Die wichtigste Botschaft ist: Mehrere Hersteller und Entwickler arbeiten jetzt...
Weniger Rechnen, weniger Stress, mehr Alltag?
Für viele Familien mit einem Kind mit Typ-1-Diabetes klingt es wie ein großer Traum: ein System, das den Diabetes noch stärker im Hintergrund mitsteuert – möglichst ohne Kohlenhydratzählen und ohne manuellen Mahlzeitenbolus. Genau dieses Thema war rund um die ATTD 2026 deutlich spürbar: Der Fully Closed Loop rückt näher.
Besonders spannend für Familien mit Typ-1-Diabetes ist die Ankündigung von mylife Diabetes Care und CamDiab. Dort wurde CamAPS Liberty vorgestellt – laut Unternehmen eine neue Fully-Closed-Loop-Funktion innerhalb von mylife Loop / CamAPS FX. Die große Hoffnung dahinter: deutlich weniger Eingaben im Alltag und mehr Entlastung bei Mahlzeiten, in der Schule, beim Sport oder in der Pubertät.
Insulet veröffentlicht ein Poster zu einem Fully-Closed-Loop-Algorithmus für Omnipod, der ohne Mahlzeitenankündigung genutzt wurde. Die bisher gezeigten Daten betreffen allerdings Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, nicht Kinder oder Jugendliche mit Typ-1-Diabetes. Auch Insulet selbst hat diese Daten zur ATTD 2026 offiziell hervorgehoben und von einem wichtigen Schritt in Richtung Fully Closed Loop gesprochen.
Auch MiniMed/Medtronic spricht inzwischen klar in diese Richtung. In Unterlagen zur künftigen Produktentwicklung beschreibt MiniMed den nächsten Vivera-Algorithmus als einen Ansatz, der die notwendige Nutzer-Interaktion deutlich reduzieren soll. In der ATTD-Berichterstattung wurde dieser Schritt bereits als Fully-Closed-Loop-Entwicklung eingeordnet – also als System mit deutlich weniger oder perspektivisch ohne Mahlzeitenboli. Das ist für Familien sehr interessant.
Was bedeutet das für Familien?