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Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

MamaReni
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Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

14 Aug. 2013 13:37
#84318
Hallo Alle zusammen,

Ich bin heute etwas ratlos. Unsere Tochter wurde nun gerade eingeschult und hat die ersten zwei Tage soweit gut überstanden. Nur in der letzten Unterrichtsstunde, bricht sie emotional ein.
Ich denke es ist die gesamte Umstellung. Weil ja doch alles neu und aufregend ist. Ihre BZ Werte liegen nach der 4.Stunde um 11.45 Uhr bei 240. wie besagt wird sie in der letzten Stunde dann im Anschluss recht weinerlich. Die Lehrerin sagte, sie mag dann nicht mehr mitarbeiten und dann fließen die Tränen.

Heute war es nun so, das die Lehrerin mich anrief und meinte ich solle doch bitte kommen und unsere Große abholen. Und sie machte mir dann den Vorschlag, dass ich sie in den nächsten Tagen vorerst schon nach der 4.Stunde abholen kann. Damit sich unsere Maus vorerst langsam an das ganze gewöhnt und sie sich nicht so überfordert fühlt.

Genau das ist nun der Punkt an dem ich mich frage, ist das so richtig? Ich wollte eigentlich das sie keinen extra Status in der Klasse hat. Ist es nicht eher kontraproduktiv wenn sie jetzt auf diesem Wege erfährt, das sie nun früher gehen darf, weil sie geweint hat.

Unsere Maus war schon immer ein sehr emotionales Kind, aus diesem Grund wurde sie ja nun auch schon ein Jahr Später eingeschult.

Ich bin mir so unschlüssig.

Klar ist es mit dem Gesamtpaket alles nicht so einfach und nun die zweite Große Sache in diesem Jahr. Erst im Februar die ganze Sache mit dem Diabetis und der Zöliakie und all den Veränderungen die dadurch kamen. Nun hatte sie sich im Kindergarten mit allem eingespielt, so gut es ging. Und nun die Umstellung Schule. Aus ihrem KiGa sind leider keine weiteren Kinder auf dieser Schule eingeschult worden. Was mit Sicherheit auch nicht so einfach ist.
Ich möchte sie ja auch nicht alleine auf weiter Für stehen lassen.
Aber ich finde den Pfad zwischen "wie reagiert man da nun richtig auf die Gesamtsituation - und wie istes falsch" gerade sehr schmal. Und vielleicht kennt hier ja jemand ähnliche Sittuationen und Momente und kann mir vielleicht einen passenden Rat geben.

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Meike
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

14 Aug. 2013 15:00
#84319
Ich habe gerade in einem anderen Forum von einer Mutter gelesen, deren Kind es genauso geht. Auch ihr wurde der Vorschlag gemacht das Kind nach der 4. Stunde abzuholen - ohne Diabetes ;) . Insofern würde ich das einfach als Zeichen einer kompetenten Lehrkraft sehen, die merkt wie überfordert deine Tochter von der neuen Situation ist und ihr einen besseren EInsteig ermöglichen möchte.
Deine Tochter ist etwas besonderes, sie ist anscheinend ziemlich sensibel und darauf wird eingegangen, willst du ihr das verwehren, weil sie zufällig noch ne andere Besonderheit (den Diabetes) hat?
Alles Gute für euch!
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

14 Aug. 2013 17:10
#84327
hallo:)
ich muss zugeben als ich im winter diabetes bekam war ich in der 5.und noch nicht lange.ich hatte sehr angst und war das erste jahr mit diabetes zurückhaltend und hatte auch keine spaßigen sachen mit meinen freunden gemacht wie schwimmen weil ich angst hatte.ich bin mal ein paar mal zum psychologen gegangen und das ging weg..jetzt mache ich alles mit und bei euch wirds genauso sein

viel glück:)

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LoRi
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

14 Aug. 2013 23:42
#84353
Hallo!

Ich kann deine Ambivalenz gut nachvollziehen.
Du möchtest ihr wahrscheinlich ein gutes Gefühl geben,indem sie keine "extra Wurst" bekommt.Sie soll sich wie alle anderen fühlen.Die Kindern sind ja eh super aufgeregt am Anfang,müssen sich in der neuen Gruppe zurechtfinden ,Freunde finden,verstehen das sie nun in der Schule sind und ein neuer Lebensabschnitt ist es ja auch.
Hmm,so genau weiß ich auch nicht was ich tun würde.Ich würde vielleicht versuchen herauszubekommen was sie beschäftigt,dass sie weinen muss.Hat sie der höhere Wert "erschreckt" oder ist es einfach das in der Schule sein...
Ich glaube schon dass Schule,Pause...alles mal etwas durcheinander bringt. Das ist glaube ich alles ziemlich normal.Ich glaube die Sache sieht in wenigen Wochen schon ganz anders aus.
Meine Lotte hat das erste Halbjahr (damals noch ohne Diab.)echt gebraucht um sich zurecht zu finden.Ich habe sie da ganz normal hingeschickt und das war auch gut so. Dann war alles super.
Als sie dann später den DM bekommen hat,hatte ICH Angst vor doofen Reaktionen von Mitschülern...man weiß ja nie wie andere Kinder damit umgehen.Ich wollte sie glaube ich irgendwie schützen, das war aber total unbegründet.Mal sehen wie das später auf der weiterführenden Schule ist...noch liebt sie die Schule.....
Das Selbstbewußtsein wächst sicher mit der Zeit ,in jeder Beziehung. Die Kinder ermutigen,ihnen was zutrauen,kann glaube ich nie verkehrt sein.
Wenn deine Kleine jetzt dankbar für ein paar kürzere Schultage ist,wird das auch nicht schlimm sein.Nach einiger Zeit wird alles ganz normal laufen.

