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Ist so eine Kurve normal? 12 Aug 2020 15:29 #114473

  • Karo2013
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Hallo Alle,
ich finde es mal wieder total spannend zu sehen, wie unterschiedlich tatsächlich jeder reagiert.
Bei einem SEA von 30-60 Minuten wäre unsere Süße so was von im UZ. Wir spritzen direkt vor dem Essen, d.h., sie entscheidet, wie viel Kartoffeln, Brot oder was auch immer sie sich auftut, dann rechnen, spritzen und essen wir.
Im Normalfall haben wir dann einen leichten Anstieg, max. so auf 12, nach 1-2 Stunden sind wir wieder da, wo wir hergekommen sind. Wenn wir uns verschätzt und zu wenig gespritzt haben, sehen wir das nach 1,5 bis 2 Stunden. Dann ist sie zum einem viel höher gestiegen als üblich und andererseits bewegt sich auch nichts abwärts.
Dann korrigieren wir, warten macht bei uns dann keinen Sinn.
Gibt's Nudeln dürfen wir sogar erst nach dem Essen spritzen, da sie sonst immer im UZ gelandet ist. Als wir mal Fiasp testeten, ist sie regelmäßig beim Essen unterzuckert. :blink:
Dafür ist die Wirkung des Insulins aber eben auch schneller durch.

Also alles wie immer, jeder muss für sich rausfinden, wie was wann und wie lange funktioniert. Und wenn man denkt, jetzt geht's, ist es am nächsten Tag sowieso wieder anders, obwohl alles war wie immer (vermeintlich) :silly:

Aber mal ernsthaft, wie kriegt man die Empfehlung, 5 Stunden nach dem Essen wieder beim Ausgangswert zu sein mit den Vorgaben, 70% im Zielbereich zu sein unter einen Hut?
Bei drei bis vier Mahlzeiten am Tag geht das doch gar nicht :dry:

Liebe Grüße
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Letzte Änderung: von Karo2013.

Ist so eine Kurve normal? 12 Aug 2020 20:42 #114475

  • Sonnenblume
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Wo siehst du denn das Problem?
Mit dem passenden SEA sollte eigentlich kein starker Anstieg erfolgen.

Wir brauchen auch nicht immer einen so langen SEA. Wir messen halt einfach frühzeitig, um Zeit zum reagieren bzw. warten zu haben, falls der Wert mal höher ist.

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Ist so eine Kurve normal? 12 Aug 2020 22:52 #114477

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, warum die Kurve so aussieht. Da mein Sohn erst mit 10 Jahren Dia bekam, weiß ich jedoch nicht ob es bei kleinen Kindern genau so ist.

1. Der Katheter saß an einer ungünstigen Stelle, an der das Insulin nicht gut vom Gewerbe aufgenommen wurde.
2. Unser Sohn hat hin und wieder am dritten Kathetertag schlechtere Werte, da das Gewebe „gesättigt“ ist.
3. Dein Kind macht wahrscheinlich noch Mittagschläfchen, da weiß ich jedoch nicht ob es einen Zusammenhang gibt.

Manchmal kommen solche Kurve auch nicht noch einmal vor und man weiß einfach nicht woran es lag.

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Ist so eine Kurve normal? 14 Aug 2020 15:08 #114483

  • S123
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Danke euch allen!

@4You

Danke für diesen einfachen aber genialen Trick! Erst KH-freies Essen und dann kanns losgehen. Sehr clever!

@Karo
Hach, ich möchte dich am liebsten kurz umarmen für deinen Beitrag!

@Sonnemblume
Haha, ja wenn der SEA stimmt, dann ist die Kurve natürlich abgeflacht. Aber wenns mit SEA nur bedingt klappt, bzw die ganz Kleinen anders auf das Insulin reagieren (bei uns entsteht auch gerne mal plötzlich ein UZ wenn wir den SEA einhalten), dann entsünde ja die Situation, dass
immer wenn das Insulin nach 2 Stunden seine volle Wirkung entfaltet und das Kind nach sagen wir 3-4 Std wieder im Zielbereich wäre, schon wiwder die nächste Mahlzeit anstünde und sich das ganze Spiel mit dem ÜZ wiederholen würde. Wieso haben diese Mäuse auch nur so kleine Mägen, in die nur so wenig reinpasst!? :woohoo:

@MatHar
Das sind tolle Anregungen. Danke. Das mit der Sättigung ist bei uns ähnlich. Wir wechseln aber schon alle 2 Tage. Und das mit dem Mittagsschlaf stimmt natürlich. Beim Schlafen entsteht oftmals so ein Schwimmring ( so nennen wir das). So eine Art Pause, wo das Insulin nicht richtig aufgenommen wird. Aber leider tritt das Phänomen auch unabhängig vom Schläfchen auf.

