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THEMA: Die Pubertät hat uns fest im Griff....

Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 06:19 #60780

  • tjaymam
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Hallo Zusammen,

vorbei ist die Zeit, in der ich froh und glücklich war, dass Markus sich so zum positiven verändert hatte, die Pubertät hat ihn nicht nur eingeholt sondern komplett um ihre miesen, schleimigen Finger gewickelt :-( :angry: :sick: Markus hat sich wieder komplett abgeschottet, er ist nur noch dauersauer, seine Werte spielen verrückt wie noc nie, Remi-Ende hat er schon längst hinter sich. Er wächst wie Unkraut, man kann förmlich zusehen. Jetzt waren die Herbstferien, er sollte jeden Abend über die Nacht die Basalrate höherstellen, hat er nie gemacht, Standartantwort: Keinen Bock, geh einfach und lass mir meine Ruhe!!! Er wird wahnsinnig ausfallend bei Überzucker, das geht mittlerweile schon so weit, dass meine Freunde nicht mehr wollen, dass Markus mitkommt, wenn eine Einladung ausgesprochen wird, weil sie einfach Angst um ihre kleineren Kinder haben, wenn Markus im Überzucker ausrastet. Ketone messen, keine Lust, Katheter regelmäßig wechseln, auch keine Lust. Ich komme an ihn nicht mehr heran, er lässt es nicht zu. Ihm zu helfen gestattet er mir nicht mehr, ich habe Null Einblick, Tagebücher schreiben, davon hält er nichts mehr, auch die Praxis ist ratlos. Es ist so schlimm geworden mit Markus, dass uns die diabetologische Praxis eine Schule in Berchtesgaden ans Herz gelegt hat, dort könnte er für ein Jahr bleiben. Schon alleine der Gedanke daran, dass ich Markus für ein Jahr ins Internat geben soll, schnürt mir die Kehle zu aber zusehen zu müssen, wie er sich auf Raten umbringt, das kann und will ich auch nicht :-( Meine Nerven sind zum zerreissen gespannt und ich kann echt nicht mehr. Ich weiss nicht, wieso er sich schon wieder so verändert hat, Gespräche bringen überhaupt nichts mehr, er macht komplett dicht!!!!

Ich weiss, dass er in seiner jetzigen Schule große Probleme mit einige Schülern hat und er wegen des Diabetes auch gemobbt wird, das ging soweit, dass er in der Praxis weinend zusammengebrochen ist, er wechselt nun nach den Weihnachtsferien die Schule und geht sogar freiwillig eine Jahrgangsstufe zurück aber seine Launen sind nicht mehr auszuhalten. Er wird so dermaßen ausfallend und aggressiv, wenn er Überzucker hat, dass ich teilweise richtig Angst bekomme. Ich habe die letzten Wochen versucht es runterzuspielen aber es geht einfach nicht mehr, seine Werte sind so schlecht, der Hba1c-Wert wird immer schlechter aber er lässt sich nicht helfen, ich bitte ihm, die Faktoren zu ändern - es interessiert ihn nicht, ich bitte ihm, mir aufzuschreiben was er am Tag so misst - er misst nicht und aufschreiben,keinen Bock! Nach der schweren Ketoazedose und der Infusion hat seine Angst genau einen Tag gehalten, dann war alles schlimmer als zuvor, es interessiert ihn nicht mehr sagt er, was soll ich denn tun? Die Praxis und ich haben haben versucht mit ihm zu sprechen, ihn über Spätfolgen, die mit solchen Werten mit Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen, aufzuklären, es ist ihm egal! Er hat keinen Bock mehr auf Diabetes, kann ich ja verstehen und ich würde ihm doch gerne helfen, aber ich kann es nicht, er lässt es nicht zu :-(

Nach den Sommerferien war ich so glücklich und stolz, dass er alles so gut gemeistert hat, das erscheint mir so weit weg, als wäre es ein anderes Leben gewesen. Jetzt ist nur noch Stress, Streit und Geschrei von seiner Seite an der Tagesordnung.

