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Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 09 Jan 2012 16:03 #63644

  • Wenke
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Hallo!

Ich hätte mal eine dringende Frage. Wie wahrscheinlich ist es eigentlich infolge von ÜBERzucker ins Koma zu fallen?

Ich meine jetzt keine Ketoazidose, sondern einen Bewusstseinsverlusst allein aufgrund von KH-Konsum ohne entsprechende Insulingabe.

Die Frage ist bei uns akut, denn die Stadt sagt nun, Lars dürfe deshalb nicht in die Nachmittagsbetreuung (Ganztagsschule), weil nicht genug Personal da wäre, um ständig zu garantieren, dass er keinen "Lebensmittel zwischendurch" zu sich nimmt.

Das ist natürlich Unfug, schließlich wird Lars während des Unterrichts auch nicht "dauerbewacht". Er weiß, dass er nicht einfach so (=ohne Insulin) essen darf, was ihm vielleicht ein Freund zusteckt und hält sich auch mit wenigen Ausnahmen daran (zumindest seit er die Pumpe hat, vorher hat er sich freilich gern mal außer Haus ein Eis "besorgt", weil er wusste, dass er zu Hause zwar auch eins bekommt, Mama dann aber gleich wieder mit dem Pen ankommt, was er nicht so gut fand...).

Das die Erzieherinnen Angst vor UNTERzucker haben, kann ich ja nachvollziehen. Die habe ich auch!! Dass er von Tisch aufsteht, und nur die Hälfte von dem, für was er gebolt hat, aufgegessen hat, ist leider nicht ganz auszuschließen.

Aber der umgekehrte Fall... also ich habe da Angst vor Spätschäden, wenn Lars wirklich täglich Bonbons von Freunden zugesteckt bekäme und regelmäßig ganze Nachmittage mit 300er-Werten rumliefe. Aber ich halte nicht nur das regelmäßige, heimliche Naschen für sehr unwahrscheinlich, sondern denke, dass er doch wirklich allerlei in sich reinstopfen müsste, um deshalb ins Koma zu fallen.

Ist das hier schon mal jemandem passiert, ein Koma wegen Überzucker bei ausreichender Basal-Versorgung, also ohne Ketoazidose?

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 09 Jan 2012 16:25 #63646

  • monday
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Hallo Heike,
von allen, von denen ich bisher gehört habe sind das Menschen gewesen, die über Monate nicht mehr gespritzt haben. Eben jenes Mädchen mit HbA1c von 22, da sagte unsere Ärztin aber auch, hätten die Eltern sie später gefunden wäre sie tot gewesen. Und noch von einer anderen jungen Frau, die abnehmen wollte und das geht ja super mit Ketoazidose.....
Meine Tochter hatte nach der Manifestation erst einmal eine leichte Ketoazidose, als wir den Sensor hatten und der sich nachts ausgestellt hat, weil sie unterzucker hatte. Und hohe Werte und nicht abgegeben weil vergessen, das hatten wir schon öfter und da hatte sie nie eine Ketoazidose. Es hängt aber auch ein bisschen vom einzelnen ab, manche reagieren da empfindlich und haben sehr schnell Ketone. Meine Tochter gehört zum Glück nicht dazu.
Ich drücke euch die Daumen, dass dieses Thema sich für deinen Sohn endlich zum guten entwickelt und er die Ganztagsgruppe besuchen darf.
Gruß vera
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Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 09 Jan 2012 18:45 #63653

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Hallo,

das scheint wohl sehr unterschiedlich zu sein, auch, wie stark und wie schnell jemand dann „hochschnellt", und wie sehr sich dann eine Insulinresistenz entwickelt, sodaß auch das Basalinsulin keinen nennenswerten Effekt mehr hat.

Ich kenne nur einen einzigen Fall, wo sich der Freund unserer Nachbarn nach dem Hockeyspielen wohl etwa 1,5l Limo hinter die Binde kippte, zu bolen vegaß und dann auf dem Sofa einschlief. Als ihn die Eltern zwei Stunden später fanden, war er nicht mehr richtig wachzukriegen und nicht mehr wirklich ansprechbar, wie schwer betrunken. Er bekam dann vom Notarzt wohl Insulin intravenös, fühlte sich noch eine Weile schlecht, und dann wars aber auch wieder gut.

Insofern verstehe ich die Angst auch nicht so wirklich, denn betreut werden die Kinder ja, das heißt, vor einem Überzuckerungskoma kämen erstmal deutlich auffällige Verhaltensweisen und Unwohlsein. Zumindest ist dies bei S... immer so, wenn er hoch ist.

