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Medikamentengabe in Kiga und Schulen

delphyine
Mitglied


Diamant Schreiber
Diamant Schreiber

Beiträge: 1770

Daten zum Kind:
Geschlecht: Mädchen
Geburtsjahr: 2006
Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Private Nachricht

Re: Medikamentengabe in Kiga und Schulen

19 Feb. 2013 15:27
#79054
TinaSchnecke schrieb: Und meine Kinder müssen dann als Eltern im Kindergarten vielleicht auch keine Einverständniserklärung mehr unterschreiben, dass die Erzieherinnen eine Zecke entfernen dürfen, wenn sie eine an ihrem Kind finden sollten...

lg
Tina

Dann müssen wir Eltern im Gegenzug davon Abstand nehmen uns zu beschweren, wenn etwas schief läuft. Die Erzieher sind dann so gut, wie sie es gelernt haben. Also wenn eine Erzieherin den Dreisatz nicht kann und sich deshalb verrechnet und 4 statt 2 Einheiten Insulin abgibt, dann ist das so. Und wenn die Hälfte der Zecke stecken bleibt, weil der Erzieherin die Hände gezittert haben und das Kind muss hinterher zum Arzt, dann ist das so. Dann darf keine Mutter das Recht haben, darüber zu schimpfen, sondern muss eben hinnehmen, dass es zu diesem Problem gekommen ist, WEIL das Kind fremdbetreut war und es somit ihre eigene Schuld ist, dass es überhaupt soweit gekommen ist. Wäre die Mutter da gewesen, wäre es soweit nicht gekommen (und auch wir Mütter sind nur so gut, wie wir sind. Es gibt auch Mütter, die den Dreisatz nicht können und mit DM überfordert sind - oder die keine Zecken ziehen können...)

Zum Thema Pflegedienst und Aufmerksamkeit: Ein Kind mit Epilespie muss auch inklusiv beschult werden. Trotzdem bekommt es Anfälle und kippt um. Das bekommt jeder mit. Jeder bekommt mit, dass ein Kind im Rollstuhl nicht die Treppen raufkommt. Genauso, wie BZ messen jeder mitbekommt. Normaler werden unsere Kidner nicht, bloß weil statt eines Pflegedienstes oder I-Helfers der Lehrer draufschaut. Es ist nur weniger stressig, wenn man sich nicht um die koordinierung von Pflegedienst und Schule kümmern muss und bei Ausflügen keinen Urlaub braucht.

Inklusion ist oben angekommen, weil es von der EU aufgedrückt wurde und die Politiker handeln mussten. Überlegt hat keiner von denen, WIE das umzusetzen ist. Die haben nur Gesetze erlassen, dass es irgendwie zu machen ist. Natürlich werden es irgendwann die Lehrer übernehmen, aber dann ist hoffentlich deren Ausbildung dahingehend ergänzt und die Arbeitsbedingungen dahingehend überprüft worden, dass es für sie schaffbar ist. Im Moment gibt es in NRW einen großen Mangel an Erzieherinnen. Die Ausbildungsbedingungen zu verändern und zu erschweren, steht nicht ganz oben auf der Agenda. Wenn ich mich recht erinnere, war sogar der Vorschlag, die Frauen von den Schleckerkassen zu Erzieherinnen umzuschulen. SOLCHE Vorschläge machen Politiker und genau so ein Vorschlag ist Inklusion. Hört sich gut an/ist von der EU irgendwie vorgeschrieben, kostet nix, machen wir. :evil:

Manche Lehrer übernehmen die Aufgaben schon, da sollten wir dankbar sein. In den anderen Fällen ist ein I-Helfer gefragt und das kommt das Land nun schon wesentlich günstiger, als für alle Kinder I-Helfer zu stellen. Dann sollte man die vielleicht leichter bewilligen statt auf die Lehrer zu schimpfen, die sich das noch nicht zutrauen.

LG
Nadine

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