Diabetologische Praxen und Medizinische Versorgungszentren betreuen viele Menschen, die eine...
DDG und diabetesDE: „Reform ja – aber nicht zulasten chronisch kranker Menschen!“
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes Hilfe begrüßen den Reformwillen der Koalition, die langfristige Finanzierbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung zu sichern und Beitragssätze zu stabilisieren. Zugleich warnen sie: Der Referentenentwurf könnte die Versorgung von über 9 Millionen Menschen mit Diabetes gefährden. Statt pauschaler Kürzungen braucht es Schutzklauseln für spezialisierte Versorgung – und eine vollständige Steuerfinanzierung der Krankenversicherungsbeiträge für Menschen mit Grundsicherung.
Die gesetzliche Krankenversicherung steht laut aktuellem Entwurf für das GKV BstabG vor einer Deckungslücke, die ohne Gegenmaßnahmen bis 2030 auf rund 40 Milliarden Euro wachsen könnte. Das neue Gesetz soll die Beitragssätze ab 2027 stabilisieren. DDG und diabetesDE halten dieses Ziel für legitim, kritisieren jedoch, dass dem Entwurf ein Schutz für Versorgungsbereiche fehle, die viel Fachwissen, Zeit und Personal brauchen – wie die Diabetologie. „Stabile Beiträge sind wichtig. Sie dürfen aber nicht dazu führen, dass Menschen mit Diabetes schwerer Zugang zu Behandlung, Schulung und moderner Technik bekommen“, warnt DDG Präsidentin Professor Dr. Julia Szendrödi aus Heidelberg.
Pauschale Deckel treffen Diabetes-Teams