Lieben Gruß

Gottwalt

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Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 09 Jan 2012 19:01 #63655

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Hallo Heike,
das Argument der Schule scheint mir an den Haaren herbeigezogen!
Marie hatte infolge einer Hypo mal ein HI, also nen Bz>600. Das fiel den Erziehern aber erst bei der Mittagsmessung auf und Marie wollte damals sogar noch nen großen Nudelteller essen.
Ich denke, dass so ein hoher Wert sicher für einen Schreck sorgt, aber dafür messen unsere Kinder ja regelmäßig und wir sind per Handy erreichbar, oder!?
Maja

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Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 09 Jan 2012 20:48 #63659

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MarieR schrieb: Hallo Heike,
das Argument der Schule scheint mir an den Haaren herbeigezogen!
Marie hatte infolge einer Hypo mal ein HI, also nen Bz>600. Das fiel den Erziehern aber erst bei der Mittagsmessung auf und Marie wollte damals sogar noch nen großen Nudelteller essen.
Ich denke, dass so ein hoher Wert sicher für einen Schreck sorgt, aber dafür messen unsere Kinder ja regelmäßig und wir sind per Handy erreichbar, oder!?
Maja


Hallo Maja,

das sehe ich genauso!

Wer die Begründung verfasst hat, hatte wohl von Tuten und Blasen keine Ahnung und hat einfach irgendwas ausgegraben, was er mal bei Rosamunde Pilcher oder im Tatort gesehen hat.

Das Risiko von UNTERzucker besteht ja leider, weil ich mir echt nicht so sicher bin, ob mein Herr Sohn nicht ebenfalls fluchtartig den Tisch verlässt, wenn zwei seiner Freude aufstehen, ganz gleich ob er nun aufgegessen hat, aber Überzuckerschock...

Die drehen sich's auch wie's ihnen passt. Das Sozialamt sagt, Lars kriegt keinen Integrationshelfer, weil er keinen braucht. Und die Stadt sagt, er braucht einen, es ist aber kein Geld dafür da und deshalb darf er halt nicht in die Nachmittagsbetreuung...

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 09 Jan 2012 20:58 #63660

  • Gottwalt
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Die drehen sich's auch wie's ihnen passt. Das Sozialamt sagt, Lars kriegt keinen Integrationshelfer, weil er keinen braucht. Und die Stadt sagt, er braucht einen, es ist aber kein Geld dafür da und deshalb darf er halt nicht in die Nachmittagsbetreuung...


Ja, so ist das wohl häufig ...

Aus welchen Gründen soll er denn in die Ganztagsbetreuung? Wenn es deshalb ist, damit er Kontakt mit seinen Freunden haben kann, greift § 54 SGB 12 sofort, und die Stadt muß zahlen und hat keine Wahl.
Wenn es ist, weil Du arbeitest, muß im Ernstfall die Krankenkasse nach § 37 SGB 5 sogar Grundpflege und hauswirtschaftliche Betreuung leisten, also eine permanente Betreuungskraft stellen, weil Du in der Zeit die Betreuung ja nicht leisten kannst.

Also, wie Du es auch drehst und wendest: Einer wird leisten müssen.
Und dann haben sie keine Ausrede mehr.

Lieben Gruß

Gottwalt

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Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 09 Jan 2012 21:31 #63664

  • Wenke
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Gottwalt schrieb: Ja, so ist das wohl häufig ...

Aus welchen Gründen soll er denn in die Ganztagsbetreuung? Wenn es deshalb ist, damit er Kontakt mit seinen Freunden haben kann, greift § 54 SGB 12 sofort, und die Stadt muß zahlen und hat keine Wahl.
Wenn es ist, weil Du arbeitest, muß im Ernstfall die Krankenkasse nach § 37 SGB 5 sogar Grundpflege und hauswirtschaftliche Betreuung leisten, also eine permanente Betreuungskraft stellen, weil Du in der Zeit die Betreuung ja nicht leisten kannst.

Also, wie Du es auch drehst und wendest: Einer wird leisten müssen.
Und dann haben sie keine Ausrede mehr.

