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Aw: HbA1c 14 Jan 2012 08:29 #63849

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Zu eurem HbA1C:
als ersten in eurer Diabetes-Karriere finde ich den super - und das meine ich ganz ehrlich... Unser erster nach Manifestation war 8.6 - wohl auch dem Umstand geschuldet, dass meine Tochter im Herbst Diabetes bekam und sich dann mehrere leichte Infekte quasi die Klinke in die Hand gaben... Ich glaube auch, dass unser nächster tiefer sein wird - hoffentlich (weiterhin) ohne Hypos ;)


Zum Stillsitzen beim Essen: Ich denke es geht deinem Arzt darum: wenn sie immer herumläuft und kleine Happen isst wird das Ganze eben sehr schwer berechenbar. Für die Zwischenmahlzeiten finde ich persönlich das o.k. aber ansonsten habe ich das so gehalten, dass bei uns am Tisch gegessen wird. Das kommt darauf an, wie wichtig einem gemeinsame Mahlzeiten sind und wie stark die Nerven sind das auch durchzusetzen. Können kann das jedes Kind. Das kommt dann auf die Gewohnheiten an und auf die kleinen und großen Machtspielchen zwischen Eltern und Kind. Kindererziehung ist eben auch wie Diabetes... es spielen 1.000.000 Faktoren eine Rolle...

Ich würde das nicht so streng und vor allem nicht als Machtspielchen sehen... Gerade was das Essen betrifft war und bin ich sehr locker. Uns sind gemeinsame Mahlzeiten wichtig, ja! ABER: unsere Tochter muss nicht sitzenbleiben bis ALLE fertig sind und schon gar nicht, bis ihr Teller leer ist.
Sie isst bis sie fertig ist und darf dann aufstehen. Allerdings ist dann oft noch keiner zur Bespassung da, da wir eben noch nicht fertig sind. DAS muss sie akzeptieren.
Im Laufen wird bei uns nicht gegessen - das ist aber auch die einzige Regel. Gegessen wird eben am Tisch und wer aufsteht, ist fertig (heißt, wenn sie 10 min später noch was will - Pech gehabt). Lief bisher ganz gut.

Ich bin da immer etwas zweigespalten... Diese "Jedes-Kind-kann..."-Bücher zB sind mir ein Gräuel, ich kann sie nicht im Ansatz nachvollziehen und finde sie furchtbar. Außerdem habe ich kein "jedes Kind" sondern ein "einzigartiges Kind"... ;) Was mir anfangs bei der Meinungsfindung bzw. -vertretung sehr geholfen hat, war Carlos Gonzales und sein "Mein Kind will nicht essen" (meine Tochter hat nämlich in der Tat jeden Brei verweigert und fing erst mit gut 11 Monaten an, feste Nahrung zu sich zu nehmen - dann allerdings gleich richtiges Essen. Ihr glaubt nicht, was ich mir da vom Umfeld einschl. alter KiÄ alles anhören durfte).

Auf "Kriegsfuss" möchte (!) ich mich in Sachen Essen mit meiner Tochter nicht stellen. In erster Linie deshalb nicht, weil ich nicht möchte, dass sie in irgendeine Richtung eine Essstörung entwickelt und in zweiter Linie, weil ich ihr und ihrem Hunger- bzw. Sättigungsgefühl vollkommen vertraue und freie Hand lasse. Das ist bei uns (!) auch der triftigste Grund, warum wir von einem Normalinsulin auf ein Analogon umgestellt haben...

So, genug offTopic :)
Liebe Grüße,
Diana

mit Greta (*06/2008, D seit 09/2011, CSII seit 10/2012 - AccuChek Spirit Combo mit Humalog)
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Aw: HbA1c 14 Jan 2012 13:20 #63866

