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Teil einer großen Familie - Ein Bericht zum Diabetes-Kids Skievent 2026

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Daten zum Kind:
Geschlecht: Mädchen
Geburtsjahr: 1998
Therapieform: CSII + CGM (Zugelassenes Closed Loop Insulinpumpensystem mit Glukosesensor)
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Teil einer großen Familie - Ein Bericht zum Diabetes-Kids Skievent 2026

Heute 09:18
#130826
Vom 21. bis 28. März 2026 fand unser achtes Diabetes-Kids Skievent...

Vom 21. bis 28. März 2026 fand unser achtes Diabetes-Kids Skievent im Berghotel Rudolfshütte statt. Es war wieder ein voller Erfolg!

Dort ging es nicht nur ums Thema Diabetes, sondern hauptsächlich um Skifahren, Spiel, Spaß, Vergnügen und ums Kennenlernen.
Dieses Mal haben insgesamt 318 Personen bzw. 81 Familien daran teilgenommen. Hier nun ein Bericht zu diesem tollen Event.

Gruppenbild Skievent 2026 kl

Yippie!!!! 

Es ist wieder soweit! Das 8. Diabetes-Kids- Ski Event geht an den Start.
Wir freuen uns riesig!!!!
„Wir“ steht in diesem Fall nicht nur für uns selbst als Familie, sondern auch für uns alle aus der Crew.
Ich verrate euch jetzt mal, wie unsere Einstimmung auf das Event war, das Michael -so viel kann ich vorwegnehmen- mal wieder großartig geplant hat.

Als wir am Freitag / Samstag den Weg zur Rudolfshütte angetreten sind, haben wir in unserer WhatsApp-Admin-Gruppe unsere Life-Standorte geteilt. Somit konnten wir immer sehen, wer aus der Crew sich gerade wo befindet. Es war wie eine Familienzusammenführung, auf die man sich riesig freut. Michael hat irgendwann Dominic überholt, welcher fast mit Milos Auto im Konvoi zu fahren schien. Laura hat Damian, Patrik und mich knapp am Spar in Österreich verpasst, während Rieke als erste da war und uns freudig begrüßt hat, als wir anderen angekommen sind.
Wir als Crew haben uns mindestens genauso auf diese Woche gefreut, wie ihr. Das kann ich euch versprechen!
Knapp eine Woche sollte jetzt vor uns liegen, in der wir sehen dürfen, was diese Woche mit den Kids, nein – mit den ganzen Familien so macht…. 

Neben uns sind dieses Jahr 81 Familien zu Rudolfshütte gekommen. Das bedeutet 85 Diabetes Kids, 67 Geschwisterkinder und 153 Eltern in einem Hotel.
Eine ordentliche Zahl, nicht wahr? Es zeigt einmal mehr, dass man mit Diabetes mellitus Typ 1 vieles ist, aber definitiv nicht allein.

Und nachdem alle angekommen waren, ging es auch schon los.
Eine Woche Spiel und Spaß, in denen es neben diversen Kids-Treffs, in denen Werwolf, Billiard und vieles mehr gespielt wurde, Sauna-Aufgüsse,
Tiefenentspannung, Live Musik, Karaoke und Disco gab. Unterhaltung für Klein und Groß, bei der der Diabetes mehr oder weniger Pause hat und somit nicht die Hauptrolle spielte.

Trotz all des Spaßes gab es aber auch wieder viel Lehrreiches zu entdecken. Tolle Vorträge waren auch dieses Jahr wieder am Start. Einer der beliebtesten war Bastis Vortrag „Leben mit Diabetes ohne Grenzen“. Ihr kennt ihn vielleicht schon von seinem You-Tube Channel. Falls nicht, kann ich euch selbigen nur empfehlen. Basti zeigt euch in seinem Channel „Diabetes ohne Grenzen“ nicht nur, was er so erlebt hat, sondern gibt euch auch klasse Tipps, etc.
Mindestens ebenso interessant was sein Einblick zu „Next Gen Diabetes: Technik von Morgen und Übermorgen“.
Auch wenn jeder Betroffene und sein Umfeld weiß, dass Diabetes eine der am besten erforschten Krankheiten ist, so ist es doch toll zu erfahren, dass hier kein Stillstand zu erwarten ist. Ja, Typ 1 Diabetes ist unheilbar, aber es gibt großartige und vielversprechende Entwicklungen, die dafür sorgen möchten, dass man ganz normal mit Diabetes Leben kann. Es gab aber noch vieles mehr zu erfahren oder auch zu besprechen. Semik und Daniel zum Beispiel haben über die Zusammenhänge von Diabetes und Sport aufgeklärt. Aber es gab auch Vorträge zu „Neue Therapien bei Typ 1 Diabetes“, bei dem Louisa einen Einblick in die neuen Erkenntnisse der Frühdiagnostik von Diabetes gab.
„Die 10 Diabetes-Gebote“, „Diabetes & Pubertät“ oder auch „Pflaster- / Katheter- Unverträglichkeit“ waren ebenfalls sehr interessante Vorträge, bei denen man viele Erkenntnisse gewinnen konnte.

