Die DDG fordert deshalb, die Versorgung stärker an der Lebensrealität...
Diabetes wird nicht nur in Arztpraxen und Kliniken behandelt. Gerade bei Kindern mit Typ-1-Diabetes findet ein großer Teil der Versorgung im Alltag statt – zu Hause, in der Kita, in der Schule, beim Sport und später auch im Beruf. Darauf hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im Vorfeld ihres Diabetes Kongresses 2026 hingewiesen.
Mit dem Konzept „Typ F“ möchte die DDG deutlich machen: Nicht nur die betroffenen Kinder und Jugendlichen leben mit Diabetes, sondern die ganze Familie ist täglich eingebunden. Eltern messen Glukosewerte mit, berechnen Insulindosen, reagieren auf Unter- oder Überzuckerungen und müssen oft auch Kita, Schule oder Betreuungseinrichtungen in die Therapie einbinden.
Besonders belastend ist, dass es in vielen Kitas und Schulen weiterhin keine verlässlichen Strukturen für medizinische Unterstützung gibt. Dadurch übernehmen Eltern auch während der Betreuungszeiten häufig eine zentrale Rolle. Das kann sich direkt auf Beruf, Alltag und Familienleben auswirken.