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Ausgrenzung

Dimples



Neuling
Neuling

Beiträge: 1

Daten zum Kind:
Geschlecht: Mädchen
Geburtsjahr: 2008
Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
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13 März 2024 16:49 #123868 von Dimples
Ausgrenzung wurde erstellt von Dimples
Hallo!
ich bin durch Google auf das Forum gestoßen und hoffe hier etwas „Hilfe“ zu bekommen.

Kurze Eckdaten, meine Tochter ist knapp 16 Jahre alt und hat seit dem 7. Lebensjahr den von uns liebevoll genannten „Launischen Mitbewohner“ 
Sie besucht derzeit die 9. Klasse einer Gesamtschule welche bis dato nicht negativ aufgefallen ist was ihren Diabetes betrifft. Gut die Lehrer wollten von Anfang an nichts zu tun haben damit, dadurch das sie ihr Diabetes  Management gut alleine im Griff hat war das in Ordnung für mich.
Nun stand ein Auslandspraktikum an, wozu sie auch eingeladen wurde, sprich wir waren beim Elternabend, sie hat eine Bewerbung geschrieben usw. Plötzlich hieß es, es wären zu viele Bewerber und sie hat eine Absage bekommen. Ihre Zwillingsschwester durfte hingegen mit, die Enttäuschung war natürlich groß.
Nun ist durchgesickert, dass es den Lehrern zu gefährlich war und sie deshalb nicht mitfahren durfte. Ich bin so wütend. 
kann ich dagegen irgendwie vorgehen? Es kann doch nicht sein, dass ein Kind diese Einmalige Chance verwehrt bekommt nur weil sie Diabetes hat. 

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Cheffchen
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Diamant Schreiber
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Daten zum Kind:
Geschlecht: Mädchen
Geburtsjahr: 2009
Therapieform: CSII + CGM (Zugelassenes Closed Loop Insulinpumpensystem mit Glukosesensor)
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13 März 2024 17:45 #123869 von Cheffchen
Cheffchen antwortete auf Ausgrenzung
Hallo @Dimples,

du könntest das Auswahlverfahren hinterfragen, wenn es was offizielles von der Schule ist.
Dann wäre natürlich die Frage nach Versicherungsteschnische Abläufe, der Betreuung, sie ist halt keine 18J, also muss jemand die Aufsicht übernehmen wollen/müssen und wenn das keiner möchte, kannst natürlich auch keinen zu zwingen.
Was das Emely Debakel natürlich nicht alles einfacher macht.

Cheffchen

Nächstes Treffen 20.04.2024, Berlin Marzahn/Ahrensfelde

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Suche aus/in/um Berlin Kids bzw. Eltern für vielleicht mal auf eine Diät Cola ;O).
tslim x2 CIQ / Dexcom BYODA / xDrip / Nightscout

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mibi74
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Moderator
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Geschlecht: Junge
Geburtsjahr: 2005
Therapieform: CSII + CGM (DIY Closed Loop Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
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13 März 2024 19:58 - 13 März 2024 20:02 #123870 von mibi74
mibi74 antwortete auf Ausgrenzung
Hallo Dimples, das Gerichtsurteil über das verstorbenen Mädchen in England hat hohe Wellen geschlagen und sorgt wahrscheinlich noch eine Weile nachhaltig für Unruhe. Ich fürchte da muss erst einmal Gras drüber wachsen. 

Aus Sicht der Eltern kann ich das gut nachvollziehen, dass sie wissen wollten wie es dazu kommen konnte und auch dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden. 

Allerdings,  mein Sohn war auch öfter auf Klassenfahrt. Auch im Ausland. Ich war nie so blauäugig und habe ihn einfach so ziehen lassen. Nie abgewiegelt, der macht das schon. Es gibt bestimmte Dinge die müssen Lehrkräfte einfach wissen und deshalb kann ichs null nachvollziehen, wie es dazu kommen konnte, dass die zwei Lehrerinnen nichts über den Diabetes wußten. Ein Unding.

Bei uns gab es jedes Mal ein persönliches Gespräch und ich hatte in Absprache eine Mail an den Lehrer mit Handlungsanweisungen in Notfällen geschickt 

Von der altuellen Basarate, Telefonnummer Ärzte, der Diabetesambulanz, Kopie vom Impfpass, der Versichertenkarte, Rufnummer der Pumpenhotline, Handlungsanweisungen bei Ketonen, einfach alles was wichtig war. Das Gleiche lag ausgedruckt in seinem Koffer. So hätte man im Notfall überall mit der Mail einlaufen können und alle Daten parat gehabt.

