Hallo Tamy
mein Sohn Lars (jetzt 9, damals noch

war im Juni in meiner Begleitung dort. Wie alles bei den Jugendlichen ohne Begleitung (meintest du das?) abläuft, haben wir also mehr am Rande mitbekommen.
Wir haben sie aber natürlich ständig gesehen, die Solo-Kinder, wie sie dort genannt werden.
Sie werden mit 2-3 Kids in einem Zimmer untergebracht. Gegessen wird in Gruppen mit Betreuung. Und es gibt viele Freizeitangebote: z.B. Sportturniere, Filmabende, Kreatives usw.
Über das Schulungskonzept für Jugendliche kann ich dir nichts näheres sagen. Da die Kids mit Begleitung in Gruppen geschult worden, wird das bei den Solos aber wohl nicht anders sein.
Begleitende Eltern werden ebenfalls geschult (nicht unbedingt ein Kurs für "Fortgeschrittene", eher "Anfängerkurs Teil 2", ein gewisses Grundwissen wird vorausgesetzt, aber nicht übermäßig viel) und bei begleiteten Kindern fallen die Freizeitangebote knapper aus.
Schule findet statt. Aber ehrlich gesagt, die hat mich doch etwas enttäuscht! Vorher hieß es "4-5 Stunden pro Woche in Kleinstgruppen von 5 Kindern". Es waren dann 4 Stunden und in der Gruppe waren 8 Kinder. Die Jüngste war 6, der Älteste 13. Man hätte auf besonderen Wunsch auch noch ein paar Zusatzstunden haben können. Aber ehrlich gesagt, wurden die einem vorher nicht gerade aufgedrängt. Dass am Ende in der Bescheinigung für die Schule stand, wir wären auf diese Möglichkeit hingewiesen worden, hätten davon aber keinen Gebrauch gemacht, fand ich schon leicht frech (wenn es auch inhaltlich stimmen mag).
Wir waren 4 Wochen dort. Die ersten Tage hat man ein bisschen Leerlauf (richtig los ging's am 5. Tag, davor gab es neben der Anreise Untersuchungen, Eingewöhnung und ein freies Wochenende), am Ende gehen die Anwendungen/Schulungen aber bis zum Vorabend der Abreise voll durch.
Es war nicht alles perfekt, aber doch so gut, dass wir jederzeit wieder hinfahren würden. Für Lars war es sehr motivierend.
Wir haben den Antrag bei der RV gestellt. Man kann ihn auch bei der KK stellen, aber die Ärztin die uns geholfen hat (die musste ich erstmal finden, weil "unsere" Ärzte alle keine Lust auf den Papierkram hatten), schreibt leidenschaftlich diese Anträge und sagte, die KK würden gern mal ablehnen, die RV dagegen extrem selten.
Wir haben den Antrag so etwa am 10.12.12 gestellt und die Genehmigung kam in den ersten Januar-Tagen 2013. Es hat also nur etwa 4 Wochen gedauert und das, wo obendrein noch Weihnachten und Neujahr dazwischen lagen.
Schwieriger war es mit der Klinik einen Termin zu vereinbaren. Die haben gut zu tun und lassen sich deshalb ebenfalls ein paar Wochen Zeit, bis man etwas hört (Tipp: anrufen und nerven!)
Viel Glück bei der Beantragung.
LG Heike