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THEMA: #LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen!

#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 13 Jan 2020 19:48 #113049

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Auf Diabetes-Kongressen und in Fachpublikationen begegnet man ständig „schlecht eingestellten Diabetikern“, denen es an „Therapietreue mangelt“ und die deshalb „einer Lebensstilintervention zugeführt werden müssen“. An dieser Sprache muss sich dringend etwas ändern, findet die Bloggerin, Journalistin und Patientin Antje Thiel.

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Michael Bertsch
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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 13 Jan 2020 20:14 #113050

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Ernsthaft???...

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 13 Jan 2020 21:18 #113051

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genau das habe ich mich auch gefragt

„Mensch mit Diabetes“ statt „Diabetiker oder Diabetikerin“

wäre nicht besser "Divers mit Diabetes" :P
oder

„Hohe und niedrige“ statt „gute und schlechte“ Blutzuckerwerte

Ich frag mich, ist Hoch gut oder schlecht und was ist dann tief? :huh:

usw.

Cheffchen

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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 13 Jan 2020 22:08 #113052

  • Emmi1909
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Ich find's gut B)
Wäre sowieso dafür, dem Typ 1 Diabetes mal einen neuen Namen zu verpassen, damit man nicht immer mit den 2ern über einen Kamm geschert wird. Dann muss man sich vielleicht nicht mehr die üblichen Sprüche anhören (mein Opa hat auch Zucker.. oder: das Kind von denen hat ganz "schlimm Zucker"...)
Jau.. hat es :P

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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 13 Jan 2020 22:17 #113053

  • AlexMo
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Ich habe meinen Sohn gefragt, ob es ihm lieber sei, als Junge/ Mensch mit Diabetes "angesprochen" zu werden statt als Diabetiker.
Stirnrunzelnd war seine Antwort "aber ich bin doch Diabetiker..." und er (14) fühle sich dadurch nicht diskriminiert

Eine Unterscheidung zu Typ 2 Diabetikern würde durch diese sprachliche "Feinheit" doch auch nicht geben. :S

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 14 Jan 2020 12:30 #113054

  • Leloo
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Kann man drüber streiten.... Aber was mich tatsächlich nervt, ist diese Sache mit der "Einstellung". "Ist er gut eingestellt?" - Was ist das für eine Frage bitteschön? Mal ja, mal nein, mal besser, mal schlechter. Ich finde, diese Frage hat überhaupt nichts mehr mit dem heutigen Diabetes-MANAGEMENT zu tun... Man kann ja heute jederzeit und selbständig an seinem eigenen Diabetesmanagement rumschrauben. Keine festen Vorgaben vom Doc, keine festen Essenspläne und auch nicht nur einmal im Quartal einen Blutzuckerwert. Man dreht doch quasi ständig an der "Einstellung" rum. Und ja, mein Sohn "leidet" nicht an Diabetes, er "hat" Diabetes. Ob er nun lieber ein "Mensch mit Diabetes" oder ein "Diabetiker" ist, ist ihm wahrscheinlich wurscht..... Aber eines hat er definitv nicht: und das ist ZUCKER :evil:

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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 14 Jan 2020 13:00 #113055

  • Cheffchen
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Beinbrecher = Mensch mit Beinbruch :o) , ich sehe das eher Lustig wie Apotheken die seit Jahrzehnten "Mohren Apotheke" heisen aber nun nicht mehr geht.

Das mit der Einstellung, stimmt is schwer, Eingestellt ist immer super, nur hält sich dieser Herr Diabetes nicht immer an den Einstellungen, deswegen Antworte ich in der regel (wenn die frage ernst gemeint ist) mit "Aktuelle Phase läuft gut/schlecht".
Überlege gerade hoch/tief würde im Ansatz null aussage haben.

Zu "Mensch mit Diabetes" waren auch ??? äh, ist doch klar das ich kein Hamster bin :o)

Cheffchen
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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 14 Jan 2020 15:29 #113056

  • mibi74
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  • Geburtsjahr: 2005
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Hallo!

Es gibt einen Film, der nennt sich "8 Blickwickel."
Man sieht 7 Mal das gleiche Geschehen, nur von unterschiedlichen Personen aus und erst mit dem letzten achten Blickwickel bekommt man das ganze Geschehen mit.

Jeder von uns sieht die Sache aus seiner Perspektive, seinem Blickwickel. Die Kunst ist es, auch die Anderen sehen zu können. Aber ehrlich, ich glaube, dass das unmöglich ist, weil keiner das Leben und Leiden aller auf dem Schirm hat.

Heutzutage wird der Diabetes viel zu viel ausgeschlachtet. Was vor Jahren Mangelware war, ist heute im Überangebot. Man wird förmlich davon erschlagen!
Bloggs, Videokanäle, Filme. Ich finde, wir haben ein ungesundes Maß erreicht, wo man sich mit noch mehr übertrumpfen möchte.
Wir sind von der Informationsflut übersättigt und das ist meiner Ansicht nach das Hauptproblem!!!!