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Hallo zusammen,
ich finde die "jedes Kind kann..." Bücher auch zum Spucken. Und ich bin nicht die, die ihre Kinder in Bänke einklemmt, nur weil sie am Tisch sitzen bleiben sollen. ( und mit am Tisch sitzen meinte ich auch, dass sie während sie selber essen am Tisch sitzen- wie lange man das einem Kind zumuten kann ist doch individuell- jeder isst ja auch unterschiedlich schnell und mal ist es lange und gemütlich und mal hat man im Anschluss einen Termin so wie morgens, wo alle gleich aus dem Haus müssen, da kann ich auch oft nicht bleiben, bis meine Kinder fertig sind.) Ich finde es gut, wenn es Regeln gibt, das hilft den Kindern wie Erwachsenen bei der Orientierung. Welche und wie das bleibt jeder Familie selber überlassen.
Die Erziehung heute ist viel individueller geworden. Das finde ich auch gut so. Das macht es aber auch schwieriger. Denn man muss sich selber Gedanken machen, was ist mir wichtig... Dadurch gewinnt die Erziehung eine andere Bedeutung.
Manchmal hängt es einfach auch von der Ausstrahlung ab: Meine Kinder wissen ganz genau, was mir ernst und wichtig ist und wo ich Wert darauf lege, bei anderen Sachen bin ich mal mehr mal weniger konsequent und wieder für andere Sachen sind sie selber verantwortlich. Das geht mehr oder weniger allen so schätze ich mal.
Worum es mir in meinem Beitrag unter anderem ging war, wenn man Dinge nicht durchzieht, weil man Angst davor hat, dass das Kind einen Tobsuchtsanfall bekommt. Das Dilemma hat fast jede Mutter beim Einkaufen mindestens einmal, da die leckeren Sachen immer so schön in Reichweite der Kinderhände stehen.
Ich kenne eine Frau, die kauft ihren Kindern jedesmal wenn es zu Hause Ärger mit den Kindern gibt. Das Ergebnis: sie hat völlig zickige undankbare Kinder, die jedesmal, wenn sie etwas haben wollen, nur Terror zu machen brauchen. Das ist ihr jetzt von anderen und von der Schule auch gesagt worden. Sie wollte ihre Kinder eigentlich nur friedlich beschäftigt wissen und zu Hause Ruhe und Frieden haben und hatte das Resultat natürlich nie im Sinn gehabt.

Ein anderes Beispiel: Heiligabend in der Kirche -Eine Familie mit einem kleinen Mädchen. Das Mädchen wurde anfangs mit einem Lolli ruhiggestellt, als dieser aufgegessen war, fing das Mädchen an in der Kirche herumzurennen immer hin- und her. Die Mutter saß peinlich berührt mit hochrotem Kopf in der Kirche und wurde gegen Ende des Gottesdienstes von einigen Gottesdienstbesuchern beschimpft, dass sie ihr Kind nicht im Griff hätte. Mich hat das übrigens nicht gestört, denn ich finde beim Krippenspiel-Familiengottesdienst sollte man doch damit rechnen, dass einige Kinder da sind und das es dann auch nicht immer so ruhig zu geht. Es gibt ja Später einen Gottesdienst, wo die Kinder nicht dabei sind. Ich habe gegenüber den sich beschwerenden Menschen Partei für diese Mutter ergriffen. Trotzdem sind meine Kinder nicht im Gottesdienst in der Kirche herumgerannt, obwohl sie eben auch sehr bewegungsfreudig waren und sind. Warum nicht? Wahrscheinlich, weil es mir einfach wichtig war. Im Gegensatz dazu hat mein Sohn ewig bei mir im Bett geschlafen und ich habe das zugelassen, zum einen, weil ich das Gefühl hatte, er braucht die Nähe und zum Anderen, weil ich es nicht so wichtig fand, dass ich das durchgezogen hätte. Darüber haben sicher auch einige den Kopf geschüttelt.

Jede/r erzieht seine Kinder anders und es gibt kein Patentrezept und das finde ich gut so. Und niemand macht alles richtig und niemand alles falsch, sondern jede/r macht es nach bestem Vermögen und Wissen (und Tagesform!) und so erhält unsere Welt viele Individuen, die das Leben so interessant und aufregend machen.

So, ich hoffe, mit diesem Roman habe ich mich jetzt verständlicher gemacht und entschuldige mich dafür, dass ich das vorher so unverständlich geschrieben habe.
Und noch ein Wort zum eigentlichen Thema, dem HbA1c: Natürlich ist er wichtig, aber wir sollten nicht uns und unsere Kinder darüber definieren und uns zuviel den Kopf machen. Es ist und bleibt "nur" ein Wert.
Gruß Vera
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Letzte Änderung: von monday.