Sop. Ich hab für mich jetzt einen Weg gefunden.
Seit ein paar Tagen, gebe ich einfach (vorsichtig dosierte Mengen) Insulin nach und beachte dabei in etwa die Korrekturregel und fange zur Not "am Ende" die Hypo wieder ab. Damit fühle ich mcih wohler. So gehen wir höchstens mal auf 16mmol für kurze Zeit. Damit komme ich eher klar, als 2-4 Stunden untätig auf einen roundabout 18er Wert zu starren.

Spannend fand ich mal die Anmerkung eines Forenmitglieds. Sie schrieb, dass sich bei einer größeren Insulinabgabe, die Sensitivität gegenüber dem Insulin im Verlaufe der Insulinwirkdauerzeit verändert und es auch dadurch zu Schwankungen kommt. Das fand ich recht plausibel.

Ich bin froh, dass es andere Wege als den Arzt-Lehrbuch-Weg gibt, der für unsere Situation einfach besser passt. Ist zwar nicht so formschön aber führt zum Etappenziel. Danke für eure Unterstützung mich da ein wenig von dem "So-hat-man-das-zu-machen"-Credo loszulösen.

Aloa
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Ist so eine Kurve normal? 15 Aug 2020 12:12 #114486

  • Leloo
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Huhu, ich habe auch noch einen Tipp. Unser Kurzer steigt nach dem Frühstück immer enorm an. Da tut auch ein SEA nicht viel... und wie du sagst, das geht mit kleinen Kindern auch echt schwierig. Wir haben das in der Kindergartenzeit so gehandhabt, dass wir das 2. Frühstück bereits mitgebolt haben und dieses 2. Frühstück wurde dann eben entsprechend eingenommen. Wie das ab Dienstag in der Schule laufen wird, werden wir sehen... :S
Bei uns passt sich der Diabetes noch sehr an unsere Gegebenheiten an, und wenn es gerade reinpasst, kann ich mal früher bolen, meist wird aber direkt zum Essen gebolt. Und ich halte mich auch nicht daran, dass es heißt, man soll frühestens nach 2h korrigieren. Meiner Meinung nach ist das Therapie mit blutigen Messwerten. Da besteht dann natürlich die Gefahr einer unbemerkten Unterzuckerung. Mit Sensor ist das etwas ganz anderes. Wenn ich nach einer halben Stunde oder Stunde sehe, dass der Wert extrem hoch geht, dann bole ich SOFORT noch etwas nach und habe dabei einen Snack im Hinterkopf, der dann entsprechend gegessen wird, oder auch nicht. Je nach Kurvenverlauf. So ähnlich hast du es ja nun auch beschrieben. Und ganz nebenbei: solche Kurven kommen vor, immer wieder - nur nicht verzweifeln! Ich denke, so lange wir Eltern einen Blick darauf haben und auch reagieren läuft das alles in die richtige Richtung! Der Sensor offenbart eben jeden Ausreißer, über den wir uns dann ärgern können - oder auch nicht :)
Alles Gute euch!

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Ist so eine Kurve normal? 16 Aug 2020 13:12 #114493

  • Sheila
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Hallo,

bei uns ist es ähnlich wie bei Leloo. Wir geben normalerweise sofort Korrektur, wenn wir sehen, dass der Blutzucker aus dem Ruder läuft und schnell steigt und steuern eventuell mit einem Snack nach.
Allerdings berücksichtigen wir auch, was danach noch ansteht, wie Sport, Trampolin oder Fernsehen, Ausflug etc.
Generell halten wir nur zum Frühstück einen Spritz-Ess-Abstand ein, sonst nicht.
Leider sieht man an der Kurve nicht, was morgens schon passiert ist. Sofern der Blutzucker gerade erst nach dem Frühstück wieder heruntergekommen ist und davor auch viel zu hoch war, könnte es auch eine eventuelle Resistenz sein, dann passen wir die Insulinmenge ebenfalls an.
Insgesamt kennen wir den Diabetes unseres Kindes sehr viel besser als jeder Arzt und jeder Tag ist anders, da kann man leider nicht immer mit Standards rangehen. Wir übernehmen die Therapie deswegen selbst. Alle 3 Monate die Faktoren beim Arzt zu besprechen würde bei uns sowieso nicht reichen, weil wir sie sehr viel öfter selbst anpassen. 3 Stunden nach dem Essen im Überzucker zu sein, würde ich auch nicht als optimal ansehen, auch wenn es immer mal passieren kann.
Ansonsten kann es auch mal sein, dass Luft im Katheter war und ein Teil des Insulins eventuell nicht gewirkt hat. Es gibt so viele Möglichkeiten, es lässt sich leider nicht immer erklären.
Für uns ist wichtig, dass wir schauen, was für unser Kind in der jeweiligen Situation am besten passt.
Diabetes ist ein ständiges Anpassen und abhängig von so vielen Faktoren, die sich täglich ändern können.
Viel Erfolg.

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