Liebe Grüße Henrike
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TinaSchnecke
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

15 Aug. 2013 10:34
#84357
Die ersten Wochen in der Schule können für einige Kinder sehr anstrengend sein.
Haben bei euch die Erstklässler schon 5 Stunden??? Bei uns hat die 1. Klasse nur 4 Stunden.
Trotzdem weiß ich von einem Mädchen, dass in den ersten Wochen in der 4. Stunde regelmäßig eingeschlafen ist, weil sie einfach fertig war.

Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob es der richtige Weg ist, dein Kind eher abzuholen, wenn sich für dich der Gedanke auch nicht richtig anfühlt.
Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Lehrkraft den kompletten Unterricht so zu gestalten, dass die Kinder nicht zusammenbrechen. Und Erstklässler müssen sich ja erstmal an den neuen Rhythmus gewöhnen.
Bei uns sind die Pausenzeiten für die erste Klasse z.B. flexibler und die Pausen fangen idR. schon vor dem Klingeln an, da die Kinder unruhig werden. Wenn die Kinder dem Deutschunterricht nicht mehr folgen können, wird halt Sachkunde gemacht oder gesungen oder Bewegungsspiele... Im Moment kann man ja auch noch schnell mal nach draußen... Freitags in der letzten Stunde ist Musik, weil was anderes da eh nicht mehr geht.

Vielleicht geht es deiner Tochter auch einfach schlecht nach der 4. Stunde, weil der BZ zu hoch ist?

Alles Gute für die weitere Eingewöhnungszeit.
Tina
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Noam
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

15 Aug. 2013 13:56
#84359
hallo
ich arbeite an einer grundschule, und bei uns hat der morgen nur 4 lektionen.
es ist ganz klar, dass auch da, die erstklässler im ersten halben jahr mühe haben, sich in der letzten stunde zu konzentrieren, darum macht da unsere 1.-klasslehrerin nichts kopflastiges mehr.
manchmal ist da turnen, zeichnen oder werkenauf dem stundenplan.
des weitern wird der unterricht so strukturiert, dass kopflastiges durch singen, tanzen und spiele unterbrochen wird.
man nennt das rhythmisieren.
dass die lehrerin erkannt hat , dass deine tochter trotzdem überfordert ist, zeichnet sie als feinfühlige lehrerin aus.
für deine tochter ist ganz viel neues zu verarbeiten, das ist anstrengend, auch emotional anstrengend.
vielleicht traut sich deine tochter aber schon nächste woche zu, alle lektionen zu besuchen, ich würde das gelassen sehen.
erst wenn es zur masche wird: "ich weine, also kann ich dann nach hause", dann würde ich gegensteuern.

liebe Grüsse

Rahel
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fiene
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

15 Aug. 2013 14:58
#84361
Hallo MamaReni,

in unserer Grundschule werden im 1. Schulhalbjahr auch nur 4 Schulstunden angeboten. Unsere Tochter Lena kommt jetzt in die 3. Klasse und geht noch sehr gerne zur Schule. Unbeliebt sind bei uns nur die Hausaufgaben, die ab der 2. Klasse natürlich zugenommen haben. :P
Sie fand die 1. Klasse sehr spannend. Der Unterricht wurde den Kindern in der Klasse weitesgehend angepasst, sprich, wenn die Luft raus war, wurde spontan geturnt, gesungen oder gemalt. Es gab eine sogenannte Smiley-Stunde, wo sogar gespielt wurde.
Unser Sohn Luis hat am 05. September seinen 1. Schultag. Er ist ja unser Dia-Kind und ich bin schon sehr gespannt, wie es bei ihm laufen wird, vor allen Dingen, was den BZ betrifft. Habe mir extra ein paar Sensoren aufgehoben, um zu gucken, wie sich der BZ entwickeln wird.