Als mein Sohn letztes Jahr mehrere Tage für eine Fortbildung in Frankreich war hatte ichs z.B. auch auf seine Mailadresse geschickt.

In der Schule müssen sie halt zu 100 Prozent den Kopf hinhalten, da es um minderjährige geht. Im normalen Leben weiß man, dass es keine absolute Sicherheit gibt und mit dem Risko leben, dass den Kindern was passieren kann. 

Das absolut schlimmste was du in der Schule machen kannst, als kleiner Tipp von mir. Wenn man sich es richtig mit der Schule versauen will, dann am besten nichts sagen, nichts schreiben,  kein Gespräch suchen.
Am besten noch eine gespickte vorwursvolle Mail schreiben, wo die Lehrkraft gleich richtig auf 180 ist. Dann hat man als Eltern die volle Punktzahl erreicht.

Daher empfehle ich dir, erst mal eine Nacht drüber schlafen. Wie berechtigt deine Wut auch sein mag, du darfst auf keinen Fall in die Konfrontation gehen!
Kein Mail, außer mit der Bitte um ein zeitnahes Gespräch. 

Du bringst dein Punkte vor, aber ohne Anklage, sondern schildere es aus deiner Perspektive.
Ich war erstaunt, weil...

Die große Kunst ist es ruhig und im Gespräch zu bleiben und zu hinterfragen, was du tun kannst, um Sicherheit und Verlässlichkeit zu vermitteln. Auch herauszuhören, wo man sich Sorgen macht.

LG Michaela 






 
Letzte Änderung: 13 März 2024 20:02 von mibi74.

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SiSa2007
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14 März 2024 19:54 #123873 von SiSa2007
SiSa2007 antwortete auf Ausgrenzung
Leider mussten wir auch erfahren, dass Lehrer oft fast panisch reagieren, wenn sie ein Kind mit Diabetes in der Klasse haben und eine Klassenfahrt ansteht. Als ich damals jedoch dann im Vorfeld das Gespräch mit der Lehrerin suchte, um die Details zu besprechen (Notfallplan, ect.) geriet auch sie in Panik, hat sich jedoch stark bemüht, alle erforderlichen Infos und Anforderungen einzuholen, die einen reibunglosen Ablauf garantierten. Was ich nicht erwartet hatte war, dass der Lehrer der Paralellklasse einen Brustgürtel dabei hatte, den er mit kleinen 0,1 l Cola-Dosen spickte, auch eine Packung Duplos einstecken hatte und unauffällig unser Kind beaufsichtigte. Kam ihm irgendwas komisch vor oder hörte er den Alarm, stand er parat und fragte, ob etwas benötigt wird oder alles gut ist. So hatte unsere Tochter mehr Sicherheit und konnte die Fahrt genießen. Also immer im Vorfeld mit den Lehrern das Gespräch suchen und die Angst vor "dem kleinen Teufel" nehmen. Wir haben auch geschaut, welches KH in der Nähe auf Diabetes spezialisiert ist und mitgeteilt, falls es widererwarten eskaliert. Die Lehrer waren dankbar und auch etwas sicherer. Es ist eine ganz schöne Verantwortung, die die tragen, weil sie unsere Kinder nicht wirklich gut mit dem Umgang ihrer Krankheit kennen. Sofern jedoch der Wille da ist, dann sind sie für jeden kleinen Hinweis dankbar, auf was geachtet werden muss, wo das nächste Diabetes-Zentrum/KH ist, inwieweit das Kind sich an das Vorgehen hält  und und und. Mich persönlich hat es positiv überrascht, wie die Lehrer dahinterstanden und reagiert haben.

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Kiki03
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14 März 2024 20:51 #123874 von Kiki03
Kiki03 antwortete auf Ausgrenzung
Hallo, auch wir haben durchweg gute Erfahrungen mit den Lehrern meines Sohnes gemacht. Der Sportlehrer hat grundsätzlich 1 dose Cola vorrätig ( mittlerweile bestimmt erneuert, weil nie gebraucht) und alle anderen gehen eigentlich ganz selbstverständlich mit dem thema um. Seitens der Lehrer wurde nie angedeutet das er nicht mitfahren darf oder sonstiges. Einzige Bedingung unsererseits war, daß er sein Handy behalten durfte. Wurden sonst abends eingesammelt. Aber zwillinge und eine darf und die andere nicht, finde ich total unfair. Auch ohne diabetes!!!
LG und ein hoffentlich klärendes Gespräch. 

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