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Neue Überraschungen
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Neue Überraschungen
24 Aug. 2014 22:43wir sind endlich umgezogen und die Anspannung letzter Wochen fällt langsam ab.
Eine Woche nach dem Umzug hatten wir die Einschulung, alles verlief problemlos, wir hatten eine schöne Feier.
Am nächsten Morgen (letzen Freitag) kam dann die böse Überraschung. Ich muss wahrscheinlich von vorne anfangen. Als wir im Juni ein Gespräch mit dem Direktor hatten, hat er uns versichert, es wäre kein Problem mit dem Diabetesmanagement, schließlich hat die Klassenlehrerin die Erfahrung mit einem Kind schon gehabt. Ich war aber trotzdem skeptisch, haben wir uns beim Sozialamt informiert, wir müssten unsere Kontoauszüge und Erparnisse vorlegen. Mit anderen Worten, wenn wir beide berufstätig sein werden, gibt es keine Kostenübernahme. Ich war nicht ganz so überrascht, da ich schon einiges in den Foren gelesen habe.
Jetzt kurz vor der Einschulung stellte sich raus, unsere Lehrerin war gar nicht über Leonard´s Diabetes informiert. Sie hat ein Kind aus der 3. oder 4. Klasse gehabt, dass schon alles alleine machen konnte. Sie hat Panik bekommen, dass sie für Leonard die Verantwortung übernehmen muss und suchte mit mir Gespräch am Freitag. Sie wäre alleine mit 25 Schülern und sie hat gehört, in der anderen Schule ist schon ein Kind umgekippt. Ihr Rat an uns ist folgender: Leonard braucht dringend eine Diabetesschulung und wir müssen eine Betreuung für ihn beantragen.
Gut, dass ich doch so früh darüber erfahre! :evil: Eine Schulung mitten im Schuljahr stelle ich mir schwierig vor und mit der Betreuung auf der Schnelle ist genau so kompliziert. Ich werde erst ein Mal morgen bei unseren neuen Diaambulanz anrufen, vielleicht können sie mir weiter helfen.
Klar, hätte ich mich nicht auf die Aussage des Direktors verlassen sollen, aber es war schon stressig genug mit dem Auslandsumzug und dann alles kurz vom Schulanfang.
LG
Evgeniya
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Re: Neue Überraschungen
25 Aug. 2014 13:43 - 25 Aug. 2014 13:43Evgeniya schrieb: haben wir uns beim Sozialamt informiert, wir müssten unsere Kontoauszüge und Erparnisse vorlegen. Mit anderen Worten, wenn wir beide berufstätig sein werden, gibt es keine Kostenübernahme.
Ich bin davon ausgegangen, dass die Kosten für einen Integrationshelfer der zuständige Sozialhilfeträger übernimmt. Aber ich weiß, dass es da bei Wenke und Lars schon Schwierigkeiten mit Krankenkasse und Stadt gab.
Ich habe gerade nur dies hier gefunden:
"Bei der Gewährung von Eingliederungshilfe in der Schule werden nach § 92 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 und Satz 2 SGB XII weder das Einkommen noch das Vermögen der Schülerinnen und Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigten angerechnet."
Quelle: www.lwl.org/LWL/Jugend/Schulen/UN_Konven...d_Integrationshelfer (Vielleicht schlimm veraltet?)
Ansonsten hat man ja im Sozialgesetzbuch folgendes:
www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__54.html und dies hier:
www.gesetze-im-internet.de/bshg_47v/__12.html
Sicherlich werden sich hier noch diejenigen zu Wort melden, die selbst in solchen Situationen steckten.
Ich wünsch euch, auch wenn ich nicht helfen konnte, viel Glück und gute Nerven!
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Re: Neue Überraschungen
25 Aug. 2014 14:28die deutsche Gesetzgebung hilft Evgeniya da wohl nicht weiter, da sie laut ihrem Profil in Frankreich wohnt.
Ich rate aber auch dazu, sich bei den entsprechenden Ämtern/Behörden nach den bestehenden Möglichkeiten der Unterstützung (finanziell/personell) zu erkundigen.
Gruß, Egon
Häufig geben meine Beiträge nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern beruhen auf Tatsachen bzw. fachlich anerkannte Meinungen....
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Re: Neue Überraschungen
25 Aug. 2014 14:29Ich dachte, sie wäre gerade nach Deutschland gezogen ... Tut mir leid :pinch:
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Re: Neue Überraschungen
25 Aug. 2014 14:53Ja sie sind wieder in Deutschland. In Frankreich gibt es kein Feier zur Einschulung und es auch kein Dia-ambulanze!
LG Julia
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Re: Neue Überraschungen
25 Aug. 2014 20:36Da steht der Grund dahinter, dass das Sozialamt plant, Banken auszurauben. Deswegen muss jeder Bürger dem Sozialamt seine Kontoauszüge und Sparkonten nachweisen, damit sie wissen, bei welcher Bank sich der Einbruch am meisten lohnt.Evgeniya schrieb: Ich war aber trotzdem skeptisch, haben wir uns beim Sozialamt informiert, wir müssten unsere Kontoauszüge und Erparnisse vorlegen. Mit anderen Worten, wenn wir beide berufstätig sein werden, gibt es keine Kostenübernahme.
Aber Spaß beiseite, das Sozialamt hat Euch falsch informiert.
Lt. § 92 Abs. 2 Nr. 2 SGB XII ist eine Beteiligung an den Kosten bei den Hilfen zur angemessenen Schulbildung nur zu den Kosten des Lebensunterhaltes zu erbringen, die ja wohl gar nicht zur Diskussion stehen.