Lieben Gruß

Gottwalt


Hallo Gottwald,

erstmal soll er mit den Freunden zusammen sein können, die fast alle dort sind und deshalb am Nachmittag immer erst spät Zeit für Verabredungen haben.
Außerdem soll er an der Hausaufgabenbetreuung teilnehmen können. Lars ist zwar laut seiner Lehrerin ein guter bis sehr guter Schüler, aber so gar kein Freund von Hausaufgaben. Zu Hause, wo zwei kleine, noch nicht schulpflichtige Geschwister durchs Haus lärmen, findet er (obwohl er ein eigenes Zimmer hat) keine rechte Ruhe. Und wir hoffen halt, dass er in der Schule, zusammen mit den Freunden, die wie er Aufgaben machen müssen, mehr Motivation hat.

Ferner läuft am 09.12.2012 meine Elternzeit für die kleine Schwester aus. Lars sollte rechtzeitig lange vorher in die OGS gehen, damit sich alle Beteiligten (einschließlich ihm selbst) an die Situation gewöhnen können.
Wenn ich wieder arbeite, bin ich (laut Navi) zwar nur 11 km entfernt, aber bei der Verkehrsdichte in und um Köln, könnte ich beinahe ebensogut auf dem Mond arbeiten... ;)

Wie auch immer, übermorgen ist Anwalt angesagt.

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)
Letzte Änderung: von Wenke. Begründung: Tippfehler

Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 10 Jan 2012 17:03 #63687

  • delphyine
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Heike,
mein Vater ist drei mal ins Koma gefallen wegen hohem Zucker:
1. er war trotz Typ 1 auf tabletten eingestellt, die irgendwie nicht helfen wollten, der Zucker war über Monate eh viel zu hoch, die Ärzte schimpften, er wäre zu nachlässig, verschrieben andere Tabletten. Half alles nix, er fiel ins Koma. Die Ärzte korrigierten den Fehler, er hatte Typ 1.
2. Magen-Darm-Infekt plus Grippe. Er konnte erst gar nichts essen, gerade so, dass er nicht in Unterzucker fiel, dann kam Fieber hinzu. er kam mit dem korrigieren nicht nach hatte Ketone, aber ausschlaggebend werden wohl die Ketone gewesen sein.
3. Absolute Verweigerung der Therapie. Hat ewig nicht gespritzt, Cola getrunken, Alkohol dazu. (nach der Trennung)

Ich sehe keinen Zusammenhang mit irgendeiner Situation, die je in irgendeiner Schule auftreten könnte...Was sagte der Anwalt? Zieht ihr das durch? Die drücken sich doch wo sie können bei euch.

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Aw: Schon mal jemand einen Überzuckerschock gehabt? 11 Jan 2012 07:13 #63708

  • Wenke
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delphyine schrieb: Heike,
mein Vater ist drei mal ins Koma gefallen wegen hohem Zucker:
1. er war trotz Typ 1 auf tabletten eingestellt, die irgendwie nicht helfen wollten, der Zucker war über Monate eh viel zu hoch, die Ärzte schimpften, er wäre zu nachlässig, verschrieben andere Tabletten. Half alles nix, er fiel ins Koma. Die Ärzte korrigierten den Fehler, er hatte Typ 1.
2. Magen-Darm-Infekt plus Grippe. Er konnte erst gar nichts essen, gerade so, dass er nicht in Unterzucker fiel, dann kam Fieber hinzu. er kam mit dem korrigieren nicht nach hatte Ketone, aber ausschlaggebend werden wohl die Ketone gewesen sein.
3. Absolute Verweigerung der Therapie. Hat ewig nicht gespritzt, Cola getrunken, Alkohol dazu. (nach der Trennung)

Ich sehe keinen Zusammenhang mit irgendeiner Situation, die je in irgendeiner Schule auftreten könnte...Was sagte der Anwalt? Zieht ihr das durch? Die drücken sich doch wo sie können bei euch.


Hallo Nadine,

ja ich bin auch sehr gespannt, was ich heute (beim Anwalt) zu hören kriege. Gestern kam der Brief vom Jugendamt.
Ich hätte schreien können: eine Ansammlung von Halb- und Unwahrheiten, von Angaben auf einen Stand von vor Monaten, an den Haaren herbeigezogenes, vieles was der Schreiber wohl quasi per "Stille Post" erfahren hat (die Abweichungen, vom dem, was wirklich passiert ist, sind z.T. so stark, dass sie nicht allein auf den subjektiven Empfindungen allein einer Person beruhen können, sondern durch mehrere Ohren und Münder gegangen sein müssen...). Man muss kein Experte sein, um zu merken, dass der Verfasser sein Wissen über DM wohl aus Filmen und Romanen bezogen hat...

Ich musste erstmal Baldrian nehmen, sonst wäre ich an die Decke gegangen.

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)
Letzte Änderung: von Wenke. Begründung: Tippfehler
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