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THEMA: Behandlung mit Heilpilzen

Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 09:12 #44632

  • netterene
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Da die DM – Feststellung bei meiner Tochter erst knapp 2 Monate her ist und wir uns deshalb noch nicht so richtig mit dem Gedanken abgefunden haben, dass es jetzt für immer so sein wird, sind wir noch in der Phase, wo wir uns an jeden Strohhalm klammern (wollen).

Meine Tochter bekommt zu den Mahlzeiten Novorapid (Verhältnis 1 BE : 1 IE außer Frühstück, dort 1 BE : 0,5 IE) und als Basal Protaphan morgens 2 IE und zur Nacht 3 IE.


Mein Mann möchte jetzt einen Versuch mit Heilpilzen (eine Mischung aus Coprinus oder Schopftintling und anderen) im Zusammenhang mit OPC wagen.
Die Heilpraktikerin ist optimistisch, dass es eine Verbesserung und Stabilisierung der BZ-Werte geben könnte.
Ich habe leider keine Zeit gehabt, an dem Vorgespräch mit der Heilpraktikerin dabei zu sein, deshalb hier nur die Version, wie ich meinen Mann verstanden habe...

Im Prinzip soll es nun so aussehen, dass unsere Tochter dieses Pilz-Pulver vor dem Essen nehmen wird (ohne BZ-Messung und Insulingabe) und sich nach ca. 1,5 Stunden messen soll und wenn der BZ noch zu hoch ist, den Rest wegspritzen soll.

Wichtig ist laut HP auch, dass die Behandlung beginnt, wenn die Diagnose nicht länger als 2 Jahre alt ist, da dann noch nicht alle insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse tot sind.

Die Heilpraktikerin besteht darauf, dass es in Abstimmung mit unserer Dia-Ärztin passieren soll (das ist auch meine Grundvoraussetzung, so etwas überhaupt in Erwägung zu ziehen).

Das Gespräch mit unserer Dia-Ärztin soll nächste Woche stattfinden (bin ja mal gespannt, wie sie die Sache sieht) und wenn sie uns nicht von der Sache abrät, wollen wir uns mit der Heilpraktikerin noch einmal zusammensetzen und einen konkreten Plan ausarbeiten.

Das Problem mit dem fehlgesteuerten Immunsystem ist dadurch zwar nicht aus der Welt, aber die Situation könnte (!!) im besten Fall sogar soweit verbessert werden, dass unsere Tochter tagsüber nicht mehr spritzen bräuchte.
Ich würde das so verstehen, quasi anhaltende und verstärkte Remi-Phase (die wir so ausgeprägt leider nicht hatten) Wäre traumhaft!:laugh:

Ich stehe allerdings der ganzen Sache ziemlich skeptisch gegenüber.
Ich denke mir, wenn das so einen Erfolg verzeichnen könnte, wäre diese Behandlung längst viel bekannter. Ich habe Sorge, dass wir viel Aufwand und Kosten in den Sand setzen und unsere Tochter noch zusätzlich verwirren.
Aber andererseits will ich mir auch nicht vorwerfen, wir hätten nicht alles Mögliche getan.

Deshalb meine Frage an euch:
Hat jemand Erfahrungen mit dieser Form der Behandlung??

viele Grüße,
Annett

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 09:15 #44634

  • DerAndre
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Gruß

André

Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 09:17 #44635

  • Lili
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Hallo Annett,

um es mal so zu sagen: Es wäre schön, wenn es funktionieren würde.

Aber: Wenn es tatsächlich so ist, dass die Bauchspeicheldrüse ihren Dienst bereits quittiert hat und kein Insulin mehr produziert, ist ein solches Vorgehen in meinen Augen lebensgefährlich.

Für einen Typ 2 Diabetiker, dessen Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert, aber nicht mehr genug, mag das eine gute Alternative sein, aber nicht für einen Typ1-Diabetiker.


LG Lili

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 09:53 #44637

  • AstridK
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Hallo,

wenn ihr keine ausgeprägte Remi habt, dann sind doch die insulinproduzierenden Zellen eh schon am Ende. Da hilft doch wahrscheinlich die HP-Behandlung nicht wenn der Heilpraktiker schon sagt, dass Voraussetzung die eigene Insulinproduktion ist.

