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Diabetes-"Paten" 18 Dez 2011 12:58 #62790

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Hallo Ihr Lieben,

seit einiger Zeit machen wir folgende, uns sehr stärkende Erfahrung:
Immer häufiger begegnen wir erwachsenen DM T1 Menschen (natürlich, weil wir mehr darauf achten). Und eigentlich immer machen diese konkrete, wirklich schöne Angebote, um S... eine Zusatzfreude zu bereiten, ganz speziell für ihn. So nahm unser Diakon S... am Kinderbibeltag unter seine Fittiche und ermöglichte ihm so, ganz allein ohne irgendwelche Eltern oder sonstige "Helfer" teilzunehmen. Und S...s Schulbegleiterin Annemarie geht mit ihm zum Indoor-Spielplatz oder zum vorweihnachtlichen Keksbacken auf den Alsterschiffen oder oder oder (ja, sie hat selbst auch Diabetes Typ 1). Und gestern lernten wir nun einen Menschen kennen, der bei Jungheinrich in leitender Position tätig ist und unseren 8jährigen Jungen zu einer Stunde wilden Gabelstaplerfahrens aufs Firmengelände eingeladen hat. Er artikulierte auch ausdrücklich, daß Diabetiker zusammenhalten und Diabetes-Kindern Extra-Freuden schenken müssen.

Wie sind Eure Erlebnisse diesbezüglich? Was läßt sich vielleicht sogar "institutionalisieren"?

Lieben Gruß und einen frohen 4. Advent

Gottwalt

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Aw: Diabetes-"Paten" 18 Dez 2011 13:11 #62793

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Hallo Gottwald,

das ist schön, was Du von diesen Begegnungen berichten kannst. Bei uns ist leider niemand im engeren Umfeld, der Typ 1 hat, erwachsen ist und gut damit zurechtkommt. Es soll ja auch ein mutmachendes Beispiel für die Kinder sein. Aber auch für mich wäre es eine Entlastung zu sehen, da ist eine 30jährige mit Familie und Beruf und einem erfüllten Privatleben, die auch sei 15-20 Jahren Diabetes hat.

Gruß

Teresa

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Aw: Diabetes-"Paten" 18 Dez 2011 14:25 #62797

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Hallo Gottwald,

vor einigen Monaten habe ich bei Facebook eine alte Schulfreundin mit Diabetes wiedergefunden. Sie war nur kurz auf unserem Gymnasium (musste es dann wieder verlassen, weil sie die Schule nicht ernst genug genommen hat), aber in der kurzen Zeit waren wir eigentlich ziemlich dicke. Wir haben uns danach leider bald aus den Augen verloren, weil sie relativ weit wohnte.

Als wir eines Abends bei Facebook chatteten, schlug sie vor, dass wir uns mal treffen sollten. Ich war sofort sehr angetan. Ich dachte, vielleicht frage ich sie dann, ob sie auch Lars mal kennenlernen möchte. Sie gehört zu den Diabetikern, die der Meinung sind, dass man mit Diabetes gut leben kann und ich dachte, das wäre eine tolle Erfahrung für Lars... auch wenn sie "ein Mädchen" ist. :laugh:

Blöderweise hatte sie plötzlich doch keine so große Lust mehr mich zu treffen (obwohl ja sie das Treffen vorgeschlagen hatte). Sie sagte ab, meinte wir sollten uns eine Woche später treffen. Da sagte sie dann wieder ab und versprach sich zu melden, sobald sie wieder Zeit hätte. Das ist bis jetzt nicht geschehen.
Eine SMS und eine E-Mail von mir an sie blieben unbeantwortet.

Ist ein bisschen schade.

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Diabetes-"Paten" 18 Dez 2011 19:11 #62817

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Hallo,

wir haben ja das Glück, dass in unserem eigentlich kleinen Ort mehrere Typ 1 Diabetiker leben. Die Frau unseres Pastoren hat eine Pumpe, ein Bekannter hat seit 40 Jahren Diabetes , trägt eine PUmpe und läuft Marathon, dann ein ehemaliger Arbeitskollege meines Mannes auch seit über 40 Jahren dabei ebenfalls Pumpenträger. Und dann noch ein 8 jähriges Mädchen, ein 12 jähriges Mädchen und ein 17 jähriger Junge. Dann ist noch der Schwiegervater meines Schwagers PUmpenträger . Elias guckt sich gerne die Pumpen an und findet es dann spannend und wir freuen uns, dass all diese Menschen Vorbilder sind, die mitten im Leben stehen, einen guten Beruf haben und keine Folgeerkrankungen haben. Man fühlt irgendwie eine Verbundenheit mit Ihnen und freut sich sie zu sehen.

LG Verena

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Aw: Diabetes-"Paten" 18 Dez 2011 20:55 #62826

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Wir haben meinen Vater, der Typ I hat, aber gar nicht mit klar kommt. Schon zig mal im Koma lag und diverse Folgeerscheinungen hat, immerhin lässt er die Finger weitgehend vom Alkohol (die Häufigkeit und Menge an Alkohol, die er trinkt, lässt mich aber an der Typ I-Theori zweifeln). Und einen Bekannten, der behauptet seit einer Kortisonbehandlung Typ Ier zu sein, ist ebenfalls Alkoholiker (würde er abstreiten), also auch nicht so das Paradebeispiel.
Ich habe ehrlich gesagt erstmal die Suche aufgegeben.

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Aw: Diabetes-"Paten" 18 Dez 2011 23:43 #62831

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Hallo,
mein Schwager hat auch Typ 1 und auch seit einiger Zeit eine Pumpe. Franzi findet es immer ganz toll, ihn zu treffen, weil sie sich dann zum Messen und Bolen verabreden und das gemeinsam machen. (Mein Schwager misst sich dann halt häufiger als sonst, um ihr eine Freude zu machen) und sie fachsimpeln, wieviel BEs die Torte bei der Oma wohl haben könnte.
Das findet unsere Tochter immer super.

