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persönliches Budget
crispa
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Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
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persönliches Budget
18 Juni 2014 13:36
Hallo!
Meine Tochter Denise ist 7 Jahre und hat seit 6 Jahren Diabetes. Sie ist voriges Jahr in die Schule gekommen. Ich habe für sie über die Eingliederungshilfe eine Schulbegleiterin bekommen, die für die Schul-, als auch für die Hortzeit da ist. Nun habe ich eine Weiterbewilligung für das 2. Schuljahr beantragt. Der Amtsleiter sagte mir ich soll mich über ein "persönliches Budget" erkundigen. Wer kennt sich damit aus? Ich möchte mich auch von der Situation die im Moment wie es bewilligt ist auch nicht verschlechtern. Macht jemand so etwas? Lohnt sich das?
Meine Tochter Denise ist 7 Jahre und hat seit 6 Jahren Diabetes. Sie ist voriges Jahr in die Schule gekommen. Ich habe für sie über die Eingliederungshilfe eine Schulbegleiterin bekommen, die für die Schul-, als auch für die Hortzeit da ist. Nun habe ich eine Weiterbewilligung für das 2. Schuljahr beantragt. Der Amtsleiter sagte mir ich soll mich über ein "persönliches Budget" erkundigen. Wer kennt sich damit aus? Ich möchte mich auch von der Situation die im Moment wie es bewilligt ist auch nicht verschlechtern. Macht jemand so etwas? Lohnt sich das?
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tonja
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Re: persönliches Budget
18 Juni 2014 17:21 - 18 Juni 2014 17:32
Hallo,
persönliches Budget bedeutet wohl, dass das Sozialamt nicht mehr die Eingliederungshilfe stellt, sondern nur noch das Geld in Form des persönlichen Budgets bewilligt.
Ihr könnt dann selbst auswählen, wen Ihr einstellt, vorausgesetzt Ihr findet jemanden für das zur Verfügung stehende Geld.
Allerdings kommt dann auch die ganze Bürokratie auf Euch zu. Ihr seid Arbeitgeber, müsst die Hilfe bei KK und der Berufsgenossenschaft anmelden, Lohnabrechnungen fertigen, die Lohnsteuer und den Krankenkassenbeitrag abführen. Ihr müsst euch Gedanken über den Arbeitsvertrag machen (wieviel Urlaub, Urlaub nur in den Ferien und damit abgegolten, Wochenstunden - unter Berücksichtigung der Freitage in den Ferien ) etc.
Wird die Eingliederungshilfe krank, müsst Ihr den Lohn fortzahlen, bekommt aber von der Krankenkasse aufgrund der Umlageversicherung einen Teil der Lohnkosten (zwischen 50 und 80 % je nach gezahlter Umlage) ersttattet. Das muss man aber auch wieder beantragen. Also noch mehr Papierkram.
Einfacher ist es, wenn Ihr jemand für nur 450 € findet und denjenigen dann pauschal bei der Knappschaft anmelden könnt.
Wenn euch bisher die Eingliederungshilfe bewilligt wurde, solltet Ihr auch weiterhin darum kämpfen, wenn Ihr nicht papier- und bürokratieerfahren seid.
Für das Amt wird es mit dem persönlichen Budget wahrscheinlich billiger. Das Sozialamt stellt die Eingliederungshilfe ja nicht direkt an, die sind jedenfalls bei uns bei irgendeinem Träger beschäftigt. Das Geld, was das Sozialamt ausgibt, kommt nicht 1 : 1 bei dem Einzelfallhelfer an, sondern der Träger als Arbeitgeber bekommt seinen Verwaltungskostenanteil.
Den spart das Sozialamt wenn es euch ein persönliches Budget bewilligt, weil Ihr nichts für den eigenen Verwaltungsaufwand bekommt.
Wir haben das für ein halbes Jahr gemacht, weil uns die Eingliederungshilfe nicht weiter bewilligt wurde. Einstweiliger Rechtschutz hatte (wohl zurecht aus anderen Gründen) keinen Erfolg. Das Verfahren beim Sozialgericht läuft, wird aber frühestens nächstes Jahr entschieden. Wir sind deshalb gewissermaßen ein halbes Jahr in Vorleistung getreten und haben die Klage auf Erstattung der Kosten in Form des persönlichen Budgets umgestellt.
Länger als ein halbes Jahr konnten wir uns das auch nicht leisten. Wir wissen schließlich auch nicht genau, ob wir das Geld wieder bekommen. Außerdem kommt er mittlerweile auch gut allein zurecht.
Ein Elternteil ist selbständig und ohnehin Arbeitgeber, die Scheu war deshalb nicht so groß und den Papierkram hat das Lohnbüro gemacht. Ohne diese Konstellation hätte ich mir das nicht antun wollen.
persönliches Budget bedeutet wohl, dass das Sozialamt nicht mehr die Eingliederungshilfe stellt, sondern nur noch das Geld in Form des persönlichen Budgets bewilligt.