Ich wünsche euch trotzdem alles Gute und wenn die Diaärztin dem zustimmt freue ich mich für Euch.

LG Astrid

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 10:27 #44638

  • monday
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Hallo,
ersteinmal, ich kann euch gut verstehen, dass ihr die Diagnose noch nicht wahrhaben wollt und euch darum an jeden Strohhalm klammert, das ging wahrscheinlich vielen hier im Forum ähnlich.
Ich habe keine Erfahrung mit Heilpilzen.
Ich selber habe meine Kinder immer viel mit Homöopathie behandelt.
Unsere Ärztin hat bei der Erstmanifestation während unseres Klinikaufenthaltes gesagt: wenn sie Alternativen ausprobieren wollen, dürfen sie das, aber bitte nicht ohne Insulinabgabe.
Wir haben es bei hohen Werten mit Globuli versucht (+ Korrektur mit Insulin... das haben wir nie ausprobiert)und auch mal Stevia ausprobiert mit der ganz schnellen Einsicht: Die Globuli halfen nicht und Stevia schmeckt scheußlich und hilft nicht -Uuups, wir haben es natürlich nur zu kosmetischen Zwecken benutzt ist ja in Deutschland illegal....aber wie Kinder so sind in einem gewissen Alter probieren sie einfach alles zu essen...;) - und sind ganz schnell zu der Erkenntnis gelangt, wir konzentrieren us lieber auf das Wesentliche: Die Werte gut im Griff zu haben mit der Schulmedizin.
Ich bin auch nicht in allen Lebenslagen von der Schulmedizin überzeugt und manchmal kann man es besser mit Alternativen versuchen (z. B. bei fiebrigen viralen Infekten) aber so, wie die Schulmedizin Grenzen hat, haben das die Alternativen Heilmethoden auch.
Mittlerweile bin ich wirklich dankbar für die Schulmedizin, denn ohne die hätte ich meine Tochter heute nicht mehr.
Vertraut niemandem, der euch sagt, ihr sollt das Insulin weglassen!!!
So jemand spielt mit dem Leben eures Kindes.
Wenn der Pilz wirklich hilft, dann tut er das auch soweit, dass man das Insulin reduzieren kann nach und nach!!!
Einen lieben Gruß
Vera

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 10:42 #44641

  • elisabethsanni
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Annett,
wenn Du den Link von Andre anklickst und auf das Posting dort gehst, kannst Du lesen, dass das Mädchen um das es dort geht inzwischen eine Pumpe trägt.... Trotz Behandlung mit Heilpilzen.... Scheint also nicht so gut zu klappen...
LG
Anni

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 12:15 #44643

  • Charly54
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Hallo,

dass unsere Tochter dieses Pilz-Pulver vor dem Essen nehmen wird (ohne BZ-Messung und Insulingabe)


ich verstehe nicht warum nicht gemessen werden soll. Ohne Messung kann man ja gar nicht beurteilen wie viel die Behandlung nun bringt. :unsure:

Ich stehe der Sache mehr als skeptisch gegenüber. Selbst wenn die BZ-Werte sinken würde mir das nicht gefallen. Dann ist ja kein gescheites Berechnen der Mahlzeiten mehr möglich, die Werte machen womöglich rauf und runter und sind gar nicht richtig kontrollierbar, noch weniger als so schon.

Dann löst das ganze vielleicht Hoffnungen aus, die dann sowieso wieder zerfallen. Jetzt spritzt sich deine Tochter, dann vielleicht nicht mehr und da kommt die Hoffnung. Vielleicht gehts doch weg, manchmal gibt es ja doch Wunder usw. und dann eines Tages muss ihr einer sagen das sie wieder anfangen muss und alles zerplatzt. Ich stell mir das schlimm vor. :(

Wenn die Heilpilze wirklich den BZ senken dann ist das für Typ 2 bestimmt super aber nicht für Typ 1.

