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Kinderkrippe ja oder nein?
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Kinderkrippe ja oder nein?
22 März 2015 20:17mich beschäftigt zur Zeit die Frage - ab wann ich mein Kind in die Kita gebe.
Der Arzt hat uns geraden erst ab 3 Jahren, allerdings braucht man ja trotzdem Geld zum Leben.
Da jetzt auch unsere Pflegestufe abgelent wurde, bin ich im Moment recht Ratlos, wie es nun weiter gehen soll!
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
Ab welchem Alter sind eure Kinder in die Kita gegangen?
Kann man noch andere Hilfen beantragen?
Würde mich über jeden Ratschlag freuen
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
23 März 2015 11:26also mein Kleiner (geboren 12/2010) hatte bei der Diagnose im November 2012 gerade die Eingewöhnung in die Kita hinter sich. Er war damals 23 Monate alt, als er seinen DM bekam.
Er ist dann 4 Wochen nach Krankenhausentlassung wieder in die Kinderkrippe gegangen. Natürlich waren wir anfangs dabei und haben die Erzieherinnen angelernt. Es hat super geklappt und dafür bin ich noch heute sehr dankbar. Also ich würde das mit der Kita nicht auf ein Alter von 3 Jahren festlegen. Ein Kind von 3 Jahren bemerkt nicht unbedingt besser eventuelle Unter- oder Überzuckerungen als ein Kind von 1,5 Jahren. Es kann sich zwar besser artikulieren, aber das ist auch schon alles. Ich habe bei unserem Kleinen Unterzuckerungen immer zuerst am Verhalten bemerkt.
Wenn man die Erzieherinnen gut anlernt (und sie willig sind) können Sie genauso gut wie man selbst Unter- oder Überzuckerungen erkennen und danach handeln.
Also es lohnt sich zu kämpfen!
Freddy ist mittlerweile 4 Jahre alt und hat sich super entwickelt. Und ! für seine Freunde ist er einer von Ihnen. Ich glaube je älter sie werden umso schwieriger wird es nicht den Aussenseiter zu spielen. Freddys Freunde kennen Ihn nicht anders als mit Diabetes. Für Sie gehört das zu Freddy einfach dazu (ab und zu gibt es ja bei Unterzuckerung auch mal Gummibärchen für alle!). Und immer wenn ich ihm eine neue Pumpentasche genäht hab, zeigt er sie stolz seinen Freunden. Er ist dann auch immer bissl stolz was zu haben was andere nicht haben... Zu Ostern werden wieder 2 neue mit im Nest liegen ...
Also ich drücke Dir die Daumen, dass Ihr eine Lösung findet. Bleibe Hartnäckig und kämpfe, es lohnt sich!
Liebe Grüße
Ina
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
23 März 2015 20:01vielen Dank für deine Antwort!
Es ist sehr interessant die Meinung von jemandem zu hören der in der gleichen Situation war.
Man bekommt zwar ständig Tipps und Ratschläge, aber ich hab immer das Gefühl, das keiner so richtig weis was es eigentlich bedeudet.
Auf der einen Seite, hab ich Angst das er den Anschluss verpasst auf der andern will ich ihn beschützen und umsorgen.
Seit der Diagnose und den schweren Tagen als er auf der ITS lag, mag ich ihn eigentlich gar nicht so gerne weg geben.
Hab auch schon überlegt, anfangs nicht mehr voll arbeiten zu gehen, so könnte ich ihn erstmal nur Stundenweise in die Kita bringen.
Die Ärzte meinten das er mit einem Jahr noch zu anfällig für Krankheiten wäre und der Zucker dann sehr verrückt spielen würde und ich deshalb lieber Zuhause bleiben soll. Da müsste ich auch meine Elternzeit verlägern.
Ein bisschen Zeit habe ich ja noch er ist jetzt 6 Monate und wäre eigentlich mit 18 Monaten in die Kita gekommen.
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
23 März 2015 21:20Ich weiß auch nicht wie es ist, wenn die Kinder schon im Babyalter :blink: DM bekommen. Es ist ja schon als Kleinkind unheimlich schwer. Man hat so viele Ängste und die Zeit auf der ITS hing mir auch ewig nach!!! Ich glaube diese Zeit bleibt für immer ins Gehirn eingebrannt. Aber man sollte positiv denken. Unsere Kinder haben das geschafft, dann ist der Rest auch zu schaffen!
Fakt ist, irgendwann muss man den Schritt wagen und auch lernen loszulassen. Auch wenn es einem als Mama unheimlich schwer fällt. Und man viele Ängste hat. Aber das wird besser mit der Zeit.