Ihr könnt dann selbst auswählen, wen Ihr einstellt, vorausgesetzt Ihr findet jemanden für das zur Verfügung stehende Geld.
Allerdings kommt dann auch die ganze Bürokratie auf Euch zu. Ihr seid Arbeitgeber, müsst die Hilfe bei KK und der Berufsgenossenschaft anmelden, Lohnabrechnungen fertigen, die Lohnsteuer und den Krankenkassenbeitrag abführen. Ihr müsst euch Gedanken über den Arbeitsvertrag machen (wieviel Urlaub, Urlaub nur in den Ferien und damit abgegolten, Wochenstunden - unter Berücksichtigung der Freitage in den Ferien ) etc.
Wird die Eingliederungshilfe krank, müsst Ihr den Lohn fortzahlen, bekommt aber von der Krankenkasse aufgrund der Umlageversicherung einen Teil der Lohnkosten (zwischen 50 und 80 % je nach gezahlter Umlage) ersttattet. Das muss man aber auch wieder beantragen. Also noch mehr Papierkram.
Einfacher ist es, wenn Ihr jemand für nur 450 € findet und denjenigen dann pauschal bei der Knappschaft anmelden könnt.
Wenn euch bisher die Eingliederungshilfe bewilligt wurde, solltet Ihr auch weiterhin darum kämpfen, wenn Ihr nicht papier- und bürokratieerfahren seid.
Für das Amt wird es mit dem persönlichen Budget wahrscheinlich billiger. Das Sozialamt stellt die Eingliederungshilfe ja nicht direkt an, die sind jedenfalls bei uns bei irgendeinem Träger beschäftigt. Das Geld, was das Sozialamt ausgibt, kommt nicht 1 : 1 bei dem Einzelfallhelfer an, sondern der Träger als Arbeitgeber bekommt seinen Verwaltungskostenanteil.
Den spart das Sozialamt wenn es euch ein persönliches Budget bewilligt, weil Ihr nichts für den eigenen Verwaltungsaufwand bekommt.
Wir haben das für ein halbes Jahr gemacht, weil uns die Eingliederungshilfe nicht weiter bewilligt wurde. Einstweiliger Rechtschutz hatte (wohl zurecht aus anderen Gründen) keinen Erfolg. Das Verfahren beim Sozialgericht läuft, wird aber frühestens nächstes Jahr entschieden. Wir sind deshalb gewissermaßen ein halbes Jahr in Vorleistung getreten und haben die Klage auf Erstattung der Kosten in Form des persönlichen Budgets umgestellt.
Länger als ein halbes Jahr konnten wir uns das auch nicht leisten. Wir wissen schließlich auch nicht genau, ob wir das Geld wieder bekommen. Außerdem kommt er mittlerweile auch gut allein zurecht.
Ein Elternteil ist selbständig und ohnehin Arbeitgeber, die Scheu war deshalb nicht so groß und den Papierkram hat das Lohnbüro gemacht. Ohne diese Konstellation hätte ich mir das nicht antun wollen.
Letzte Änderung: 18 Juni 2014 17:32 von tonja.
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monday
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Re: persönliches Budget
18 Juni 2014 17:52
Hallo,
Im Internet gibt es unter dem "Persönlichen Budget" allerlei Seiten zu finden. Was bei den meisten Seiten gleich ist: Sie raten eine individuelle Beratung an.
Die bekommt man bei den örtlichen Reha-Stellen.
LG Vera
Im Internet gibt es unter dem "Persönlichen Budget" allerlei Seiten zu finden. Was bei den meisten Seiten gleich ist: Sie raten eine individuelle Beratung an.
Die bekommt man bei den örtlichen Reha-Stellen.
LG Vera
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Meike
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Re: persönliches Budget
21 Juni 2014 19:45
Wir hatten ganz am Anfang ein persönliches Budget. Für die ganzen zusatzarbeiten kann man ein Lohnbüro beauftragen. Die Kosten dafür werden dann vom Sozialamt übernommen. Allerdings muss man eindauernd irgendwas zum Lohnbüro bringen, Abrechnungen abholen etc... weil irgend ne Unterschrift drauf muss, ein Konto für die Zahlungen hatten wir zusätzlich eingerichtet, damit da nichts durcheinander kommt und es fühlt sich echt doof an, wenn das Geld für KK und Steuern etc... abgebucht wird, das Sozialamt aber leider die Zahlung vergessen hat
.
Ich habe schon von Leuten gehört die mit dieser Lösung sehr zufrieden waren. Ich war heilfroh als wir sie loswaren und unsere "neue" Kraft direkt von ihrem Arbeitgeber mit dem Sozialamt abgerechnet wurde.
Ich habe schon von Leuten gehört die mit dieser Lösung sehr zufrieden waren. Ich war heilfroh als wir sie loswaren und unsere "neue" Kraft direkt von ihrem Arbeitgeber mit dem Sozialamt abgerechnet wurde.
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