Kleines Beispiel: Heute Morgen 359 mg/dl, mein Herr Sohn hat keinen Bock zum Ketone messen, schmeisst seine Frühstücks-Schüssel mit den Cornflakes durch die Küche und geht erstmal. Er misst Ketone, ich habe ihm seine Katheter-Sachen hingerichtet, ist ihm egal, denn Ketone negativ, passt alles, für einen Katheter-Wechsel sieht er keine Veranlassung, soll ich ihn ko schlagen, damit er es macht?!? :woohoo: :unsure: Er nennt mich nur noch "die Frau,die seine Kindheit ruiniert hat", ich bin daran schuld, dass er Diabetes hat, denn ich habe ihn ja zur Welt gebracht.... Ich kann das nicht mehr ertragen wenn ich ehrlich bin. Was würdet ihr machen, würdet ihr euer Kind sich selbst überlassen oder doch das Diabetes-Internat wählen? Guter Rat ist teuer, Markus braucht Hilfe und zwar schnell aber von mir lässt er sich nicht mehr helfen.... Ich bin echt verzweifelt

Danke fürs auskotzen :-(

Tanja
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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 07:06 #60782

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Hallo
oje lass dich mal virtuell drücken. Ich hab ja hier zur Zeit ein "normales" pubertärendes Kind und das bringt mich schon an meine Grenzen, aber wenn ich deinen Bericht lese, graut mir davor wenn Jamie mal so weit ist :woohoo: soweit hab ich ja noch gar nicht gedacht.......

richtig helfen kann ich dir leider auch nicht, aber ich wünsch dir viel Kraft.......

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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 07:16 #60783

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Hallo,

helfen kann ich dir leider auch nicht, aber ich wünsche dir gaaaanz viel Kraft und Geduld, um die schwere Zeit (die es ja für deinen Sprössling auch ist) zu überstehen.


Wenn keine Besserung in Sicht ist, dann denke doch noch mal in Ruhe über diese andere Schule nach, die in Berchtesgaden. Ein Jahr ist zwar lang, aber es geht vorbei. *tröst* :unsure:

Lieben Gruß und alles Gute,
Sabine
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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 07:26 #60784

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Hallo Tanja,

auch von mir einen dicken Drücker. Ich hoffe Markus kriegt sich bald wieder ein.

Eine 100%-Lösung habe ich natürlich auch nicht. Aber vielleicht hilft es auch schon, wenn du den Plan ihn ins Internat zu schicken ein wenig weiter verfolgst. Ich meine damit, dass du dir Informationsmaterial schicken läßt und das ihr vielleicht einmal das Internat anschauen könnt. Wenn Markus sieht, dass du es ernsthaft in Erwägung ziehst bekommt er vielleicht den Schups in die richtige Richtung, weil er einfach keine Lust auf das Internat hat. Dann strengt er sich vielleicht wieder mehr an.

Oder ihm gefällt es im Internat so gut, dass er freiwillig dahin will. Ich kann wirklich verstehen, dass du dein Kind nicht weggeben möchtest. Aber vielleicht ist es zu seinem besten.
Gruß Astrid

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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 07:29 #60785

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Hallo Tanja,

ich glaube so richtig kann das keiner nachempfinden oder dir einen Rat geben. So aus der Ferne würde ich sagen ich würde das Internat empfehlen aber die Muttergefühle, die es nicht zulassen wollen sein Kind weg zu geben sind manchmal stärker. Ich könnte es vielleicht selber nicht.

Wenn du ihn fragst wie du ihm bei seinen Problemen helfen kannst, was sagt er da? Ich glaube nämlich nicht das es nur der DM ist. Da ist bestimmt noch mehr dazu gekommen wie die Schule, vielleicht aber auch Liebeskummer? schlechte Freunde? Schulden bei den falschen Leuten?

Was sagt er dazu das du nicht mehr kannst und überlegst ihn ins Internat zu schicken? Bist du richtig offen zu deinem Sohn, weiß er wie es dir geht? Wenn du es herunter spielst hilft das keinem.

Ruhige Gespräche sind bestimmt nicht mehr möglich oder? Sonst würde ich sagen, setzt euch mal an einen Tisch und versucht drüber zu reden. Sag ihm wie es dir geht und sprecht drüber wie es weiter gehen soll.

Seid ihr noch in psychologischer Behandlung?