Ich habe 1 Jahr gebraucht um den Mädels aus der Kita richtig vertrauen zu können und nicht jedes Mal in Panik zu verfallen wenn auf dem klingelnden Handydisplay "Kita" erschien. Im Nachgang gesehen war man total überängstlich. Aber es braucht eben Zeit.
Wann Du Dein Kind in die Kita gibst, musst Du selber entscheiden. Ich würde noch alle Möglichkeiten (Erziehungsgeld etc.) ausschöpfen und dann zumindest, falls möglich, erstmal auf Stundenbasis anfangen. Die Kinder sind sowieso in den ersten 1-2 Kitajahren häufiger krank, egal ob Sie nun 1,5 oder 3 Jahre alt sind wenn SIe in die Kita kommen. Mein Großer (ohne DM) hat auch die ersten 2 Jahre alles mitgenommen was in der Kita zu haben war. Er kam mit 3 in die Kita. Der Kleine kam mit 1,5 Jahren rein und hat auch alle Infekte die zu haben waren mitgenommen. Also ich konnte da keinen großen Unterschied feststellen.
Man sollte die Kinder auch nicht von allem fern halten. Und wenn ich sehe mit welcher Freude mein Kleiner früh morgens in die Kita flitzt, weiß ich dass ich alles richtig gemacht habe.
Bei Infekten sind die Werte meist Besch..... Bei Fieber ist der BZ meist viel zu hoch, teilweise auch mal Ketone, auch wenn sie wenig essen.... Magen-Darm Infekte sind bei unseren Diabetikern was, was man nicht haben muss. Da sind die Werte nahezu immer im Keller... Aber auch da lernt man dazu. Verhindern kannst Du Infekte auch zuhause nicht. Aber das Immunsystem entwickelt sich auch weiter und mit jedem Infekt wird es stärker.
Das wichtigste ist eine gute Kita zu finden. Am besten ne Integrative Einrichtung. Denn bei Integrationskindern bekommen die nen besseren Personalschlüssel. Bei uns sind es 2 Erzieherinnen anstelle standardmäßig 1er ! Also kann sich auch immer mal eine Zeit nehmen zum messen, essen abwiegen etc.
Und bei uns kommt ein Pflegedienst in die Kita und gibt nach dem Frühstück und dem Mittag das Insulin ab. Auf den Pflegedienst kann ich mich auch absolut verlassen. Das Mittagessen besprechen wir jeden Tag vor der Abgabe nochmal telefonisch. Also wenn man sich gut organisiert kann man ein einigermaßen normales Leben wieder führen und das ist das Beste für unsere Diabetigger. Normal sein! Und wenn Dein Kind sieht, dass Du Dich vom Diabetes nicht unterkriegen lässt, wird es sich auch nicht unterkriegen lassen.
Versuch ne gute Kita zu finden und vertraue auf Dein Bauchgefühl. Dann wird schon alles werden. Und Dein Kleiner wird als ganz normales Kind aufwachsen! Es lohnt sich! Bei uns hat es auch geklappt.
Geniese jetzt erstmal noch die Zeit zuhause, er ist ja noch ein Baby. Und schau Dich nach einer guten Kita um. Dein Vorteil ist, dass Du Zeit hast, eine brauchbare Einrichtung zu finden. Und auch die Krankenhäuser bieten Schulungen für Kitaerzieher und Lehrer an. Einfach mal in Eurer Ambulanz nachfragen.
VG
Ina
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
23 März 2015 21:28melther schrieb:
Die Ärzte meinten das er mit einem Jahr noch zu anfällig für Krankheiten wäre und der Zucker dann sehr verrückt spielen würde und ich deshalb lieber Zuhause bleiben soll.
Das würde mit 3 auch nicht anders sein. Im ersten Kindergartenjahr ist krank leider ein Dauerzustand. Unsere beiden Jungs (heute 10 und 7) waren im ersten Jahr nie länger als VIER Tage am Stück gesund. Unsere Tochter (jetzt 5) ist ein bisschen robuster und hat es auch mal auf 8 oder sogar 10 Tage Gesundheit gebracht.
Unsere Kinder sind allerdings alle erst mit ungefähr 3 in den Kindergarten gekommen. Hier gibt es keine Kinderkrippen (habe im ganzen Leben noch keine gesehen) und solange es noch kein Recht auf einen Kitaplatz ab 1 gab, gingen die wenigen U-3-Plätze grundsätzlich unter der Hand weg. Ohne Beziehungen hatte man da keine Chance. So stellte sich bei uns die Frage nie.