Nach § 12 Nr. 2 der Eingliederungshilfe-Verordnung nach § 60 SGB XII umfasst Schulbildung dabei alle erforderlichen :
"2.
Maßnahmen der Schuldbildung zugunsten körperlich und geistig behinderter Kinder und Jugendlicher, wenn die Maßnahmen erforderlich und geeignet sind, dem behinderten Menschen eine im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht üblicherweise erreichbare Bildung zu ermöglichen."
Das kann dann alles mögliche sein. Natürlich auch eine Integrationshilfe.
Also keine Hemmung, Antrag stellen und das Sozialamt darauf hinweisen, dass eine Prüfung von Einkommen und Vermögen reine Schickane ist, sofern es sich nicht um den Lebensunterhalt handelt, so dass ihr diesbezüglich eine Mitwirkung ablehnt.
Gruß
Joa
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Re: Neue Überraschungen
25 Aug. 2014 22:02ich habe auch eine Schulbegleitung für meinen Sohn Maximilian beim Sozialamt beantragt, die haben keinen Einblick in unsere Einkünfte haben wollen, den Antrag aber an die Krankenkasse weitergeleitet. Nun streiten wir und mit beiden Institutionen ob eine Begleitung notwendig ist und welcher Träger was bezahlt. Es steht wohl außer Frage das ein 6 jähriger seinen Diabetes alleine managen kann! Die Lehrer lehnen Überprüfung der BZ Werte und Bolusüberwachung ab, kann ich auch nachvollziehen, möchte aber auch das mein Kind in der Schule gut betreut ist.
Bin also gespannt wie es bei euch ausgeht und hoffe für euch und uns das alles gut wird...
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Re: Neue Überraschungen
26 Aug. 2014 09:00Grundsätzlich finde ich aber eine Schulung in der Schulzeit gar nicht so problematisch. Bei uns wird das immer in der Schulzeit gemacht. Es ist nur die Frage, ob es jetzt gerade eine gibt, wo ihr eine braucht. Die Lehrerin sollte aber auf jeden Fall auch noch einmal geschult werden. Ganz allein kann man auch ein geschultes Kind nicht lassen.
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Re: Neue Überraschungen
26 Aug. 2014 22:17und vielen Dank für eure Unterstützung! Als ich die Kommentare gelesen habe, habe ich gedacht, man ist wie in einer Großfamilie, die Info wird von einem zum anderen weiter gereicht.
Zu meinen Erfolgen/ Mißerfolgen der letzten Tage. Ich habe den Schularzt in Sankt Augustin angeschrieben, habe bis jetzt noch keine Antwort. Bei der Diaambulanz hatte ich eine Krankenschwester, die entsetzt war, dass Leonard noch nicht selber sein Diabetes managt. Sie hat dann gleich Termin für nächsten Montag angeboten. Als ich aufgelegt habe, fühlte ich mich überrumpelt, auf Leonard kommen momentan so viele neue Eindrücke mit dem Umzug und der Einschulung. Uns selber sitzt noch Angst vom Krankenhaus in den Knochen und er selber müsste eine Woche stationär für die Schulung da bleiben.
Der nächste Schritt waren Telefonate, dass man entsprechende Pflegedienst findet, leider ohne Erfolg. Entweder dürfen sie so wie Lehrer das nicht machen oder können die Messungen zur bestimmten Zeiten nicht garantieren.
Montag Mittag hatte ich das Gespräch mit dem Schuldirektor. Er hat zugegeben, dass er die Erfahrung mit Kindern hatte, die schon seit dem Kindergartenalter an Diabetes erkrankt waren und konnten selber alles managen. Die Sozialpädagogin hat mir dann wieder 2 Wege aufgezeichnet: über das Sozialamt und die Krankenkasse. Wobei sie anmerkte, wenn ich im November den Antrag beim Sozialamt stellen würde, wäre er im Sommer genehmigt.
Was ich bei der ganzen Sache nicht verstehe: ich möchte meiner beruflichen Beschäftigung nachgehen, das kann ich aber nur dann machen, wenn mein Kind gut betreuut ist. Im Übrigen ist in NRW jetzt gesetzlich geregelt, dass die behinderten sowie gesunden Kinder auf die normale Schule gehen dürfen. In der Praxis mangelt es aber an den geschulten Kräften für solche Fälle. Man wird wie ein Fußball hin und her geschoben, ohne das jemand sich dafür zuständig fühlt. Ich finde entsetzlich, wie @delphyne schrieb "Sehen sie zu, dass sie es selbst organisiert bekommen oder setzen sie keine Kinder in die Welt". Klar, man ist für seine Kinder verantwortlich, aber so eine 24 Stunden-Betreuung raubt ganz viel Energie!
Ich hoffe, wir finden bald eine Lösung und wünsche ganz viel Kraft den Familien, die sich in so einer ähnlichen Situation befinden.
LG
Evgeniya
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Re: Neue Überraschungen
27 Aug. 2014 07:25Das hört sich doch nach einem guten Weg an. Habt ihr andere Kinder mit DM bei euch in der Nähe? Schau mal auf der Landkarte nach. Ich könnte mir vorstellen, dass es euch auch helfen könnte, wenn Leonard sieht, wie andere Kinder das managen bei einem Treffen auf dem (Indoor-) Spielplatz o.ä. ist das meist recht deutlich. Und da siehst du dann vielleicht auch noch mal aus einem anderen Blickwinkel, was du deinem Sohn zutrauen könntest.
....ausgerechnet NRW....
Viel Erfolg noch
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