Aw: HbA1c 14 Jan 2012 15:11 #63873

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Liebe Vera,

ich habe das:

Trotzdem sind meine Kinder nicht im Gottesdienst in der Kirche herumgerannt, obwohl sie eben auch sehr bewegungsfreudig waren und sind. Warum nicht? Wahrscheinlich, weil es mir einfach wichtig war. Im Gegensatz dazu hat mein Sohn ewig bei mir im Bett geschlafen und ich habe das zugelassen, zum einen, weil ich das Gefühl hatte, er braucht die Nähe und zum Anderen, weil ich es nicht so wichtig fand, dass ich das durchgezogen hätte. Darüber haben sicher auch einige den Kopf geschüttelt.


mal rausgezogen, weil es das zusammenfasst, was ich 100%ig unterschreibe und genauso auch sehe ;)

Grob zusammengefasst läuft das für mich unter "authentisch". Meine Tochter zB würde zu einer von jenen gehören, die in der Kirche umherläuft. Es stört mich nicht denn genau aus dem Grund gehen wir GEMEINSAM ausschließlich zu Kindergottesdiensten. Will ich in Ruhe den Worten lauschen, gehe ich allein ;) (außerdem singe ich im Chor - von daher habe ich genügend Möglichkeiten, ohne Kind den Gottesdiensten beizuwohnen)...

Auch meine Tochter schlief und schläft ;) bei uns im Bett - auch hier habe ich mir (anfangs) Bestätigung bei Herrn Gonzales (da aber "In Liebe wachsen" ) und bei Herrn Sears ("Schlafen und wachen" ) geholt bis ich mir meines Bauchgefühles so sicher (und so bestätigt) war, dass ich Worttiraden von Aussenstehenden an mir abprallen lassen konnte - beschäftigen tut es mich nach wie vor :(

Es gibt auch bei mir/uns eine Reihe von Dingen, die mir nicht so wichtig sind, dass ich es auf Machtspielchen ankommen lasse oder nur an manchen Tagen oder eben nie. Im Gegenteil, oft lasse ich meine Tochter "bewusst" gewinnen - schließlich soll sie auch das "lernen" und erleben dürfen.

Die Meinungen, Erfahrungen und Ansichten zu diesem Thema sind wirklich so weit gefächert und so individuell, dass man da mMn wirklich nicht viel dazu sagen kann. Das macht es aber für mich noch unverständlicher, mit welchem Recht der Kinderarzt (der das Kind ja im Normalfall nur im Ausnahmezustand, nämlich krank, erlebt) sich ein Urteil darüber erlaubt bzw. Ratschläge gibt. Und das ist ja nicht die Ausnahme, sondern offensichtlich weit verbreitet - überall liest und hört man, dass Kinderärzte (teilweise selbsternannte) Stillberater, Ernährungswissenschaftler, Schlafexperten und Psychologen sind... Unsere (alte) Kinderärztin war FÜR MICH vor allem eins: ein Mensch, den ich wegen meinem erkrankten Kind aufsuchte - nicht mehr und nicht weniger... Hatte ich ein Stillproblem, ging ich zur Stillberaterin. Als meine Tochter nicht essen wollte --> Stillberaterin (eher mit dem Hintergrund, ob das denn noch ausreiche denn das bekommt man ja von überall her ausgeredet). Schlafen hab ich bewusst nie irgendwo angesprochen, außer - ihr ahnt es - bei der Stillberaterin...

Mittlerweile haben wir den Arzt gewechselt, auch weil ich mit diesen ungefragten Ratschlägen, die so gar nicht meiner Meinung entsprachen, nicht mehr zurechtkam - immerhin ist ein Arzt ja irgendwo eine Respektsperson und ich fühlte mich irgendwie kleingemacht und angegriffen...

Na ja, jetzt reichts aber wirklich mit dem OffTopic ;) Das ist ja schon fast einen eigenen Thread wert ;)

Fazit: Ich denke, wir beide meinen grundsätzlich das gleiche. :laugh:
Liebe Grüße,
Diana

mit Greta (*06/2008, D seit 09/2011, CSII seit 10/2012 - AccuChek Spirit Combo mit Humalog)

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Letzte Änderung: von DianaT.