Hör einfach auf dein Gefühl. Du kennst dein Kind besser als jeder Arzt.
LG Heike
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
23 März 2015 22:50 - 23 März 2015 22:53Ichdrückte erstmal die Daumen, dass Du nachher mit Deiner Entscheidung zufrieden bist!!!!!
Es hilft bestimmt auch, schon mal zu üben, Verantwortung abzugeben. Das ist nicht leicht! !!!!!
Ach so. Ne Tagessmutter wäre ja vielleicht auch ne gute Alternative! Die haben ja auch oft weniger Kinder. Janno war zu zweit. Da fliegen dann vielleicht nicht ganz so viele Keime rum:)
Alles Gute!!
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
24 März 2015 19:36ich würde die Entscheidung über den Zeitpunkt des Kindergarteneintritts nicht vom Diabetes abhängig machen. Eine gewisse Anzahl Infekte wird Dein Kind ohnehin bekommen. Ob es robust ist oder nicht, ist eher keine Frage des Diabetes. Im Zweifel wird bei vielen Infekten die Remissionsphase kürzer ausfallen, aber Du weisst ohnehin nicht, wie lange diese anhält und zumindest bei uns hat das Ende der Remi eher zu einer Beruhigung der Werte geführt (wenn man davon überhaupt sprechen kann).
Viel wichtiger ist, dass Du bei der Betreuung ein gutes Gefühl und Vertrauen hast. Bei uns läuft es im Kindergarten super. Alle sind sehr bemüht: Messen, wiegen und spritzen selbständig. Mein Mann oder ich sind zwar immer telefonisch erreichbar, aber der Kindergarten nimmt diese Möglichkeit quasi nie in Anspruch. Sie bekommen das auch so super hin.
LG
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
24 März 2015 22:04Ansonsten gibt es bei uns im Ort auch einen integrativen Kindergarten, dort wollte ich mich jetzt mal informieren.
Am liebsten wäre mir ja, ich könnte mich dann ganz sponntan entscheiden, je nach dem wie stabiel der Zucker ist und wie wir damit umgehen können.
Aber man möchte sich ja rechtzeitig einen Platz suchen und meiner Chefin muss ich schon auch mal sagen wie lange ich nun zu Hause bleiben möchte.
Achja es ist schon ganz schön schwer sein Baby in fremde Hände zu geben vor allem jetzt.
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
31 März 2015 20:07Relevant ist für mich im Nachhinein nicht das Alter, sondern einzig die Betreuungssituation. Wenn du Leute findest, die dein Kind so betreuen und versorgen können, wie du es möchtest und er es braucht, dann kannst du ihn mit jedem Alter abgeben. In der Regel muss man aber dabei Kompromisse machen. Wie viele du machen kannst und möchtest, musst du für dich herausfinden. Wenn du eine Situation (Tagesmutter, Krippe, Großeltern, Kiga...) findest, bei der du kein schlechtes Gewissen hast, hast du alles richtig gemacht!
Rein praktisch hat mir geholfen, dass ich mir immer wieder gesagt habe: "Wenn es nicht gut ist, höre ich sofort wieder auf zu arbeiten und nehme ihn aus der Kita raus." Außerdem habe ich den Prozess in sehr kleinen Schritten begonnen: ich war zu Hause und jederzeit abrufbereit in den ersten Monaten. Danach waren/sind meine Eltern jederzeit abrufbereit. Er war erst mal nur vormittags in der Kita und erst im zweiten Jahr über Mittag...
"Stabil" wird der Zucker nie langfristig sein, das Kind ist krank, der Stoffwechsel verändert sich... du kannst nicht wirklich auf den Gesundheitszustand bauen. Auch nicht darauf, dass er sich immer besser äußern kann. Nimm dir so viel Zeit wie du kannst, die Krankheit und die Bedürfnisse deines Sohnes kennenzulernen. Du wirst von Woche zu Woche sicherer werden! Und dann weißt du auch genauer, was du von einer Betreuung erwartest.
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Re: Kinderkrippe ja oder nein?
31 März 2015 20:36Das hört sich ja ertsmal sehr gut an!
Und man glaubt es kaum aber der intigrativ Kindergarten war am skeptischsten als ich meinte er hat Diabetes, da meinten sie gleich - aber spritzen und sowsas können wir nicht...
Nagut, ich habe ja jetzt eine gute Anlaufstelle und in zwei Wochen habe ich da ein Gespräch.
Habe mir jetzt so überlegt, das ich ihn mit zwei Jahren, vielleicht erstmal 4 Stunden, rein gebe und dann mal sehen.
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