Fühl dich mal feste gedrückt, ich kann mir vorstellen wie schwer das alles sein muss. :S

liebe Grüße, Katrin
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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 07:42 #60786

  • tjaymam
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Hallo Katrin,

dass es nicht nur der Diabetes ist, das ist mir durchaus bewusst, es ist eher so das komplette Gesamtpaket, fängt an mit den Mädels, mit denen es nicht zu klappen schien (wahnsinn, das "Kind" wird im Februar erst mal 14), geht weiter über die Schule und dem Gemobbe dort und hört nun letztendlich auf mit dem Diabetes. Die Schule ist schon immer ein Problem, Markus lebt ja mit mir mehr oder weniger alleine und zwar "nur" in einer Mietswohnung. In einer Schule, in der sehr viele Kinder von Lehrern, Ärzten, Maklern, Rechtsanwälten ect. pp. gehen, ist er der "Oderstraßen-Penner" und nicht nur er, auch ein anderer Junge, der in seine Klasse geht. Markus ist allerdings keiner, der schnell zuschlägt (zum Glück wenigstens das nicht) und schluckt erst mal, bis er nicht mehr kann, Sachen wie "Freak, Junky, spinner" usw. steckt er mehr oder weniger locker weg, Sprüche "Geh verrechcken, Scheiss-Diabetiker" haben bei ihm schon tiefe Wunden hinterlassen, das weiss ich auch. Reden? Hm, manchmal mehr, manchmal weniger, wenn ich mal zu ihm durchdringe, dann verspricht er, er weint, er bettel, hält genau bis zum nächsten Überzucker und dann fängt es wieder an.

Markus weiss das mit dem Internat in Berchtesgaden, ich bin da auch absolut offen zu ihm vorallem bekommt er ja auch meine Hilflosigkeit und meine Traurigkeit mit und er sieht mich auch weinen, weil ich auch nicht immer Nerven wie Drahtseile habe. Ich habe ihm das Info-Material der Schule gezeigt, er weint, er tobt, er schreit, er sagt er bringt sich um, wenn ich ihn weggebe, ich werde schon sehen was ich davon habe, dann sagt er wieder, dass es vielleicht doch besser wäre, wenn er ginge. Mit seinem Vater zu sprechen, das bringt gar nichts. Ich habe getan ich mache das Richtige und habe seinen Vater informiert, wie es im Moment bei uns abläuft, die Reaktion war erschreckend, nicht nur, dass sein Vater stinkwütend auf Markus geworden ist, nein er sagt knallhart, zu ihm könne Markus nicht kommen, das würde nicht gehen, er hätte selbst noch "zwei eigene" Kinder und die wären mit 2 und 4 Jahren noch zu klein um Markus zu ertragen! Danke auch, das hat gesessen, Markus ist nun noch wütender und enttäuschter, was ich auch verstehen kann, und will gar nichts mehr von seinem Papa wissen! Tolle Aktion, schuld bin auch wieder ich, ich habe ja den Papa angerufen, hatte mir Hilfe erwartet und bekam die Quittung dafür. Der Papa besteht auf das Internat, ich weiss nicht, ist das eine Lösung? Sollte ich nicht in der Lage sein müssen, ihm zu helfen? Ich bin doch seine Mama!!!! Ich muss doch für ihn da sein und ihn aufrichten können, oder nicht? Und dann noch der Schulwechesel. Jetzt ein Schulwechsel, dann in einem Jahr oder zwei Jahren wieder ein Schulwechsel. Wie soll sich der Junge denn da auf die Schule konzentrieren können?

Es ist zum Mäusemelken und einfach nur zum verzweifeln und ich bin echt ratlos im Moment. Psychologische Hilfe wurde ihm mehrfach angeboten, lehnt er strikt ab!!! Wir haben sogar versucht eine bekannte Kinderpsychologin meiner Chefin, die mich sehr unterstützt, einzuspannen aber Markus lehnt Gespräche mit für ihn fremde Personen strikt ab. Guter Rat ist teuer und durchhalten im Moment echt schwer.... :unsure: :(

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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 08:26 #60787

  • AstridK
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Hallo Tanja,

das ist ja wirklich zum :sick: . Ich verstehe es nicht, wieso man wegen einer Scheidung on der Frau das Kind nicht mehr als sein "eigenes" ansehen kann. Wie kann man sein Kind so behandeln.... Manchmal kann ich die Welt nicht verstehen.

Ich hoffe, das es bei Euch bald wieder besser wird. Manchmal kommt ja mit dem nächsten Hormonumschwung auch wieder ein bessere Verhalten.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

Liebe Grüße Astrid

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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 08:32 #60788

  • Tigerflocke
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Hallo Tanja,
auch von mir erstmal einen ganz lieben Drücker!!!