Ich kenne aber gut das Gefühl was du jetzt hast. Einerseits Zweifel, anderseits die Angst etwas unversucht zu lassen und es dann womöglich zu bereuen. Das hatten wir auch, unser Schwiegervati schwörte auch Reiki. ;)

liebe Grüße, Katrin

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 12:19 #44644

  • AstridK
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Hallo,

nocheinmal zur allgemeinen Situation Heilpraktiker oder nicht. Ich denke, wenn Euch der Heilpraktiker wirklich gesagt hat, dass ihr Rücksprache mit der Diaärztin halten sollt bzw. sogar müßt, dann hört sich das für mich schon sehr vertrauenswürdig an.

Meine Schwester hat selbst eine Zeitlang Heilpraktikerin gelernt und auch sie sagt: Man darf keine schwere Krankheit ohne Rücksprache und genaue Diagnose vom Mediziner behandeln. Solange die Heilpraktiker also die Rücksprache mit dem Arzt vorschlagen und auch unterstützen finde ich die Unterstützung einer Behandlung durch Homöopathie gut.

Gruß Astrid

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 14:53 #44647

  • EgonManhold
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Katrin schrieb u.a.:

ich verstehe nicht warum nicht gemessen werden soll. Ohne Messung kann man ja gar nicht beurteilen wie viel die Behandlung nun bringt


Genau DAS ist es!.
Man kann doch den Erfolg/Misserfolg einer Behandlung (wie/womit/welche völlig egal) nur beurteilen, wenn man die entsprechenden Parameter misst/einbezieht. Und das sind hier der BZ, ggf. die KH-Menge, körperliche Belastung, Insulingabe usw..

Bei einer Erkrankung wie T1-Diabetes, eine Therapie ohne solche Kontrollen durchführen, ist leichtsinnig und für den Betroffenen u.U.lebensgefährlich!

Gruß, Egon

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Achtung: Mein Beitrag / meine Antwort ist meist nur eine Kurzfassung und kann daher i.d.R. nicht alle möglichen Aspekte zu dem jeweiligen Thema berücksichtigen.
Häufig geben meine Beiträge nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern beruhen auf Tatsachen bzw. fachlich anerkannte...

Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 20:52 #44662

  • mama_anja
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    Gold Schreiber
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Hallo Annett,

dieses Strohhalmklammern kann ich gut verstehen. Uns ging es vor ca. 8 Monaten genauso. Uns wurde eine Heilerin empfohlen. Ich bin nun überhaupt nicht der Typ, der darauf was gibt. Aber als mein Sohn nun erkrannte, hätten und haben wir auch alles versucht - auch mit dem Gedanken, es doch wenigstens versucht zu haben.
Wir waren also ein ganzes Wochenende bei der Heilerin mit vielen (teuren) Sitzungen. Mein Sohn tat mir so leid, er musste die ganze Zeit rumliegen und die wirren Bewegungen über sich ergehen lassen. Da er sonst überwiegend Fußball spielt und sich viel bewegt, schossen seine BZ-Werte total nach oben. Wir hatten da noch so wenig Erfahrung mit der Faktorberechnung. Die Heilerin war dann total sauer, als ich sagte, dass alles gar nichts bringt und seine Werte nur nach oben gehen (wobei das nun an der mangelnden Bewegung lag).
Abgehakt.
Ich beobachte nun sehr häufig, was sich in der Welt bzgl. Diabetesforschung tut und hoffe sehr, dass mal eine vernünftige zuverlässige kontinuierliche Glukosemessung auf den Markt kommt. Damit wäre uns allen schon viel geholfen.
Es dauert, aber nach einer bestimmten Zeit wird das meiste zur Routine und man lernt es zu akzeptieren.
Meine Schwiegermutter wollte uns auch noch zu einem renommierten Heilpraktiker bringen, der wohl Diabetes heilen kann. Wir lassen uns jetzt auf nichts mehr ein, wir konzentrieren uns auf die Insulintherapie und lernen fast täglich dazu.
Ich wünsche euch eine lange Remissionsphase mit stabilen Werten.
Viele Grüße
Anja

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