Ansonsten gibt es um uns rum auch eher nicht so viele Vorbild-Diabetiker.

Aber wenn man das Glück hat, auf solche Menschen zu treffen, die dann auch noch bereit sind, sich auf das Kind einzulassen, ist das natürlich eine perfekte Gelegenheit.
Viele Grüße
Petra

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Aw: Diabetes-"Paten" 19 Dez 2011 06:31 #62834

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wir haben das "Glück" das mein Mann seine Cousine DM typ 1 ist und seit ca. 3 Jahren eine Pumpe hat. Sie musste jetzt wo sie uns besucht hat Rede und Antwort stehen :silly: da wir sie förmlich ausgequetscht haben. Jamie ist zwar noch zu klein um zu verstehen das sie auch DM hat, aber ich denk für die Zukunft wird sie ihm eine große Hilfe sein.... und uns auch ;)

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Aw: Diabetes-"Paten" 23 Dez 2011 07:56 #63033

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Hallo Gottwalt,
mein Schwager ist auch Typ 1, aber es ist eher so, dass wir ihm helfen und nicht umgekehrt. Meine Tochter hat es aber auch schon länger als er.
Ich habe auch schon mal überlegt, dass meine Tochter gut Babysitten könnte, bei einem DM Kind. Allerdings kennen wir kein kleines Kind mit DM. Von daher wäre eine Istitutionalisierung toll. So könnten Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen zusammenkommen.
Danke für dienen Beitrag und deine Idee.
Gruß Vera

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Aw: Diabetes-"Paten" 24 Dez 2011 14:35 #63071

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Hallo Gottwald,

ich persönlich habe in all den Jahren, die meine Tochter krank ist, gerade mal 2 Typ1-Diabetiker kennengelernt, ein inzwischen 12-jähriges Mädchen und ein Bekannter meines Mannes, der es allerdings erst mit 25 Jahren bekommen hat.

Und leider ist mir gerade vorgestern wieder jemand begegnet (die Mutter einer Lehrerin), die sagte, meine Tochter bräuchte doch nur viel Sport treiben, dann würde das wieder weggehen :woohoo:

LG Lili

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Aw: Diabetes-"Paten" 25 Dez 2011 07:36 #63076

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Hallo Lili,

das sieht bei uns überraschenderweise gaaaaanz anders aus. Schon als S... noch nicht DM 1 hatte kannte ich einige DM T1er, einer davon war sogar in meiner Schule gewesen. Ihn kontaktierte ich nach S...s Erstmanifestation, er braucht lustigerweise seit er 36 ist kein Insulin mehr ... die Ärzte nennen das Spontanremission bzw. sagen, dann war es wohl doch irgendeine andere Fehlreaktion der Bauchspeicheldrüse oder sonstwas ...
Aber seit S... DM T1 ist treffen wir wirklich lustigerweise immer wieder andere. Neulich war z. B. ein BauIng in der Praxis meiner Frau, und als keiner von uns die Uhrzeit wußte, holte er rasch seine Combo aus der Tasche und schaute drauf. Aber auch bei einem Fernsehbeitrag, der neulich hier gedreht wurde, holte der Tontechniker seinen Pen aus der Tasche und spritzte sich schnell, und auf Nachfrage von S... wurde dann über die verschiedenen Meßstreifen und Meßgeräte, über den (bisher unerfüllten) Pumpenwunsch des Tontechnikers etc. diskutiert, der sich dann sehr interessiert auch S...s Omnipod zeigen ließ. Und direkt neben uns wohnt der Diakon der Kirchengemeinde hier, der eben auch DM T1 ist und eine Combo trägt. Aber auch eine junge Frau, inzwischen Studentin, wohnt hier um die Ecke, die mir viel über ihre Pubertätsschwierigkeiten (und daraus resultierende Pumpenpause) mit dem Diabetes erzählte, und eben nun der Gabelstapler-Chef. Aber z. B. auch ein ehemaliger, inzwischen leider verstorbener Nachbar, der früher ein Wirt hier in St. Pauli war und S... stets schwer beeindruckte, am meisten, als er einen anderen doofen Nachbarn, der seinen Hund auf die spielenden Kinder hetzen wollte, mit einem Faustschlag niederstreckte, und einen pinken, mit sehr viel Plüsch ausgeschmückten Porsche fuhr.
Zum Glück waren das bisher alles Menschen, die ihr Leben sehr individuell, aber glücklich gestalteten und selbstbestimmt mit dem Diabetes umgingen, sodaß jeder auf seine Weise als Vorbild diesbezüglich dienen kann. Und eigentlich alle kümmerten sich besonders um S..., nahmen ihn ein wenig unter ihre Fittiche und zeigten ihm wirklich, was sie Interessantes machen. So hat sich bei ihm verfestigt, daß man einfach sein Leben mit Diabetes leben kann. Und das erscheint mir wichtig, und uns Eltern tut es natürlich auch gut.
Worum es mir aber geht: Einige dieser Menschen empfinden ganz offensichtlich eine deutliche Motivation, Kindern mit DM T1 zu helfen, ihnen zu zeigen, daß man mit DM T1 glücklich leben kann, ihnen eine Zusatzfreude zu bereiten oder wie auch immer. Und ich erlebe zumindest, wie wichtig das für S... ist und frage mich deshalb, wie man das fördern oder vielleicht irgendwie institutionalisieren könnte. Aber da bin ich noch nicht wirklich weiter ...

Lieben Gruß

Gottwalt
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