Auch die Sponsoren haben das Programm tatkräftig unterstützt. Man konnte zum Beispiel dank Insulet, Abbott und Dexcom eine Omnipod-Insulinpumpe (natürlich nur als Dummy) zur Probe tragen, aber auch die CGM / FGM Sensoren Dexcom G7 und Libre 3 konnten getestet werden.  
Zudem gab es natürlich auch Herstellermessen von Ypsomed, Insulet, Dexcom, Medtronic, bei denen man Fragen stellen konnte und sich Verschiedenes ansehen. Beim Insulet Vortrag „Omnipod 5 optimierte Einstellungen“, dem Medtronic Vortrag „Freiheit für Dein Kind, Seelenfrieden für dich – Das Minimed 780G System“ und dem Ypsomed Vortrag: „mylife Loop kennenlernen“, konnte man sich noch einmal gezielt zu seinem (Wunsch-) System informieren und bei der Dexcom Fragerunde zum Thema „Transition G6 zu G7“ Sicherheit für die eigene Umstellung geben lassen.

Ihr seht schon, es war mal wieder ein umfangreiches Programm, dass nahezu keine Wünsche offen ließ.
Auch die Psyche fand Beachtung, so dass die Kids ab 11 Jahren sich einmal ohne Erwachsene im Rücken darüber auslassen durften, was sie am Leben mit Diabetes einfach nur nervt, während es natürlich auch eine Ausspracherunde für Eltern gab, in denen diese Ihre Sorgen und ihr Leid klagen konnten, ohne dass ihre Heranwachsenden dabei waren. Beides wichtige Themen, denn manchmal muss man sich einfach Luft machen.

Und eins ist klar, beides geht ein Stück weit Hand in Hand.

Das Kind nach dem Blutzucker, oder der Insulinabgabe fragen, dient der Beruhigung der inneren Unruhe und Sorge, da kein Elternteil sich wünscht, dass es dem eigenen Kind schlecht geht. Für unsere Kids ist das aber oft unwahrscheinlich nervig, auch wenn sie wissen, dass man nur aus Fürsorge fragt, sie wünschen sich einen Vertrauensvorschuss und nicht das Gefühl, nur auf Ihre Krankheit reduziert zu werden.

Und zwischen all diesen Programmpunkten stand der Austausch im Mittelpunkt. Und das ist für mich persönlich immer das größte Geschenk bei der Diabetes-Kids-Skifreizeit. Man führt so unwahrscheinlich interessante Gespräche und lernt grandiose Menschen kennen.
Ein ganz tolles Gespräch hatte ich zum Beispiel mit Janda. Sie war mit ihrem Mann Michael und ihren drei Kindern Thilo (2 Jahre), Lilli (5 Jahre) und Mateo (7 Jahre) zum ersten Mal mit auf der Rudolfshütte.

In dieser Familie hat nicht nur der älteste Sohn Diabetes Typ 1, sondern auch die Mama Janda. Janda gehört seit ihrem 12. Lebensjahr zum Club der Diabetiker und Mateo seit er 6 Jahre alt ist.