Ich kann mir, so in etwa, vorstellen was so bei euch abgeht.
Sehe es quasi vor meinem geistigen Auge. :unsure:

Pubertät heißt leider bei den Kids: Brain out of order. :evil:
Sie stehen sich selber im Weg, wollen schon so groß sein,
und werden dann von ihren eigenen Gefühlen immer wieder überrollt.
Und dann sind sie doch noch so klein, wollen kuscheln,
können das aber auch irgendwie nicht zulassen.

Pubertät ist schon doof, Diabetes ist doof
und zusammen addiert es sich nicht nur, nein es multipliziert sich.

Warum wartest du mit dem Schulwechsel noch bis nach den Weihnachtsferien?
Wenn Markus dort gemobbt wird, und ein Wechsel schon beschlossene Sache ist
dann würde ich nicht mehr so lange warten.
Das ist noch fast ein viertel Jahr.
Eigentlich eine relativ kurze Zeit, aber wenn es
eine Zeit ist, in der man nur gemobbt und verletzt wird
kann es sich anfühlen wie ne Ewigkeit.
Da kann ich ein bisschen verstehen, das er schlecht drauf ist.

Wir hatten im April hier eine ähnliche "Krise"
ich wusste nicht mehr was ich machen sollte, habe nur noch geheult
und war völlig hilflos. Lara wollte auch weder Tagebuch führen, noch mir die Werte sagen oder sonst etwas.
Hier lief alles total aus dem Ruder. Ich habe dann bei unserer Dia-Ärztin angerufen,
und wir haben ja das Glück in einem ganz tollen KH zu sein, das nicht nur eine sehr gute Diabetologie, sondern auch noch eine Kinder und Jugendpsychiatrie hat,
und die Stationen arbeiten ganz eng zusammen.
Die Ärztin hat dann angeboten das ich Lara bringen kann, sofort!!!
Also habe ich einen Koffer von Schrank geholt und angefangen zu packen.
Da war Lara mega geschockt und ich bekam ähnliche Dinge an den Kopf geschmissen wie du.
Also, so nach dem Motto: du schiebst mich ab, du liebst mich nicht mehr, ich hasse dich will dich nie wieder sehen, ich werde unterwegs aus dem Auto springen ect.

Die Schuld für die Krankheit hat sie mir nie vorgeworfen.

Ich habe dann versucht ihr ganz ruhig( das war total schwer, denn innerlich habe ich gezittert und war total aufgewühlt) zu erklären das ich sie sehr liebe, und mir einfach keinen Rat weiß. Und das es sicherlich kein abschieben ist, sondern das wir beide zur Zeit ja anscheinend nicht mit einander klar kommen, und WIR BEIDE uns nun Hilfe suchen müssen.
Sie hat dann eingesehen das es so nicht weiter geht, und nach langen bitten und betteln haben wir dann die Ärztin angerufen und gesagt, wir hätten miteinander gesprochen und denken wir versuchen es erst nochmal hier zuhause.

Bis jetzt hat es auch mehr oder weniger gut geklappt.
Auch sie reagiert eher im Unter- aber auch im Überzucker unberechenbar,
und das ist für Aussenstehende schon mal nicht zu verstehen.
Wir hatten am WE in der Familie eine Situation...
da ist sie unverschämt geworden.
Nach mehrmaliger Aufforderung hat sie dann BZ gemessen
und hatte einen Wert von unter 60. :sick:

Ich habe ein bisschen Angst das nicht immer unterscheiden zu können.
Was ist Pubertät und wann sind es die Werte.
Ich will ja nicht alles auf die DM abwälzen, und damit entschuldigen.
Das ist nicht leicht. Für keine "Partei".
Weder für die Kids noch für die Eltern und auch das weitere Umfeld.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, und den Mut eine Entscheidung zu treffen,
und diese dann auch zu vertreten.

Ganz lieber Gruß
Petra
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Ich bin nicht gestört!!!
Ich bin Verhaltensoriginell.
;o)
Letzte Änderung: von Tigerflocke.

Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 08:47 #60790

  • tjaymam
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Hallo Petra,

ich sehe schon, DU verstehst was ich meine, leider :-( Es ist im Moment mehr als schwer und ich gehe ja auch offen mit dem Thema um. Es ist genau so wie du es beschreibst, mal ist er pampig, frech und unverschämt, dann kommt er wieder an und sagt mir wie lieb er mich hat, will kuschlen und Streicheleinheiten, braucht Küsschen ohne Ende und würde am liebsten bei der Mama im Bett schlafen....