Ich finde es gut, dass Eurer Lehrerin so einfühlsam reagiert und Dir die Möglichkeit lässt, das Kind bereits nach der 4. Stunde abzuholen. Du wirst sehen, dass deine Tochter sich schnell aklimatisieren wird. Es gibt halt Kinder, die vielleicht ein wenig Zeit dazu brauchen, vor allem, wenn sie sowieso so ein emotionaler Mensch ist. Nur du kannst natürlich wissen, in wie weit sie vielleicht die ein oder andere Situation "ausnutzen" wird....

Alles Gute für Euch.

LG Silke
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Rika_T
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

16 Aug. 2013 11:29
#84379
Hallo,

ich finde das Thema auch extrem schwierig. Mein Kleiner hat kein Diabetes und wir hatten ein ähnliches Thema. Er wurde ein Jahr später eingeschult, weil er einfach noch nicht so weit war. Er ist auch extrem emotional und sensibel. Furchtbar sensibel (ist der Große mit Diabetes nicht). Er kommt mit neuen Situationen schwer zurecht. Der Schulanfang war grauenhaft! Während mein Großer nicht in den Nachmittagshort wollte, weil im das zu blöd war und er keinen Sinn darin fand, traut sich mein Kleiner nicht hin, eben weil es neu ist (obwohl er gern mit Kindern spielt). Der Kleine musste es aber lernen, also ab in die Schule und den Hort. Schwierig! Er hat es dann nach 14Tagen auch akzeptiert und es ging besser, das Neue war nicht mehr neu. Dann ging es aber rasch los, dass er zuckte (seine Augen kniff er zusammen), immer wenn irgendwer etwas von ihm erwartet oder er Stress hat. Das ging so weit, dass er kein Mittag essen wollte in der Schule, weil "man ja aufessen muss".
Da er aber mittlerweile so gerne auch mit anderen Kindern spielte, habe ich ihn weiterhin in den Hort geschickt, ihn aber früh abgeholt und zu Hause auf Ruhe gemacht, Kaffeepause, Eisessen, Spazierengehem. Jetzt ist alles okay. Allerdings musste ich jeglichen Druck von ihm nehmen: also keine Erwartungen jeglicher Form (wohingegen mein Großer Druck bekommt, da er dem gerne standhält). Das ganze Lernthema eher nebenbei.

Wahnsinn, was man alles für Probleme hat.

Viele Grüße,
Rika
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MamaReni
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Re: Nach Einschulung, Kind verunsichert und Ängstlich

19 Aug. 2013 12:17
#84435
Hallo, und einen schönen Guten Tag,

Unsere Bilanz nach der ersten Schulwoche. Nach einem ruhigen Kuschelgespräch mit unserer Nele lief Alles bestens. Mein Mann und ich wir setzten uns mit unserer Zaubermaus gemütlich in ihr Bett und führten ein zwar langes aber dennoch ruhiges und herzliches Gespräch. Wir ließen uns von ihr erklären was denn los ist, wo der Schuh drückt, was in der Seele schmerzt.
Ergebnis der Ursachenforschung ergab, das natürlich die alten Kita Freunde fehlen, das auch die gesamte Sittuationen mit Schule usw. viel ist. Aber das größte Problem war der Hinger der ab 11.45Uhr bzw. 12.00Uhr kam.

Logisch, wenn ich rückspiegelnd bedenke das es bei uns zu Hause und auch in der Kita immer um 12Uhr Mittag gab. Dann ist es für den Kinderkörper mit Sicherheit unheimlich schwierig nun sich auf 13Uhr umstellen zu müssen, gar nicht so einfach.
Auch wenn es erst um 10.15Uhr die Zwischenmahlzeit in der Gr. Pause gibt und Nele die Erlaubnis hat in Ruhe weiter zu essen auch wenn vielleicht der Unterricht schon wieder angefangen hat, weil sie einfach nicht die schneller Esserin ist.
Da sind die Werte dann eine Stunde später natürlich noch nicht so weit unten wie wir es sonst zum Mittag gewöhnt sind.
Aber die innere Uhr des Körpers sagt selbstverständlich "ich habe Hunger" !

Unsere Idee und Abmachung mit Nele war dann, sie bekommt noch eine zusätzliche Dose mit Gemüse und Würstchen mit. Damit sie denn das auch essen kann und die Hungerstrecke nicht so lang ist.
Mit der Lehrerin haben wir dann auch alles besprochen.
Wir sind alles in Allem sehr zufrieden, die Werte haben sich gut eingependelt.
Nele hat ihre ersten "Freund" gefunden und freut sich jeden Tag auf die Schule.

Ich würde sagen, wir Eltern sind wohl doch manchmal zu sehr besorgt.
Wir fanden es wichtig Nele in dem Ganzen miteinzubeziehen und ihr das Gefühl zu geben sie entscheidet mit und kann um ihre Person mitbestimmen.

Ich danke Euch für Euren Zuspruch und die lieben Worte.

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