Ich komme nicht umhin festzuhalten, dass mein erster Gedanke war: „Super, da weiß die Familie ja bestens Bescheid.“  Aber ist das wirklich so? In gewisser Weise ja, aber sagt man nicht immer, dass jeder Diabetiker individuell ist? Der eine verträgt das eine Lebensmittel besser als der andere, oder bevorzugt die eine Therapieform, während ein anderer eine andere Bevorzugt. Selbst innerhalb derselben Therapieform gibt es Unterschiede. Die einen schwören auf eine Schlauchpumpe, während das für andere unvorstellbar ist. Die Erfahrungen, die Janda in ihrer Jugend gemacht hat sind mit Sicherheit nur bedingt mit denen zu vergleichen, die ihr Sohn macht, bzw. noch machen wird. Mateo ist die ersten Jahre seines Lebens auf der Seite des „Beobachters“ aufgewachsen. Er kannte Diabetes mellitus Typ 1, nicht nur seine Mum ist erkrankt, sondern auch noch seine Cousine. Er wusste, dass da was ist, aber in seiner Wahrnehmung war das nie wirklich präsent. Janda erzählte mir, dass das so bewusst gar nicht wahrgenommen hatte, dass zwei Frauen in seiner Familie auf ihren Blutzucker achten mussten, bis er selbst die Seiten gewechselt hat.
Das mag jetzt vielleicht etwas traurig klingen, aber ist es nicht vielmehr ein beruhigendes Gefühl, dass damit klargestellt wird, dass es um den Menschen selbst geht, und nicht darum ihn auf eine Krankheit – in diesem Fall Diabetes Typ1- zu reduzieren? Es ist ein Beispiel dafür, dass wir Eltern von Dia-Kids keine Angst haben müssen.

Selbstverständlich habe ich Janda auch gefragt, ob Sie als „Profi“ der Meinung ist, dass ihr diese Freizeit etwas gibt, was sie und Ihre Familie mitnehmen kann und wovon sie vielleicht noch eine Weile zehren können. Ihre Antwort war ein definitives „Ja“. Nicht nur, dass sie ihre Kindheit anders erlebt hat und Mateo jetzt einfach anders aufwächst, auch diese Familie konnte neue Erkenntnisse erlangen. Zudem sagte mir Janda, dass sie die Heranwachsenden auf der Freizeit sieht und eine Art Flashbacks durchlebt. Sie erinnert sich daran, wie es bei Ihr war, was nicht so Dolle lief und wie ihre Eltern reagiert haben. Es macht ihr bewusst, was sie bei Mateo genauso und was sie anders machen möchte.
Ich hatte den Eindruck, dass für diese Familie diese Freizeit ein kleines Geschenk war. Ich habe diese Familie immer wieder auf der Freizeit beobachtet. Und auch hier war zu erkennen, dass alle immer mehr aufgeblüht sind. Mateo erkannte einmal mehr, dass es viele Kids gibt, die ebenfalls zuckersüß sind, die Geschwister Thilo und Lilli waren nicht die einzigen Geschwisterkinder, und es schien, als wäre es für Lilli absolut ok, dass es Momente gab, in denen die gesamte Aufmerksamkeit auf Mateo lag. Dafür gab es aber auch Momente in denen Janda zum Beispiel mit ihr ausgelassen am Disco-Abend auf der Tanzfläche tanzte. Jedes Kind bekam immer wieder seine individuelle „Me-Time“ von den Eltern. Auch die Eltern konnten sich im Kreise von so vielen Familien austauschen und entspannen…

Austauschen und Entspannen, ja, das funktioniert in dieser Woche super. Da alle Gäste in diesem Hotel ihre Erfahrungen mit Diabetes haben, ist es ein Ort, an dem die Kinder einfach freier sein dürfen. Sitzt mal ein Kind ruhig in der Ecke, kann man sicher sein, dass es mehrfach angesprochen wird, ob alles ok ist. Man reist als eine kleine Familie zur Rudolfshütte und ist sofort Teil einer gigantischen Gemeinschaft, die zusammenhält und bei der alle Erwachsenen einfach immer irgendwie auf alle Kinder aufpassen. Auch die Kinder untereinander achten auf sich. Sie liefen schnell in Gruppen durch das Hotel und wissen einfach, was zu tun ist, wenn es einem Mal nicht so gut geht, oder er/sie mal eine Pause braucht, um den Diabetes zu managen.

Einige Kinder gaben den Eltern aber auch eine Auszeit. Der kleine Anton (fast 5 Jahre) beispielsweise, hat abends gespielt und ist dann irgendwann einfach allein in das Zimmer seiner Familie gegangen, hat sich bettfein gemacht, sein Kuscheltier geschnappt und ist schlafen gegangen. Einfach so, ohne dass die Eltern was sagen, oder helfen mussten.
Anton war jetzt zum 2. Mal bei der Freizeit dabei und kannte das Hotel zugegeben schon ein bisschen besser. Aber was ich damit sagen möchte, ist, dass das Vertrauen und Gemeinschaftsgefühl so ausgeprägt ist, dass einige Familien keine Notwendigkeit darin sehen, ihre Zimmertür abzuschließen.
Wann erlebt man schonmal so etwas, wenn viele, anfangs fremde Personen aufeinandertreffen……
Anton und seine Schwestern Lena und Marie haben sich so darüber gefreut, dass sie wieder mit zur Rudolfshütte durften, dass sie personalisierten Schlüsselanhänger gebastelt haben, die sie freudestrahlend beim ersten Frühstück überrechten. Das war so eine bezaubernde Geste, die uns wieder Mal gezeigt hat, was man in dieser einen Woche in kleinen Kinderherzen bewegen kann, und uns war sofort wieder klar - diese Woche wird zum 8. Mal großartig!!!
Danke nochmal an dieser Stelle für diese tolle Überraschung an Anton, Lena und Marie!

