Natürlich sind Alarme bei Diabetes lebenswichtig. Wenn der Blutzucker gefährlich...
Warum Diabetes-Technik Familien helfen soll – aber manchmal unnötig Schlaf, Nerven und Vertrauen kostet
Moderne Diabetes-Technik ist ein Segen. CGM-Systeme, Insulinpumpen und AID-Systeme können den Alltag mit Typ-1-Diabetes deutlich sicherer und einfacher machen. Gerade für Familien mit einem Kind mit Diabetes bedeuten sie oft mehr Sicherheit, bessere Werte und weniger ständiges Rätselraten.
Aber es gibt auch eine Kehrseite, über die viel zu selten gesprochen wird: Alarme, Warnungen und Hinweise, die mitten in der Nacht losgehen – obwohl gar keine akute Gefahr besteht.
Der Diabetes-Aktivist Derek Brandt beschreibt in seinem aktuellen Beitrag auf LinkedIn genau dieses Problem: Sein automatisiertes Insulinabgabesystem weckte ihn morgens um 5 Uhr aus dem Tiefschlaf. Nicht wegen einer Unterzuckerung. Nicht wegen eines technischen Ausfalls. Nicht wegen einer gefährlichen Situation. Sondern nur, um ihm mitzuteilen, dass sein Insulinreservoir voraussichtlich gegen 14 Uhr leer sein werde.
Eine Woche zuvor meldete sich sein CGM-Sensor ebenfalls mitten in der Nacht. Der Grund: Der Sensor hatte noch 12 Stunden Laufzeit.
Das ist ärgerlich. Und für Familien mit Kindern mit Typ-1-Diabetes ist es mehr als nur ärgerlich.
Nicht jeder Hinweis ist ein Notfall