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Arbeit Job der Mama mit Kind Typ I 22 Mär 2013 01:56 #80497

  • petra100
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  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2004
  • Therapieform:
Hallo,
als unsere Tochter ihren DM bekam, war sie gerade 3 Jahre alt geworden. Es war Ende April und ich hatte eigentlich vorgehabt, im August nach den Sommerferien wieder arbeiten zu gehen. Ich bin Lehrerin an einem Gymnasium und hatte beantragt, mit halber Stelle wieder anzufangen.
Nach der Diagnose war einer der ersten Gedanken, als ich wieder klar denken konnte: "Arbeiten geht gar nicht...wie soll das funktionieren?" Als ich das bei einer Visite laut gedacht habe, sagte der Chefarzt, der ansonsten auch eine Menge Mist geredet hat, einen Satz, der mir sehr geholfen hat. Sinngemäß: "Diese Krankheit wird ihr Leben und das der ganzen Familie verändern und sie müssen sich auf den Diabetes einstellen, aber lassen sie sich nicht ihr ganzes Leben davon diktieren. Wenn sie vorhatten, wieder zu arbeiten, dann machen sie das auch so!Sie kriegen das hin!"
Zum Glück hatte ich ja noch fast 4 Monate Zeit, um etwas Routine mit der DM-Therapie zu entwickeln, bevor der Wiedereinstieg anstand. Das lief dann aber nach kurzem relativ rund (mit den üblichen Phasen, wo es dann auch mal nicht so lief).Den bereits zugesagten Kindergartenplatz haben wir auch mit DM bekommen.Die ersten zwei Jahre hatten wir eine Krankenschwester, die zum Mittagessen kam und gemessen und den Pen verabreicht hat. Messen konnte meine Tochter schnell alleine, für das Frühstück gab es Listen für die BEs. Die Erzieherinnen waren super fit und haben sich sehr gekümmert.Und im letzten Kindergartenjahr haben wir dann eine Pumpe bekommen.
Meine Arbeitsplatz ist mit dem Auto eine Viertelstunde von Kita / Grundschule entfernt.
Ich habe mit meiner Schulleitung vereinbart, dass ich im Unterricht das Handy anhaben kann, falls es Probleme gibt, dass ich erreichbar bin. Meine Klassen wissen Bescheid, aber es klingelt extrem selten. Mittlerweile ist meine Tochter in der 3. Klasse.
Die einzige echte "Vergünstigung", die ich in Anspruch genommen habe, ist, dass ich in den letzten 6 Jahren nicht auf mehrtägige Klassenfahrten gegangen bin, weil das zu Hause nicht funktioniert hätte. Dafür hatte ich ein Attest vom Kinderarzt. Im nächsten Schuljahr fahr ich das erste Mal wieder mit einer Klasse und freu mich schon wie Bolle.
Ich bin froh, dass ich damals wieder angefangen habe. Auch wenn Arbeiten mit Kindern grundsätzlich anstrengend ist und viel Organisation erfordert und mit einem Dia-Kid eben alles noch ein bisschen mehr.
Ich musste meine Tochter in all den Jahren zweimal abholen, weil es ihr schlecht ging. Aber das ist ein Schnitt, den man auch mit einem ansonsten gesunden Kind haben kann.Da spielt der DM keine Rolle.
Sicher spielen viele Faktoren eine Rolle, die jede/r für sich abwägen muss.
Wie sehr möchte oder muss man arbeiten?
Welche Möglichkeiten gibt es in dem speziellen Beruf an dem speziellen Arbeitsplatz? Wird im Zweifelsfall auch mal Rücksicht genommen?
Wie gut funktioniert der Kiga oder die Schule des Dia-Kids?
Wie weit sind Wohnung-Kinderbetreuung und Arbeitsplatz voneinander entfernt?

Natürlich gibt es auch Mütter, die einem sagen, wie stressig man es doch hat. Aber ich bin einfach gerne Lehrerin. Gerade in der Kindergartenzeit am Anfang hatte ich manchmal bei der Arbeit das Gefühl, dass dieser DM, der einen immer begleitet und einen nie in Ruhe lässt, nicht am Wochenende, nicht im Urlaub, nicht tagsüber und schon gar nicht nachts, endlich mal Pause hat und ich DM-frei habe, weil dafür dann mal andere zuständig sind.

Ich wollte die Arbeit nicht missen und kann euch nur ermutigen, es trotzdem zu machen!!!!
Viel Erfolg!
Petra

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Arbeit Job der Mama mit Kind Typ I 22 Mär 2013 08:48 #80499

  • ixila
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  • Beiträge: 117

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo und Guten Morgen!
Ich kann hier Petra nur zustimmen! Meine Tochter hat mit 2,5 Jahren Diabetes bekommen. Das war für uns alle ein riesen Schock. Mein Mann geht in 3 Schichten arbeiten, so dass die meiste Arbeit (gerade das nächtliche BZ messen) bei mir hängen bleibt.
Josie ist nach gut 4 Wochen wieder in den Kindergarten gegangen. Ich war noch gut eine Woche jeden Tag im Kiga dabei und habe dann gelernt der Arbeit des Pflegedienstes zu vertrauen. Und ich muss sagen es klappt alles super. Josie ist jetzt in der 1. Klasse und misst allein den BZ und bohlen macht sie auch selbstständig. Allerdings kommt der Pflegedienst noch zu den Mahlzeiten in die Schule und anschließend in den Hort. Ohne diesen würde es nicht funktionieren. Erst wenn sie rechnen kann, wird sie es allein machen. Wir haben eine Pumpe und bisher ist noch nie was schief gegangen.

Nun gut, ich habe dann nach 6 Wochen wieder mit meiner Arbeit angefangen. Ich gehe Vollzeit, also 40h die Woche arbeiten und es funktioniert. Ich bin genau wie jeder anderen immer telefonisch erreichbar und wenn was ist konnten wir es bis auf kleine Ausnahmen immer am Telefon klären. In den ganzen 5 Jahren musste ich Josie nur 1 mal aus dem Kiga abholen.

Also ich kann jedem nur Mut machen, wer arbeiten gehen will soll das auch machen! Ich denke das ist auch wichtig für einen selbst, mal etwas anderes zu erleben als sich immer nur mit dem DM beschäftigen zu müssen.

LG Heidi

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Arbeit Job der Mama mit Kind Typ I 23 Mär 2013 13:57 #80534

  • NaninAhaGen
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    Senior Schreiber
  • Beiträge: 85

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 1998
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Die Frage mit der Arbeit stellt sich jetzt auch bei uns. Bei meinem Sohn wurde vor 3 Wochen DM 1 festgestellt. Seit knapp 1 Woche ist er jetzt aus dem Krankenhaus zu Hause. Jetzt sind erstmal Osterferien. Zum Glück hab ich da auch Urlaub. Aber nach den Ferien muss ich auch wieder arbeiten und zwar im Wechseldienst Früh/Spät.Ich bin Alleinerziehend und von daher muss ich arbeiten gehen. Ich hab keinen blassen Schimmer wie das funktionieren wird. Wenn ich Spätdienst habe sehen mein Sohn und ich uns nur morgens bevor er zur Schule geht und abends wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Ohne DM hat das super geklappt, aber jetzt? Er ist zwar schon 14, aber ich werde wohl im stillen immer beten das alles gut geht.

LG Carola
Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen, doch es wachsen keine Blumen auf ihr.

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