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THEMA: Krampfanfall nach Unterzucker bei BZ 142

Krampfanfall nach Unterzucker bei BZ 142 24 Feb 2019 12:52 #110935

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Hallo
Samstagabend war meine Tochter(16) auf einer Geburtstagsfeier.Sie trank um ca. 23.30 Uhr einen
Schluck Radler und 4cl Batida de coco. Auch tanzte sie den ganzen Abend.
Um 4.40 Uhr hatte sie einen Wert von 386 und spritzte 5 IE
Um 8.30 Uhr bei 347 BZ nochmals 9 IE . Um 11.30 Uhr dann Unterzuckerungsgefühl bei BZ 56
mit Zuckungen am Körper.Sofort Traubenzucker ,Apfelsaft gegeben.Der Blutzucker ging hoch,aber die Zuckungen
blieben mit größeren Abständen.

Um 11.54 dann Krampfanfall. Kurz davor aber einen Blutzucker von 142.
Der Anfall dauerte ca.2 Minuten.. Bein Eintreffen der Sanitäter war der Zucker bei 177.
EEG im Krankenhaus ok.
Warum hatte sie bei 142 BZ einen Krampfanfall?
Vielen Dank !

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Krampfanfall nach Unterzucker bei BZ 142 24 Feb 2019 13:24 #110936

  • monday
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Hallo.
Nach dem Genuss von Alkohol sollte man niemals Insulin spritzen. Der Zucker im alkoholischen Getränk treibt den Blutzucker zunächst nach oben, der Alkohol selber (und die Bewegung beim Tanzen zusätzlich) sorgt dafür, dass er fällt. Das kann bis zu 16 Stunden dauern, bis der Körper den Alkohol wieder abgebaut hat.
Das liegt glaube ich daran, dass Alkohol die Leber lahm legt. Die Leber ist aber dafür zuständig Zucker in das Blut abzugeben. Der Abbau des Alkohols als Giftstoff hat aber Priorität. Somit gibt die Leber keinen Zucker ab.
Also bei Alkoholkonsum immer kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu sich nehmen und nie Insulin abgeben.
Warum der Wert nun bei 142 lag, als der Krampfanfall kam, kann ich auch nicht sagen.
Hoffe, ich habe das richtig erklärt und es hat euch geholfen.
Gruß Vera
Folgende Benutzer bedankten sich: lea003, LouisaZ

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Krampfanfall nach Unterzucker bei BZ 142 02 Mär 2019 22:15 #111018

  • Nadine S.
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  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo!
Wow, da habt ihr wohl ganz schön was mitgemacht.
Kann vollkommen nachfühlen. Ich selbst habe als Mutter von 2 Diabeteskids Diabetes
und das seit 29 Jahren und mir ging es mal ähnlich nach dem Alkohol zu Teenie-Zeiten.

Es stimmt meines Wissens, dass die Leber in diesem Falle erst den Alkohol wegschafft und
sich nicht um den Blutzucker kümmert.
Allerdings würde ich trotzdem Insulin geben, aber wenn es geht schon früher beim Alkoholgenuss
, immer etwas dazu essen und natürlich eben weniger und vorsichtiger.
So kann man solche (üblichen) hohen Korrekturmengen schonmal vermeiden. Vor dem Zubettgehen
ist es sowieso noch viel kritischer....In Summe 14 IE über 5 Stunden ist schon eine Menge, bei 9 IE hat
sie ja nur einen Sinkfaktor von 25 mg% BZ pro IE, wenn der Zielwert 120 sein sollte z.B.. Wow.....

Die Frage ist, wie viel Traubenzucker habt ihr gegeben? Wenn sie schon zuckt, dann reichen keine 2 Blättchen
mehr. Und Apfelsaft geht vielleicht nach 30 min ins Blut??? Bei solchen Anzeichen immer NUR Traubensaft'
als Saft geben und am besten beides, Traubenzucker und Traubensaft - und trotzdem kann es dann noch
15min dauern, bis eine Besserung in Sicht ist.

Ich habe gelernt, es gibt 3 Zuckerwerte im Körper: 1.) Blutzucker, 2.) Zucker im Zwischenzellwasser (messen Freestyle Libre Sensoren etc.) und 3.) Zucker in der Zelle. Die körperlichen Symptome zeigen den Stand in der Zelle an..... die 3 Zuckerbereiche sind i.d.R.auch selten identisch, vor allem wenn Bewegung usw. mit im Spiel war.
Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Manchmal rennt man mit BZ 39 noch in den Keller Traubensaft holen und spürt kaum was (dann ist BZ niedrig aber Zellenwert noch höher) und manchmal hab ich mit 68 schon den
Zitterer (dann ist BZ höher und Zellwert aber schon niedriger, deshalb die Symptome fortgeschritten).
Der Stand der Zelle bei eurer Tochter, so vermute ich mal, war definitiv nicht bei 142 und sicher auch
nicht mit Zuckungen bei 56. ... Es war in diesem Falle ein Zusammenspiel mehrer Faktoren:
* Alkohol (und als Jugendlicher trinkt man doch als auch mal über den Durst :-))
*Große Insulinmenge / riesiger Berg mit 14 IE, der muss ja auch erst einmal weggeschafft werden und wirkt
länger...(je nach Insulintyp)...und vielleicht wirkt basales Insulin auch noch mit?!?!
*Zu wenig schnelle Kohlenhydrate beim Unterzucker, sodass der Körper krampfte, bevor die KH ankamen...
*Biorhythmus-Veränderung durch späteren Einschlafzeitpunkt

Das war sicherlich ein "unschönes" Erlebnis für euch und eure Tochter. Aber lasst euch bitte nicht von
der Angst leiten! Es wird eine Weile dauern, bis ihr wieder Ruhe in dieser Sache findet, aber es wird.....

Wichtig ist, dass eure Tochter davon weiß, dass sie lieber weniger als zuviel Insulin geben soll, dass sie
am besten eher kohlenhydrathaltige Getränke mit weniger Stoff trinken sollte, die den Körper nicht ganz
ausnocken, zum reagieren und vor allem - nehmt keinen Apfelsaft bei starken Unterzuckerungen mehr! BITTE!

Ach ja, falls eure Tochter mal eine Insulinpumpe haben sollte, da kann man gut die Uhrzeit auf den
üblichen Einschlafzeitpunkt umstellen (soweit mit Alkohol noch fähig :-)), das hätte ich nämlich damals
bei meinen Weinschorle, die mich anschließend krampfen ließen, machen sollen....dann wäre nix passiert!


Ich wünsche euch alles Gute und weiterhin trotzdem Spaß am Leben! Diabetes ist Freund, nicht Feind!

Liebe Grüße Nadine

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