als unter NPH. Das traf bei uns auf das Ende der Remission zu, das käme zeitlich bei euch auch hin. Während der Remission war mit NPH und Normalinsulin alles prima, danach nur noch Chaos und Korrigiererei.

Du schreibst, er muss eine Dreiviertelstunde warten, bis er frühstücken darf. Ist das wegen des Korrigierens oder ist das euer normaler SEA? Wann frühstückt er? Wenn er nun in der Schule gegen 9.30 Uhr hoch ist kann das sein, dass das Actrapid fürs Frühstück noch gar nichts tut und erst später zuschlägt. Über den Tag sind die Werte unter Actrapid und ohne Basal ok?

Hier würde ich auch über einen Wechsel nachdenken. Vielleicht macht es Sinn, bei euch das Frühstück mit einem schnellwirkenden Analoginsulin abzudecken, dann müsste er nicht warten. Das Ganze hat nur einen Haken: Es gäbe keine freie Zwischenmahlzeit mehr. Er spritzt nicht selbst mit 7 oder?

Und weil dein Kind noch so jung ist, ihr Probleme mit dem NPH habt und Actrapid auch nicht mehr so zu passen scheint und ihr schon seit 9? Monaten dabei seid: Habt ihr euch schonmal Gedanken über eine Pumpe gemacht?

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Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid

Brauch mal euren Rat 23 Jun 2016 19:16 #101394

  • Deival
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Hallo Tanja,

Zwischen Abendessen (18 Uhr) und zu Bett gehen haben wir keine richtige Unterzuckerungen.
Wir korrigieren zu den Mahlzeiten mit Actrapid, haben jedoch Humalog zu Hause für die aussertourlichen Korrekturen z.b. Nachts! Das spritzen wir auch für ungeplante ZWM, was jedoch selten vorkommt.

Die dreiviertel Stunde ist bei uns der normale SEA bei Werten >250. Gespritzt wird so gegen 6:30 Uhr, sprich er frühstückt dann bei schlechten Werten erst um ca. 7:15-7:30 Uhr.
Vielleicht kurz ein Beispiel von heute:
Morgenwert 280, Schulpause 324 ( da hat er nichts gegessen, war der Lehererin zu hoch) 1 Stunde später erneut gemessen also 10:30 177 ( da hat er dann die Pause essen dürfen), Schulende bereits 11:15 Uhr Wert 116.
Also mittags wäre er immer super, im Gegenteil sogar zum Teil etwas niedrig, je nachdem wie eben die Morgenwerte sind.
Ach so er spitzt sich noch nicht selbst, also ZWM mit einrechnen morgens müsste ich schon können.....
Ja wir sind seit 9 Monaten "dabei". Gedanken über Pumpe haben wir uns gemacht aber unser Sohn will aktuell noch keine.
Wie wirkten Levimir im Vergleich zu Protaphane?

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Brauch mal euren Rat 23 Jun 2016 21:20 #101397

  • marielaurin
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Wenn die Tage alle so sind wie heute, sieht das doch unter Actrapid prima aus! Und ja, Actrapid ermöglicht halt kleine Zwischenmahlzeiten, was bei euch ja für die Schulpause wichtig ist. Da ist das Alter dann doch echt ein Hindernis, aber solange das so unter Actrapid funktioniert würde ich da gar nichts dran ändern bzw. vermutlich ist Actrapid dann noch eine Erleichterung eben wegen der möglichen Zwischenmahlzeiten, denn selbst spritzen kann er (noch) nicht und da ist auch vermutlich keiner, der's tun würde. Also hier: Never touch a running system!

Bei uns war das Problem, dass die Schulpausen unter Actrapid zeitlich nicht passten und Sina in hohe Werte reingegessen hat und am Ende des Schultags kam um 16 Uhr dann Chaos raus.

Levemir/Lantus hat nicht so einen Wirkanstieg wie Protaphane, dafür wirkt es länger, aber gleichmäßiger. Man müsste da mal beim nächsten Termin mit eurem Doc drüber sprechen. Falls man über einen Wechsel nachdenkt, könnte das dazu führen, dass ihr abends auch viel früher das Basal spritzt und nicht erst wie beim NPH gegen 22 Uhr, das passt eventuell auch besser zu seinen Schlafenszeiten. 22 Uhr wurde hier gewählt weil man NPH eigentlich unmittelbar vor dem Schlafengehen spritzen soll, damit es mit seinem Wirkmaximum den Frühmorgen-BZ-Anstieg abfängt. Bei euch ist das Maximum aber deutlich früher erreicht als bei jemandem der erst gegen 23-23.30 ins Bett geht und dann spritzt. Das führt bei euch dazu, dass er manchmal nachts niedrig ist, ihr ausgleichen müsst und der BZ später wieder ansteigt (weil dann weniger Protaphane wirkt) und er morgens hoch rauskommt.
Levemir/Lantus wirkt auch länger als NPH. Da müsste man dann auch drauf achten und eventuell je nach Dosis morgens die Essensfaktoren runterschrauben, damit das Basal nicht zuviel wegnimmt und das Actrapid noch dazwischenfunkt. Das wird euer Doc aber mit euch ausführlich besprechen, wenn er den Gedanken mitspielt.

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