Ich werde heute Abend nochmal versuchen mit ihm in aller Ruhe zu Reden, wie einmal, es werden sicher wieder Tränen fließen, denn ich kann nicht mehr, aber du hast recht, ich muss ihm sagen, dass ich nicht mehr kann und er auch nicht und dass es vielleicht aus diesem Grund besser ist, wenn wir uns BEIDE Hilfe holen. Ich habe ihm zwar schon erklärt, dass ich ihn nicht abschieben will, dass ich ihn sehr wohl noch über alles lieb habe, aber ich glaube das ist nicht angekommen :-(....

Was den Schulwechsel anbelangt, es geht leider nicht so schnell wie ich das gerne hätte. Ich habe mit der neuen Schule schon Kontakt aufgenommen , die wissen auch, dass Markus Diabetes hat und kennen sich damit aus, in der neuen Schule gibt es einige Diabetiker-Kinder (ein Lichtblick :huh: ???), sie würden Markus sofort aufnehmen. Es ist leider so, dass es unter dem laufenden Schuljahr nicht so einfach ist, die Schule zu wechseln und es müssen erst Gespräche stattfinden. Ich habe nun am Montagmorgen in der jetzigen Schule ein Gespräch mit dem Schulpsychologen, dem Vertrauenslehrer und dem Direktor. Dort werde ich nochmal in aller Ausführlichkeit schildern warum und weshalb Markus die Schule während dem laufenden Schuljahr wechseln wird und dann kann ich in der neuen Schule Bescheid geben. Sollte es früher klappen als geplant, wäre das natürlich toll und vielleicht würde sich dann die Situation mit Markus auch entspannen, das ist meine einzigste Hoffnung und deswegen zögere ich auch mit dem Internat. Schon alleine der Gedanke, dass er weg muss von hier, schnürt mir echt die Kehle zu, er ist und bleibt mein Baby!

Dass du es nicht immer unterscheiden kannst, ob es eine Laune der Pubertät oder ein mieser Wert des Diabetes ist, das kann ich komplett verstehen, mir geht es nicht anders, leider :( :unsure: Auch Markus neigt dazu alles auf den Diabetes schieben zu wollen, aber so einfach ist das auch nicht. Ich sage immer, wenn er ausflippt, er hätte "diabetisches-Tourette" aber zum lachen finde ich das Ganze schon lange nicht mehr.... Es ist schrecklich, wenn die Kinder solche Launen haben und man weiss nicht genau wie man dagegenlenken soll, ich entschärfe im Moment die Situation, dass ich nicht mehr viel sage, sondern nur die Sachen hinlege, Messgerät, Wechsel-Zeug und das Zimmer verlasse um ihn und mich vor verbalen Ausflällen seinerseits zu schützen.... Ich finde das zum :sick: :sick: aber ich kann nicht den Morgen schon mit Geschrei und Gemaule ertragen, geht nicht mehr im Augenblick.... Er beruhigt sich nach ein paar Minuten und ist meist für eine kleine Weile zugänglich bevor er wieder ausflippt.... Er war nie so, ich bin echt ratlos.... Hier eine richtige Entscheidung zu treffen ist eine riesengroße Herausforderung aber ich gebe nicht auf!

Tanja

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Aw: Die Pubertät hat uns fest im Griff.... 08 Nov 2011 09:00 #60791

  • Tigerflocke
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Hallo Tanja,
das Markus unter solchen Umständen überhaupt noch in die Schule geht
finde ich schon beeindruckend.
Aber das kann doch echt nicht sein, das die Schüler ihn so dermaßen beleidgen.

Hat es mal ein Gespräch mit den Eltern dieser Kinder gegeben?
Wissen die Eltern was ihre Kids da so veranstalten?
Oder auch mal ein Gespräch mit der gesamten Klasse?

Wenn es hart auf hart käme, blieb mein Kind in solcher Situation zu Hause,
bis die Sache sich soweit geklärt hätte und mein Kind wieder mit
guten Gefühl entweder in die alte, und wenn das nicht möglich ist
eben in eine andere Schule ginge!!!!
Die Kids haben es so schon schwer genug, da müssen sie nicht auch noch so ein gemeines und (sorry!) hirnloses Verhalten aushalten.
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