Und natürlich auch an all die anderen, die uns, insbesondere Michael nicht vergessen haben. So freudig begrüßt zu werden, mit Umarmungen, Lachen, kleinen Kunstwerken und teilweise sogar Freudentränen in den Augen, ist einfach das größte Lob, das man sich vorstellen kann.

Und so strahlten in einer Woche Diabetes Kids Skifreizeit auf der Rudolfshütte ganz schnell nicht nur die Kinderaugen, sondern auch unsere von der gesamten Crew!

Ein riesengroßes Dankeschön geht von uns „Weißwesten“ und den Sponsoren an Euch. Danke dass ihr dabei wart und lasst euch gesagt sein, Eure Kinder, egal ob Diabetes-Kids, oder Geschwisterkinder sind einfach der Hammer!!!! Ihr seid großartige Familien und wir hoffen sehr, euch vielleicht nächstes Jahr, oder bei einem anderen Event wiedersehen zu dürfen!

Und Danke an Michael! Ohne Dich, dürften auch wir das nicht erleben. Ich weiß, dass Du was das angeht, immer sehr bescheiden unterwegs bist. Aber es gibt nicht umsonst die Aussage: „Ehre, wem Ehre gebührt!“

Danke für Dein Engagement, danke für Diabetes-Kids und Danke, dass wir dich diese Woche begleiten durften.

Ich schreibe das stellvertretend für Deine Ski-Crew 2026: Louisa, Semik, Daniel, Christina, Bastian, Damian, Astrid, Rieke, Angelina, Sophia, Laura, Lara, Johanna, Jule, Thea, Christian, Milo, Patrick, Tina, Guido, Caro, Tanja, Marius, Dominic und natürlich mir.

Und da wir jetzt alle schöne Gedanken im Kopf haben und gute Laune, würde ich vorschlagen, wir stehen alle auf, und singen und tanzen einfach mit…

Und wenn die gute Laune bei dir angekommen ist
Dann sag's auch dei'm Gesicht und tanz jetzt mit
Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune
Vorne gute Laune, hinten gute Laune
Rechts gute Laune, links gute Laune
Gute Laune einfach überall
(Songwriter: Didi Hamann / Myriam Kouds)

Bis zum hoffentlich nächsten Mal……

Sabrina

Unser Team vor Ort

Kommentar von Diabetes-Kids:

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns:

  • Bei Sabrina Blut für diesen schönen Bericht.
  • Bei unserer unfassbar tollen Crew,  die mit ihrem große ehrenamtlichen Einsatz dieses Event erst möglich gemacht habe.
  • Beim Berghotel Rudolfshüttemit ihrer Direktorin Edith Luca die uns bestens versorgt und beherbergt hat.
  • Beim Team der  Skischule Lederer und Chef Paul, die unsere Kids fit für die Piste gemacht haben und dabei auch bereit waren, daß Thema Diabetes im Auge zu behalten.
  • Und nicht zuletzt auch bei unseren Sponsoren Dexcom, Minimed Medtronic, Mediq Diabetes (DiaExpert), MyLife Diabetes Care, Insulet, VitalAire und  Abbott Diabetes Care.
  • Bei DiabetesDE, die uns wieder eine Ladung Schalmützen und Schals für alle Teilnehmer beigestellt hat.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal

Eure Familie Bertsch /
Susann, Carolin, Dominic, Marius, Tanja, Matilda, Louis und Michael
www.Diabetes-Kids.de

Unser Kooperationspartner:

Unsere Platin Sponsoren:

            

Minimed logo kl
   
Mediq Diabetes Insulet
   
Insulet

Unser Gold Sponsor:

Vitalaire

 

Michael Bertsch
webmaster@Diabetes-Kids.de
www.diabetes-kids.com

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