Wenn ich etwas über mein Kind sage, dann muss ich zwangsläufig sprachlich erklären, was mein, sein, unser Leben so besonders außergewöhnlich macht. Wir sind eine besondere Familie und müssen uns mit schwierigen Lebsensituationen auseinandersetzen. Das ist Fakt. Das ist die Realität. Aber zu Hause rede ich ganz anders mit ihm. Als leidendes Wesen wird er nicht hingestellt. Und als Diabetiker schon mal gar nicht. Ich bin inzwischen der gleichen Ansicht, dass Diabetiker, ein sehr hässliches Wort ist. Es reduziert einen Menschen auf etwas, was er nicht ist.

Mein Kind "leidet" auch nicht an Diabetes. Aber ich kann es nachvollziehen, dass man als Eltern auch das Recht hat, deutlich zu machen, was man eigentlich leisten muss. Da braucht es keiner weichgespülten Worte. Da wird tacheles geredet und ja, für Menschen mit Diabetes, mag sich das befremdlich anhören. Und nerven tut das auch. Aber wie sich sonst Luft machen?
Es ist die Anerkennung unserer Leistung die fehlt!

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Letzte Änderung: von mibi74.

#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 14 Jan 2020 16:12 #113058

  • AlexMo
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    Diamant Schreiber
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Hallo Zusammen,

ja Mibi, da hast Du sicher Recht, es kommt auf die Blickwinkel an.
Für uns ist die sprachliche Unterscheidung hier tatsächlich nicht wichtig; (was für uns auch gar nicht geht, wie Leloo schon schrieb "er hat Zucker").

Mein Mann ist übrigens nicht nur Diabetiker, sondern auch Asthmatiker und generell Allergiker :whistle:
.
Auch da sehen wir in der reinen Formulierung keine Stigmatisierung.

Eine richtige/echte Anerkennung unserer Leistungen würde ich hingegen auch sehr begrüßen!!! Aber wie gesagt: das hat für uns nichts mit der Wortschöpfung zu tun.

Liebe Grüße

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
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#LanguageMatters! Bitte nicht mehr Diabetiker sagen! 15 Jan 2020 12:03 #113059

  • sonne72
  • Mitglied
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    Gold Schreiber
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Es muss "Beingebrochene/-r" lauten, andernfalls würde der Verdacht naheliegen, dass Sie/Er Beine anderer brechen. Eine unschöne Vorstellung. Wie hier mit dem Merkmal "Divers" umzugehen ist, muss man/fra gesondert bewerten.

Hier auf dem Land hört man im Wartezimmer oft: "Ich hab Rücken", "Ich hab Zucker" und jeder weiß was gemeint ist.

Empfindlich werde ich bei Gutachten/Arztberichten Im einleitenden Teil wird oft noch von hohen/niedrigen Werten geschrieben, lese ich später was von "schlechten" Werten, weiß ich ganz genau was am Ende stehen wird.
Mit schlechten Werten wird dem werten Leser gerne suggeriert, das der Patient daran irgendwie selber schuld ist, und hoppla, schon geht es nicht mehr um die medizinische Bewertung der momentanen Situation sondern um Schuld und warum ggf. eine Leistung vermeintlich zu Recht abgelehnt werden soll/kann/muss.

Ähnlich ist es mit Begrifflichkeiten wie „Compliance, Adhärenz oder Therapietreue“, ergänzt um "fehlende, mangelnde, suboptimale, eingeschränkte..." ergibt sich schnell das Bild einer selbstverschuldeten Krankeit oder gar eines bewußt herbeigeführten Zustandes oder Unwilligkeit etwas an der Situation zu ändern. Auch hier geht es aus Sicht des Schreibers oft um "Schuld" und nicht um Klärung oder konstruktive Therapieansätze.

Aktuell: Vor einem Jahr wurde eine Mutter-Kind-Kur mit zwei Begleitkindern nach wenigen Tagen abgebrochen. Das 2-Jährige Begleitkind hatte fiebrigen "Brechdurchfall" - eine sehr schöner und das Vorstellungevermögen anregender Begriff - die Klink sah sich außer Stande das Kind bzw. die Kinder zu behandeln und versorgen. Depressive Mutter, 5 jährige Tochter und die "Brechdurchfallende" wären im Zimmer ohne Behandlung und Therapie isoliert worden. Also fuhren alle drei nach Hause. Es handelte sich um einen "...eigenmächtigen Therapieabruch gegen ärztlichen Rat.", "Die Patientin zeigte eine fehlende Compliance". Ein Jahr später wurde das dann genau herangezogen um eine neuerliche Mutter-Kind-Kur abzulehnen. Von dem geschilderten Sachverhalt findet sich im Kurbericht ansonsten kein Wort.

Aus anderer Sicht könnte der momentane Zustand auch am "suboptimalen Therapiemanagemant des Therapeuten liegen" - er managt halt nicht richtig ;)

Bei uns ist das Teamarbeit. Unser Arzt sieht uns alle drei Monate für eine 3/4 h - in absoluten Ausnahmen telefonieren wir miteinander, den Rest machen wir und unser Kind. Warum? Wir kennen unser Kind besser und Diabetes ist nun mal höchst individuell. Manche arbeiten gerne mit "Schubladen" und wenn das nicht klappt geht es halt um "Schuld".

Und einen Punkt darf man nicht vergessen, Ärzte sind auch nur Menschen und nicht immer die sozial kompetentesten. In dieser Hinsicht haben wir bislang immer Glück gehabt.
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