Aw: HbA1c 14 Jan 2012 15:16 #63874

  • tessa
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Hallo,

vielen Dank für Deine Ausführungen, vera. Du sprichst mir aus der Seele. Wir haben es so geregelt, dass die Kinder (nun ja schon groß) immer sitzen bleiben mussten, bis das letzte Kind fertig war, so dass die Kinder gemeinsam aufstehen. Auch in der Kirche oder im Konzert haben sie früh gelernt, dass dies Orte sind - im Gegensatz zum Spielplatz oder zu Hause - wo eine gewisse Ruhe erwartet wird. Ich war jetzt mit meinem 2,5jährigen Enkel, der wirklich sehr lebhaft und vor allem laut ist, auch im Krippenspiel zusammen mit meinen großen Mädchen (14 und 12). Er hat tatsächlich sehr aufmerksam still gehalten auf meinem Schoß. Aber wenn das zuviel geworden wäre, hätte ich mit ihm auch zumindest vorübergehend die Kirche verlassen, um dann einen neuen Versuch zu starten. Aber wie Du schon sagst, ist dies ja individuell, was einem wichtig ist und was nicht. Und da tickt wirklich jede Familie anders. Erziehungsfragen sind ja oft auch hochexlosiv als Gesprächsthema. Grundsätzlich würde ich aber beim Essen darauf Wert legen, dass es eine schöne Situation ist, in der sich alle wohlfühlen. Für mich gehört z. B. dazu, dass niemand zum Aufessen gezwungen werden darf. Habe das noch in schlimmer Erinnerung von früher.

Zum Blutzuckerwert: Ja, es ist nur ein Wert. Und dieser Wert lässt sich oft trotz aller Bemühungen nicht kontrollieren oder erklären. Das Kind ist mit hohen und niedrigen Werten genauso liebenswert wie mit optimalen Werten. Ich habe mir zum Glück auch die ewige Frage nach den Werten abgewöhnt. Die Frage kommt eher am Rande mal oder am Tagesende wegen Blutzuckertagebuch.

Gruß in die Runde und natürlich trotzdem allzeit gute Werte

Teresa

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Aw: HbA1c 15 Jan 2012 14:17 #63906

  • Wenke
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Entschuldigt bitte, dass ich diese Diskussion über Kindererziehung quasi angestoßen habe, indem ich gesagt habe, dass es blöd ist, dass ein Kind stillsitzen soll.

Ich meinte nur folgendes:
Bei Kleinkindern im Trotzalter gibt es manchmal Tage, da scheinen sie geradezu darauf fixiert zu sein ausschließlich das zu wollen, was man ihnen nicht erlauben kann.
Manchmal will meine Tochter (25 Monate) erst unbedingt ein Messer, dann eine Schere, dann den Kloreiniger, dann das "gute" Porzellan, dann auf eine Leiter steigen, dann das Bad unter Wasser setzen, auf die heiße Herdplatte klettern, sich nur von Süßem ernähren usw.

Und immerzu muss ich ihr die Sachen verweigern bzw. abnehmen bzw. sie retten.
Und jedesmal bricht sie in Tränen aus. Sie heult herzzerreißend oder sie wird richtig wütend und schlägt ihren Kopf gegen eine Wand und bricht dann natürlich erst recht in Tränen aus. Wenn mehrere solcher Aktionen schnell auf einander folgen, ist der Tag oft gelaufen. Es geht aber nicht immer, dass der Tag gelaufen ist. Man hat ja vielleicht noch Termine und sei es nur, dass man den großen Bruder (wir haben 3 Kinder) vom Kindergarten abholen muss und zwar ohne dass sich Töchterchen auf dem Weg dorthin kopfüber in die nächste Schlammpfütze fallen lässt, weil sie sich so eingeheult hat, dass sie sicher längst nicht mehr weiß, was eigentlich der Stein des Anstoßes war...

Und an solchen Tagen, da ist es mir dann echt egal, ob sie beim Essen mal aufsteht. Da erlaube ich auch mal was, was ich sonst nicht erlauben würde, solange es etwas von den Dingen ist, die man eben erlauben kann, ohne dass das Kind dabei einen Schaden (wie bei Messer, Scheren, Leitern, endlosem Süßkram usw.) nimmt .

