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Alles ist zu schaffen, wenn man nur WILL !!!

Mehli
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Neuling
Neuling

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24 Juli 2023 18:49 - 24 Juli 2023 19:38 #122198 von Mehli
Zugspitze mit Diabetes besteigen!?Es geht, wie Erfahrene wissen, mit Diabetes geht alles !!!Wir, dass sind Mia(10), Yvonne und Carsten hatten den Plan mal auf die Zugspitze zu steigen. Eigentlich mit Freunden, aber dann wurde es ein Alleingang. Nicht weil wir das wollten, nein! Mia wollte es! Mia wollte auf die Zugspitze und so wurde alles geplant und  vorbereitet. Wir haben die sächsische Schweiz in der Nähe und dachten etwas Training ist nicht verkehrt. Im Nachgang können wir sagen, die Alpen und die sächsische Schweiz sind nicht das gleiche. Dass wussten wir zwar schon, aber auch als Trainingsgelände nicht zu vergleichen. Wir waren also sehr besorgt, da Mia schon bei der kleinsten Anhöhe KO war und die Lust am Wandern nachließ. Alles Reden half nichts, Mia wollte dennoch hoch, hoch auf den höchsten Berg Deutschlands. Nun ist es klar, dass man mit 10 Jahren keine Vorstellung davon hat, was so ein Berg (Alpines Gelände) für Anstrengung mit sich bringt. Wir waren also gespannt! Die Standardroute ist sehr lang und die knapp 22 km mit 1400 HM wollten wir uns nicht antun. Wir hatten bedenken, dass es zu viel ist für Mia. Also sind wir mit der Kreuzeckbahn hochgefahren und haben den Start von dort gewählt. 14,5 km 600 HM runter und 1.000 HM hoch lagen vor uns. Über die Bockhütte zur Reintalangerhütte bis zur Knorrhütte war unsere erste Etappe. Nach den 600 HM runter dachten wir schon die noch kommenden 1.000 HM schaffen wir nie. Wir wurden aber eines besseren belehrt. Na klar war es anstrengend, aber der Wille Mia‘s war da, um die Etappe zu meistern. Nach 14,5 km und ca 9 h sind wir endlich angekommen. Die Knorrhütte unserer Ziel der ersten Etappe. Wir waren überglücklich dies geschafft zu haben und schon hier fand Mia einige Bewunderer zu Ihrer Leistung. Wir hatten einen schönen Abend und sind früh zu Bett gegangen. Nun fragt Ihr euch bestimmt, was war mit dem BZ die ganze Zeit. Der war wie die Berge, hoch und runter. Es gab immer mal ein paar Gummibärchen, Apfelsaft und auch mal ne Cola bzw Skiwasser an den Hütten. Die Belastung berücksichtigt haben wir natürlich nicht die ganze Menge an Insulin gegeben bzw. teilweise gar kein Insulin gegeben. Es war klar, Mia braucht die Kohlenhydrate. Bei der 780 G stellt man einen Sportmodus ein, also der Zielwert für den BZ hochgesetzt. Das haben wir natürlich auch gemacht. Wir sind also bis zur ersten Etappe gut hochgekommen. Am nächsten Tag hatten wir ca 5,0 km mit 900 HM vor uns. Die ersten 4 km gingen gut. BZ passte und die Steigungen waren ok. Dann die entscheidende Frage, will Mia die letzten 400 HM auf 1 km auch noch gehen. Erst über ein Geröllfeld, dann schmale steile Wege mit Stahlseilführung. Klettergeschirr hatten wir nicht mit, weil es hieß, man kann den Weg ohne gehen. Das Geröllfeld hatte es in sich, als wenn man auf einen Berg Schotter steigt, man rutscht immer wieder ab. Für Mia eine ganz schöne Herausforderung, auch psychisch. Nach dem Geröll ging es dann in die Wand. Schmaler Weg, eine Seite steil nach unten, die andere steil nach oben. Mia musste ganz schön Kämpfen. Vor allem psychisch ging es jetzt an die Substanz. Der BZ lief aber super. Immer mal wieder was trinken, dass war die ganze Tour eine Herausforderung. Auch wenn Sie nicht wollte. Schluck um Schluck, Stück für Stück. Ab und an paar Gummibärchen. So stiegen wir hoch und höher, bis auf die Spitze des höchsten Berg Deutschlands. Überglücklich und voller Stolz es geschafft zu haben, Standen wir dort oben. Viele Wanderer, die wir auf der Knorrhütte getroffen hatten und welche uns überholten, trafen wir oben wieder. Ihre Anerkennung hatte sich Mia verdient und das zeigten sie deutlich mit Gestiken und Worten. Nicht nur Mia war stolz! Nein auch wir! Mia hatte bewiesen, dass nur der Wille zählt und Diabetes kein Hindernis ist, seine Ziele zu verwirklichen. 

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Letzte Änderung: 24 Juli 2023 19:38 von Mehli.
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Zuckerbarby
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24 Juli 2023 20:36 #122199 von Zuckerbarby
Ach wie schön! 
Da könnt ihr wirklich stolz sein. 

Und danke für einen positiven Bericht! Ich finde grade im Internet in Diabetesforen liest man oft viel zu viel was nicht läuft - aber was mit Dia ganz selbstverständlich auch geht wird viel zu selten geteilt. 

Hab in meiner Kindheit auch fast alle Urlaube wandernd in den Bergen verbracht - mit Diabetes, noch ohne Sensoren - aber immer ohne brenzlige Situation. 
Man kann damit wirklich alles machen - es braucht nur etwas mehr Vorüberlegungen und mitdenken...

LG, Barbara

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Leloo
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24 Juli 2023 22:09 #122200 von Leloo
Herzlichen Glückwunsch! Tolle Leistung von Mia!
Wir fahren jedes Jahr in die Dolomiten und treiben unsere Kinder schon von klein auf die Berge hoch

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Vor 7 Jahren kam dann beim Jüngsten Diabetes hinzu. Wir haben jedes Jahr dazugelernt und wissen mittlerweile, dass wir für den Aufstieg (letztes Jahr haben wir 1400Hm auf den Schlern hoch geschafft) ohne Ende flüssige Kohlenhydrate brauchen. In den ersten Jahren hatten wir noch Traubenzucker dabei, aber das kriegt man ja irgendwann nicht mehr runter und irgendwann kommt es auch oben wieder raus

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. Ja, es ist alles zu schaffen mit Diabetes

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Und wir können so stolz auf unsere Kinder sein!
Viele Grüße,
Kirsten
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Sie1986
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03 Aug. 2023 12:08 #122280 von Sie1986
Wow, ich bin beeindruckt! Ganz klasse! 

Ich würde noch niemals auf die Idee kommen, den Brocken mit meinem kaputten Knie zu erklimmen 😅 

 

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