An anderen Tagen ist sie dann ganz anders. Kurz vor Weihnachten musste ich zu einer Beerdigung. Da ich nun mal keine Betreuung habe, musste die Tochter mit. Und siehe da, sie saß lammfromm neben mir in der Kirche und lauschte, als verstände sie jedes Wort, das die Pfarrein sagt und auch auf dem Friedhof (es war kalt und regnete) war mein Kind die Ruhe selbst. Und als ich dann auch noch angesprochen wurde, wie süß und wie unglaublich brav sie sei, man habe ja keinen einzigen Mucks von ihr gehört... das war Balsam auf meine geschundene Mutterseele. :)

LG Heike
Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

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Aw: HbA1c 15 Jan 2012 15:02 #63913

  • Gottwalt
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Hallo,

auch wenn schon vieles gesagt wurde:
Unser Diabetologe bei der Erstmanifestation (er ist inzwischen im Ruhestand) sagte uns folgendes: Der Hba1c ist der beste derzeit verfügbare Indikator (also NUR Indikator) für den Blutzuckerverlauf, und er korreliert bei Erwachsenen mit der Wahrscheinlichkeit von Spätschäden. ABER (und das ist wirklich ein fettes ABER): Es ist nie das Ziel, sondern die Folge des Blutzucker-Managements. Also: Wenn der Hba1c "zu hoch" ist (jeder Wert oberhalb der Normwerte von Nichtdiabetikern ist ja eigentlich "zu hoch"), dann kann man sich natürlich sorgfältig die Tagebucheintragungen ansehen und nachschauen, woran das liegen könnte, und wo man optimieren kann. Aber das muß man ja sowieso, deshalb ist man doch beim Diabetologen.

Zu den kleinen Einheiten: Wir verwenden von Anfang an aus diesem Grunde verdünntes Insulin, anfangs 1:10 verdünnt, inzwischen 1:2,5 verdünnt. Die Insulin-Hersteller liefern dazu der Apotheke kostenlos die Trägerlösung, und die Apotheke mischt das Insulin im richtigen Verhältnis. Das verdünnte Insulin kann man dann natürlich viel genauer dosieren, das erleichtert den Alltag sehr.

Zum verzögerten Bolus: Den gebe ich erst NACH dem Essen ab! Das heißt, vielfach mache ich es abends (denn da ist es meist ein Problem, daß das Insulin schneller wirkt als die Verdauung nachkommt) so, daß ich erstmal vor dem Essen einen kleinen Sofort-Bolus gebe, bei S..., der ja viel ißt, für etwa 1 BE. Und nach dem Essen gebe ich den Bolus für den Rest des Abendessens (bei S... dann nochmal 3 oder 4 BE) verzögert über 2 oder 2,5 oder 3 Stunden, je nachdem, wie es ihm geht und je nachdem, was er gegessen hat. Das hat sich bei uns bewährt. Aber ich denke, da kann und sollte jeder für sich rumexperimentieren, und da wird es auch immer wieder unterschiedliche Lösungen geben, je nach Alter und Lebensumständen etc.

Generell zu den starken Schwankungen, das haben wir ja auch. Wir künnen uns bis heute leider nicht anders behelfen als mit sehr vielen Messungen, zur Zeit etwa 12 Messungen in 24 Stunden im Durchschnitt, das Wenigste waren bisher 8 Messungen, aber hin und wieder sind es auch wieder deutlich über 20 Messungen. Da fällt tatsächlich auch dem Diabetologen nichts anderes ein ... allerdings konnten wir auf diese Weise Hypos fast vollständig vermeiden (bisher etwa pro Jahr zweimal unter 50mg/dl oder 2,8mmol, und etwa einmal im Monat unter 65mg/dl bzw. 3,8mmol). Leider sind auf der anderen Seite täglich viele Werte deutlich über 250mg/dl bzw. 13,9mmol dabei, die wir dann auch immer sehr schnell und massiv korrigieren müssen, da er sonst sehr rasch eine starke Insulinresistenz entwickelt und erst nach Stunden wieder runterkommt ... also bleibt nur messen messen messen ... leider.

Lieben Gruß

Gottwalt

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